PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Siebdruck, wie gemacht? Tips & Hinweise



Tippfix
21.09.2004, 21:39
Hallo Winni und alle , die es mal mit Siebdruck versuchen wollen

ich hatte ja schn vor längerer Zeit mal versprochen, etwas über das vorgehen beim Siebdruck zu schreiben. Dabei gehe ich speziell auf das Bedrucken von Leiterplatten und später Frontplatten ein.
Ich hoffe, Euch damit weiterzuhelfen.
so , los gehts.

Zunächst , was brauchen wir im allgemeinen ?

- Siebdruckgewebe ca 60 Fäden , eine höhere Fädenzahl bis 120 ist möglich, lässt aber sehr wenig Farbe durch
- Rakel
gekaufte Rakel sind schweineteuer, es funktioniert auch mit einm Stück starkes PVC oder PLexiglas, da muss die kante aber exakt rechtwinklig und gerade angeschliffen sein.
- einen Rahmen aus Alu oder Holz oder Kunststoff , worauf das Gewebe gespannt und verklebt wird
ich habe mir dazu aus 16mm Plexi ( Polycarbonat) rechteckige Streifen gesägt und diese zu einem Rahmen verklebt. die nicht 100prozentige Biegesteifigkeit stört hier nicht, da die meisten Druckverfahren im Kontakt ( bei Platinen) ausgeführt werden.
- Kleber für den Rahmen und das Gewebe
dazu verwende ich Acrifix 2 Komp-Kleber, damit kann der Rahmen und das Gewebe anschliessend verklebt werden.
- Soda, also Natriumcarbonat wasserfrei, dürfte klar sein.. als Entwickler und Entschichter für Fotolacke
- fotostrukturierbaren Siebdruck-Fotolack gelb und dazu das Fotoresist blau, alkalisch entwickelbar, gibt es bei www.peters.de (http://www.peters.de/) als Probemuster zu je 500 gr.

die Siebdruckmaterialien, wie Gewebe oder anderes Material gibt es hier
http://www.siebdruck-partner.de/html/partner/partner_suche.html einfach dort den Katalog anfordern.
Übrigens lohnt es sich nicht, dort 1Kilo Kleber Kiwobond und Fotoemulsion Polycol-Uno zu kaufen, das Material ist leider nicht sehr lange haltbar.

2. Wie krieg ich das Gewebe auf den Rahmen gespannt???

Vorausgesetzt der Rahmen ist fix und fertig zusammengekleistert und auch halbwegs gerade geworden, dann stellt sich die Frage , wie das Gewebe draufkriegen?
Ganz einfach!
Dazu brauchen wir nur 2 dicke Sperrholzplatten , die allseits etwa 5 mm kleiner als die Aussenkontur des Rahmens sind , 4 M12 Gewindeschrauben, einen elektrischen Klammeraffen (Tacker, Handbetrieb geht auch...) ein Gewebestück , was etwas reichlich zugeschnitten ist und den erste Hilfe Kasten, falls die Klammern in die Finger geraten.

Bau der Spannvorrichtung und das Spannen selbst

Die beiden Sperrholzplatten sollten wie bereits gesagt, allseits 5mm kleiner als der Rahmen und auch die gleichen abmessungen haben.
In einer Platte werden 4 Löcher in der Nähe der Ecken gebohrt, worin dann das M12 Gewinde geschnitten wird. Da wir ja nicht 100 Rahmen spannen wollen, reicht dieses billigstverfahren vollkommen aus.
Bevor aber die Gewinde reingedreht werden mus die andere Platte deckungsgleich draufgelegt und ebenso auf ca 1/4 der Tiefe durch die 4 Löcher angebohrt werden. Dadurch bekommt die obere Platte Halt und kann nicht verrutschen. ( Die löcher in der oberen Platte dann noch auf D12 aufbohren, nicht durchbohren)
Wenn dieser schwierige Akt des Gewindeschneidens und des Umganges mit Bohrmaschinen überstanden ist, können wir jetzt die 4 M12 Schrauben in die untere Platte drehen und die obere mit ihren angebohrten löchern drauflegen.
Als Krönung legen wir dann noch unseren hervorragend designten Rahmen obendrauf. Damit dieser nicht wieder wegkann, wenn er wegwill, kleben wir innen noch irgendwas rechteckiges als Anschlag auf die obere Holzplatte ( Rahmeninnenseite).
Jetzt legen wir das großzügig zugeschnittene Gewebe auf den Rahmen und tackern es an die umlaufende Kante der UNTEREN Platte fest, dabei reichlich Klammern dicht an dicht nebeneinander schiessen.
Dabei sollte das Gewebe allerdings schon ordentlich liegen, also Fadenrichtung rechtwinklig zum Rahmen und auch schon halbwegs gleichmässig in der Spannung sein.
Sind alle Klammern drin, können wir die M12 Schrauben langsam diagonal gleichmässig anziehen. ( Hoffentlich sind die lang genug??) Dadurch wird die obere Platte mitsamt dem Rahmen abgehoben und es stellt sich eine höchst erwünschte Spannung des Gewebes ein..
Kontrolle der Spannung durch drüberfahren mit dem Finger: es dürfen keine Wellen oder Löcher zu spüren sein . Dies deutet auf eine ungleichmässige Spannung hin und ist später im Druckbild wunderbar zu sehen!
Jetz müssen wir nur noch das Gewebe mit den Rahmen verbinden, bei Lexan geht dazu das Acrifix oder bei Metallrahmen einfach 2K-Kleber wie UHU endlosfest.Der Kleber wird durch das Gewebe auf der Oberseite des Rahmen gedrückt, reichlich auftragen am bestens 2 mal hintereinander. Das Verkleben an den Seitenkanten ist nicht nötig.
Nach einer ewig lang erscheinenden Wartezeit zum Abbinden und aushärten des Klebers können wir das überflüssige Gewebe mittesl Cuttermesser abschneiden und nun unsere ersten Druckversuche machen.

