Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Displays mit welchem Kontroller verwenden?
Import-Script
29.07.2003, 00:20
Hallo! <BR> <BR>Bei einem Projekt eines Freundes soll auf einem LC-Grafikdisplay Text ausgegeben werden. Ich versuche gerade, mich über die in Frage kommenden Displaymodule (mit Kontroller) schlau zu machen. Da die Ansteuerung über USB sicherlich komplizierter ist, werde ich ihm wohl den Parallelport empfehlen. <BR>Leider gibt es da x verschiedene Kontroller (T6369C, HD44780, HD61839, KS0107...). Welcher ist wofür am geeignetsten? <BR>Weiß jemamand bescheid? <BR> <BR>Außerdem habe ich gelesen, daß der HD44780 der am weitesten verbreitete Kontroller ist, aber nicht mehr produziert wird, stattdessen sind kompatible Kontroller im Umlauf. Welche? <BR> <BR>Wäre auch mit einem kleinen "Rundumschlag" über das Thema "Grafikdisplays an Parallelport" zunächst zufrieden <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR> <BR>Dietmar
Import-Script
29.07.2003, 01:51
Hallo! <BR> <BR>mit DOT-Matrix Displays kenne ich mich zwar nicht aus, aber mit den normalen einigermassen. <BR> <BR>Es stimmt, daß es etliche Controllertypen gibt, aber zu 90% sind das alles Clones vom HD44780. Man kann eigentlich ganz einfach erkennen, ob er kompatibel ist, und zwar an der Pinbelegung. Die HD44780-kompatiblen haben eigentlich immer die Anschlüsse RS, R/W und E sowie die 8 Datenleitungen DB0 bis DB7. Bei den M50530 Kontrollern sieht das schon anders aus (die sind älter und haben 4 Steuerleitungen, praktisch nicht mehr zu bekommen). Bei einigen HD44780-Displays kommen da noch Anschlüsse für Kontrastspannung dabei sowie zwei für Hintergrundbeleuchtung, sei es LED oder EL-Beleuchtung. <BR> <BR>Also einfach das Datenblatt herunterladen und die Kontaktbelegungnen anschauen. Bei anderen Herstellern können die Bezeichnungen sicherlich auch abweichen, dann gilt es herauszulesen ob die Funktionen der Pins übereinstimmen. Meistens sind die verschiedenen Derivate auch Pinkompatibel, was die Sache der Identifizierung noch leichter macht. <BR> <BR>Die Controller KS0107, T6369C und HD61839 sind übrigens Controller für DOT-Matrix anzeigen, der Hd44780 dagegen ist für Alphanumerische Zeichendisplays, hier ist die Ansteuerung einfacher, da man das zu schreibende Zeichen direkt zum Controller schieben kann. Bei den DOT-Matrix (schätze ich) muss man jeden Displaypunkt einzeln Definieren (lassen), dafür sind wahrscheinlich Schriftgröße und -bild wählbar. Auf den DOT-Matrix anzeigen kann man auch Grafiken darstellen, was bei den Zeichendisplays mit HD 44780 nicht (ohne weiteres) möglich ist. <BR> <BR>Vielleicht hat das ja schonmal etwas Licht ins Dunkel gebracht :-) <BR> <BR>Hier noch was zu Grafik-Controllern: <a href="http://www.lcd-module.de/deu/pdf/grafik/grafik.pdf" target=_top>http://www.lcd-module.de/deu/pdf/grafik/grafik.pdf</a> <BR> <BR>Noch ein Interessanter Artikel: "HD44780 kompatible LCD-Displays verstehen": http://linuxfocus.unixtech.be/Deutsch/September2002/article258.shtml Ist zwar für Linux, aber die Grundlagen gelten auch in der DOS-Welt :-) <BR> <BR>Grüße, Michael
Import-Script
29.07.2003, 10:23
Hi, <BR> <BR>es gibt auch Displays, die Seriell angesteuert werden. Die verhalten sich wie ein simples Terminal und können per MAX232 direkt an die serielle schnittstelle angeschlossen werden. <BR> <BR>Programieren kann man die leicht über die Windows-Schnittstellenfunktionen, unter DOS über Portzugriffe. Generic-Druckertreiber sollten auch in der lage sein, das Display anzusteuern. Dann kann man mit den normalen Druckerfunktionen arbeiten. <BR> <BR>Eine interessante Möglichkeit bietet der MODE-Befehl. Mit ihm kann man die Schnittstelle konfigurieren und sogar einen (virtuellen) LPT-Port auf das Display leiten. Dann kann man sogar mit dem Copy-Befehl das Display mit Daten versorgen. Auch das schreiben in die (Geräte) Datei con sollte unter vielen Programmiersprachen möglich sein. <BR> <BR>Der Haken an der Sache ist, dass diese Displays ungefähr das dopplete der parallelen Version kosten. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
Import-Script
29.07.2003, 14:06
Nun gut, danke für Eure Beiträge, die mein Wissen, das ich mir von gestern auf heute angeeignet hatte, noch ergänzten. <BR> <BR>@ Michael: Eins verstehe ich nicht so ganz. Du meinst, man könne bei den Punktmatrixdisplays Schriftgröße und -bild wählen, müsse aber jeden Punkt einzeln ansteuern. Für mich als Display-Laien sieht das nach einem Widerspruch aus. <BR>Vielleicht kannst Du bzw. jemand es nochmal kurz erklären <IMG SRC="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" ALT=":-)" BORDER=0> <BR> <BR>Dietmar <BR> <BR>
Import-Script
29.07.2003, 14:26
Hallo Dietmar, <BR> <BR>ich meine damit diese grafikfähigen Displays, wie sie auch in Notebooks verwendet wurden. Da setzt sich das Bild ja aus lauter Punkten zusammen. Ich hatte mich etwas schlecht formuliert gehabt, "wählen" war da das falsche Wort, "selbst erstellen" wäre besser gewesen. Bei diesen Displays kann man jeden Punkt einzeln adressieren und dadurch seine "eigene" Schriftart erzeugen. Bei den alphanumerischen Zeichendisplays geht das eigentlich nicht, da hier jedes Zeichen einen Leerbereich um sich herum hat, in dem keine Punkte sind, man hat da meistens 5x7 Punkte zur Zeichendarstellung, das schränklt schon sehr ein. Aber eigentlich reichen diese Displays für die meisten Anwendungen, wenn man nicht gerade irgendwelche komplizierten Grafiken ausgeben will. Außerdem ist die Ansteuerung unkomplizierter. <BR> <BR>Wie ich gestern noch gelesen hab, gibt es wohl bei einigen grafikfähigen Display-Controllern die Möglichkeit, Text entweder über Kontrollerfunktionen auszugeben, oder über einzeln adressierte Punkte. So ist das wahrscheinlich besser erklärt. <BR> <BR>Grüße, Michael
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