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27.05.2003, 17:02
Hallo, <BR>ich studiere Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Clausthal, und soll im Rahmen eines Proseminars einen Vortrag mit dem Thema: &#34;Recherchieren und Bewerten von existierenden konfigurierbaren Mikrokontrollern&#34; halten. Leider habe ich von der Materie bis jetzt &uuml;berhaupt keine Ahnung und im Internet hab ich bis jetzt auch noch nichts brauchbares gefunden. Deshalb wollte ich fragen, ob sich jemand damit auskennt und mir Tips, Buchempfehlungen oder andere Quellen nennen kann, die ein absoluter Neuling wie ich versteht. <BR>Bitte helft mir!!! <BR> <BR>MFG <BR>Johannes

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27.05.2003, 17:24
Falls Du damit Download CPUs meinst, dann bist Du bei mir richtig. <BR>Theoretisch ist ja jeder Mikrocontroller konfigurierbar, also Speicher dazu, A/D-Wandler, usw. eben was man so alles dran und drumherumbauen kann, zu welchem Zweck auch immer. <BR>Was ich mit Download CPU meine sind Chips mit vielen hunderttausend Gattern, die primär eigentlich noch nichts mit Mikrocontrollern zu tun haben. Nun kann man dort drinnen eine &#34;softwaremässige&#34; Verschaltung der einzelnen Elemente vornehmen &#40;Download&#41;, nach der dann die Gatter so nach aussen hin reagieren wie eoin fertiger &#34;maskenprogrammierter&#34; Mikrocontroller. <BR>Auf die Weise ist es z.B. möglich, &#34;altbekanntes&#34; neu aufzupeppen, z.B. einen C64 auf die heutige Chiptechnik zu bringen; sprich 58 mal schneller. <BR>Sowas habe ich derzeit vor, aber das ist noch ein langer Weg. Interessantes dazu findest Du bei einem Schweizer auf seiner Homepage; der macht vom Prinzip dasselbe. Schau mal rein, kostet nix. <BR><a href="mailto:Neil@Franklin.ch">Neil@Franklin.ch</a>, ansonsten kannst Du mir auch mailen: <a href="mailto:A.Seck@T-online.de">A.Seck@T-online.de</a> <BR><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0>

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27.05.2003, 18:10
Also so wie ich das verstanden habe geht es in erster Hinsicht erstmal darum zu beschreiben, was ein Mikrokontroller ist. Und dann, die Eigenschaften und Funktonen zu beleuchten. Und dann noch zwei verschiedene aktuelle arten voneinander zu unter scheiden &#40;z.B. Triscent &amp; Atmel&#41;und deren Vor und Nachteile aufzuzählen. Dazu fehlt mir halt das Material und wie gesagt bin ich absoluter Neuling auf dem Gebiet.