Teil 2 folgt sogleich

Tippfix
22.09.2004, 00:48
Teil 2 der Siebdrucktechnologie..

Die erste selbstbedruckte Platine..

jetzt wollen wir als Beispiel mal eine Platine mit Fotoresist bedrucken.
Dazu verwenden wir den bei Peters erhältlichen fotostrukturierbaren Fotoresist, Farbe blau und alkalisch entwickelbar.Dieser Lack ist einkomponentig und kann sofort verarbeitet werden.

Vorgriff auf die nächsten Kapitel: Lötstopplack und Signierlack ist 2-komponentig und muss vor Gebrauch 4: 1 ( 4teile Lack und 1 Teil Härter) gemischt werden. Aber nicht mit Bohrmaschinen und schnellaufenden Rührern mischen, die dabei eingerührten Luftblasen brauchen ewig und 3 Tage, ehe die wieder raus sind.

Auch ist das Mischungsverhältnis nicht sooo genau auf den Milligramm abzumessen. Löffelmethode reicht vollkommen: 4 Löffel davon und einen Löffel davon.Gleichgroße Portionen vorausgesetzt.
Als Arbeitsfläche würde ich eine größere abwaschbare Holzplatte, eventuell sowas wie beschichtete Spanplatte, nehmen. darauf kleben wir ein Stückchen möglichst dünnes stück doppelseitiges Klebeband. Bevor wir die Platine mit der Kupferseite nachoben ankleben , müssen wir diese noch mit Isopropanol entfetten. Azeton eignet sich bedingt, hinterlässt aber teilweise fettartige Rückstände, daraus resutieren dann Haftungsprobleme des Siebdrucklackes. Auch muss die Platine und das Sieb selbst staub- und fusselfrei sein. jetzt legen wir das Sieb auf die Platine, so das diese mittig liegt, was ja noch zu erkennen ist. Ein Klecks Fotolack auf das Sieb bringen und OHNE Druck mit dem Rakel gleichmäßig verteilen. ( Das heist im Siebdruck fluten) . Wenn das erledigt ist, halten wir mit einer Hand den Rahmen fest und mit der anderen ziehen wir unter gleichstarken aber mäßigen Druck das Rakel uber die gesamte Fläche.Besser ist das 2malig Rakeln, zwischendurch gegebenenfalls nochmals Lack aufs Sieb geben und fluten.Dabei sollte das Rakel etwa 45 bis 60 ° im Winkel gehalten werden, je flacher der Winkel, dsto mehr Lack wird aufgetragen.Dann das Sieb beginnend an einer Ecke vorsichtig abheben und im Falle eines Falles den Druckvorgang nochmals, also nass in nass wiederholen.
Die bedruckte Platine sollte einen gleichmäßigen Farbton haben, "Fischaugen" (Staub und Lufteinschlüsse) sind Fehler, es hat keinen Sinn solche Platinen weiter zu verabeiten. meistens ist auch eine mangelhafte vorreinigung die Ursache.
Damit dieser Lack "Filmtauglich" wird muss dieser bei 80 Grad und 20 min getrocknet werden.Hinweis: der Lack ist bereits UV-Lichtempfindlich.

Reinigen des Siebes und eventueller vermurkster Platinen

Die Reinigung ist hier denkbar einfach: es passiert alles mit warmen Wasser und mit Soda . Das ist genau das gleiche wie beim Festfilmlaminat.
Platinen in 10 % iger Sodasuppe legen , das Sieb gleich dazu und nach ca 10 Min das ganze mit einen Schwamm und warmen Wasser auswaschen.
Das Sieb muss sorgfältig gereinigt werden, stehengelassene Lackreste machen das Sieb da unbrauchbar. Falls das doch mal passiert kann mit 5bis 10%iger Natronlauge dem Problem abgeholfen werden. ( Nur mit Lappen stellenweise auftragen und bei Alurahmen nicht die Lauge auf die Rahmen gelangen lassen.
Kontrolle der Sauberkeit des Siebes: gegens Licht halten und durchblicken. "Verstopfungen" sind da sichtbar.

