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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Durchkontaktieren von Platinen



Import-Script
20.08.2002, 15:29
Hi! <BR> <BR>hat jemand mal ohne das teure Gerät von Reichelt o.ä. geschafft mit diesen Nieten Druchkontaktierungen zu machen? <BR>Wie macht man so was am besten ? <BR>DIL kann man ja ggf. den Sockel unten und oben anlöten, aber bei PLCC ist das leider nicht mehr machbar. <BR> <BR>Danke im Voraus f&uuml;r Eure Hilfe! <BR>Hier scheinen mir eh die besseren Elektronik Freaks zu sein, als in der NG. <BR> <BR>cu Holger

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20.08.2002, 18:43
Hallo, <BR>hatte vor einiger Zeit ähnliches Problem. Habe einen 0.8mm Hartmetallbohre &#40;konischer Schaft&#41; auf etwas weniger als Platinendicke abgeschnitten. Die DK-Niete sind ja auf einer Seite bereits aufgespreitzt so das nur eine Seite vernietet werden muß. Stecke den Niet ins Bohrloch wende die Platine und leg sie auf eine Alu Platte danach nimmst du den abgeschnittenen Bohrer und vernietest mit einem leichten Hammerschlag die andere Seite. Um Kontaktprobleme zwischen ober und Unterseite zu vermeiden habe ich beide Seiten verlötet und danach wieder entlötet, was laut Beschreibung, im Reicheltkatalog mit jenem Gerät nicht gemacht werden muß. Ist ein bißchen aufwendig aber Kosteng&uuml;nstig zu mal die Niete auch nicht ganz billig sind.

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21.08.2002, 02:24
Hi! <BR>Ich habe mir f&uuml;r zweiseitige Platinen eine ander Lösung ausgedacht und praktiziere diese seit längerem: Durchkontaktierungen mache ich mit einfachem Schaltdraht an eigens daf&uuml;r vorgesehenen Durchkontaktierungen. Bauteile, welche auf Grund ihrer Bauweise nur von unten zu verlöten sind und trotzdem auf der Best&uuml;ckungsseite kontaktiert werden m&uuml;ssen, schließe ich &uuml;ber &#34;Hilfsleitungen&#34;, welche ich auf der Unterseite bis &uuml;ber den Umriss des betreffeneden Bauteils hinaus f&uuml;hre und dort dann eine Durchkontaktierung vorsehe, an. Das erhöht zwar die Zahl der Leiterz&uuml;ge auf der Unterseite, oft ist es aber auch nur eine Frage des richtigen Dessign, diese Problem in den Griff zu bekommen. Bisher habe ich mit dieser Methode nur positive Erfahrungen gemacht und billig ist sie allemal!

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21.08.2002, 10:49
Hallo, <BR>auch ich wende eine Methode an, wie Holger sie beschreibt. Wenn es nicht anders geht &#40;also unbedingt Durchkontaktierungen sein m&uuml;ssen, im herkömmlichen Sinn&#41;, lasse ich mit die Platinen anfertigen. Das ist im Endeffekt billiger, besonders, wenn man die immense Arbeit betrachtet, die Selbstnieten nun mal benötigt.

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22.08.2002, 16:59
moin <BR> <BR>f&uuml;r muster und miniserien gibts die gedrehten ic-sockel, die kann man auch oben verlöten &#40;z.b. beim &#34;reichelt&#34;&#41;. <BR>wirds eng, nimmt man keine sockel, sondern streifen, die man entspr. abbricht. <BR> <BR>f&uuml;r reine durchkontaktierungen gibst so kleine &#34;nägelchen&#34; f&uuml;r diesen zweck. geht ratzfatz: reinstecken, festdr&uuml;cken, abbrechen u.s.w. <BR>und danach oben und unten verlöten. sieht sauber aus und die dinger zieht man mit dem zinn auch nicht raus &#40;gibts z.b. beim &#34;farnell&#34;&#41;. <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-&#41;" BORDER=0> <BR>

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26.08.2002, 14:52
Ich habe mir mal zwei Stifte gedreht wie auf dem Foto zu sehen. Das Gewinde kannst Du Dir wegdenken. Dies habe ich gemacht, weil dazu noch eine passende &#39;Presse&#39; kommen sollte. Dann hatte aber einer im Internet eine andere Idee. Er hatte sich solche Stifte gedreht, aber in eine Standbohrmaschine eingespannt. Als Gegenst&uuml;ck dann den Maschinenschraubstock. Na ja, seit dem ist das Thema &#39;Presse&#39; erst mal erledigt. Frag&#39; jetzt bloß nicht nach Daten oder sonstwas<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" border=0> <BR> <BR>Gruß Winnie <BR> <BR><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/4281/4387.jpg" alt="stifte"><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/4281/4386.jpg" alt="stifte">

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26.08.2002, 14:54
Grrr, irgendwie bin ich zu blöd. Wieder alles doppelt. Du brauchst nat&uuml;rlich nur die beiden &uuml;bereinander liegenden &#40;senkrecht&#41;.

