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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Heizung für Ätzbad



nullus
05.07.2004, 17:02
Hallo zusammen,

da ich neu bin und dies mein erster Beitrag ist, stell ich mich und meine Beweggründe einfach mal kurz vor.
Nachdem ich vor ca. 20 Jahren mittels Kosmos-Kasten mein erstes Radio gebaut habe und ich damals die ersten Anläufe in Richtung Elektronik unternommen habe möchte ich dieses "Hobby" nun aufgreifen und mich etwas intensiver damit beschäftigen. Im Moment bin ich dabei, mir ein paar basale Sachen zuzulegen wie Netzteil, Oszi, usw... . Natürlich möchte ich auch meine zukünftigen Platinen selber machen.
Auf der Suche nach Selbstbau-Ätzkammern hab ich einiges im Netz gefunden, wenngleich ich jetzt einen Chemie-Glaser gefunden habe, der mir eine Glasküvette (15x15x10cm) für 11 € + Mehrwert verkaufen kann. Ich denke für den Preis "leiste" ich mir das und sehe vom kompletten Eigenbau (Glas schneiden, Acryl- oder Silikon-Verklebung...) ab :cool: .
Nun möchte ich das ganze natürlich beheizen und da wird ja sehr häufig ein Aquarien-Heizstab favorisiert. Hat da jemand einen Tipp für mich, welchen ich da verwenden könnte? Es gibt ja unterschiedliche Wattzahlen und vor allem sind ja viele Modelle schon bei unterhalb 40°C abgeregelt.
Kurzum: Kann mir jemand einen Stab (oder eine kostengünstige Alternative) für mein "Projekt" empfehlen, nach dem ich dann gezielt Ausschau halten kann? Was verwendet ihr denn so?
Vielen Dank,
Nullus

Winnie
05.07.2004, 17:35
Tja, ich bin zwar nicht ganz neu, seh' dafür aber häufig alt aus;). Das mit Deinem 15x15x10cm vergiss mal besser. Für insgesamt 12,76€ (11€+16%) bekommst Du hier einen fröhlichen Kasten Warsteiner.

Ich habe so ein Teil mit anderen Maßen auch selbst gebaut. Volumen 2 Liter und die Maße weiß ich jetzt nicht mehr auswendig, kann aber Fotos machen wenn ich heute abend meine Digikam wieder bekomme.

Als Heizstab benutze ich senkrecht einen Aquarienheizstab mit den Werten 125W und geeignet für 150l bis 200l Aquarien. Temperatur geregelt mit selbst gebauter Elektronik auf ca. 42°C und benutzt mit Natriumpersulfat.

Die ges. Höhe des Gerätes liegt bei ca. 250mm und die Breite beträgt ca. 200mm so dass Du die Dicke fast ausrechnen kannst. Wie gesagt, wenn Du Fotos willst kann ich die heute abend oder morgen machen.

In Deine kleine Schüssel passt wohl auch kein Heizstab, denn der dürfte auch nicht komplett ins Wasser getaucht werden es sei denn es gibt mitlerweile bessere?!

Gruß Winnie

Ps. Ah, noch vergessen, die Aufheizzeit von ca. 20°C bis 42°C beträgt ca. 30 Minuten je nach Umgebungstemperatur.

nullus
05.07.2004, 18:36
Also wenn ich's richtig deute bemängelt du die Maße "meiner" Küvette; dass Volumen kann's ja nicht sein, da ich damit - ebenso wie du - bei ca. 2 Litern liege :confused: . Wär eben nett gewesen, da einfach zu besorgen ohne viel Aufwand zu betreiben.

Was den Heizstab anbelangt: Gerade das Selberbasteln (Temperaturregelung)wollte ich in diesem Stadium noch vermeiden und würde mich riesig über ein Gerät freuen, dass von sich aus auf ca. 45°C regelbar ist. Angeblich gibt es die Möglichkeit die Stäbe etwas zu "tunen" (sprich an der Temperaturregelung zu basteln) aber da weiss ich wahrlich nicht wie.... .
Fotos von deiner Kammer sind mir natürlich herzlich willkommen, da ich ja immer noch nach der optimalen Idee für mich suche.
Gruß,
Nullus
P.S.: Deine Temperaturregelung würde mich nichts desto trotz auch interessieren... .:D

nides
05.07.2004, 18:48
Hallo!