Im Teil 3 werde ich auf belichten der bedruckten Platine eingehen
Falls Fragen auftreten hier posten, so kann ich diese hier beantwortensomit haben alle was davon

viel erfolg Tippfix

Bilder gibst im teil 3 auch schon ein paar.

Anatec
22.09.2004, 09:10
@Tippfix,

genial dein Beitrag. Kann man allen weiterempfehlen die das leidige Thema Siebdruck angehen wollen und nicht wissen wie.
Habe gerade mal den Link der Fa. Peters besichtigt. Die haben viele schöne Sachen im Angebot, die man eigentlich auch einzeln nutzen könnte. Besonders deren Fotolacke machen keinen Schlechten. Frage, hast du schon herausbekommen, ob und wie die kleinere Mengen an "Heimwerker" versenden? Proben anfordern ist nicht schlecht, aber letztendlich keine Dauerlösung. Ich habe nix über den Verkauf finden können. Wäre schade wenn die das Zeug's nur tonnenweise verkaufen.

Gruß Gerd H

Tippfix
22.09.2004, 09:42
@ Gerd H

Peters versendet auch kostenfreie Muster. Die kann man auf deren Website unter Musteranforderung abrufen.
Der Verkauf geht ab 1 Kilo los, das Kilo Fotoresist kostet ca 35 Teuros und der 2 komponentige gelbe Signierlack ca 60 Teuros.
beides sollte fotostrukturierbar und alkalisch entwickelbar sein.
Mit 1 Kilo kommt man sehr weit...da ja nur immer kleinste Porionen nur für den aktuellen Auftag angesetzt werden.
Angerührte Mischungen sind auch noch einige Tage haltbar.

Im ersten Beitrag habe ich einen Bug reingetippt: Fotoresist ist einkomponentig, Lötstopplack dagegen 2 komponentig. Ich ändere den Text nicht, sondern füge noch einen Absatz ein.

Gruß
Tippfix

Tippfix
22.09.2004, 20:40
Kapitel 3

Das Belichten und entwickeln der bedruckten Platine

Nachdem wir , hoffentlich ohne größere Probleme die Platine vollflächig mit Fotoresist bedruckt haben und dieser auch getrocknet wurde , kommt jetzt der Moment der "Strukturierung"
Das Resist arbeitet negativ ! also benötigen wir eine Filmvorlage, worin die Leiterbahnen durchsichtig sind, der Rest sollte genauso tiefschwarz wie ein Filmdosimeter aus Tschernobyl aussehen, also völlig lichtdicht. dies ist notwendig, da flüssigresist um einiges empfindlicher ist als Festlaminat.
Negative Transparentpapiervorlagen und ähnliches gehen notfalls auch noch für leistungselektronische Platinen, für Feinleiter ist Planfilm eigentlich Pflicht.
Wer sowas nicht selbst machen kann, die nächste Druckerei im Ort macht es bestimmt ( ca 10 Teuro pro A3), dazu dann das Postscript auf diskette hinbringen und einen 10er dazulegen.
Bevor wir die Platine mit dem Planfiln Schicht auf Schicht ( Seitenrichtig !??) im direkten Kontakt bringen, testen wir mittels Daumenprobe, ob der Lack auch wirklich durchgetrocknet ist. Dazu den Daumen an einer Ecke der Platine auf den Fotolack drücken ( im kalten Zustand der Platine, nicht des Daumens ) es darf kein bleibender Abdruck stehen bleiben. Falls ja, nochmals kurz bei 80 Grad 10 min nachtrocknen.
Die Platine wird mitsamt des Filmes auf eine ebene Unterlage gelegt und mittels Glasplatte abgedeckt. Professionelle Belichtungsgeräte vereinfachen das Handling enorm.
Anmerkung zum Glas: Vielfach wird behauptet, daß Kristallglas besser ist als normales 0815 Fensterglas. Sicher , das ist richtig. Aber wer bezahlt den Apotheken preise für K-Glas wenn normales Fensterglas mit ca >=5 mm Dicke auch geht? Der Unterschied ist nicht so tragisch wird eben mal 3.. 5 sec länger belichtet.
Als Lichtqelle kommem eigentlich nur UV -Röhren aufgrund der kurzen Belichtungszeit und der sehr minimalen Wärmeentwicklung in Frage.
Sowas wie Belichtungsgeräte von Bungard oder anderer Hersteller, sogenannte Gesichtsbräuner ( Ebay ) gehen auch, diese dürfen jedoch kein Quarzbrenner besitzen (starke Wärmeentwicklung) oder eben sichere Eigenbauten ab 6 Röhren.
UV Strahlung ist für unsere Augen gefährlich, also nicht dauernd " das schöne blaue Leuchten" betrachten !!!
Die Belichtungszeiten sind in etwa 20..60 Sec bei 6-Röhren und ca 10 cm Abstand des UV-Strahlers. Hier ist testen mittels Probestreifenmethode angesagt. da die UV-Menge / Zeiteinheit vom Alter der Röhren, Anzahl und Abstand derselben von der Platine und auch von der Dicke des aufgebrachten Lackes abhängig ist. Guter Wert zum probieren: 1 Min bei 10 cm Abstand des 6er Röhrenleuchters.
Das Fotoresist zeigt bei gelungener Belichtung einen schwachen Farbumschlag an den belichteten Stellen an.
die Platine geben wir jetzt in eine flache Schale mit warmer 10% Sodalösung und streichen mit einen Pinsel auf der Lackoberfläche entlang.
Das unbelichtete Resist lösst sich als blau-trübe Substanz von der Platine und die belichteten Stellen nehmen eine etwas dunklere Farbe an und sollten stehen bleiben.nach ca 2 Min sollte die Entwicklung abgeschlossen sein. Dauert es länger, Temperatur der Sodalösung erhöhen (50°) oder etwas mehr Soda zugeben. Resist ist da auch etwas unkritisch.
Zum Schluß wird die Platine noch gespült und kann dann in Fecl3 , NaPS oder in der bekannten magischen Mischung aus H202 und HCL, geätzt werden.

