Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Symetriewiderstände bei ATX-Netzteil
Import-Script
21.10.2003, 20:43
Hallo, <BR> <BR> <BR>vor längerer Zeit war hier schon mal im Forum ein Thread, bei dem es um Schaltnetzteile ging. Und zwar war die Rede von 470k Widerständen, die bei den Siebelkos am Eingang paralell geschaltet werden, um Symetrieprobleme zu kompensieren. <BR> <BR>Mich würde interesieren, was geschieht, wenn ein sparsamer Netzteilhersteller diese wegrationalisiert hat. <BR> <BR>mfg
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22.10.2003, 00:20
dann fliegen Dir irgendwann die Elkos um die Ohren, mehr nicht. Passiert auch nix, weil Blechgehäuse drumrum, also - <BR>a) knallen lassen <BR>b) diese Widerstände falls fehlen nachbestücken. <BR> <BR>zu letzterem würde ich raten, wobei allerdings 220kOhm üblich sind; 1/4 Watt Kohleschicht reicht, also nix besonderes. <BR> <BR>Zur Sache, was tun die wogegen??? <BR>Im 110 V Betrieb sind beide Elkos parallel geschaltet; ist bisschen tricky vom Aufbau mit dem Gleichrichter, aber wirkungsvoll, genial einfach. Dann braust Du die Widerstände nicht!!! - wahrscheinlich auch ein Grund weswegen die manchmal fehlen; waren ursprünglich für USA gedacht, aber irgend ein Vertribie hat sie dann doch nach Europa verkauft oder die Palette verwechselt...<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/lol.gif" border=0> <BR> <BR>Also in Europa (220V) Brücke im Netzteil offen oder Schalter steht auf 220 also offen sind die beiden Elkos in Reihe geschaltet. Jeder hat so 200uF/200V macht dann also 100uF/400V. Reihe heisst: Da sie gleich sind fällt an jedem Elko die gleiche Spannung ab. XC = 1/Omega*C. Beispiel: <BR>XC = 1/ 2*3,14*50*200uF = ca. 16 Ohm. Wechselstrommässig bilden die also schön einen 800/800 Spannungsteiler. Demnach fällt bei 220V Wechsel = ca. 310V Gleich (220*1,4) an jedem 155V ab; gut im grünen Bereich. <BR>Jetzt altern die ein wenig oder sind frisch, futschneu, haben aber 20% Toleranz +/-. <BR>Wie Murphy es will hat der eine +20% der andere -20% Toleranz. <BR>Gleiches Spielchen nochmal: <BR>Elko Nr1. 1/2Pi*f*240uF = 13 Ohm <BR>Elko Nr2. 1/2Pi*f*160uF = 20 Ohm <BR> <BR>Spannung an Elko Nr1: Umax * R1 / (R1+R2) <BR>= 310V * 13 / 33 = 122V <BR>Spannung an Elko Nr2: Umax * R2 / (R1+R2) <BR>= 310V * 20 / 33 = 187V <BR> <BR>Elko Nr2 wird also stärker beansprucht, altert schneller, verliert nochmal 20%, während Nr1 sich immer pudelwohler fühlt, respektive so wie immer. Er altert zwar auch und zwar um sagen wir nur 5% <BR> <BR> <BR>Ein Jahr später... <BR>Elko Nr1: 240uF -5% <BR>Elko Nr2: 160uF -20% <BR> <BR>Elko Nr1. 1/2Pi*f*228uF = 14 Ohm wohlauf <BR>Elko Nr2. 1/2Pi*f*128uF = 25 Ohm gealtert <BR> <BR>Spannung an Elko Nr1: Umax * R1 / (R1+R2) <BR>= 310V * 14 / 39 = 111V <BR>Spannung an Elko Nr2: Umax * R2 / (R1+R2) <BR>= 310V * 25 / 39 = 198V ---> kurz vor´m Knall<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/blush.gif" border=0> <BR> <BR>ist klar wie das Spielchen sich weiter entwickeln wird... !!! <BR> <BR>Jetzt geht man halt hin und sorgt DC-mässig also unabhängig vom Wechselstromwiderstand per Spannungsteiler dafür, dass beide 1/2 UB abbekommen, und zwar immer!!! <BR> <BR>Einen Schönheitsfehler hat meine Rechnung; es ist nicht der Wechselstromwiderstand der Elkos allein, sondern es ist gepulste Gleichspannung, man müsste das jetzt aufteilen in Real und Imaginärteil und geometrisch rechnen. Macht aber nix, das führt genauso dazu, dass nämlich der Schwächere immer mehr auf die Mütze kriegt und noch schwächer wird als er ohnehin schon ist. <img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0> <BR>TODESSPIRALE !!! <BR> <BR>
