Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Uralt-dioden
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07.08.2003, 14:23
hab beim aufräumen wieder mal steinzeitbauteile gefunden. Ich hätte zwar vermutet dass es dioden sind (2 Anschlüsse, von der größe auch normalen dioden entsprechend), aber mitm multimeter lässt sich keine durchlassrichtung finden (d.h. stromfluss in keiner richtung). <BR>Die dinger sind im Glasgehäuse, aber nicht mit text oben drauf sondern Farbringe!? <BR>hat jemand eine ahnung was das sein kann und wie man die farbringe lesen muss?
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07.08.2003, 16:12
Es könnten natürlich auch Z-Dioden sein... <BR> <BR>Einfach mal mit einem Vorwiderstand (>1k) eine steigende Spannung anlegen. Irgendwann kommt dann die Durchbruchspannung und Du weißt auch gleich welchen Wert diese hat. <BR> <BR>So hab ich damals die Dioden sortiert, als die sich nach einem Abflug weiträumig durcheinandersortiert haben <img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/wink.gif" border=0> <BR> <BR>Mirko
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07.08.2003, 18:24
@Mirko <BR>Zenerdiode scheidet aus, da sie sich in der Durchlassrichtung (Anode an +, Kathode an -) wie eine normale Diode verhält (Ud ~ 0.75 V) und das mit dem Multimeter (Diodentest) leicht zu detektieren ist. <BR> <BR>Möglicherweise ist es ein DIAC (Kippspannung ca. 35V) oder eine Thyristordiode (Vierschichtdiode) mit einer Kippspannung von 20 ... 200 V (Strom undedingt begrenzen, z.B. auf 15 mA) <BR> <BR>Gruß Gerd
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07.08.2003, 20:07
@Gerd <BR>Wenn ich mich richtig erinnere, betreibt man eine Z-Diode in Sperrrichtung. In Durchlassrichtung hat diese die selben Eigenschaften wie eine normale Diode. <BR> <BR>Gruss Tronic
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07.08.2003, 20:26
Hi, <BR> <BR>es könnte sich auch um alte Kapazitätsdioden handeln. Die lassen auch nicht so einfach was durch, ändern aber die Dicke der Sperrschicht (und damit ihre Kapazität) in Abhängigkeit der angelegten Spannung. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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07.08.2003, 20:45
MAch mal ein Foto von den Dingern! <BR>Gruß
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07.08.2003, 21:36
@Honegger Marc (Tronic) <BR>Darum gings doch gar nicht! <BR> <BR>Gerald (Gary) sagte: <BR> <BR>>"...aber mitm multimeter lässt sich keine durchlassrichtung finden (d.h. stromfluss in keiner richtung)." <BR> <BR>Mit der Mitteilung kann man ausschliessen, dass es sich um eine ZD handelt, weil man mit einem Multimeter ebenso wie bei einer Universal-Diode einfach die Durchlassspannung (ca. 0.75 V) messen kann. Dass man eine ZD in Sperrichtung betreibt ist dabei völlig unerheblich (da es sich ja offensichtlich um keine ZD handelt). <BR> <BR>Im übrigen hast Du nur das wiederholt, was in meinem letzten Posting stand <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0>. <BR> <BR>Gruß Gerd
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07.08.2003, 22:15
Hi, <BR> <BR>ich meine mal gesehen zu haben, dass in einem Radio am Schwingkreis Dioden mit Farbmarkierungen drinn waren. Die Markierungen sollten also die Kapazität angeben. Kleine Kondensatoren, die wie Widerstände aussehen werden auch so gekennzeichnet. Schau mal, ob ein Kapazitätstester etwas dazu sagt, sollte mit der Wertangabe von den Ringen übereinstimmen. <BR> <BR>Da in einem Schwingkreis ein durchlassen nicht erwünscht ist, dürfte die Durchlassspannung besonders hoch sein. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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07.08.2003, 22:38
Hallo! <BR> <BR>Sehen die Dinger wie eine 1N400x aus und haben einen roten und einen weißen Ring? <BR>Dann ist es ein Diac. Die Dinger verhalten sich ähnlich wie eine Glimmlampe. Zündspannung in beide Richtungen so 31-36V, Löschspannung so etwa 3V. Das erklärt dann auch, warum Du nichts messen kannst. Habe selber noch ~10 Stück davon und etliche Triacs. konnte ja keiner ahnen, das Solied State Relais mal so klein und billig werden ;-) <BR> <BR>Gruß Gerald
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07.08.2003, 23:57
@Elmar <BR>Kapazitätsdioden (Varaktordioden) sind auch nur Dioden mit typischer Durchlasspannung von ca. 0.75 V. Lediglich die immer vorhandene Sperrschichtkapazität, genauer gesagt deren Änderung bei Anlagen einer Spannung, ist hier im Verhältnis ausgeprägter als gegenüber "normalen" oder Leistungsdioden (Cmin zu Cmax bis 1:5). <BR> <BR>Kapazitätsdioden werden natürlich in Sperrichtung betrieben. <BR> <BR>Ich glaube der Gerald Böttcher liegt mit seiner Vermutung ganz gut <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0>. <BR> <BR>Gruß Gerd
