Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasserpumpe defekt
Import-Script
06.09.2003, 16:11
Hallo, <BR>habe eine defekte Wasserpumpe (Brunnen), die mit 230 V betrieben wird. Der Motor hat 900 Watt und läuft nicht mehr an, sondern brummt nur. Drehen läßt er sich ganz leicht. Der Motor hat 3 Anschlußdrähte. Der Widerstand der Wicklungen untereinander liegt bei ca. 20 Ohm. Soweit dürfte alles i.O. sein. In der Pumpe ist noch ein Kondensator (rund d=35mm l=65mm) mit 12,5 Mikrofarad und 450 V. Wie kann ich prüfen, ob der Kondensator i.O. ist? Vermute fast, daß er defekt ist. Was kostet ein solcher Kondensator und wo bekomm ich in schnell und billig her? <BR> <BR>Gruß Richard
Import-Script
06.09.2003, 21:50
Hi, <BR> <BR>der Kondensator darf keinen ohmschen Widerstand aufweisen. Das Multimeter darf also nur (wenn überhaupt) ganz kurz piepsen. Um die Kapazität zu bestimmen, braucht man einen Kapazitätstester, oder man lädt ihn auf (Netzteil) und entlädt ihn über einen grossen Widerstand. Stopt man die Zeit, kann man die Kapazität ungefähr ausrechnen. <BR> <BR>Bekommen kann man die meist beim lokalen Elektronikladen, oder bei Conrad, Schuricht Reichelt & Co. In guten Elektrofachgeschäft oder in Geschäften, die E-Motoren verkaufen kann man diesen kondensator ebenfalls bekommen. In Waschmaschinen (Sperrmüll) sind meist auch welche drinn (13µF bei den älteren von AEG und Miele) <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
Import-Script
07.09.2003, 11:16
Danke. <BR> <BR>Der Kondensator ist defekt. Wenn ich die Pumpe mit der Hand anschiebe läuft sie. Wenn ich den Kondensator an 23 V Wechselspannung anschließe kann ich keinen Strom messen. <BR>Danke. Werd mir einen neuen besorgen. <BR> <BR>MfG <BR> <BR>Richard
Import-Script
07.09.2003, 11:25
Nochmals eine Frage: <BR> <BR>Wie wichtig ist die passende Kapazität? <BR>Könnte günstig einen Kondensator mit 20 µF bekommen. Der Originale hatte nur 12,5 µF. <BR>Die Pumpe hat 900 Watt. <BR>
Import-Script
07.09.2003, 11:41
Hi, <BR> <BR>meist reisst sich ein Anschluß innerhalb des Kondensators durch die vibrationen los. <BR> <BR>Der Kondensator dient nur dazu, eine Phasenverschiebung zu werzeugen. Dadurch entsteht ein Drehfeld. <BR> <BR>Mit 20µF sollte die Pumpe auch laufen, leider habe ich keine Erfahrungen, ob sie auch genau so wie vorher läuft. Bei Unbekannten Motoren verwende ich 13µF, hat bisher immer gut funktioniert (unabhängig von der Leistung des Motors). Im Schlimmsten Fall ist die Pumpe etwas schwächer, und wenn es ganz dumm läuft wird eine Wicklung etwas wärmer als normal. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
Import-Script
08.09.2003, 21:48
Hallo <BR> <BR>Also ich glaube nicht, daß das was macht wenn der Kondensator nicht genau paßt. <BR>In einem Buch steht bei der Steinmetzschaltung auch nur ein Richtwert, aber fragt mich jetzt nicht welcher, aber das wird nicht so schlimm sein, ist ja meines Wissens nach nur für den Anlauf zuständig. <BR> <BR>mfg <BR>hannes
Import-Script
25.09.2003, 10:52
Hi, <BR> <BR>nur zur Info. Habe in den Pumpemotor einen 20 µF Kondensator (Original 12,5 µF)eingebaut. Die Pumpe läuft einwandfrei an. Nach ca. 10 Minuten Betrieb schaltet der Motor ab, vermutlich ein Thermoschalter im Motor, weil dieser nach ca. 3 Minuten wieder einschaltet und die Pumpe weiterläuft. Bin auch der Meinung, dass die Pumpe mehr Wasser fördert als vorher. Habe desshalb doch einen 12 µF Kondensator eingebaut und die Pumpe läuft wieder über Stunden ohne Unterbrechung. <BR> <BR>Gruß Richard
Import-Script
25.09.2003, 13:12