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28.05.2003, 00:02
Hi, <BR> <BR>besser wäre es auf die verschiedenen Architekturen der Mikrocontroller eingehen. RISC und so was. <BR> <BR>Kurz gesagt: fr&uuml;her bem&uuml;hte man sich immer mehr und ausgefeiltere Funktionen in einem Chip unterzubringen. Irgendwann einmal wurde den Entwicklern klar, dass 90% eines Programms immer nur auf ein paar wenigen Befehlen basiert. RISC-Prozessoren werden mit Befehlen ausgestattet, die in Kombination jeden anderen Befehl ersetzen kann. Diese wenigen Befehle lassen sich leichter auf dem Chip unterbringen. Durch die kompaktere Bauweise kann man dann etwas höhere Taktraten fahren und braucht vor allem deutlich weniger Energie. Stromsparen ist besonders N&uuml;tzlich bei Batteriebetriebenen Geräten. <BR>Meine Armbanduhr enthält einen MC, der alle Funktionen, die eine gute Digitaluhr hat auch kann, die Zeit aber &uuml;ber Schrittmotore und Zeigern darstellt. Diese Uhr läuft mit einer winzigen Batterie bis zu 3 Jahre. Man denke auch an Miniradios, MP3-Player, Medizinische Geräte, usw. <BR>Ein weiterer Vorteil der RISCs ist, dass man die Schaltkreise, die die Befehle ausf&uuml;hren so stark optimieren kann, dass die Befehle weniger Takte benötigen. Zum Vergleich: ein PIC &#40;Fa. Microchip&#41; arbeitet bei gleicher Quarzfrequenz drei mal mehr Befehle ab, als ein 8051 kompatibler. Daf&uuml;r muss er aber mehr Befehle abarbeiten, um das Gleiche zu erreichen. Trotzdem ist RISC etwas schneller &#40;bei geringeren Stromverbrauch&#41;. <BR> <BR>Um die Programmierung zu erleichtern &#40;bessere Kontrolle &uuml;ber die Programmlaufzeit&#41; werden bei den &#34;herkömmlichen&#34; MCs mehrere takte zu Maschinentakten zusammengefasst. So werden die meisten takte bei nur einem Maschinentakt ausgef&uuml;hrt. Diese Art MCs lassen sich viel einfacher in Assembler &#40;Maschinensprache&#41; programmieren. Durch Tricks und Kniffe kann man so sehr schnell ablaufende Programme schreiben. RISCs werden bevorzugt in Hochsprachen wie C programmiert. Das C-Programm wird dann von einem Compiler in Maschinencode &uuml;bersetzt. Da der Compiler die Funktion des gew&uuml;nschten Programms nicht kennt, kann er nicht so viele Tricks anwenden. Dadurch werden die Programme viel größer und damit langsamer. Der Compiler hat z.B. Schwierigkeiten zu wissen, ob er beim rechnen Zahlen &uuml;berschreiben darf, oder ob diese später noch im Originalzustand benötigt werden. Moderne Compiler sind mittlerweile so hochentwickelt, dass der entstehende Code schon ziemlich kompakt ist. Das lassen sich die Compilerentwickler auch gut bezahlen. <BR> <BR>Meist verdienen die Firmen an den MCs eigentlich &uuml;berhaupt nichts. Der Gewinn wird durch die Compiler, Entwicklungsumgebungen usw. eingespielt. <BR> <BR>Bei der Fa. Mikrochip z.B. werden extrem billige MCs gefertigt. Die haben aber das Problem, dass man die nur 1x beschreiben kann. Muss das Programm geändert werden, kann man das teil nur noch wegwerfen. So ein teil kostet in der Serienfertigung daf&uuml;r aber nur ein paar Cents. F&uuml;r die Entwicklung gibt es dann den Gleichen Chip in einem Gehäuse mit Löschfenster. Mit UV-Licht kann man dann das interne EEPROM löschen und so einige hundert mal abändern. Daf&uuml;r Kosten diese Chips dann mindestens das 10-fache. <BR> <BR>Wo wir beim nächsten Thema wären: <BR>Herstellungskosten. <BR> <BR>Die meisten MCs haben Doppelbelegungen auf den Pins. Ein Pin kann f&uuml;r mehrere Aufgaben benutzt werden. Die Funktion des Pins kann dann vom Programm umgeschaltet werden, oder wird beim Beschreiben des Chips fest vorgegeben. Ein Pin kann z.B. Wahlweise ein Eingang, ein Ausgang, ein Analogeingang oder ein Referenzspannungseingang f&uuml;r den internen A/D-Wandler sein. In der Fertigung erzeugen diese Mehrfachbelegungen &uuml;berhaupt keine Kosten. Die Kosten entstehen durch die Pins an sich. Je mehr Pins ein Chip hat, desto schwieriger und vor allem teurer wird dadurch die Fertigung. <BR> <BR>Betrachtet man mal einen gewöhnlichen PC: <BR>Er hat <BR>- ein ROM &#40;Bios&#41; zum starten <BR>- ein RAM f&uuml;r veränderbare Programme und Daten <BR>- Ein- und Ausgänge <BR>- Eine CPU &#40;Central Processing Unit&#41;, die alles koordiniert <BR>- Diverse Schnittstellen und Geräte <BR>und alles ist räumlich Getrennt voneinander und muss verdrahtet werden, damit es funktioniert. <BR> <BR>Ein MC dies alles zu einem Chip zusammengefasst. Neben der erstaunlichen Größenreduzierung ist er auch viel Billiger. Ein AT89c4051 z.B. hat zwar viel weniger RAM und ROM als ein C64, ist mit 4€ aber deutlich billiger und mit bis zu 50-Fachen Geschwindigkeit auch viel schneller. Bis auf Grafik &amp; Sound sowie Eingabegeräte hat er alles, was ein C64 auch hat. <BR> <BR>Ein moderner MC verf&uuml;gt &uuml;ber <BR>- ROM <BR>- RAM <BR>- Eine Art CPU <BR>- I/O – Funktionen <BR>Und dar&uuml;ber hinaus noch Features wie <BR>- RS232 und/oder andere Schnittstellen wie I²C, CAN-Bus, ... <BR>- Mehrere Timer z.B. zur Zeitmessung <BR>- A/D – Wandler <BR>- PWM – Erzeugung <BR> <BR>Über MCs kann man eine ganze Menge schreiben. Da musst Du schon spezifizieren, was Du wissen willst... <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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28.05.2003, 08:38
manchmal habe ich das gef&uuml;hl elmar sitzt hauptberuflich an diesem forum und wird von batronix bezahlt ;o&#41; <BR>gruß, holger

