Bernd
14.09.2004, 06:28
Hilfe, ich verzweifle fast. Ich habe ein Wasserzählermodul "Flypper" der Firma Hydrometer und muß dessen Pulsausgänge für einen Rechner aufbereiten. Das ganze zeigt sich allerdings schwieriger als erwartet.
Zunächst mal die Spezifikation der Pulsausgänge:
- Open Collector, max. 27mA bei max. 30V
- Ruhestrom bei inaktivem Ausgang max. 5uA @ 30V ( => 6 MOhm)
- Spannungsabfall über aktivem Ausgang max. 2V bei 27mA ( => 75 Ohm Innenwiderstand)
- Impulsdauer 125ms, Impulspause >= 125ms (1 Liter / Impuls, nur so infohalber)
Das Ding ist nicht kurzschlußgeschützt, d.h. es muß ein Vorwiderstand von mind. 450 Ohm bei 12V ( => ca. 26,7mA) in Serie zur angelegten Spannung liegen.
Spec Rechner-Eingänge:
- nominal input range -20V..+24V
- 4k7-Pullup gegen +5V
- Eingangswiderstand 22k
- Schaltschwelle für Low-Pegel min. 1,25V, typ. 2,5V, max. 3,75V
Eine Anforderung ist noch, daß ich keine 27mA verbrate, sondern den Stromverbrauch möglichst niedrig halte.
Klingt ja erstmal ganz einfach...
Mein erster Ansatz:
- +12V über einen Pullup-Widerstand von 3k3 (den hab ich schon variiert von 560 Ohm bis 5k6) an den Kollektor des Meßwertgebers, dessen Masse (Emitter) direkt an Masse.
- Die über dem Widerstand abfallende Spannung direkt in einen OpAmp LM324N (asymmetrische Versorgung +12V/0V) gefüttert, dessen Ausgang niederohmig direkt an den Rechnereingang geklemmt
Auf dem Labortisch schaltet der Ausgang des OP ab etwa 1,2V Spannungsdifferenz an den Eingängen auf +12V, das heißt, mit dem 3k3-Pullup fließt ja bei aktivem Meßwertgeber ein Strom vom ca. 3,6mA durch die ganze Konstruktion; damit mind. 1,2V über dem Widerstand abfallen, müßte ein Strom von mind. 0,36mA fließen. Funktioniert auch wunderbar. Aber nur auf dem Labortisch (mit simuliertem Meßwertgeber, einfach ein BC547, den ich in die Sättigung aufsteuere mit einem Serienwiderstand von 180 Ohm).
Hänge ich diese Konstruktion "im Feld" an den echten Meßwertgeber, sehe ich nicht einmal mit einem Oszi irgendeine Spannung über dem Widerstand, mithin fließt also logischerweise kein Strom )c:
Zweiter Ansatz:
- +12V über einen Pullup von 3k3 (auch schon wild variiert) an Kollektor des Gebers, dessen Emitter direkt an Schaltungsmasse.
- Kollektor des Gebers an (+)-Eingang eines OP (auch wieder LM324N)
- an den (-)-Eingang des OP kommt eine über ein 20k-Poti geteilte Referenzspannung (also klassischer Komparator ohne Hysterese)
- Ausgang des OP wie gehabt niederohmig in den Rechnereingang
Labor: abhängig von der eingestellten Schaltschwelle (Poti am (-) des OP) schaltet die Konstruktion zuverlässig bei der eingestellten Schaltschwelle zwischen 0 und +12V um.
Feld: Bei einem einzigen Geber habe ich es geschafft, mit einem Vorwiderstand von 560 Ohm (statt der oben beschriebenen 3k3) und einer Referenzspannung von 11,8V (gerade so eingestellt, daß der Ausgang bei inaktivem Sensor so eben noch nicht auf 0 springt) dem ganzen System Pulse zu entlocken. Bei allen anderen Gebern funktioniert auch dieser Ansatz nicht.
Es scheint, daß der Geber mit sinkendem Strom immer hochohmiger wird. Ich habe (leider nur 1x) auf dem Oszi Pulse mit einem Spannungsabfall von 700mV (bei einem Vorwiderstand von 1k5) beobachten können.
Eigentlich verspreche ich mir mehr vom ersten Ansatz, denn dort wird die OP-Eingangsspannung mit steigendem Vorwiderstand (also entsprechend meinen Beobachtungen auch steigendem Ausgangswiderstand des Gebers) immer höher. Wie gesagt, dem LM324 reichen 1,2V, das entspricht 0,36mA, also einem Geberinnenwiderstand von 30k. In der Spec steht 75 Ohm...
