Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bungard Platinen und die Zeit
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15.11.2002, 16:59
Hallo alle zusammen, Hallo Herr Bungard, <BR> <BR>kann es sein, dass die "Bungard-Platinen" mit der Zeit etwas empfindlicher gegenüber dem Entwickler werden? So ungefähr nach 2-4 Wochen muss ich die Konzentration des Entwicklers etwas herabsetzten, da ich an sonsten "überdimensionale" Leiterbahnen bekomme (ach, ähm, ich arbeite immer mit negativ Filme, wegen Galvanisierung und Differenzätzung). <BR> <BR>Bin sehr gespannt auf Antworten. <BR> <BR>Schonmal vielen Dank und ein schönes Wochenende! <BR> <BR>Viele Grüße, <BR> <BR>Ciao John <BR> <BR>PS.:wenn die Platinen ganz neu sind, dann kann man den Entwickler ruhig bis zu 30g/Liter ansetzen. Später, nach ca. 4 Wochen darf ich nicht mehr als 10g/Liter ansetzten.
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18.11.2002, 04:05
moin <BR> <BR>ungewöhnlicher effekt.... <BR>biste sicher, auch immer diesselbe temperatur des bades zu haben? <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR>
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23.11.2002, 01:05
Hi John, <BR>das kann nicht sein, dass die Platinen empfindlicher werden. Da muss ein anderer Grund vorliegen. <BR> <BR>mfg <BR> <BR>D. Bungard
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28.11.2002, 03:18
John ich habe auch die Bungard Platinen (Negativ Platte) vor über einen halben Jahr gekauft, muss sagen das ich sehr zufrieden bin, bessere Qualität als bei Isel !!! auf jeden fall ! <BR> <BR>(Und da gebe ich gerne mal en Euro mehr aus ;-)) <BR> <BR>Schade das wir nicht an das Laminat dran kommen, aber eine ganze Rolle und nur ein halbes Jahr Haltbarkeit ist einfach zu hart. <BR> <BR>Oder hat die Firma Bungard jetzt jmd gefunden wo man mal 25 Meter kaufen kann ? <BR>Ich von meiner Seite würde weiter mit dem Negativ Laminat testen, diese Art von Platinen werden jedenfalls erheblich besser als das was wir zur zeit machen. <BR> <BR> <BR> <BR>
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15.12.2002, 20:14
Hallo John, ich habe jetzt auch so ein blöden Effekt mit meine Bungard Platinen. <BR>Aber bei den Positiv Platinen die ich vor über ein halbes Jahr gekauft hatte. (ca. 7 Monate alt) <BR> <BR>Die Negativ Platinen waren ok.! <BR> <BR> <BR>Wie gesagt ich will jetzt nichts gegen die Firma Bungard sagen, ich weiß das die Haltbarkeit zu ende ist..... <BR> <BR>Ich habe am WE eine große Platine gemacht, was ich bemerkt habe ist, dass ich mehr zeit zum Belichten brauche (ca 20sec mehr) Die Leiterbahnen breite ist auch viel dicker geworden. <BR>Wenn ich mit meiner festgelegten zeit vor einen halben Jahr Arbeite, bekomme ich die Platine nicht ganz Entwickelt, da bei mir die Leiterbahnen freientwickelt werden, (wegen meiner Galvanikanlage) befindet sich eine ganz hauchdünne Positiv Sicht auf die Platine (also auf der Leiterbahn) ... <BR> <BR> <BR>Könnte Herr Bungard was dazu sagen ? woher diese Sache kommt ??? <BR> <BR>Aber wie gesagt, ich weiß die Haltbarkeit ist abgelaufen !!! soll nichts Negatives gegen die Firma Bungard sein.... <BR> <BR> <BR> <BR> <BR>Gruß Frank
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18.12.2002, 21:14