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28.05.2003, 09:18
Hi, <BR> <BR>leider nicht. W&uuml;rde ich mich aber dr&uuml;ber freuen <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-&#41;" BORDER=0> <BR> <BR>Jetzt wo .Punkt. Offline ist, muss ich ja f&uuml;r zwei schreiben...<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/wink.gif" border=0> <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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28.05.2003, 22:49
Wo nimmt Elmar blos immer die Zeit her? Hat man als Student soviel davon? <BR>@Elmar: Haste schon die 1000? <BR>Gratuliere!

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28.05.2003, 23:18
Hi, <BR> <BR> <BR>&#60;=== siehe Links... <BR> <BR>Wenn der Compiler den festplattenkopf bewegt, die Hardware zu testzwecken vor sich hinläuft, ... dann bleibt immer gen&uuml;gend Zeit, um anderen zu helfen. <BR> <BR>gruß <BR>Elmar

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29.05.2003, 08:26
hi, <BR> <BR>wir haben ja auch dem Wildbiologen geholfen. <BR>...wir wissen jetzt alles ueber den Luchs am <BR>Riss....und morgen auch etwas mehr ueber uC. <BR> <BR>Glueckwunsch an Elmar,,,die 2000 Grenze kannst <BR>du erreichen.... <BR> <BR>ed<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/wink.gif" border=0>

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30.05.2003, 05:18
moin <BR> <BR>ich finds fein, das sich ELMAR die m&uuml;he macht. <BR>grundlagen m&uuml;ssen nunmal auch sein.. <BR> <BR>wenn ich nur mehr zeit hätte... :-&#40; <BR> <BR>munter bleiben.. <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-&#41;" BORDER=0> <BR>

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02.06.2003, 13:32
Moin, <BR> <BR>vielen Dank erstmal an Elmar f&uuml;r dieses lange Posting. Das hat mich auf jedenfall schon mal ein St&uuml;ck weiter gebracht. <BR>Hab nochmal ne Frage: <BR>Worin liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den 8/16/32 Bit MC&#39;s? <BR>was ist das besondere an dem Xtensa Prozessor von Tensilica? <BR>Was ist ein PLD&#40;oder so&#41;? <BR> <BR>Hoffe ich stell mich nicht alzu blöd an, und das ihr mir etwas helfen könnt. <BR> <BR>MFG Johannes <img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" border=0>