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08.08.2003, 10:03
Also, ich hab jez ein Bild von 2 solchen dingern gemacht. (hoffe man siehts halbwegs gut). Von der Baugröße her gleich wie ein normaler Widerstand. <BR> <BR>Elmars Vorschlag ist zwar nicht blöd, aber dummerweise hab ich keinen kapazitätsmesser zur verfügung. <BR> <BR>Und wie kann ich am einfachsten die Funktion eines Diacs überprüfen? (is mir leider in meiner Ausbildung vorenthalten geblieben) <BR> <BR><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/4980/8361.jpg" alt="Bild">
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08.08.2003, 10:14
Hi, <BR> <BR>ne, die Kapazitätsdioden sehen ganz anders aus. Wird dann wohl ein Diac sein. <BR> <BR>Im Einfachsten Fall, und wenn Du genug davon übrig hast: <BR>Langsam Spannung erhöhen und sehen, wann's knallt. <BR>Falls Dein Netzteil zuwenig Spannung hat: Blockbatterien lassen sich prima in Reihe Zusammenstöpseln. Zusameen mit dem Netzteil kriegst DU die 60..70V locker hin <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR> <BR>Ansonnsten Voltmeter parallelschalten und einen riesigen Vorwiderstand (einige MOhm) vorschalten. Solange kein Strom fließt, wird das Multimeter die Spannung des Netzteils anzeigen. Zündet das Teil, so wird das Multimetr nahe 0 anzeigen. So knallt es nicht und Du kannst die Funktion eines Diacs nachweisen. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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08.08.2003, 10:46
Hallo! <BR> <BR>1K Widerstand in Reihe, Spannungsmesser parallel zu dem Ding. Wenn vorhanden, noch 2. Messgerät als Strommesser in Reihe (2o mA Bereich). Ans Labornetzteil anschließen und langsam hochdrehen. So zwischen 30 und 40 Volt bricht die Spannung dann auf wenige Volt zusammen und es fließen ein paar mA Strom. Beim runter Drehen der Spannung, so bei 4 Volt sperrt das Ding wieder und der Strom fällt dann schlagartig auf Null. Wenn er schon früher fällt, ist der minimale Haltestrom unterschritten und löscht deshalb schon früher. dieses verhalten tritt in beiden Richtungen auf. Du kannst aber auch einen nackten Trafo mit 36 oder 42 V ~ hernehmen, 1 K widerstand davor und Oszi über das vermeindliche Diac setzen. Das Bild muß in jeder Periode zunächst ansteigen und dann aprupt fallen und auf desem Nivau bleiben. Dieses ist bei beiden Halbwellen so. Wenn Du dich an ca. 1K als Vorwiderstand hälst, geht auch nichts kaputt, im Gegensatz zu Elmars Brutalo Methoden ;-) <BR>Denn 1K läßt bei 40V max. 40 mA fließen, was einer Gesamtleistung von 1,6W enstspricht. Die Maximallast am Diac fällt aber mit Sicherheit geringer aus. Irgendwo zwischen 1 und 5 mA ist der minimale strom, wo das Ding löscht. wenn Du den ermitteln willst, mußt Du mit dem widerstand noch gegebenfalls etwas runter gehen. <BR>die Funktion läßt sich als Ersatzschaltbild mit 2 Tansistoren erklären. Ein npn und ein pnp. Die Emitter gehen zu + & -, der Kollektor ist mit der Basis des anderen Transistors verbunden und umgekehrt. Wenn man nun die Spannung erhöht, steigt der Reststrom erst langsam an. Irgendwann reicht der Strom, um die Transistoren aufzusteuern aus. Da sich beide Stromverstärkungen multiplizieren, Reichen ein paar µA aus. In dem Moment wird das Gebilde niederohmig und der Spannungsabfall geht auf die Durchlassspannung 2er Transistoren zurück. wen die außenspannung wieder absinkt, hält sich das Gebilde so selber im Stromkreis. Erst wenn der Basisstrom nicht mehr zum gegenseitigen aufsteuern reicht, fällt er in den Sperrzustand zurück. das war für eine Halbwelle, das ganze dann antiparrallel noch mal dazu für die zweite Halbwelle. Wegen der Kennnnlienie und dem äußeren Verhalten ist das Ding einer glimmlampe so ähnlich. Mit einem C parrallel und einem R in Reihe läßt sich so ein prima Schwingkreis bauen. C läd sich über R, Diac zündet & entläd C, wenn C leer sperrt Diac und es geht von vorn los... <BR> <BR>Gruß Gerald
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08.08.2003, 11:16
Moin beisammen, <BR> <BR>ich will ja kein Spielverderber sein, aber Diacs sind das wohl eher nicht. Schon gesehen dass die unterschiedliche Farbringe haben?! Ganz nebenbei gibt es auch NTC's in solcher Bauform. <BR> <BR>Gruß Winnie
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09.08.2003, 15:19
Könnten Überspannungsschutz-Funkenstrecken sein. <BR>In Monitoren gibts ähnliche Dinger, nur halt andere Ringe. Auch in Fax- oder anderen Telefonleitungsgeräten manchmal anzutreffen.
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09.08.2003, 17:22
Hm.... obs Diacs sind oder nicht vermag ich nicht festzustellen, weil meine ausrüstung eher bescheiden ist. (netzgerät geht mit müh und not bis 30V.) <BR>aber jez hab ich wenigstens anhaltspunkte was ich noch so probieren könnte <BR>-danke euch allen!
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