Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Billig" Platinen von Reichelt haben schlechte Qualität?
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18.09.2002, 20:43
Hallo! <BR> <BR>Habt Ihr eine Ahnung, woran es liegen kann, daß die günstigen (Isel ?) Platinen von Reichelt beim Entwickeln bei mir nicht funktionieren? Sobald ich sie mit einem 500W-Strahler 3 Minuten belichtet (Vorlage vom Laserdrucker auf Transparentfolie) habe und dann in den Entwickler schmeiße (NaOH ca. 7g/l), verändern sich sofort max. 2mm² große Flächen in der Farbe quer verstreut auf der Platine (oder "bröckelt" der Lack heraus??). Danach kommt ganz langsam das Layout zum Vorschein, aber es sind bei den belichteten Flächen noch VIELE Rückstände zu sehen (kann man also noch nicht herausnehmen, sonst gibt es überall Querverbindungen, weil die Flächen durch den Lack nicht weggeätzt werden). Wartet man nun noch ein bißchen, bis die restlichen Flächen verschwinden (wenn das überhaupt klappt), so verschwindet auch langsam der Fotolack, der eigentlich gar nicht verschwinden sollte. Daraus resultieren Risse/Löcher in den Leiterbahnen und in den Masseflächen. Die ganze Leiterplatte sieht nach dem Ätzen aus, wie ein schweizer Käse, überall Punkte (ein eingescanntes Foto kann ich gerne liefern)! Was kann man dagegen tun? Liegt das an den Billig-Platinen? Die Belichtung habe ich schon von 2-4 Minuten variiert inkl. Pausen zwecks Wärmeverringerung. Kann ja dann eigentlich nur noch an dem Entwickler oder an den Platinen liegen?! <BR> <BR>Seltsamerweise hat die erste Platine (Größe: volle Euro-Karte) wunderbar mit den gleichen Randbedingungen (Bel.zeit)und Chemikalien geklappt. Danach hatte ich nur noch kleinere Platinen (Euro-Karte zersägt), die ich alle verschrotten mußte!? Das war sicher nur ein Zufall, weil die erste Platine eine bessere Qualität hatte oder fällt irgendjemand dazu etwas ein? <BR> <BR>Vielen Dank für Eure Hilfe! <BR> <BR>Machts gut, <BR> <BR>Sven
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19.09.2002, 16:41
ich hnutze auch öfters die billigen HPs und ich vermute dass du die Dinger zu heiß werden lässt (unter dem Strahler). Bei mir klappts mit 250W nitraphot Transp.papier und 15cm Abstand, 30sek.entwickeln ganz gut! <BR>Oder hast du die Teile schon seit 200Jahren ;-) <BR>Kleine Löcher hab ich auch allerdings nur max.0,1mm durchmesser! <BR>MFG
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19.09.2002, 23:51
Mit den billigen habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings muss man speziell beim Entwickeln auch auf frischen Ansatz der Lösung achten, manchmal ist es notwendig, entstehenden Schleier beim Entwickeln auf mechanische Art (Wattebausch, ganz weicher Pinsel oder ähnliches) zu entfernen, da die Flüssigkeit sich nicht bewegt. Wenn allerdings der Fotolack mitabgelöst wird nach höchstens 2-3 Minuten, dann ist eine Überbelichtung der Platine Ursache! Normalerweise übersteht die Lackschicht bei richtiger Belichtung schon einige Minuten Entwicklerbad!
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20.09.2002, 22:23
Hallo Holger, <BR> <BR>bitte mal nach Abziehen der Schutzfolie die Oberfläche des Fotolacks anhauchen. So richtig wie wenn man einen Spiegel anhaucht. Sieht man dann das 2 mm2 Muster, und sieht man auf der Kleberseite der Schutzfolie eventuell das gleiche Bild? Dann ist die Sache eigentlich klar. <BR> <BR>Weiteres gerne nach diesem Test (bin ein paar Tage im Ausland). <BR> <BR>mfg <BR> <BR>D. Bungard
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21.09.2002, 13:18
Wenn ich die nächste Platine mach, werd ich mal dran denken, kann aber noch ne Zeit dauern, ich mache nicht jeden Tag eine, im Jahr so 5-6 mal, dann halt gleich ein paar mehr, damit sich der Aufwand auch lohnt! Werd das Ergebniss mal hier posten! <BR>Gruß
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24.09.2002, 19:32
moin <BR> <BR>noch was extrem wichtiges: <BR> <BR>die platinen nicht nur einfach in den entwickler werfen und auf ein wunder warten, sondern die platine bzw. flüssigkeit immer (!) kräftig dabei bewegen ! <BR>sonst ist die lösung hauchdünn über der fotoschicht schnell gesättigt und es tut sich garnix mehr oder nur noch partiell. <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR>
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24.09.2002, 22:11
Wäre es denn gut,wenn man die Flüssigkeit ständig zirkulieren liese? Vielleicht mit ner kleinen Wasserpumpe.Hatte damit nämlich immer so meine Probleme. Und die Gefahr, mit nem Wattebausch oder nem feinem Pinsel einen kleinen Haarriss zu verursachen, ist ja auch relativ hoch.