Ich heize mit einem 500W Halogenstab. Der ist in einem senkrechten Glasrohr (Chemieglaser!) das unten mit einem Gummipfropfen verschlossen ist.
Heizleistung wird mit einem Dimmer eingestellt (rotglühende Wendel).
Keramikhalterung vom Halogenstab zerbrechen (Zange) und mit Quetschösen an Kupferdraht anschliessen. Möglichst ohne Isolierung, weil die sofort abbrennt!
Nides

MacSeck
05.07.2004, 20:32
@Nullus: Vergiss am Anfang den ganzen Kram. Ich mache meine Printe nach wie vor in der Fotolabor-Entwickelschale (gibt´s bei Allkauf für 1,95); hat Platz für Euro- oder Doppeleuro... je nach.

Heizen gibt´s bei mir auch nicht, weil ich HCL/H2O2 benutze, die 100ccm werden beim Ätzen in der Schale von alleine warm... :)

surf_andre
05.07.2004, 21:09
Hallo

wenn ihr jeder von seinem eigenbau berichtet tue ich das auch mal...

habe mir aus dem Baumarkt so eine Magazinkiste in der größe 3 ( glaube ich, aufjedenfall fast DIN A4 groß ) geholt.

Dann habe ich eine PG 21 Verschraubung kurz über den Boden in die Rückwand eingebaut. Durch die PG Verschraubung schiebe ich die Aquariumheizung ( 100W ). Das ganze kann mit 2l gefüllt werden.

Die Heizung ist aus dem Zoohandel und hat einen gut funktionierenden, eingebauten Temperaturregler der die Suppe auf 40°C hält

Da das ganz aus Kunststoff ist, ist das auch chemikalienfest.

mfg Andre

Winnie
06.07.2004, 10:00
Hallo Nullus,

das Forum kostet mich noch die letzten Nerven bezüglich der Grössenbeschränkung der Anhänge. Ich glaube dass Du nach der Verkleinerung kaum etwas auf dem Foto erkennen kannst. Wenn Du es genauer haben willst kann ich noch mehr Fotos mit den genauen Massen machen und Dir per e-mail schicken.

Ja ja, ist alles irgendwie durcheinander, habe ich auch gerade erst festgestellt weil ich das Teil länger nicht benutzt habe. Der 'Superkleber' ist wohl keiner bzw. im Zusammenhang mit Natriumpersulfat.

Die Platinenhalter sind zwei U-Profilschienen aus nem alten Schrank die in der Breite verstellbar sind. Temperatursensor und Heizstab lungern gewöhnlich links am Rand herum, wenn sie nicht gerade Ausgang haben so wie zur Zeit:p. Der Pustefix (Lufteinlass) ist ein PG-Rohr für elektrische Leitungen auf beiden Seiten mit Heissleim verschlossen und mit vielen sehr kleinen Löchern versehen der eigentlich auf dem Grund kleben sollte. Den Membrankompressor hatte ich schon jahrelang im Keller liegen, er gehörte mal zu einem Aquarium, aber da ich keinen Fisch esse ist er hier besser aufgehoben. Von der Regelung kann ich Dir leider keinen Plan schicken, da ich keinen habe und die Platine ist mit Heissleim vergossen. Für solche Sachen mache ich höchstens mal ne' Skizze die dann im Müll landet. Ist eine ganz einfache Schaltung und dann zum Abgleich mit einem Badewannen-Thermometer und Wasserfüllung der Küvette auf ca. 42°C abgeglichen.