Wenn der Kondensator vom Ursprünglichen Wert abweicht dann wird das erzeugte Drehfeld noch unsauberer als es eh schon durch die künstlich erzeugte Phasenverschiebung schon ist. Man spricht auch von einem Elliptischen – Drehfeld. Wird der Wert nicht eingehalten ändern sich die Wicklungsströme und bei Belastung auch der Schlupf des Läufers was zwangsläufig wiederum sich auf die Ströme auswirkt und deshalb wird die Wicklung auch warm. <BR> <BR>Der Kondensator liegt immer im Stromkreis nur zum Anlauf ist er unabdingbar, der Motor kann nicht ohne ihn (selbstständig) anlaufen. Er kann aber auch nicht unter Vollast drehen ohne ihn, was ich damit sagen möchte; er wird nicht nur zum Anlauf benötigt sondern auch für das erreichen der vollen Leistungsabgabe an der Welle. <BR> <BR>Gruß oliver <BR>
Import-Script
25.09.2003, 14:11
Hi, <BR> <BR>normaler Drehstrom hat 120° Phasenverschiebung bei den Anschlüssen untereinander. <BR> <BR>Bei Anschluß an eine Phase mit kondensator legt man einen Anschluß an den Nulleiter (0°), den zweiten über Kondensator an Phase (ca. 90°) und den dritten an Phase (180°). Kein besonders schönes Drehfeld. <BR>Bei Betrieb gleicht sich das dann aber einigermaßen aus. Ist der Kondensator viel zu groß oder zu klein, so ändert sich die Phasenlage gewaltig, und der Motor arbeitet sozusagen nur noch auf 1 1/2 Spulen. Also die Spule zwischen Phase und Null und die beiden anderen noch mal in Reihe dazu geschaltet. <BR>So kann man sich das ungefähr vorstellen. Und ein Motor in "Überlast" nimmt halt mehr Strom auf, was zum einen eine Erwärmung bedeutet und in Sonderfällen auch mehr Leistungsabgabe. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
Import-Script
25.09.2003, 23:52
Hallo <BR> <BR>Ich hätte da mal einen kleinen Einwurf zu machen wenn da schon von Drehfeld und so die Rede ist. <BR> <BR>Warum brennt die Wicklung bei Drehstrommotor bei 2 Phasenlauf ab? <BR>Lt meiner Rechnung liegt im Normalbetrieb 230V pro Wicklung an (Sternschaltung) <BR>Bei Phasenausfall sind ja 2 in Serie, da wären das dann 400V/2=200V, und das ist ja weniger als bei Normalbetrieb. <BR>Und bei Dreieck fällt sowieso gleich die ganze Wicklung weg und für die anderen beiden ändert sich überhaupt nichts. <BR> <BR>mfg <BR>hannes
Import-Script
26.09.2003, 09:31
Da das Drehfeld und dadurch auch die Läuferdrehzahl nicht mehr sauber (rund) sondern Elliptisch wir, (Das Drehmoment ist nicht zu jedem Augenblick einer Läuferumdrehung gleich) Fehlt der Wicklung in der noch Strom fließt die Gegeninduktion. Dadurch steigt nun auch der Strom in der Wicklung an und sie brennt durch. <BR> <BR>Gruß oliver <BR>
Import-Script
26.09.2003, 09:51
Hi, <BR> <BR>der Rotor des Motors besteht (bei Asynchronmaschinen) aus einem Gitterkäfig. Die Spulen induzieren einen Strom in den Käfig, der dadurch ein magnetisches Gegenfeld aufbaut. Rotiert das ganze, wird der Strom in den Spulen gebremst. Dreht sich der Käfig nicht, so verhält sich das ganze wie ein kurzgeschlossener Transformator. Und was passiert, wenn man einen Trafo überlastet haben wir ja eindrucksvoll von den Amerikanern gezeigt bekommen. <BR>Fehlt eine Phase, so ist das rehfeld nicht mehr Kreisförmig sondern fällt zu einer Linie zusammen. Und hin und hre kann der Rotor nicht laufen - Der Motor brummt und nimmt viel Strom auf. Man erhält einen Summer mit sehr hoher Stromaufnahme. <BR> <BR>Anhand des Energieerhaltungssatzes kann man sich dasacuh klar machen: Die elektrisch eingespeiste Energie muss irgendwo bleiben. Und wenn keine Energie mehr als drehewegung abgegben wird geht alles in Wärme über. Auch die Kühlwirkung der Drehbewegung bleibt aus. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
Powered by vBulletin® Version 4.1.12 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.