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25.09.2002, 17:49
moin <BR> <BR>klar wär das besser. ist nur das problem, das diese pumpe das aggressive medium überleben muss und auch genug "dampf" hat. <BR>sonst ist das sprudelbad an einer stelle ok und an anderer stelle der platine bewegt sich garnix. <BR> <BR>in einer entwicklerschale reichts, die platine mit nem stäbchen auf- und ab wippen zu lassen, immer mal an einer anderen kante dabei anheben. <BR> <BR>und den entwickler mit WARMEN wasser ansetzen ! <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR>
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26.09.2002, 15:07
Hallo Jungs! <BR> <BR>Danke für Eure zahlreichen Antworten und Hilfen! <BR> <BR>Die Platinen habe ich gerade erst bei Reichelt bestellt, sind also max. 2 Monate alt, es sei denn, sie haben dort schon ein Jahr gelegen. An der Hitze kann es eigentlich nicht liegen, weil die Glasplatte auf max. 30-40°C erhitzt wird. Auch längere Pausen haben nichts geholfen. <BR> <BR>Das mit der Überbelichtung werde ich heute mal testen, da ich gerade die Laser-Folien von ELV bekommen habe. Überraschenderweise sind die nicht transparent (wie die, die ich verwendet habe), sondern milchig. Naja mal gucken, ob das einen Erfolg bringt. <BR> <BR>Die Platinen habe ich während der Entwicklung wie ein Bekloppter hin- und herbewegt. Ich hatte schon den Verdacht, daß es dadruch nicht geklappt hat, aber das war es auch nicht. Per Wattebausch darüberzuwischen, habe ich auch schon probiert, bringt in meinem Fall aber auch nichts... <BR> <BR>Der Tip mit dem frisch angesetzten Entwickler ist aber interessant. Meiner stand nämlich schon ein Jahr luftdicht verpackt. In der Conrad-Broschüre stand nichts von frisch Ansetzen und auch nichts vom Erwärmen. Super! Das habe ich erst hier gelesen. Ich glaube zwar nicht, daß das den Erfolg bringt, aber wollen wir erst einmal nicht so pessimistisch sein. <BR> <BR>Alles andere werde ich heute ausprobieren, vielleicht finde ich ja den Fehler! <BR> <BR> <BR>Machts gut, <BR> <BR>Sven
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07.10.2002, 18:04
moin <BR> <BR>nen kilo(!) ätznatron kostet ca. 8-12€, also was solls...? <BR>selbst nen vielätzer dürfte nen jahr damit auskommen. <BR> <BR>ansonsten: <BR>nen knappen liter HEISSES wasser aus dem wasserhahn (wir heben das wasser darin auf, spart platz ;) ) in eine entwicklerschale, 1-2 teelöffel ätznatron einstreuen (rauscht so schön), umrühren und erstmal stehen lassen. <BR>jetzt belichten und danach dürfte der entwickler aufgehört haben, zu dampfen und hat die richtige temperatur. <BR>danach..: siehe obige beiträge.... <BR> <BR>nochn´ tip: restliches warmwasser einfrieren und aufheben, denn heisses wasser kann man immer brauchen.. hihi <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR> <BR>
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13.10.2002, 01:23
Hi Leute, <BR>bin erst kürzlich auf ein Ding gestossen ,da wackel ich mit den Ohren: Wenn man Entwickler mit Leitungswasser ansetzt, hat die Suppe teilweise weniger als 10 Grad. Das ist dann auch weniger als die Hälfte von dem, was wir in unserer Produktionskontrolle voraussetzen. Dann ist aber klar, warum es bei Euch nicht klappt; und wir denken: Alles im Grünen Bereich. Also. für alle die unsere Platinen benutzen: Bitte nicht lange zögern. Wenn die Platiine nicht entwickeln will, Macht bitte den Entwickler stärker (bis zu 400% sind ohne Probleme möglich) oder wärmt ihn an, wie Klaus empfiehlt. (Laut Chemielehrer ist das gleichwertig: stärker oder wärmer) <BR> <BR>See you.. <BR> <BR>D. Bungard
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