Verklebt sind die Scheiben alle mit Silikon und die Scheibendicke von 8 und 10mm kommt von einem geschenken Gaul und dem schaut man gewöhnlich nicht ins Maul. Eine frühere Küvette hatte ich etwas kleiner für ca. 1l und mit 4mm Glas gebaut.

Und mir ist's egal ob andere in einer Suppenschüssel ätzen oder sonst wo, früher oder später willst Du mit Sicherheit etwas komfortableres oder gibst Dein Hobby ganz dran. Warum also dann nicht gleich halbwegs was feines bauen, dann aber auch die jetzt schwimmenden Komponeten mit Silikon kleben anstatt mit dem tollen Kleber der in diesem Medium wohl keiner mehr ist:eek:.

Gruß Winnie

PS. Ach ja, die schwarzen Kanten sind Kunststoffwinkel aus dem Baumarkt, teuer und nicht notwendig wenn man die Glaskanten schleift.

nullus
06.07.2004, 18:05
Na das sind doch schonmal ein paar Anregungen. Ich danke euch und falls jemand noch eine geniale Heizlösung gefunden hat lass ich mich gerne inspirieren :D .

Grüße
Nullus

Gast
06.07.2004, 19:02
Hallo nullus,

ich glaube dieser Link wird Dir gefallen:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.php?threadid=45082&sid=e02fc4b7780d8b019621038b13735adf&hilight=belichter&hilightuser=0



Gruss, Gerhard

Anatec
07.07.2004, 01:59
ist Schnellätzen gefragt?
Ich mach's wie Andreas. Aldi - Kühlschrankdose. Die stelle ich in die Badewanne, bissel warmes Wasser drumherum. Das kostet bestimmt nicht mehr wie ne halbe Stunde E- Heizen und eliminiert gleich noch Spritzer. Leiterplatte mit dem Gesicht nach unten reinhängen. 10 Min fertig. Allerdings benutze ich Fe3Cl. Das dreckt so schööööööööön :cool:

Gruß Gerd H

Gerd K.
07.07.2004, 23:43
Wieder mal diese Äpfel mit Birnen Vergleiche :D

Wer mit Natriumpersulfat ätzt MUSS heizen (möglichst nahe an 50°C, aber NICHT darüber), wer Eisen(III)-Chlorid verwendet KANN heizen und wer MacSeck's Höllengemisch verwendet lässt lieber die Finger vom heizen.

@Nullus
Deine Maße sind ungünstig. 20 cm Höhe sind das Mindeste um ein Europaformat hochkant unterbringen zu können. Unter der Platine sollte bei NaPS ja Luft sprudeln und dann spritzen die austretenden Luftblasen an der Oberfläche etwas, 2 cm bis zum oberen Rand sind mindestens erforderlich.
Die Küvette würde ich nur so TIEF WIE NÖTIG machen. Je mehr Ätzflüssigkeit hineinmuss, umso teurer (jedenfalls wenn man nur ab und an ein Platinchen ätzt). Jedesmal frisch angesetztes NaPS ermöglicht gleichbleibende Ätzbedingungen (Zeiten), falls man feine Leiterbahnen hinbekommen möchte (und Fehlerquellen gibt's zu hauf, wie man immer wieder liest).
Also die Tiefe nach der Dicke des Aquarienheizstabs wählen. Und je weniger Volumen, desto geringer die erforderliche Heizleistung bzw. der Wärmeverlust an der Oberfläche.

@Anatec
Schnellätzen gibt's bei NaPS sowieso nicht. Aber Deine angegebene FeCL3-Zeit kommt auch bei mir (50°C) ungefähr hin.

Gruß
Gerd K.

MacSeck
08.07.2004, 11:55
@Gerd K. So schlimm ist das Höllengemisch nun auch wieder nicht; im Gegenteil:

Frauchen plündert mir immer das Peroxid, verdünnt das 1:4 und blondiert sich damit die Haare. Das Ganze kostet wenn "Elnett de´Luxe" oder "Loreal" draufsteht das 40fache...

P.S. Haare sind noch da wo sie sein sollen...:)