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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfolgreich ISDN Anlage getötet?



hellraiser
18.05.2004, 19:29
Hi!

Man lernt im Leben nie aus.
Und genau aus diesem Grund habe ich scheinbar durch ein EPROM Update eine ISDN Anlage sterben lassen.

Vorhandene TK Anlage:
Ackermann Euracom 180, EPROM Version V1.10 (AT 27C040)

Genau dieselbe TK Anlage (gleicher Typ, gleiches Baujahr :) ) hat ein anderer allerdings mit
EPROM Version 2.07 und anderem Baustein (ST M27C801)

Da es für die alte Version nur ein DOS Konfigprogramm gibt und auch sonst diverse Features fehlen, sollte ich nun die alte Anlage updaten.
Hörte sich auch einfach an, also einen M27C801 gekauft, ROM kopiert (Prüfsummen identisch usw...) und eingebaut.
Beim einstecken hat es kurz gefunkt (ist nicht der normalfall, denn so gross ist der einschaltstrom nicht) und nix ging...
kein internwählton, kein externton, gar nix.
die anlage reagiert auch nicht mehr auf reset via telefon (#*9999#).
Jetzt frage ich mich was es da verrissen hat?

Hat von euch jemand erfahrung mit euracom updates?
jedenfalls tut das teil auch nicht mehr mit dem alten eprom.

Jetzt verrichtet ne alte ISTEC1008 dort ihren dienst bis ich das teil (hoffentlich) wieder repariert bekomme.

Hat da jemand ne idee?
Die Sicherung auf der Netzanschlusseite ist okay, die hat es nicht zerrissen.

leech
18.05.2004, 19:48
Ist dir vielleicht ne Schraube reingefallen? Gibts sekundärseitig noch Spannungen? Gefunkt hat es wo? Netzstecker?
Edit: Schaltnetzteil?

edgar
18.05.2004, 20:41
...zeit zurueckschrauben...eprom richtig einstecken..nicht unter spannung.

traure mit dir ! habe fahne auf halbmast.
es gehen eben nicht nur bohrer kaputt...mein Laptop ist seit gestern 'black'
EL beleuchtung ausgefallen....scharniere abgebrochen....
Alle files HEIL...:bomb: monitor extern zum glueck

ed

hellraiser
18.05.2004, 20:43
@ leech:
bin gerade am durchmessen:
- am eprom gibt es schonmal keine versorgungsspannung

gefunkt am stecker beim einstecken.
schaltnetzteil weiss ich nicht, denn:

Eingangsspannung geht einmal über trafo = 60V sekundär (wahrscheinlich "klingelspannung"?)
zum anderen über einen 1:1 übertrager und wird danach gleichgerichtet und über elko geglättet (ca 300V DC am Elko laut Multimeter)
Dann gehen ca 230V DC auf einen ST P3N90FI.
Aber aus dem Teil (ist vielleicht ein Leistungstransistor oder so) kommt allerdings so gut wie nix raus! (weiss jetzt auch nicht genau welche Messpunkte ich da nehmen sollte).
Ein 5V Regulator kommt dann auch noch: LM2940CT, an dessen Eingang gegen Masse messe ich gar nix.

Kein plan ob das ein Schaltnetzteil ist, hab mal ein Bild gemacht, vielleicht erkennt ihr da was:

hellraiser
18.05.2004, 20:44
@ed das stimmt... ich habs schon gedacht, dass mich hardware heute nicht sonderlich mag.

jedenfalls hatte ich das eprom nicht unter spannung gewechselt.

leech
18.05.2004, 21:06
Ja, ein Schaltnetzteil.
Was ist der 8-Beiner neben dem schwarzen Trafo für einer?
Links vom braunen Trafo müssten eine oder mehrere Dioden sein. Messe mal, ob da irgendwo ein Kurzschluss ist (Diode selber oder parallel der Elkos da drüben)

hellraiser
18.05.2004, 22:06
Der DIP8 ist ein UC3845P

an den beiden braunen und dem einen schwarzen elko sowie den beiden dioden kein kurzschluss.