Import-Script
28.08.2002, 00:23
Hi Winni! <BR>Funktioniert denn diese Methode? Und wie lange brauchst du dann so f&uuml;r etwa 100 Duko&#39;s. Nimmst du die Original- Nieten von Isel &#40;glaub ich &#41;? W&uuml;rde mich mal interessieren.

Import-Script
28.08.2002, 11:36
Hallo Holger, <BR> <BR>ich benutze die Bungard Nieten von Reichelt &#40;1000stk/18.40€, d=0.8mm&#41;. Bis jetzt habe ich nur mal just for fun und experimentierfreude einige in Lochrasterplatten mit Längsbahnen gequetscht. Das funktioniert prima, und es gibt tatsächlich kontakt. Du kannst auf der nicht beschichteten Seite von Niet zu Niet messen &#40;Ohmmeter/Durchgangspr&uuml;fer&#41;. <BR>Der eine Stift ist rundum &#39;glatt&#39;, das Gegenst&uuml;ck ist etwas konisch und innen etwas &#39;rundlich&#39; damit sich die Niete &#40;oder der Niet?&#41; &#39;rollt&#39;. Man braucht allerdings etwas Fingerspitzengef&uuml;hl beim quetschen, oder stellt die Bohrtiefenbegrenzung genau ein. Wie lange das Ganze hält &#40;Oxidation&#41; weiß ich nat&uuml;rlich nicht. Vielleicht solltest Du die fertige Platine mit z. B. Plastik 70 von Kontakt-Chemie einspr&uuml;hen, sieht gut aus und erspart das Glanzzinn, wenn man keins hat<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" border=0> <BR> <BR>Gruß Winnie

Import-Script
28.08.2002, 13:25
Mir fällt gerade noch ein dass die Bohrmaschine nat&uuml;rlich keinesfalls laufen darf. Sie dient nur zur &#39;Hubbewegung&#39; des quetschens.

Import-Script
29.08.2002, 00:56
OK, werd ich auch mal so in&#39;s Auge fassen! Und dass die Bohrmasschine nicht laufen sollte, habe ich mir fast gedacht. Ist Plastk70 auch zum versiegeln/sch&uuml;tzen einer Leiterplatte auf Dauer gegen Oxydation gut, kann man notfalls hinterher nochmal etwas löten? Ich suche nämlich in dieser Richtung auch noch was. Hatte bisher Lötlack- Spray, bin aber nicht so ganz zufrieden damit!

Import-Script
29.08.2002, 09:49
Also ich w&uuml;rde sagen das Zeug ist gut f&uuml;r solche Sachen. Bislang habe ich immer Platinen &#40;einseitig&#41; nach dem Ätzen eingespr&uuml;ht damit sie schön glänzen und danach gelötet. Darfst halt nur nicht zu dick spr&uuml;hen. Auch alte Lochrasterplatten die oxidiert waren habe ich sauber geschliffen und eingespr&uuml;ht um sie danach zu best&uuml;cken, geht auch. Kurz, man kann &#39;dr&uuml;berlöten&#39;. Es hält wohl auch einige Jahre. Wenn alles fertig ist kannst Du auch die gesamte Platine samt Bauteilen einspr&uuml;hen. <BR>Mit Plastik 70 habe ich auch z. B. mitschwingende Spulenkerne &#40;hohes Piepen&#41; in TV-Geräten eingespr&uuml;ht. Meistens war schon nach einer &#39;Behandlung&#39; das Pfeifen weg. <BR> <BR>Gruß Winnie

Import-Script
29.09.2002, 13:21
Wie wird das eigentlich bei der Industrieellen Herstellung gemacht, auch mit Nieten oder galvanisch???

Import-Script
15.10.2002, 00:40
Es gibt dazu verschiedene Techniken &#40;z.B. Tenting, Metallresiststrippen&#41;, ist auf alle Fälle immer galvanisch. Nieten nimmt man wegen der Kontaktsicherheit nicht &#40;vielleicht bei Billigproduktionen&#41;.