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02.06.2003, 14:37
Die Sache mit den 8/16/32 Bit &#40;die 4 und die 64 hast Du vergessen&#41; liegt eigentlich in den 4-Bittern begr&uuml;ndet. Die gabs zuerst &#40;bestes Beispiel die ersten elektronischen Taschen&#40;bzw.&#41;Tischrechner. Ein paar wenige Funktionen &#40;mit 4 Bit kann man jede Ziffer darstellen&#41; - also wenige Funktionen pro Ziffer = Rechenmaschine. <BR>Dann ging halt die Entwicklung weiter. Irgendwann kamen Buchstaben &#40;elektronische Schreibmaschine, Telex usw.&#41;, da brauchst Du 26 Buchstaben plus Zahlen macht 36, Punkt, Komma und ein paar Sonderzeichen gibt schon &#40;nachstgrössere 2er Potenz = 64 = 6Bit&#41;. Kleinbuchstaben noch dazu macht 7 Bit. Mit 7 Bit hast Du den Vorteil auch 128 Befehle, also 128 verschiedene Rechenoperationen ausf&uuml;hren zu können. Leider ist 7 eine recht krumme Zahl, also hat man es glatt gemacht auf 8. Das macht 256 Befehle, man kann schön immer 2 Ziffern auf einmal bearbeiten usw. <BR>Na ja, wenn man 2 Rechnungen gleichzeitig &#40;bzw. 2 Ziffern gleichzeitig...&#41; - und jetzt kommt die moderne Halbleitertechnik dazu &#40;kleine Chips, viele viele Transistoren&#41; --&#62; Folge: 16/32 Bit und jetzt auf den High-End Grafikkarten eben 64 Bit bzw sogar 128 Bit. <BR>Schneller, besser, mehr, toller, weiter... such Dir was aus. <BR> <BR>Xtensa hört sich nach gewaltig &#34;Extended&#34; an, den kenne ich noch nicht, werd aber mal Lesestoff im Netz dar&uuml;ber suchen. Mal sehen was der so kann. <BR> <BR>PLDs sind wie ich eingangs schon beschrieben hatte eigentlich programmierbare Gatteransammlungen, mit denen man programmierbare oder auch fest-vorgegebene Prozessoren z.B. bauen kann. PLA, PLD, CPLD, XFPGA, , , grösser, schneller toller, weiter.. s.o.