Super. und jetzt misst das teil nur noch mist. habe gerade eine netzspannung von 1.7V AC... interessant.
Also ich geh jetzt pennen oder ans TV, so langsam dreh ich noch ab, was heute so alles an hardware wegstirbt ;)

MacSeck
19.05.2004, 01:17
"Never disturb running systems"...:)

Allen Ernstes: Tu das Origial-Eprom wieder rein und schick das Ding ein.

leech
19.05.2004, 08:21
Falls Du noch nicht aufgeben möchtest: UC384x-Netzteile kann man eigentlich gut reparieren.

Messe erstmal (ohne Spannung), ob der ST P3N90FI nicht einen Kurzschluss zwischen irgendwelchen seiner Beine hat.

Wenn nicht, und falls wieder 300V am Elko anliegen:

Messe zwischen Pin5(primär-GND) und Pin7 des UC;

keine Spannung -> Anlaufwiderstand prüfen

schwankende Spannung -> die kleinen Elkos primärseitig(würde ich so oder so auswechseln, werden stark belastet), eine Diode primärseitig, oder eben doch ein Kurzschluss sekundärseitig kommen in Frage.

Vorsicht beim Messen: Wenn Du abrutschst und etwas überbrückst, kann es sein, dass der UC Dir seinen Deckel entgegenschleudert :rolleyes:

leech
19.05.2004, 08:36
Den 300V-Elko vorm Messen am Transistor entladen!!!

elmar
19.05.2004, 09:59
Hi,

das sterben muss nicht unbedingt was mit dem Upgrade zu tun haben. Jahrelanger Betrieb und dann aus- und einstecken langt manchmal auch schon.

Meist sind da irgendwelche Kondensatoren trocken oder der anlaufwiderstand ist innerlich (nicht von aussen sichtbar) durchgekokelt. Der hat meist einen grünen Multiplikatorring. Check mal das kleingemüse rechts neben dem roten Übertrager und links von dem IC. Man sieht auch, dass es da warm wurde. Den kleinen Kondensator dort solltest Du auf jeden Fall ersetzen. Dort wird nämlich eine Hilfsspannung zum starten des Netzteils gewonnen. Ist der Teil kaputt, läuft das Netzteil zwar weiter, kann aber nicht mehr anlaufen. Ist vergleichbar mit einem Auto mit defektem Anlasser - man merkt es erst, wenn man den Motor abstellt und wieder anlassen will.

Den Widerstand ersetzt Du am besten durch eine geeignete Reihenschaltung. Dann teilen sich die 300V besser auf und das ganze lebt länger.

Ich habe einen Reciver mit kompliziertem Netzteil. Da ist dieser Widerstand in Ordnung, aber einer der vielen Kondensatoren nicht. Ein Radio- und Fernsehtechniker hat mir geraten, das NT mit einem Fön zu starten, was auch einwandfrei geht. Wenn das defekte Bauteil gar nicht mehr will, dann knallt es und man sieht sofort, wer da nicht mitspielt und kann austauschen. Darauf warte ich allerdings noch. Naja, vielleicht beim nächsten Stromausfall :D

Gruß
Elmar

Winnie
19.05.2004, 12:10
,
Ein Radio- und Fernsehtechniker hat mir geraten, das NT mit einem Fön zu starten, was auch einwandfrei geht.
Kann ich nur bestätigen, als ich mal Stromausfall hatte gab's desselbe Problem bei meinem TV. Dasselbe Spielchen ist mir mit dem Telekom DSL-Modem passiert, das kann ich auch nicht mehr ausschalten, es sei denn für einen kurzen Moment bevor es abkühlt.

Aber in Hellraisers Fall sehe ich da ganz dunkelweiss oder von mir aus auch schwarz. Ich bin mir sicher das es mit dem Update zu tun hat, wer sagt denn dass sie nicht auch etwas an der Hardware geändert haben. Nur ein veränderter Pegel und ende der Vorstellung.

Gruß Winnie

hellraiser
19.05.2004, 19:21
@leech
Ne, also aufgeben will ich noch nicht...
Welches ist denn der Anlaufwiderstand? ich hab da zwei stück. einmal 680R mit 7W und einen weiteren mit 100K (so ein fetter grüner, steht noch 2% drauf)

Jedenfalls haben die beiden Widerstände ungefähr die Werte die sie haben sollen (habe im spannungslosen, eingebauten Zustand gemessen).