Zuletzt legen wir die fertig geätzte Platine in 5.. 10 %iger Natronlauge zum entfernen des restlichen Fotolackes. Dieser Vorgang kann bis zu 10 min dauern, falls sehr lange belichtet wurde.
Spülen und trocken, fertig .
Oder wenn noch Lötstopp und oder der Bestückungsaufdruck draufsoll ... das kommt in Kapitel 4 dran.

viel Erfolg beim ausprobieren
Tippfix

Hier kommen noch 3 Bilder zum Thema
Bild 1 zeigt das notwendige Material für den ersteinstig in das Siebdrucken. Dabei sind nur der Rahmen, Fotoresist, das Rakel und Soda , sowie dseitiges Klebeband nötig. Das Rakel ist nicht im Bild. Die gelben Anfärbungen auf dem Gewebe stammen noch vom letzten Bestückungsdruck.
www.people.freenet.de/EBM/L1.jpg (http://www.people.freenet.de/EBM/L1.jpg)

Bild 2 ist ein Vorgriff auf das folgende Kapitel und stellt das Ergebnis eines Bestückungsdrucks dar. Die Platine wurde vorher mit blauen Lötstopplack beschichtet, darauf dann die Beschriftung. War mal ein nettes Experiment.
www.people.freenet.de/EBM/L2.jpg (http://www.people.freenet.de/EBM/L2.jpg)

Bild 3 dieselbe Platine komplett in Siebdruck gefertig mit Blick auf die Lötaugenseite.
www.people.freenet.de/EBM/L3.jpg (http://www.people.freenet.de/EBM/L3.jpg)

Gerd K.
23.09.2004, 01:26
Hallo Tippfix, da sind ja einige Informationen zusammengekommen. Der Klarheit wegen und für uns Siebdruckunkundige möchte ich da nur noch mal zusammenfassend ein paar Dinge rausgreifen.

In Teil 1 beschreibst du was man so benötigt und anschliessend wie der Rahmen gebaut wird.

In Teil 2 schilderst du zuerst das Bedrucken einer Platine mit Fotoresist (also einem lichtempfindlichen Lack, der später belichtet und wie üblich geätzt wird). Das Sieb dient hier also "nur" zum gleichmässigen Auftragen eines Fotolacks, der danach negativ belichtet wird. Wir sind hier also beim Leiterbild belichten, was man ja üblicherweise mit fertig beschichteten Platinen macht (oder wie manche auch durch auflaminieren von positiver Resistfolie). Da bin ich doch nicht schlecht überrascht, dass man mit einem feinen Netz unterbrechungsfreie Leiterbahnen hinbekommt bzw. dass der Lack unter dem später aufgelegten Film keine feinen Unterbrechungen aufweißt, obwohl er doch mit einem Raster aufgetragen wurde. Dann erinnere ich mich zum Vergleich beim Thema Fotolack und Trocknung sofort wieder an die "netten" Staubkörnchen, die sich auf der Kupferoberfläche breitmachen, wenn man Basismaterial mit Positiv 20 einsprüht. Aber das Problem Staub hast du ja ebenfalls erwähnt.

Teil 3 geht dann auf die Belichtung, Entwicklung und das Ätzen der Platine ein.

Wer nur Bestückungsdruck machen möchte braucht die bisherigen Schritte ja nicht. Trotzdem schön, dass du hier so umfassend diese Technik beschreibst. Bin gespannt was folgt.

Gruß
Gerd K.