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02.06.2003, 18:00
Hi, <BR> <BR>Ergänzend: 4bit nennt man Nibble, zwei Nibbels sind ein Byte &#40;8-Bit&#41;, 2 Bytes &#40;16 bit&#41; sind ein Wort. Danach kommt long word &#40;32 bit&#41;. Dann Quad Wort &#40;64-Bit&#41;. Was dann danach kommt weiß ich nicht. So weit bin ich noch nicht... <BR>Meine Beobachtung ist, dass <BR>Jedes mal, wenn die Hersteller mit den Taktfrequenzen nicht mehr höher kommen, wird die Bitbreite verdoppelt. Dann kommt der nächste Durchbruch und die Frequenzen steigern sich wieder rasend schnell weiter. Bei den Halbleitern, wie Wir sie kennen wird wohl bei 40GHz endg&uuml;ltig Schluss sein. Dann wird es richtig lustig. Die Gesendeten Wellen biegen einfach so mal ab und sind nicht mehr zu kontrollieren. Meiner Meinung nach wird spätestens dann auf Vektor-CPUs &#40;schon wieder was neues&#41;, wie sie heutzutage nur in Großrechnern &#40;World-Simulator beispielsweise&#41; Anwendung finden, umgestellt. Vektor-CPUs können mit einem Haps nicht nur eine einzige Zahl bearbeiten, sondern ganze Matrizen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Umstieg auf vekorrechner zumindest im Grafikkartensegment bald erfolgen wird. F&uuml;r den PC an sich wird es wohl noch ein Weilchen dauern, da die Befehle und Vorgänge absolut inkompatibel sind. Vielleicht Erfolgt der umstieg ja mit einem Emulator... Aber ich schweife ab. <BR> <BR>Zur&uuml;ck zu den Bits. Nicht alle Prozessoren sind an die Bitbreite gebunden. Die ersten PCs hatten zwar eine 16-Bit CPU, die musste aber ihre Berechnungen auf einen 8-bit Bus durch die Komponenten &#40;Speicher, Steckkarten&#41; schleusen. Damals war die Platinenfertigung noch nicht so weit. 8-bit sind einfacher zu routen. Eine Meisterleistung ist der 68000er Prozessor von Motorola. Damals ein echt heißes teil. Es arbeitet mit 32-Bit und kann die Busbreite den Komponenten anpassen. So kann man 8-, 16- und 32-bithardware gleichzeitig anschließen. 68000 heiß er deshalb, weil die damals unglaubliche Zahl von 68000 Transistoren drinsteckt. Heutzutage gibt es weit jenseits der 5 Millionen. Das hat sich Motorola gut bezahlen lassen, was ein Grund daf&uuml;r ist, dass man diese nicht so oft antrifft. Der Amiga hatte den 86000er drin, war damit seiner Zeit weit voraus &#40;Echtzeit 3D - Der ber&uuml;hmte Amigaball wurde zur Demonstration auf einer Messe gezeigt.&#41; Heutzutage het der dank modernster MCs an Bedeutung verloren. In einigen Druckern findet man ihn noch, da Laserdrucker ziemlich Leistungshungrig sind, besonders Bei Postscript. Dank höhere DPI-Raten ist er auch in diesem Segment nicht mehr von Bedeutung. <BR> <BR>Wenn Du dich f&uuml;r Rechnen mit Maschinen interessierst, geh mal in das Arithmeum in Bonn. Hauptsächlich geht es da um das rechnen mit Rechenhilfen und die Meilensteine der Rechenmaschinen. Elektronische Maschinen sind da zwar etwas d&uuml;nn, aber die Grundlagen zählen. Am besten eine F&uuml;hrung mitmachen. F&uuml;r weitere Infos einfach eine Mail an mich, ich arbeite da als Techniker und Programmierer. <BR> <BR>Wie Andreas schon sagt, mit den FPGAS, PLDs und wie sie alle heißen kann man die Tollsten Sachen machen. <BR>Beispiel: Waschmaschine &#40;immer wieder gerne genommen...&#41; <BR> <BR>Aufgabenstellungen: <BR>Wassereinlass &#40;ein paar Magnetventile f&uuml;r Kaltwasser, manchmal auch Heißwasser&#41; <BR>Wasser entfernen &#40;Pumpe&#41; <BR>Warm Wasser machen &#40;Heizstab&#41; <BR>Wäsche Bewegen &#40;Motor&#41; <BR>Bedienelemente <BR> <BR>Daraus kann man schon sehen, was man denn so an Sensoren und Aktoren braucht. Anhand dessen wird eine Platine gefertigt, die einen MC oder PLD, FPGA, was auch immer enthält. Diese wird dann in Großserie gegeben. Die Firma die das herstellt, bekommt auch nicht die Software, also Werksspionage kann es hier nicht geben. Dann wird die Maschine weiterentwickelt und gebaut. Je nach Funktionen wird dann ein Programm erstellt, dass dann auf die fertigen Platinen aufgespielt wird. Die Steuerung ist komplett. Bei technischen Änderungen oder anderem Modell braucht man nur die Programmierung ändern, und kann laufend verbessern, ohne die schon produzierten Platinen wegwerfen zu m&uuml;ssen. <BR>Das ganze gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Handys, Kfz-Elektronik, usw. Das beste daran ist, dass die Hardware nicht geändert werden muss und bekannt ist. So hat man bei Weiterentwicklungen, die ja nur am Computer stattfinden, nicht so viel Ärger mit EMV – Die eigentliche Hardware ändert sich nicht &#40;EMV = ElektroMagnetische Verträglichkeit, also das gegenseitige beeinflussen von Geräten und Teilkomponenten durch Störstrahlung&#41; <BR> <BR>Auch eine wunderbare Spielwiese f&uuml;r solche Bausteine ist DSPs &#40;Digital Signal Processing&#41;. Digitale Filter und Klangaufbereitungsgeräte können so ohne das Anfertigen von Spezialchips einfach umgesetzt werden. Man denke da nur an tragbare MP3-fahige CD-Player. Die Ansteuerung des eigentlichen Players und die decodierung der MP3-Daten kann so von einem 08/15-Chip gemacht werden. So entfallen die Kosten durch Spezialanfertigungen. Bei DSP muss viel addiert und multipliziert werden. Das gelingt am einfachsten durch Bausteine &#40;FPGAS können das nat&uuml;rlich auch&#41;, die nicht viel können m&uuml;ssen, daf&uuml;r aber unglaublich schnell Multiplizieren und Dividieren können. Viele DSPs erlauben auch das gleichzeitige zusammenrechnen und Multiplizieren von neuen und älteren Werten &#40;Z.B. die letzten 5 Zwischenergebnissen&#41;. So können Filter 100er Ordnung einfach und mit hoher Qualität aufgebaut werden. In der Analogtechnik nahezu unmöglich bzw. unbezahlbar. <BR> <BR>Tip: Wenn Du im Arithmeum bist, schau dir die Präsentationen an den Multimediatischen an, dann bekommst Du eine Vorstellung von Mathematischen Problemen, mit denen sich die Entwickler rumschlagen m&uuml;ssen. &#40;Die drei rechten Tische zeigen alle das gleiche, der Linke ermöglicht Einblicke in einen fertigen Chip&#41;. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar <BR>