Den UC 8pinner prüfe ich in ner Halben Stunde ( so lange dauerts noch bis ich ein ersatzmessgerät und mein speicheroszi wieder bekomme... ;)

also nochmal: sämtliche kondensatoren, dioden und widerstände scheinen in ordnung zu sein (wobei ich gleich noch sicherheitshalber die beiden 220uF Elkos austauschen werde).

Achja, bevor ich es vergesse:
am P3Nxyz und am 5V Regulator ist jeweils kein Kurzschluss (egal welche Messkombination)...

@elmar:
welchen kleinen kondensator meinst du? rechts vom übertrager? dort sind 2x 220uF... links vom Übertrager ist noch so ne kleine Blechtonne und ein weiterer kleiner Elko mit 47uF.
Und welchen Widerstand soll ich durch eine inwiefern geeignete Reihenschaltung ersetzen? wie gesagt, ich hab da nen grünen mit 100K und nen fetten Keramikwiderstand mit 680R...


Wenn ich nachher das oszi wieder habe versuch ich auch mal am ausgang vom IC zu messen, ob da was PWM artiges rauskommt...

PS via Föhn lässt sich das ding auch nicht starten. (war zwar kein richtiger föhn, sondern nur 10min heizen an der notebookseite, aber selbst bei ca 40°C gings nicht...)

@winnie:
also wenn die in der selben serie was an der hardware geändert haben fress ich 'n relais. ich bin kein hellseher, aber was ich in den letzten jahren schon an "zufällen" hatte ist nich mehr normal. für mich klingt das schon plausibel, da die anlage seit 1996 bei denen laeuft. wie oft/lang die stromausfälle hatten weiss ich auch nicht. aber was solls. solange es mir noch dabei gut geht probier ich das ding wieder zum laufen zu bringen... spätestens wenn sich der 300V Kondensator mal an mir entlädt schmeiss ichs an die wand ;)

MacSeck
19.05.2004, 19:26
@Hellraiser: Jo; dann schmeisst Du es wirklich an die Wand, ob Du willst oder nicht...:) :) :)

edgar
19.05.2004, 19:27
hellraiser = hellseher,


pass auf,wenn du mit dem speicheroszi an das netzteil gehst,
entweder trenntrafo fuer das netzteil oder fuer den oszi einsetzen,
sonst sehe ich schwarz.

viel erfolg...druecke die 3 daumen !
ed

elmar
19.05.2004, 19:52
Hi,


der Anlaufwiderstand geht von den 300V in einen kondensator. Einfacher Spannungsteiler. Da fast 300V über den R abfallen, kokelt der gerne punktuell durch, also nicht von aussen sichtbar. Den Tauschen und den C, der davon gefüttert wird.

Gruß
Elmar

hellraiser
19.05.2004, 20:31
@ed
trenntrafo? wieso? wegen kurzschluss? ausserdem kann ich kein DC über Trenntrafo messen.
Max Input liegt bei 600V, ich wüsste nicht wieso du dein sehfeld verdunkeln solltest (schwarz sehen) ;)

@elmar
jepp. ist der grüne widerstand und der daneben liegende elko. werde ich auswechseln.
Aber was soll ich für ne Reihenschaltung machen? welche Widerstände (Leistungsmässig); du hattest jedenfalls recht dass dort 300V verheizt werden (habe auch nichts anderes erwartet, da ich was elektrotechnik angeht nich so ganz fit bin :)
Genau an der Stelle sieht der direkt anliegende braune übertrager auch schon ein wenig dunkel aus.


Habe soeben mal zwischen Pin5 und 7 am IC gemessen...
Dort liegt ziemlich konstant -1.5V bei 3.9KHz an (spannung sieht wie ne e funktion aus, von schlagartig -1.5V gegen 0V).

Also ich mach mich dann mal ans Elko wechseln.


