Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Transienten???
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17.08.2003, 22:17
Hi, <BR> <BR>was sind eigentlich Transienten bei einem DC/DC-Wandler? <BR> <BR>Gruß <BR>Tim
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19.08.2003, 22:42
Hi, <BR> <BR>Transienten sind im allgemeinen kurze Überspannungsimpulse, wie sie beim abschalten einer Spule entstehen. <BR>Diese Nadelförmigen Impulse können eine sehr hohe Spannung erreichen, haben aber wegen der kurzen Dauer wenig Energie. Dadurch kann man die mit einfachen Mittelchen entfernen. <BR>An ungeschützten Halbleitern können die jedoch trotzdem erheblichen Schaden anrichten. <BR> <BR>Transienmten entstehen hauptsächlich beim schalten von Induktivitäten. Im DC/DC-Wandler wird eine Induktivität geschaltet, also treten zwangsläufig Transienten auf. Es ist die Aufgabe der Ansteuerung und anschließenden Filterung, diese auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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19.08.2003, 23:29
Konnte Elmar nicht treffender ausdrücken; eben die "ekligen" High-Low Übergänge (Transitionen = Zustandswechsel) --> vom Prinzip ist schon das Betätigen eines Schalters eine Transition - und Hochspannung gibt es auch sehr gewollt z.B. im Fernseher --> nur die fackelt eben nicht gleich in Sekundenbruchteilen den Dachstuhl ab, wie ein Himmels-Transient; im Volksmund BLITZ genannt. <BR> <BR>Danke Elmar...<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0>
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20.08.2003, 03:28
Nur damit es keine Verwechselungen gibt, Transienten kommt von engl. transient = vorübergehend, vergänglich, flüchtig und meint Spannungs- oder Stromänderungen die einmalig bzw. sporadisch und nichtperiodisch auftreten (soweit mir bekannt). <BR> <BR>Gruß Gerd
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20.08.2003, 12:18
Hallo, <BR>Gerd hat vollkommen recht. <BR> <BR>Selbst in den hochwertigsten High-End Verstärkern mit Klirrfaktoren von 0,00001 Prozent oder so, treten Transienten auf. Und das teilweise nicht zu knapp. <BR> <BR>Die Begründung ist einfach nachzuvollziehen. <BR> <BR>Die Verwendeten Operationsverstärker haben eine sehr hohe Differenzverstärkung, bsw. 106 dB (200000). Es ist aber nur eine Spannungsverstärkung von 20 erforderlich, um bei 1 Volt am Eingang, 100 Watt (4 Ohm) am Ausgang zu bekommen. Die Verstärkung ist also 10000 mal zu hoch. <BR> <BR>Durch die Verwendung einer Gegenkopplung wird die Verstärkung auf den erforderlichen Wert eingestellt. <BR> <BR>Wenn man einen Sinus an den Eingang legt, können die oben genannten, geringen Klirrfaktor-Werte gemessen werden (eingeschwungenes System). <BR> <BR>In der Praxis sieht das aber anders aus. In einem leisen Musiktitel haut plötzlich einer auf die Pauke. Da die Gegenkopplung nicht trägheitslos bzw. Frequenzunabhängig arbeitet, kann für den Bruchteil einer Sekunde eine Übersteuerung auftreten. <BR> <BR>Das sind dann Transientenverzerrungen. <BR> <BR>IMHO auch genau der Grund, warum ein Röhrenverstärker mit eigentlich schlechteren Parametern viel weicher klingt. Röhrenverstärker haben normalerweise eine kleinere Leerlauf-Verstärkung bzw. nur eine geringe (oder keine) Gegenkopplung. <BR> <BR>Willi <BR> <BR>
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20.08.2003, 12:42
Das mit den Transienten stimmt völlig. <BR>Das ist mir bei meinem Verstärker aufgefallen,als ich den Ruhestrom über die Widerstände gemessen habe. <BR>Da sind bei etwas mehr Lautstärke sehr viele Transienten drauf. Jetzt weiß ich wenigstens, daß das normal ist.
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20.08.2003, 19:23
@Willi: Da muss ich aber widersprechen. Wenn Dein Super HIFI Teil 0,00001% klirrt, dann transientet da mal 0,00001 garnichts. Dann ist die Gegenkopplung der "weiss Geier" wieviel dB mächtig und das in "weiss Pinguin" schnell. <BR> <BR>Übrigens: Was ist das für ein geiles Teil??? <BR>Ich liege mit einer fast nicht bezahlbaren MOS-FET Endstufe im Bereich von 3 "DREI" Nullen nach dem Komma, woran ich nichtmal glaube; oder anders formuliert: mit was ist dieser Wert gemessen worden? Mit einem 1000 dB steilflankigen Filter? <BR>a) das gibt´s nicht <BR>b) wenn wo? <BR>c) wer hat diesen Sinus erzeugt? 0,(4Nullen)1 pro hundert... <img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/00unknown.gif" border=0><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/00unknown.gif" border=0><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/00unknown.gif" border=0> <BR>
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21.08.2003, 10:25
Hi, <BR> <BR>der Klirrfaktor wird an einem Sinus gemessen und bewertet nur die Verzerrungen, die der Sinus erfährt. <BR> <BR>Ein Verstärker mit niedrigem Klirrfaktor kann sich sogar je nach Netzteil und Frequenzabhängivgkeitr stark im Klang unterscheiden. Schließt man ein Phasenkorrelationsmessgerät an so einen 0,001% Kanidaten, so zeigt es unter Umständen ein erhebliches Schneetreiben an, wenn man Eingang und Ausgang gegeneinander bewertet und echte Musik anlegt. Ein kleiner miniverstärker mit besonders kräftigem Netzteil und schlechterem Klirrfaktor verhält sich dagegen wesentlich ruhiger (Und Klingt sogar besser). <BR> <BR>Die Klirrfaktorangabe bewertet also nicht alles. Was gut klingt und was nicht muss man dann halt durch Probehören selber entscheiden. <BR> <BR>Der Klirrfaktor besteht eigentlich nur aus einem Sinustest. Ob der Verstärker bei anderen Signalen auch so gut überträgt kann man damit nicht sagen. Der kann ja aus so ziemlich allem einen Sinus machen (auch aus Rechteck) und trotzdem bei der Sinusmessung mit einem genialen Klirrfaktor abschneiden. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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