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02.06.2003, 18:04
P.S.: <BR> <BR>kleiner Fehler, es mus EARTH-SIMULATOR heißen. Ein Computer, der das Wetter der ganzen Welt in Kubikkilometersegmente &#40;sind ne ganze Menge&#41; aufteilt, analysiert und bald vielleicht vorraussagt. Damit erforschen die Japaner die Vorgäne, die das Wetter beeinflussen. Der Earth-Simulator ist der weltweit grösste Supercomputer.

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02.06.2003, 18:27
Mhh, hatte der 486-er dann nur 486 Transistoren? &#42;löl&#42; <BR> <BR>Beste Gr&uuml;ße, Marek

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02.06.2003, 18:41
Nein, aber gemäss der Philosophie von Intel, DigitalResearch&#40;CP/M&#41; und Microsoft&#40;DOS/Windows&#41; m&uuml;sstees eine auf x86 Basis basierende CPU sein, <BR>2&#42;Datenbus = 286 = 16 Bit <BR>3&#42;Datenbus = 386 = 32 Bit <BR>4&#42;Datenbus = 486 = 64 Bit; die hat er schon nicht... <BR> <BR>Wunschgemäss m&uuml;sste man auf diesm Modell &#40;und das lief bis kurz vor WIN /NT/2000/XP&#41; gemäss DigitalResearch völlig binärkompatibel und sich nicht gegenseitig in die Quere kommend <BR>Hauptspeicher / 64k = Anzahl der gleichzeitig ausf&uuml;hrbaren Programme unter CP/M <BR>nutzen können. Praktisch also heute &#34;Jedes EXCEL-Feld&#34; ein eigener CP/M Rechner mit dessen Funktionalität. Geil, gell... <BR>Irgendwo haben die Herren aber einen Denkfehler gemacht... scheint´s... wohl weil denen abstruse 686 in die Quere kamen, und die beim Excel-Programmieren bei AA,AB,AC... AAA,AAB usw. Spalten und Zeilennummerieren nicht mehr nach kamen. Also heisst´s jetzt ITANIUM-64 &#40;wenigstens hat´s einen Namen und gibt´s zu kaufen...&#41;

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03.06.2003, 11:07
Hi, <BR> <BR>was ganz wesentliches vergessen: Wenn Du dich fragst, warum man nicht einfach einen MC nehmen kann, der das gleiche macht, wie ein PLD, hast Du im Prinzip recht. Aber die wesentliche Stärke des PLDs, FPGAs, was auch immer gegen&uuml;ber einem MC ist, dass ein MC immer nur eine Sache gleichzeitig machen kann. In einem PLD arbeiten Vorgänge, die nicht voneinander abhängig sind <i>Nebenläufig</i>. Das bedeutet, das sie exakt zur selben Zeit ausgef&uuml;hert werden. Dadurch arbeiten die einzelnen &#34;Baugruppen&#34; gleichzeitig, sehr Verzögerungsarm und vollkommen unabhängig voneinander. Sie m&uuml;ssen die Recourcen nicht untereinander teilen, wie es bei MCs der Fall wäre. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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04.06.2003, 19:09
Hab nochmal ein paar Fragen: <BR>Was ist der Unterschied, zwischen einem Normalen und einem konfigurierbaren MC? <BR>Was genau ist ein PLD? <BR> <BR>MFG <BR>Johannes