Ah, jetzt weiss ich wie du das mit reihenschaltung meinst... 2x 50K Beispielsweise in Reihe, damit mehr Fläche zum heizen entsteht?

leech
19.05.2004, 21:07
In diesem Datenblatt
http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/uc3845.pdf
auf Seite 7 ist ein Schaltplan, der grob mit deiner Schaltung übereinstimmen sollte. C2 ist dort der Anlaufkondensator.
Beim UC3845 geht die Anlaufspannung auf 8V hoch, ehe er einschaltet.

elmar
19.05.2004, 21:22
Hi,


exakt! reihenschaltung verringert das Spannungsgefälle und sorgt so, dass bei schwachstellen im Widerstand (stellenweise dünneres material) weniger Leitung punktuell umgesetzt wird. Die biester sterben unsichtbar. Ist immer ein winziger Punkt, der durchbrennt, das Loch muss sich noch nicht mal nach aussen fressen. Durch Brandstellensuche nicht zu finden.

gruß
Elmar

hellraiser
19.05.2004, 21:35
Leute, ich geb bei der Userfete einen aus!
Ich glaub das jetzt echt nicht, es lag echt nur an dem verblödeten Widerstand und den beiden Kondensatoren!
Löfft wieder.

Und ich wusste es doch dass es zu 50% nix mit dem eprom-wechsel zu tun hatte :)

A propos: wann ist denn nun fete? ;)

Aber das gute am nie aufgeben ist, dass man eine menge dazu lernen kann und das ist gut so!

Achja: Habe anstatt 35V Elkos nun 25V Teile drin (Krustelbox gab nix anderes her).
und als Widerstand habe ich auch nur nen 100K (5%) mit 2W gefunden; müsste aber ausreichen, oder?
wenn ich das so ausrechne werden beim vernichten von 300V etwa 0,9W verheizt, oder?
Zur not bau ich noch nen Ventilator drauf oder bestelle die Teile beim nächsten Mal bei reichelt oder so neu (vielleicht bekomm ich dann keine Elkos sondern Vibrationsmotoren, die haben ähnliches Gehäuse :eek:

leech
19.05.2004, 21:49
Die Kondensatoren sollten 105°-Typen mit niedrigem ESR sein, die halten am längsten. Reichelt hat solche. Du kannst aber auch die jetzigen drin lassen, die halten dann eben nicht so lange. Wegen dem Widerstand würde ich mir mal keine großen Gedanken machen, der alte ist ja noch in Ordnung, und ist im Vergleich zu denen in anderen Netzteilen (körperlich) riesengroß.

Durch Austrocknung steigt der Innenwiderstand(ESR) der Elkos, dafür braucht man ein spezielles Messgerät(Bausätze gibts z.B. bei Elektor und ELV), ein einfacher Kapazitätsmesser zeigt womöglich noch volle Kapazität an.

Ich habe nicht geglaubt, das es mit dem Update zu tun hatte, normalerweise baut man seine Hardware so, dass die Software der Schaltung nicht gefährlich werden kann.

elmar
19.05.2004, 21:56
Hi,


Kondensatoren sollten gerade in warmen gebieten Spannungsmässig weit überdimensioniert werden. Solltest Du also wechseln. Den Widerstand solltest Du dann auch gegen 2x die hälfte auswechseln, dann halten die garantiert lange durch.

Es ist unwahrscheinlich, eine Schaltung durch ein fremdes Stück software kaputt zu machen. Möglich - aber unwahrscheinlich.
Läuft Dein Upgrade, oder fürchtest Du neue Cs einsetzen zu müssen? :D

gruß
Elmar

hellraiser
19.05.2004, 22:31
LÖL
Das mit dem Update check ich morgen mal, ob das funzt. jedenfalls läuft die anlage mit dem neuen eprom jetzt an. Ob es tatsächlich funzt weiss ich noch nicht (muss erst neu konfiguriert werden, da das zeugs im eeprom nicht mit der neuen software kompatibel ist). Mit altem eprom geht sie jedenfalls wieder.

Na, dann werde ich mal spannungsfestere C's auf die Bestelliste setzen... und noch zwei zusätzliche Widerstände :)

Unregistriert
19.05.2004, 23:05
hi,

freue mich,dass es wieder klappt

ich denke,dass du auch die krummen bohrer wieder gerade und scharf
hinkriegst.

complimenti
ed

elmar
20.05.2004, 14:03
Hi,


nimm besser die richtig temeraturfesten. Die sind zwar grösser, sollten aber passen. Auch sind die meist 80% oder mehr teurer, aber Telefon ist etwas, was nicht ausfallen sollte. Das ist es meiner Merinung nach Wert.

Gruß
Elmar

leech
20.05.2004, 15:07
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