Tippfix
23.09.2004, 20:30
Teil 4
Das Herstellen der Lötstoppmaske und des Bestückungsaufdruckes

In diesem Teil wollen wir nun die Lötstoppmaske und auch den Bestückungsaufdruck anfertigen.
Ich fasse die beiden Schritte zusammen, da beide Lacke die gleichen Verarbeitungsbedingungen aufweisen, beide arbeiten ebenfalls negativ.. Der Lötstopplack und der Signierlack sind 2 -komponentig und müssen vor Gebrauch 4: 1 angesetzt werden, aber nur soviel, wie gerade gebraucht wird.Gutes Durchmischen ist nötig, aber dazu steht bereits im Teil 1 ein Himweis.
Die Vorlage für die Lötstoppmaske muss POSITIV sein, d.h. nur die Lötaugen, und sonstige Löt- und Messpunkte sind in der Vorlage schwarz.
Das ist beim Bestückungsdruck wieder genau andersrum, dort muss die Beschriftung durchsichtig und er Rest eben Schwarz sein. Einfache Gedankenbrücke: alles was durch die Vorlage zu sehen ist, bleibt am Ende auf der Platine!
Bei der Anfertigung von Lötstopp- und Bestückungsdruck ist es empfehlenswert, erst die Lötstoppmaske komplett zu fertigen und dann den B-Aufdruck, anschliessend kann dann die komplette Endhärtung erfolgen.
Das bedrucken ist völlig identisch mit der im Teil 3 genannten Arbeitsweise, deshalb werde ich mich hier nicht wiederholen.
Nach dem aufdrucken des Lötstopplackes oder des Signierlackes muss die PLatine ebenfalls bei 80..90 Grad 20 min vorgetrocknet werden.
Wenn der Lack richtig durchgetroknet ist darf der Film dann nicht darauf kleben bleiben!

Übrigens haftet der gelbe Signierlack auch wunderbar auf den allseits bekannten grünen Lötstopplaminat!

Justieren der Filmvorlage zur Platine
bei Lötstoppmaske
Hier ist es einfach , eine passgenaue Ausrichtung hinzubekommen, man brauch sich nur an den Pads orientieren , alles andere ist durchsichtig, also wunderbar zu sehen.
Kleiner Tip:
Den Film mit der Rückseite auf eine etwas größere Glasplatte legen und nur an den Ecken sparsam mit Tesa ans Glas kleben. Beim anschliessendem Justieren braucht nur die Glasscheibe bewegt werden.Die Platine bekommt wieder auf ihre Unterseite den obligatorischen kleinen fleck doppelseitiges Klebeband verpasst.

bei Bestückungsdruck

Hier wird es schwieriger, da der komplette Film bis auf die Schrift tiefschwarz ist ( sein soll) dazu gibt es einen Trick:
Jede Platine hat irgendwo irgendwelche Befestigungslöcher. Diese werden bei der Erstellung der Bestückungsfilmvorlage auf die entsprechenden Layer bspw. als Rechteck oder vollausgefülltem Kreis mit ca 3 mm Durchmesse gebracht und gelangen am Ende ebenfalls als durchsichtige Elemente auf die Vorlage. Jetzt sollte es wirklich kinderleicht sein , den Film auf die Löcher auszurichten. Mit dem Glasplattentrick gehts dann noch einfacher.

Belichten und Entwickeln

Zum Belichtungsvorgang gilt haarenau das w.o. bereits Gesagte.
Die Belichtungszeiten sind für Lötstopp- und Signierlack gleich und betragen etwa 1 min bei 6 Röhrengeräten und ca 10 cm Abstand. Vorversuche mit Teststreifen sind aber anzuraten.
Das Entwickeln erfolgt hier genau wie beim Fotoresist in 10..20%iger warmer Sodalösung. Die Verwendung einen feinen breiten Pinsels beim Entwickeln beschleunigt diesen Vorgang enorm.
Eine weniger gute Eigenschaft beider Lacke muss ich noch erwähnen: Ob der Belichtungsvorgan Erfolg hatte oder nicht, ist nach dem belichten sehr schwer oder garnicht auf der Lackschicht zu sehen, es entscheidet sich erst in der Entwicklerbrühe! Desweiteren sollte die Entwicklungszeit beim Signierlack nicht allzusehr ausgedehnt werden, sonst schwimmen die Buchstaben weg. die Pinselmethode ist hier von großem Vorteil.
Falls was schiefgeht: die Lötstoppmaske kann mit 5 % iger Natronlauge wieder entfernt werden, sollte aber der Bestückungsdruck misslingen, keinesfalls Natronlauge nehmen, sonst ist die evtl vorhandene Lötstoppschicht auch weg. Besser dann heisses ,nicht zu starkes Sodawasser nehmen, das löst dieses Problem dann auch.