Wer hat eine Idee, was ich noch machen kann?
Zunächst mal die Spezifikation der Pulsausgänge:
- Open Collector, max. 27mA bei max. 30V
- Ruhestrom bei inaktivem Ausgang max. 5uA @ 30V ( => 6 MOhm)
- Spannungsabfall über aktivem Ausgang max. 2V bei 27mA ( => 75 Ohm Innenwiderstand)
- Impulsdauer 125ms, Impulspause >= 125ms (1 Liter / Impuls, nur so infohalber)
Das Ding ist nicht kurzschlußgeschützt, d.h. es muß ein Vorwiderstand von mind. 450 Ohm bei 12V ( => ca. 26,7mA) in Serie zur angelegten Spannung liegen.
Spec Rechner-Eingänge:
- nominal input range -20V..+24V
- 4k7-Pullup gegen +5V
- Eingangswiderstand 22k
- Schaltschwelle für Low-Pegel min. 1,25V, typ. 2,5V, max. 3,75V
Eine Anforderung ist noch, daß ich keine 27mA verbrate, sondern den Stromverbrauch möglichst niedrig halte.
Klingt ja erstmal ganz einfach...
Mein erster Ansatz:
- +12V über einen Pullup-Widerstand von 3k3 (den hab ich schon variiert von 560 Ohm bis 5k6) an den Kollektor des Meßwertgebers, dessen Masse (Emitter) direkt an Masse.
- Die über dem Widerstand abfallende Spannung direkt in einen OpAmp LM324N (asymmetrische Versorgung +12V/0V) gefüttert, dessen Ausgang niederohmig direkt an den Rechnereingang geklemmt
Auf dem Labortisch schaltet der Ausgang des OP ab etwa 1,2V Spannungsdifferenz an den Eingängen auf +12V, das heißt, mit dem 3k3-Pullup fließt ja bei aktivem Meßwertgeber ein Strom vom ca. 3,6mA durch die ganze Konstruktion; damit mind. 1,2V über dem Widerstand abfallen, müßte ein Strom von mind. 0,36mA fließen. Funktioniert auch wunderbar. Aber nur auf dem Labortisch (mit simuliertem Meßwertgeber, einfach ein BC547, den ich in die Sättigung aufsteuere mit einem Serienwiderstand von 180 Ohm).
Hänge ich diese Konstruktion "im Feld" an den echten Meßwertgeber, sehe ich nicht einmal mit einem Oszi irgendeine Spannung über dem Widerstand, mithin fließt also logischerweise kein Strom )c:
Zweiter Ansatz:
- +12V über einen Pullup von 3k3 (auch schon wild variiert) an Kollektor des Gebers, dessen Emitter direkt an Schaltungsmasse.
- Kollektor des Gebers an (+)-Eingang eines OP (auch wieder LM324N)
- an den (-)-Eingang des OP kommt eine über ein 20k-Poti geteilte Referenzspannung (also klassischer Komparator ohne Hysterese)
- Ausgang des OP wie gehabt niederohmig in den Rechnereingang
Labor: abhängig von der eingestellten Schaltschwelle (Poti am (-) des OP) schaltet die Konstruktion zuverlässig bei der eingestellten Schaltschwelle zwischen 0 und +12V um.
Feld: Bei einem einzigen Geber habe ich es geschafft, mit einem Vorwiderstand von 560 Ohm (statt der oben beschriebenen 3k3) und einer Referenzspannung von 11,8V (gerade so eingestellt, daß der Ausgang bei inaktivem Sensor so eben noch nicht auf 0 springt) dem ganzen System Pulse zu entlocken. Bei allen anderen Gebern funktioniert auch dieser Ansatz nicht.
Es scheint, daß der Geber mit sinkendem Strom immer hochohmiger wird. Ich habe (leider nur 1x) auf dem Oszi Pulse mit einem Spannungsabfall von 700mV (bei einem Vorwiderstand von 1k5) beobachten können.
Eigentlich verspreche ich mir mehr vom ersten Ansatz, denn dort wird die OP-Eingangsspannung mit steigendem Vorwiderstand (also entsprechend meinen Beobachtungen auch steigendem Ausgangswiderstand des Gebers) immer höher. Wie gesagt, dem LM324 reichen 1,2V, das entspricht 0,36mA, also einem Geberinnenwiderstand von 30k. In der Spec steht 75 Ohm...
Wer hat eine Idee, was ich noch machen kann?