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04.06.2003, 19:47
Hi, <BR> <BR>ein konfigurierberer MC ist eigentlich ein normaler MC, nur mit dem Unterschied, dass die Pins verschiedene Aufgaben &uuml;bernehmen können. Bei der Programierung wird dann der Chip konfiguriert. So kann ein Pin wahlweise analog oder disitalsignale verarbeiten. Bei vielen PICs &#40;Program in Circuit; Fa. Microchip&#41; kann man auch bestimmen, ob man einen RC-Ozillator, einen Quarz oder einen Keramikresonator als Taktquelle verwenden möchte. <BR> <BR>Bei PLDs &#40;Programable Logic Device&#41; kann Dir Andreas sicher besser weiterhelfen. Hier ist die Grobe Funktion eines GALS &#40;gehört zu der Familie der PLDs&#41; <BR>Im Prinzip besteht der aus einer Matrix. Diese kann man frei programieren. Die Eingänge werden intern noch zusätzlich Invertiert. So kann man die originalzustände und/oder die invertierten der gew&uuml;nschten Eingänge verkn&uuml;pfen. Das Ergebnis der Und- bzw. Oderverkn&uuml;pfungen wird an eine Makrozelle weitergegeben. Diese enthält einen Inverter, den man ein- und ausschalten kann und ein EXOR-Gatter, das als Master-Enable-Schalter dienen kann. Der Ausgang der Makrozelle ist zusätzlich als Eingang in der Matrix ausgef&uuml;hrt, damit das Ergebnis f&uuml;r andere Verkn&uuml;pfungen bereitsteht. Ob der Pin rausgef&uuml;hrt wird, ist programierbar, damit die ungenutzten Ausgangspins die Anzahl der Eingangspins erhöht. <BR>Wenn der Gal z.B. 16 I/O-Pins zur Verf&uuml;gung hat, so kann man 16 Eingänge, aber keinen Ausgang &#40;sehr Sinnvoll&#41; oder meist bis zu 8 Eingänge und 8 Ausgänge Programieren. GALS sind nicht so Leistungsfähig wie andere PLDs &#40;wie die gigantischen FPGAs&#41;, werden aber gerne als Decoder, Multiplexer oder auch mal als Taktgeneratoren eingesetzt. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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16.06.2003, 16:57
Hi, <BR> <BR>also so richtig verstehe ich das noch nicht. Soweit ich weiß lassen sich doch alle MC&#39;s programmieren, damit sie &uuml;berhaupt wissen, was f&uuml;r Aufgaben sie &uuml;bernehmen sollen, wo ist da also der Unterschied zu einenm konfigurierbaren. Können die Pins etwa mehrere Funktionen &uuml;bernehmen? <BR> <BR>@elmar: Erstmal vielen Dank das du dir soviel Zeit zum Antworten nimmst. Hab mal ne Frage, du mußt dein geballtes Wissen in diesem Gebiet ja auch irgendwoher haben. Kannst du mir irgendwelche B&uuml;cher oder irgendwas empfehlen, was ich mir mal anschauen sollte. Da fast alles was ich finde nur von normalen MC&#39;s handelt, was mich ja nun nicht wirklich weiterbringt. <BR> <BR>Gruß <BR>Johannes