Hallo Frank M, <BR> <BR>wir geben uns grosse Mühe, die Belichtungs- und Entwicklereigenschaften konstant zu halten, und prüfen das täglich nach. Aber geringfügige Schwankungen der Belichtungszeit können auftreten. Ich wiederhole mich hier: Bitte nicht zu knapp belichten, auch wenn die Vorlage eine zu schwache Deckkraft zu haben scheint. <BR> <BR>Nochmal im Klartext: Zu langes Belichten schadet dem Fotolack nicht. <BR> <BR>Zweitens: Der Entwickler darf nicht zu schwach sein. 10 bis 15 g NaOH auf den Liter sollten es schon sein. Und was bei dieser Jahreszeit noch zu erwähnen ist: Das Wasser aus der Leitung ist jetzt an die 8 °C kalt. Mit so kaltem Wasser geht es nicht. Unsere Proben machen wir mit frischem Entwickler bei 22°C. Der Fotolack ist in solchem Standard-Entwickler 10 Minuten stabil. Er verträgt auch eine bis zu 4 mal so starke Konzentration (wobei die Sicherheitsreserven natürlich nachlassen) <BR> <BR>Haltbarkeit: Wir garantieren mind. 1 Jahr Haltbarkeit. Die älteste Platine, die ich in der Praxis je ausprobiert habe, war 10 Jahre alt - und ging noch wie eine frische. Die Haltbarkeit kommt daher, dass wir den Lack künstlich altern, bevor wir die Platten verkaufen. Auf den Platinen findet man einen Aufkleber mit der MAterialbezeichnung und einem Symbol einer Sanduhr. Da steht das garantierte Haltbarkeitsdatum (was aber nicht wie bei Lebensmitteln zu verstehen ist ;-) <BR> <BR>Also: bitte umdenken. Unsere Platinen sind sehr lange haltbar, haben nichts gegen langes Belichten und fühlen sich in starkem Entwickler sehr wohl. <BR> <BR>Frohe Festtage wünscht <BR> <BR>Dietmar Bungard
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26.12.2002, 11:42
Hallo <BR>Ich benutze Positivlak , und habe seit einiger Zeit große Probleme. <BR>Die Lackschicht löst sich fast ganz und in großen Stücken ab , so das ich beim ätzen immer Löcher und Risse in den Platienen habe . <BR>Das NAOH löse ich immer frisch bei ca. 20-22 Grad C auf. <BR>Und die Entwicklungszeit beträgt ettwa 3-5 min <BR>Nun weiß ich nicht was ich noch falsch mache ?? <BR>Wäre sehr dankbar über einige Erfahrungsberichte. <BR>Vielen Dank und ein frohes Fest <BR>Mit freundlichen Grüßen Hofi <BR>
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26.12.2002, 19:42
Hallo Heiko, <BR> <BR>wie stark ist dein Entwickler angesetzt? Ist dein Layout in Ordnung? <BR> <BR>Grüße Ciao <BR> <BR>John
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27.12.2002, 03:52
moin <BR> <BR>auch dieser spray hält nicht ewig ! <BR>man kann die haltbarkeit aber wie bei filmen drastisch erhöhen, wenn man ihn im kühlschrank aufbewahrt. <BR>aber was auch sein kann, ist, das die oberfläche nicht fettfrei gereinigt wurde.. <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR>
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28.12.2002, 21:31
Hallo zusammen. <BR>Sorry , habe mich ein bißchen falsch ausgedrückt. <BR>Ich verwende fertig beschichtete LP. <BR>Das Layout ist auch in Ordnung. <BR>Aber ich habe noch ein wenig experimentiert. <BR>Dabei ist mir aufgefallen das ich zu Kurts belichtet habe. <BR>Nun habe ich das Bad etwas dünner gemacht und länger belichtet.Und siehe da mein Ergebnis war besser. <BR>Mit dem Material von Conrad hatte ich nicht solche Probleme. <BR>
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31.01.2003, 09:12