Thermische Endhärtung

nachdem die Platinen entwickelt und gespült sind kommen diese nochmals für ca 5 min je Seite in den Belichter. Diese Aktion ist unbedingt durchzuführen, andernfalls können bei der Endhärtung infolge eventuell nicht restlos belichteter und ausgehärteter Lackteile Kondensatdämpfe entstehen. Diese schlagen sich mit Vorliebe auf die Lötaugen nieder und im Endeffekt ist diese Platte nicht mehr lötbar. Ist mir auch schon passiert....
Die Endhärtung erfolgt bei 150 Grad 45 Min. in einen Umlufttrockner oder ähnlichem Gerät. Wichtig ist. das die Anfangs enstehenden Dämpfe aus den Trockner abgelassen werden können. Das riecht allerdings etwas streng! Auch sollten die Platinen beim Härten hängen ( Drahthaken durch die Befestigungslöcher)

So.. unsere Platine ist fertig!

Noch ein Tip zum Abschluss: Wer blauen oder dunkelgrünen Lötstopplack verwendet, spart sich die Anschaffung von dem teuren gelben Signierlack.
beide Lötstopplacke lassen sich genausogut zum Bestückungsdruck verwenden!
Denn gelbe Schrift auf gelblichen Platinen ist doch nicht gut zu erkennen, oder?


viel Erfolg
Hoffe auf positive Rückmeldungen

Tippfix

Pics sind in Arbeit..

Winnie
30.09.2004, 18:03
Hallo Tippfix,

erst jetzt bin ich endlich dazu gekommen Deinen Beitrag hier zu lesen. Danke für die Beschreibung und falls ich jemals dazu komme den Bestückungsdruck per Siebdruck zu machen melde ich mich. Aber ich denke ich versuche irgend wann erst mal die Tattoo-Folie.

Gruß Winnie

PS. Mir ist noch eingefallen das als Rakel wohl auch ein Stück breiter Kabelkanal genommen werden könnte?!

Tippfix
01.10.2004, 23:06
Hallo Winnie

als Rakel ist alles geeignet, (also PVc sehr gut , Plexiglas aus PS weniger, sogar starkes Leiterplattenmaterial geht..)was gerade Kanten und relativ biegesteif ist.
ich verwende als Rakel zb. 4 mm Lexanplattenstücken ( Plexiglas aus Polycarbonat) mit gerade geschliffener und sehr wenig abgerundeter Kante.Die Rakel müssen breiter als die maximal zu bedruckende Flächenbreite sein.
Die beiden unteren Ecken sollten stärker abgerundet sein, sonst ist beizeiten das Siebgewebe im A.. Eimer.

Gruß
Tippfix

Winnie
02.10.2004, 00:25
Hallo Tippfix,

das bedeutet wohl auch gleichzeitig dass mit relativ 'hohem' Druck die Farbe durchs Gewebe gequetscht werden sollte?! Wie auch immer es sei, irgendwann werde ich damit arbeiten und sei es nur wie meistens aus Spass an der Freude, bzw. um einfach zu sehen ob ich das auch mit einfachen Mitteln kann. Ich meinte die Längskante des Kabalkanals, der ja dann auch dort abgerundet ist.

Gruß Winnie

edgar
02.10.2004, 01:02
Hallo Siebdruckgemeinde,


wirklich gut beschrieben,Tippfix.
Habe zuletzt vor 20 Jahren Siebdruck gemacht.Mein Freund hatte und hat heute noch eine Siebdruckfirma.....er schenkte mir einen Holzgriff mit eingelassenem hartgummiaehnlichem elastischen (fast Zentimeterdickem) Gummimaterial.
Damit hatte ich Front und Leiterplatten ohne Muehe serigrafiert.
Kunststoffteile wurden vor dem serigrafieren mit Corona-effekt behandelt...hatte einen Generator um die 20000V bei 12000Hz. Diesen Generator hatte ich fuer Lancia Y10 (kennt den noch jemand in D-Land?) entwickelt....hatte fuer die Zeit sogar fortschrittliche Keramikelektroden....damit wurden Kunstsstoffkleinteile so vorbehandelt,dass man sie mit Tampografie bedrucken konnte zB Hebel fuer Sitzverstellung.

Das ganze ist eben mit etwas Duft und Sauerei verbunden wenn man sich nicht gut organisiert.

Ich merke , hier muss ich stoppen,da mich die Sau immer an anderes denken laesst....Winnie weiss schon,was.
Viel Erfolg und ruhige Hand !

Ed

Waldemar_P
03.10.2004, 23:13
Hallo allerseits
Zum Thema Siebdruck möchte ich auch ein bisschen von meinen Sempf geben.