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22.10.2003, 00:28
Schönes Spielchen noch am Rande in ähnlicher Richtung. Man braucht einen Shunt (0,1 Ohm z.B, 2,5W) zum Strom messen. Griff in die Bastelkiste, 10 Stücka 1 Ohm parallel a 0,25W. Prima. <BR>solange alle 10 noch leben (10 kleine Negerlein, die spielten einen Shunt; einen hat es abgefackelt "Boing", da waren´s nur noch neun). <BR>Alles weitere nennt sich dann Kettenreaktion; rechnet nach!!!<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0>
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22.10.2003, 08:33
Hm, <BR> <BR>das mit den in aller Ruhe warten, weil da eh ein Blechgehäuse drumrum ist wäre net so toll. <BR> <BR>Problem ist, wenn die Elkos deinen Shuntnegerlein nachkommen, das da wahrscheinlich das ganze Gezülze dann rauskocht. Das NT hat nur einen 120mm Lüfter und ist "verkehrt" run montiert, denke ich mal das die ganze Suppe sich dann auf dem Mainboard verteilen wird. <BR> <BR>Hab mein neues ATX-Netzteil so aus reiner Neugierde mal zerlegt, weil mein Mainboard eh gerade im Garantierücklauf ist. Und da ist mir dieses aufgefallen. Auch habe ich im Eingang anstatt eines NTC/PTC? zur Eingangsstrombegrenzung nur eine Drahtbrücke gefunden. <BR> <BR>
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22.10.2003, 10:36
@Sonix: Gut erkannt; ich hoffe Du hast noch Garantie oder Kulanz (einen guten Händler z.B.) auch auf das Netzteil --> dann versuch ein anderes zu bekommen. <BR> <BR>Das Problem an diesem "Lemminge"-Effekt ist auch, dass wenn es kaputtgeht, nicht nur sich die Suppe im Rechner verteilt, sondern ggf. das Teil sogar durchschlägt; hatte ich neulich bei einem Bekannten: Mainboard def, CPU def, Festplatte Chip abgeraucht (richtig schwarzer Fleck), CD-Laufwerk Chip explodiert - na ja; EINMAL NEU!!! <BR>Das war Lemminge-Effekt pur.<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0>
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22.10.2003, 12:26
Garantie hab ich schon noch. Das Ding ist keine 4 Wochen alt. Hab es ja nur mal so aus Neugierde zerlegt, um einfach mal zu schauen, wie 's da drinen aussieht ( X und Y Kondensatoren an den richtigen Stellen, göße Siebdrossel .... ) und dann ist mir das mit den Widerständen aufgefallen. <BR> <BR>Nur eigentlich "offiziel" darf ich das Ding nicht aufmachen. Oder vielleicht doch? Gesellenbrief als Elektromechaniker hätte ich?
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22.10.2003, 12:38
ist eine gute Frage, so von wegen Garantie... <BR>In der Regel nicht. Ausnahme bildet da eigentlich nur das PC-Gehäuse selbst, weil es konstruktiv dafür vorgesehen ist geöffnet zu werden, damit der Anwender Karten nachstecken darf. <BR>Ich hatte auch mal ein Netzteil (neu!!! TÜV / GS alles), da klapperte was drin. Klar macht man´s auf... ob mit oder ohne Gesellenbrief... Da war schlicht die Platine nicht angeschraubt; toll; nur was tun? --> also 4 Schrauben rein und wieder zumachen. <BR>Andererseits, was würdest Du als Händler sagen, wenn jemand so mit dem zerlegten Netzteil zu Dir kommt und sagt, da fehlen Schrauben? - ist halt immer blöd sowas. Auch den fehlenden NTC - oder die fehlenden Widerstände.. - wenn der Hersteller das so ausliefert und freigibt wird er sich wohl etwas bei gedacht haben (sparen z.B.) - und wenn er innerhalb drei Jahren von 100000 Netzteilen wirklich zurückbekommt, er selbst, also Taiwan-Juhu-Peng-Company; na und; Portokasse...<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0>
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