Hi Leute, <BR> <BR>inzwischen ist der Grund für die "überdimensionalen Leiterbahnen", sowie für das Fehlentwickeln bekannnt. Es lag an dem Klarlack, mit dem ich das Layout einsprühte. Der Klarlack absolvierte UV-Strahlung. Ebenfalls ist er (zumindest bei mir) zu "dick", was zu den "überdimensionalen Leiterbahnen" führte. <BR> <BR>M.f.G. Ciao <BR> <BR>John
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05.06.2003, 03:02
@bungard <BR> <BR>Der übliche Positivlack ist ein Lack von Kalle und, wenn ich das richtig erkenne, sind auch die bungard-Platten damit beschichtet. <BR> <BR>Dieser Lack wird alkalisch entwickelt, und zwar optimal in einem definierten, schmalen pH-Bereich. Kalle liefert dafür (seit über 40 Jahren) den Entwickler EP10, der nichts anderes ist, als eine Pufferlösung. Der pH-Wert ändert sich damit nur wenig. <BR> <BR>Ich frage mich und Herrn Bungard, warum er nicht eine Pufferlösung statt des Ätznatron liefert (wobei auch die Gefährlichkeit für die Augen gemildert wäre). Am Ende dürfte dies kaum teuerer sein. Kalle langt da zu kräftig zu, aber das kann doch jeder zusammenmixen. <BR> <BR>Wolfgang
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06.06.2003, 21:14
@ Wolfgang, <BR> <BR>unser Fotolack ist nicht von Kalle. Würde mich ernsthaft interessieren, ob es den PK13 oder PK14 überhaupt noch gibt. Wir mussten uns schon 1986 was anderes suchen. Seitdem machen wir den Lack selbst aus Naphtochinondiazidsulfonsäure-Harz und Novolak als Harzträger. Der Kalle Lack war auch immer zu wenig stabil. Der gepufferte Entwickler war ein absolutes Muss, und trotzdem nicht genug, wenn man nicht wie wir anfangs die Beständigkeit gegen Entwickler und Ätzbad (!) durch Zugabe weiterer, schwer in Lauge löslicher Harze erhöht hätte. Details dazu führen aber hier zu weit, immerhin sind beim Fotobeschichten 7 Parameter gleichzeitig genau einzuhalten. <BR> <BR>Zum gepufferten Entwickler: Von Seno gibt es ein super gutes Konzentrat, NaOH frei, mit absolut weitem Einsatzbereich. Wer es nehmen möchte, gerne, habe ich kein Problem mit. Unser Ansatz ist anders, und das ist auch historisch bedingt: <BR> <BR>In den späten Siebzigern hat sich ein Kunde von uns mit NaOH ein Auge verletzt und wir haben - unstrittig - den Prozeß verloren. Da musste ein NAOH-freier Entwickler her, der nicht hygroskopisch war. Gesagt, getan, nannte sich Spezialentwickler und war in speziellen Beuteln. Gut und schön, aber dann änderten sich Einstufungen zur Gefährlichkeit / Gesundheitsschutz und plötzlich war unser - wie ich noch heute behaupte - sicherer Entwickler auf dem Papier gefährlicher als NaOH. Und nur was auf dem Papier steht, das interessiert den Sicherheitsbeauftragten. Den Rest der Story habe ich schon mal erzählt: Das spezielle an unserem Spezialentwickler ist die verpackungsmässige Sicherheitsaufmachung. <BR> <BR>Ich möchte zum Schluss noch mal betonen, dass unser Fotolack zwar kein Problem mit einem gepufferten Entwickler hätte, aber am Besten eben bei pH über 13 funktioniert. Oder anders gesagt, wir brauchen keinen Puffer, nur stark genug muss der Entwickler sein. In England werden unsere Platinen traditionsbedingt stets mit einem Entwickler bearbeitet, der - rechnerisch - 40 g NaOH pro Liter Wasser entspricht. Völlig unnötig, und sicherheitstechnisch auch völlig überdimensioniert, aber wir haben von da seit 25 Jahren noch keine einzige Reklamation gehabt, schon gar nicht wegen unvollständiger Entwicklung.
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