Ich habe jahrelang Platinen im Siebdruckverfahren hergestellt und dabei Erfahrungen gesammelt. Meine maximale Platinengröße für den Siebdruck ist der Format 120 x 180 mm da ich eine Standard Siebdruckrahmen benutzte von 160 x 250 mm. Meine Siebe sind alle bespannt mit einem 100 bis 130 Gewebe. Zur Herstellung der Platinen benutze ich das Siebdruckverfahren nicht nur zur ganzflächigen Beschichtung mit Fotostrukturierbarem Resist sondern ich benutze auf dem Sieb fertige Masken mit Leiterbahnmuster, Lötstoppmasken für Lötstopplacke oder Bestückungsdruck. Somit kann ich mit einer Siebdruckschablone ( bei pfleglichen Behandlung des Siebes ) bis zu 1000 gleiche Platinen Herstellen ohne den Sieb erneuern zu müssen. Soll der Sieb nur für Kleinserien benutzt werden kann er Entschichtet werden und für die nächsten Platinen benutzt.

Zur meiner Equipment gehört:

Siebe 100 - 130 Gewebe

die oben genanten Siebe auf Alu oder Holzrahmen

Fotoschicht UV-sensibel

Ist ein Fotosensibler Polymer der auf den Sieb aufgetragen wird und getrocknet danach wird er wie Fotopositivplatine mit Layout belichtet und mit lauwarmen Wasser entwickelt. Die nicht belichtete Stellen werden bei dem Sieb frei.

Siebfüller

Eine Wasserlösliche Farbe die dazu dient nicht beschichtete Stellen abzudecken um den Farbendurchbruch auf die Unterseite des Siebes zu verhindern.

Beschichtungsrinnen für Siebe

Eine Rinne die dient zur Aufnahme den flüssigen Fotosensiblenbeschichtung und gleichmäßigen auftragen auf dem Sieb.

Äztresistfarbe ( Alkalisch Strippbar )

Eine Siebdruckfarbe die benutzt wird um der Leiterbild auf der kupferkaschierten Platine zu Drucken. Die Farbe ist gegen alle saure Medien resistent. Löst sich aber ganz leicht in basischen Medien wie ZB. Natronlauge. Die wird auch genutzt um die Farbe zu Strippen ( Entfernen ) nach dem Äztvorgang.

UV - Einkomponenten Lötstopplack

Ein grüne Lötstopplack für Siebdrucktechnik um die Lötstoppmaske auf der fertig geätzten Platine zu Drucken. Der wird anschließend unter UV-Licht gehärtet.

Weiße Siebdruckfarbe für Bestückungsdruck


Eine Siebdruckfarbe für Kunststoffe mit der Ich den Bestückungsdruck vornehme.


Siebentschichter

Eine Flüssigkeit mit der man nicht mehr gebrauchte Siebe wieder von der Schablone befreien kann. Die Schablone ( Fotosensibler Polymer ) ist nach dem Beichten gegen Wasser und andere Flüssigkeiten resistent.

Reinigungsmittel für den Sieb

Eine Seifenlauge mit der man die Siebe vor dem Beschichten entfetten kann. Ein Spülli wie Prill tust auch.

Rakel

Ich benutze dafür ein Spezialprofil aus PUR den ich auf ein Stück Epoxidplatinen aufklebe Bei der Rakel ist es sehr wichtig dass die eine sehr scharfe Arbeitskante besitzt d.h.. der Kontakt zur den bedruckenden Material auf sehr kleinen Fläche entsteht was verhindert das die Farbe unter den Sieb eingedrückt wird und der "Verschwimmt". Damit lassen sich ohne Probleme Leiterbahnen um 0.3 mm problemlos Drucken und Ätzen.


Nochmals paar Sätze zur Drucken selbst :
Ich benutze als Unterlage eine 30 x 50 cm Spannplatte ( Beschichtet Möbellplatte ) Um den Sieb bei jedem Druckforgang genau auf der gleichen Stelle Platzieren zu können habe ich eine 3 Punkt Arretierung für die Längsseiten und eine Begrenzung auf der Unterseite aus 6 mm Holzdübeln gemacht. Die Platine wird auf der Spannplatte durch drei Platinenreste die auf der Platte angeklebt sind immer in die gleiche Position gelegt. wichtig bei den Begrenzungen ist dass die im jeden Fall oben und unten angebracht sind damit bei dem Druckvorgang man nicht erst auf die Platine rauffahren muss dito bei verlassen der Platine nicht runterspringen muss, am ende des Duckvorgangs
was den Sieb beschädigen kann.Der nötige Abstand zwischen dem Sieb und Platine halte ich durch vier M6 Immbusschrauben die an den Ecken des Siebes in der Spannplatte eingedreht sind und nach Bedarf eingestellt werden können. In der Praxis hat sich ein Abstand von 2 bis 3 mm zwischen Sieb und Platine als das Optimum rusgestellt. Was von dem Siebspannung abhängig ist. Je ein Sieb stärker bespannt ist desto kleinere abstand benötigt er um Ideale Ergebnisse zu erzielen.

Wenn jemanden Bilder interesieren sollten werde ich welche machen und hier einstellen.