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16.06.2003, 21:36
Schau mal unter &#34;<a href="mailto:Neil@Franklin.ch">Neil@Franklin.ch</a>&#34; nach. <BR>Da geht es im Wesentlichen um den Ersatz fertiger &#40;closed&#41; CPUs, usw. und deren Ersatz durch einen FPGA. Im Ende also z.B. ein C64, der erst einer wird, dadurch, dass man den CPU-Bitstream bootet, nebst Betriebssystem. Auf der gleichen Hardware könnte man also auch statt des 6502-&#40;C64&#41; einen Z80-&#40;CP/M&#41; laden oder, wenn Hardware, d.h. Chip gross genug, einen 68000er bzw. eine PDP. <BR>Er arbeitet an dem PDP-Prozessor. <BR> <BR>Macht auch nix, egal, welcher es denn mal sein wird, die Erfolge sind beachtlich, die Zeitschrift &#34;Elektronik&#34; berichtet in 8/2002 von Synthese CPU´s 8051 z.B. mit 27 MHz, die man bis auf 102 MHz durch Rescheduling und Logikoptimierung mit gängigen Chipsätzen hochbekommen hat. 6502 auf 88MHz, das ist weit mehr &#40;Faktor 88 zum C64&#41; als die derzeitigen Intel / AMD / sonstwas. Vergleiche: Der PC als solcher hat mit 4,77 MHz angefangen. Heute sind wir bei ca. 2 GHz, aber mit Cache und Trallala. Diese Software-CPUs laufen echt so schnell. Nat&uuml;rlich scheitert es am Speicher und der Peripherie, aber 3 Nanosekunden sind heute drin, d.h. der 6502 Download mit EDO oder Fast-Page läuft real!!! so schnell, ohne Cache!!! und sonstiges dazu. <BR> <BR>Ich denke, das ist das was Du suchst. B&uuml;cher direkt??? - das Thema ist frisch, heiss und wie Neil sich ausdr&uuml;ckt, eben &#34;closed-source&#34; = Betriebsgeheimnis. <BR>Das werden/wollen wir ändern GNU f&uuml;r alle, und das gibt auch einen Pingu! <BR><img src="http://progshop.com/cgi-bin/diskus/board-post.cgi?action=posting_upload_form&what=show&img=7507" alt="Pingu_dafuer.jpg">

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17.06.2003, 13:05
Hi, <BR> <BR>mein B&uuml;cherregal ist nicht so besonders Doll best&uuml;ckt. In die Hälfte schönen bunten E-B&uuml;cher im regal habe ich noch nie reingeschaut. &#40;Naja, mal die Seiten durch die Finger flippen lassen&#41;. Wenn es interessante B&uuml;cher zu niedrigstem preis gibt, kaufe ich mir die f&uuml;r alle Fälle, brauche sie aber bieher nie wirklich. Aber ein Buch fällt schon auseinander: Mein Tabellenbuch. Da steht alles drinn, was ich so im Alltag brauche, den Rest leite ich mir her. Ich habe es gerade verliehen &#40;und vermisse es schmerzlich&#41;, daher kann ich Dir z.Z. leider die ISBN nicht geben. <BR> <BR>Erfahrungen sammelt man am besten durch selber dranrummfummeln oder durch Praktika bei Firmen. Alte Elektronikgeräte zerlegen und die Funktion rauszufinden macht nicht nur Spaß, ist auch sehr lehrreich. Auch die Baugruppen in die Hand nehmen und rumspinnen, was und vor allem wie man damit irgendwas bauen könnte ist nicht verkehrt. Einige der Überlegungen konnte ich später privat und komerziell gewinnbringend Nutzen. Hin- und wieder hole ich mir Elektronikzeitungen. Die 64&#39;er habe ich damals auch immer gerne gelesen. besonders wenn es um Hardwareerweiterungen zum selbermachen geht. Das Schaltungssonderheft &#40;Juni/Juli&#41; der Elektor ist besonders interessant. <BR>Die Hauptquelle von Datenblättern, Schaltungen usw. &#40;f&uuml;r mich eigentlich erst seit kurzem&#41; ist das Internet. Besonders wichtig ist das Rumprobieren und -fummeln an ausgedientem zeugs. <BR> <BR>&#34;Mach es!&#34; Schlimmstenfalls kann es nur knallen und der Strom ausfallen. Wenn man vorsichtig ist, ist alles halb so wild. Bau was verr&uuml;cktes, schau wie Du es laufend verbessern kannst. &#34;Spreng&#34; es in die Luft &#40;elektrisch, nicht chemisch!&#41;, wenn Du magst. Reparier es, wenn Du weiter damit spielen willst. Und besondere Vorsicht beim umgang mit gefährlichen Spannungen. Dann hast Du länger was vom Leben! <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar