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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blitzschutz



sparky
08.08.2004, 15:31
Soomerzeit ist Gewitterzeit!
Damit ich nicht immer meine ganzen EDV Geräte einzeln ausstecken muss, habe ich mir folgendes überlegt:
Im Hauptsicherungskasten ist der Nullleiter geerdet. Deshalb können Überspannungen nur über die Phase kommen. Diese schalte ich mit einem Netzschalter bei Gewitter einpolig ab. Danach kommt noch ein Netzfilter (Kemo Bausatz) und die Steckdosenleisten.

Ist das so richtig, oder kann auch eine Überspannung über den Nullleiter kommen? Wenn es richtig ist, reicht der Kontaktabstand bei geöffnetem Schalter, um die Überspannung fernzuhalten? Es handelt sich um so einen grauen Aufputzschalter für Feuchträume.

Wie kann ich mich vor Überspannungen durch die Telefonleitung und Netzwerkkabel kommen schützen? Ohne teure Fertigfilter.

Kann ich den Netzfilter mit einigen Bauteilen "aufrüsten" damit ich die Geräte auch bei Gewitter am Netz lassen kann? Also massive Schutzfunkenstrecke, zusätzliche Überspannungsableiter... Oder ist das Risiko immer noch zu groß?

Der Filter hat als Schutzelemente 2 in Reihe geschaltete ZNR Widerstände 9K220 und 9K361 und ein "Keramik-Überspannungsschutzelement".

Mfg,
Kurt

Wirehead
08.08.2004, 22:50
Hallo,

eine überspannung kann auch aus dem nullleiter kommen und sich einen rückweg über etwas anderes suchen z.B. telefon, fernsehkabel.
Aber nur bei einem einschalg in der nähe, rund um die einschlagsstelle wird die erde auf ein höheres potential gezogen und dann kann halt über den erder in fundament bzw über irgendwelche anderen leitungen die von ausen kommen eine überspannung kommen. Da der Nullleiter im zählerkasten mit dem ringerder im fundament verbunden ist kann auch auf ihm eine spannung auftreten, solage diese spannung aber keinen "rückleiter" findet ist das nicht so schlim.
Was ich sehr empfehlen kann sind Überspannungsableiter von dehn. Das mit dem Freischalten geht auch, dazu würde ich mit einem relais Phase Trennen und mit einem 2. zeitverzögert die nun "kalte" Phase gegen erde (Null) schalten, allpolig Trennen ist aber warscheinlich besser allerdings schwierig wenn alle N'z auf eine lange schiene geklemt sind.
Fürs Telefon gibts auch was von Dehn, ist aber teuer. Versuch irgendwo Überspannungsfeinableiter zu bekommen, "C" glaube ich hat so was. Varistoren gehen glaube ich auch aber man bedenke das auf einer analogen telefonleitung schon mal spannungen von 60-70V auftreten können!
Ganz besonders bei netzwerkleitungen können bei einer überspannung fehlerströme fließen die dann entfernte geräte zerstören können.

Ich habe hier meine EDV immer an und schütze wie folgt:

Dehn Grobschutz im Verteilerkasten, Dehn Feinschutz vor einer Online USV auf dem speicher diese versorgt ein extra netz unabhängig vom normalen wo alle rechner hier oben drann hängen, nochmal Feinschutz im Keller für server, Netzwerkkabel abschirmung im Keller geerdet, das Telefonkabel ist über schutzfunkenstrecken geerdet, auch das koaxkabel vonn meiner funkantenne ist über schutzpatronen an der niederführung geerdet was wohl dazu beitrug das die Bude bei 2 Blitzeinschlägen noch nicht abgebrannt ist.
Überspannungssteckdosen sind auch nützlich habe aber keine einzige und trozdem ist an meinen geräten noch nichts passiert.
Diese Dehn Ventilableiter sind nicht ganz billig aber wenn der Rechner oder die Klimaanlage erstmal kaputt sind dann weis man wo man gespart hat.
Ich bezweifle jedoch das bei einem direckten Blitzeinschlag ins haus diese ganzen Maßnahmen etwas helfen, aleine durch die in andere Leitungen induzierte spannung könnte schon einiges kaput gehen.

Bitte berichtigen wenn ich da irgdenwas falsch sehe!

Gruß
Torsten

sparky
13.08.2004, 08:06
Hallo,
das war ja schonmal ganz interessant. Ich frage mich sowieso, wie oft es vorkommt, dass Geräte durch Spannungsspitzen aus dem Stromnetz zerstört werden. Ich habe zwar schon 2 Computer gesehen, aber so wie die gegrillt waren, muss der Blitz da schon direkt eingeschlagen sein.
Also ist es wohl das beste, wenn ich anstatt einpolige freizuschalten alle Anschlüsse mit Schutzfunkenstrecken und anderen Feinüberspannungsableitern versehe.

Und über den Blitzeinschlag ins Haus wollen wir lieber nicht reden, weil ich direkt unterm Dach wohne.

Mfg,
Kurt