Waldemar

Winnie
06.10.2004, 08:22
Ja das wäre gut, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Gruß Winnie

Waldemar_P
07.10.2004, 13:36
Hier ein paar Bilder von meinem Equipment

http://www.pogrzeba-elektronik.de/pic/bild1.jpg
Sieb, Rakel, Druckunterlage sammt Verbrachsmaterial

http://www.pogrzeba-elektronik.de/pic/bild2.jpg
Druckunterlage mit Sieb und Rakel

http://www.pogrzeba-elektronik.de/pic/bild3.jpg
Eine vergrösserte Siebdarstellung ( Ausschnitt )

http://www.pogrzeba-elektronik.de/pic/bild4.jpg
Eine mit Siebdruck hergestellte Platine mit Lötstopplack

http://www.pogrzeba-elektronik.de/pic/bild5.jpg
Nochmall die Druckunterlage mit Sieb und Rakel.

Gruß

Waldemar

micha
26.10.2004, 20:34
Der Beitrag ist super interessant. Ich frage mich nur, wie ich bei einer zweiseitigen LP die Lötstoppmaske mache. Macht man dann zuerst eine Seite fertig, härtet diese aus und macht dann die Zweite? Oder gibts eine Möglichkeit, beide Seiten gleichzeitig zu entwickeln?

Tippfix
26.10.2004, 21:18
@ Micha,

man kann doppelseitige Lötstoppmasken auch wie folgt machen:
- 1. Seite bedrucken und trocknen
- dann belichten und Entwickeln, und nochmals nach dem Entwickeln so 10 min nachbelichten. Dadurch wird schonmal eine gewisse Anfangsfestigkeit erreicht.

jetzt können die ersten beiden Schritte für die 2. Seite wiederholt werden, danach wird komplett Endgehärtet.
Eine Endhärtung jeder einzelnen Seite ist nicht ideal, geht viel Zeit und Stromkosten drauf.

Das Bedrucken und Belichten beider Seiten zugleich ist mit enormen Aufwand verbunden, dazu sind spezielle Haltevorrichtungen für die Platine nötig. Diese darf ja , außer am Rand, nirgends aufliegen! Lohnt sich nicht!

Gruß
Tippfix

Waldemar_P
26.10.2004, 21:26
Bei Fotosensiblen Lötstopplack wird erst eine Seite beschichtet und getrocknet ca 30 Min bei 80 Grad danach die andere beschichtet und trocknet dann beide belichtet und entwickelt. Als letztes kommt die Platine ins Backofen für ca 1 Std bei 150 Grad um der Maske die Endhärte zu geben.



Gruß Waldemar

Tippfix
09.11.2004, 21:47
Hallo Siebdruckgemeinde

hat irgendwer noch zufällig das grüne Polycol UNo da? Das ist Fotoemulsion für wasserlösliche Farben, bzw sonstiges wasserlösliches Zeugs. Meins ist über den Jordan gehüpft, also nicht mehr brauchbar.Wollte Fronplatten bedrucken....
( kauf eines Kilogebindes lohnt sich nicht wegen der Haltbarkeit.)

ich bräuchte davon so 100 ,... 250 g samt das Entschichterpulver.Sehr gern biete ich als Gegenleistung Siebdruck fotoresist 1komp. in Blau und gleicher Menge plus gleiche Menge darkgreen-Lötstopplack 1komp. uv-härtend an.

Was machen die Siebdruckversuche? Man liest hier nichts mehr??

gruß
Tippfix

Winnie
10.11.2004, 10:15
>>Was machen die Siebdruckversuche? Man liest hier nichts mehr??

Ich werde wohl frühestens im nächsten Jahr damit beginnen.

Gruß Winnie

Siebi
13.09.2005, 09:27
Grüß euch

Ich hätte da eine Bitte ich benutze den Kiwo Kleber UV 3001 zum verkleben meiner Rahmen. Leider ist das Problem aufgetaucht das nach einer gewissen Zeit das Gewebe vom Rahmen aufgeht. Könnte mir jemand einen anderen UV Kleber vorschlagen.

Danke

Tippfix
13.09.2005, 21:52
Hi Siebi

nimm Kiwobond 2komponenten-Siebkleber.

Den Kleber gibt es in 2 Varianten , schnellhärtend (Farbe rot) oder mittelschnell härtend (Farbe gelb)
Die Verarbeitungsdauer liegt bei ca 20 min, ausgehärtet ist der in ca 24 Std.
Damit hält das Siebgewebe bombenfest auf die vorher entfetteten Alurahmen.
Vorgehen:
Siebrahmen entfetten
Gewebe spannen
Kleber satt durch Gewebe auftragen
Nach aushärtung überstehendes Gewebe außen (!) abschneiden

Empfehlenswert ist das Temporäre Abkleben des Sieggewebes in der Nähe der Klebestellen mit Paketklebeband. Spart eine Menge Stress, falls mal danebengekleckert wird.
Altkleberreste sollten vor der Neuverklebung abgeschliffen werden.

Viel Erfolg

Edit : Kiwobond ist kein UV-Kleber, sondern der härtet chemisch aus, so wie es sich für 2k-Kleber gehört.