Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zusammenfassung (Platinen erstellen Neuling)
Hallo zusammen,
nun habe ich mich doch entschieden mal zu fragen (nachdem ich stundenlang in verschiedenen Beitraegen alles zusammengekratzt habe).
Ich bin Neuling in dem Gebiet der Platinen aetzerei, d.h. ich moechte jetzt doch mal Platinen selbst erstellen (nachdem mir ein Kollege eine Aetzmachine geschenkt hat).
Ich moechte versuchen alles was wichtig ist fuer einen Neueinsteiger zusammenzufassen.
1. Man kaufe sich nicht beschichtetes Platinenmaterial (am besten von Bungard)
2. Man kaufe sich Laminierzeugt von Bungard (photo negativ)
3. Einen guten Drucker und eine Laminiermaschine (Schade bloss, dass ich mir vorletzten Freitag einen Drucker gekauft habe Epson RX425 combigeraet ;-(()
4. Man bedrucke diese Laminierfolie (das Layout da drauf drucken). Da muss man doch etwas abziehen-eine klarsichtfolie. Muss ich das vor- oder nach dem Drucken machen? Wahrscheinlich vorher?
5. Man laminiere diese Folie auf die Platine.
6. Belicheten.
7. Entwickeln.
8. Aetzen.
Jetzt noch die Sachen mit dem Bedrucken der Bauteile usw. habe ich nicht ganz verstanden. Kann mir das jemand auch so Punkt fuer punkt erklaeren?
Danke.
Alex
Hallo,
willst du doppelseitige durchkontaktierte Platinen machen oder nur einseitige?
Bei Einseitigen ist das viel einfacher:
Du suchst dir eine Transparentfolie, die du mit deinem Drucker bedrucken kannst. Darauf wird das Layout seitenrichtig gedruckt. Dann nimmst du eine Fotobeschichtete Platine, ziehst die Schutzfolie ab und legst die bedruckte Folie spiegelverkehrt auf. Dann wird mit UV-Licht belichtet.
Anschließend wird die Platine entwickelt, geätzt und gebohrt.
Was willst du für Bauteile bedrucken?
Mfg,
Kurt
Hallo...
Ich moechte doppelseitige Platinen machen. Die Durchkontaktierungen wuerde ich erstmal loeten (zu viel Chemie auf einmal ;-)) ).
Mit den Bauteilen bedrucken meinte ich den Bestueckungdruck, usw. .
Die Platinen, die ich in den aelteren Beitraegen gesehen habe, sehen super aus.
Achso... Noch ne Frage: Warum nimmt man eigentlich eine nicht beschichtetes Material und beschichtet es dann? Ich eine fertig beschichtete Platine nicht so gut?
Danke.
Alex
Die fertig beschichteten Platinen sind sogar besser wie die selbstlaminierten. Das Laminat braucht man nur, wenn man chemich durchkontaktiert. Damit kenne ich mich aber nicht richtig aus.
Wenn du mechanich durchkontaktierst, ist es das selbe verfahren wie eben beschrieben.
Für den Bestückungsdruck gibt es diese Tatoo Transferfolien, oder die Möglichkeit des Siebdrucks (zu aufwendig für einzelstücke).
Mfg,
Kurt
klar, als Neuling ist alles erstma hochinteressant - aber bei der heutigen (finepitch-)Technik kommste derart schnell an deine Grenzen - und bleibst dann auf der (umweltschädigenden) 'Sauerei' sprich Chemikalien in der Wohnung sitzen, - ich seh da keinen Sinn mehr drin. Setz das Teil von deinem Freund lieber 'auf ebay'.
crazy horse
03.11.2004, 01:01
ach was, fine-pitch. Hier sind Bastler, die könnten das nicht mehr löten, selbst wenn sie eine fertige Industrie-Qualität-Platine hätten. Kannst ja jetzt auch noch empfehlen, sich einen die entsprechende Ausrüstung dafür zu kaufen, incl. Reflow-ofen.
Für viele Sachen im Amateuerbereich ist das Selbstätzen nach wie vor eine gute preiswerte Möglichkeit, sich ein paar Sachen selbst zu bauen.
Ab und zu mache ich mir einfache Platinen auch noch selbst (weniger aus Kosten- sondern aus Zeitgründen), will man sich nicht dumm und dusselig zahlen, dauerts min. 1 Woche, wenn man Platinen machen lässt.
Hallo Gast,
Habe eine viel bessere Idee..... Schenk mir deine Ätzmaschine und ich mach dir Platten ohne Ende..
http://www.progforum.com/images/icons/icon12.gif
Mal zur Sache. Hast Du Erfahrung in der Layouterstellung und in der Ätztechnologie? Ich frage deshalb, weil gute und brauchbare (!) Ergebnisse nicht zum Nulltarif zu haben sind. Doppelseitige Platinen haben idR so um die 500 und mehr Bohrungen, diese alle mit Draht durchkontaktieren ist äussert fehleranfällig. Nonplusultra ist immer noch die Chemie oder das hier vielzitierte Hohlnietverfahren. Desweiteren werden DKL-Platinen mittels CNC geborht, denn es ist ja noch kein Leiterbild drauf.
Thema Belichtungsvorlage: Feinleiter sind mit Transparentpapier schlecht im einwandfreien Zustand hinzubekommen. Ich benutze zb auch einen stinknormalen alten Epson Stylus C640, allerdings kopiere ich das Zweckformfolie-Layout auf UV-Planfilm um und belichte damit mein negativlaminat. falls du beschichtete platinen für durchkontaktierte Platten nehmen willst , ist das rausgeschmissenes Geld, weil erst die Platten gebohrt werden , dann die Bohrlöcher metallisiert und dann kommt erst Laminat drauf.Anschließend belichten und Ätzen.
Mein Tip:
Fang mit einseitigen Platinen an, und wenn diese nach fertigstellung auch funktionieren, (auch teilbestückte Versionen, das ist nämlich ein beliebter Anfängerfehler!) dann gehe zu den doppelseitigen.
Zum Thema Siebdruck hab ich hier auch mal was ellenlanges gepostet und über das chemische Verfahren Durchkontaktieren auch. lese das und weitere Themem ( suchbegriff "Layouterstellung o.ä.) mal in Ruhe durch.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Falls Fragen... dann Fragen!
viel Erfolg
Tippfix
Kannst ja jetzt auch noch empfehlen, sich einen die entsprechende Ausrüstung dafür zu kaufen, incl. Reflow-ofen.Natürlich haste auch etwas recht, aber das Löten geht noch mit etwas handwerkliche Technik ohne Reflow.
1. Brutalo : alle IC-Pins auf einer Seite dick verlöten und bevor das Zinn starr wird, die Leiterplatte mit der Kante auf den Tisch schlagen, sodass das überflüssige Zinn abgeschüttelt wird.
2. Lötpaste besorgen und vorher die IC-Pins damit zustreichen. Eine spezielle Lötspitze besorgen (ist wie ein Löffelchen geformt) und damit verlöten. Die Lötpaste wird verhindern, dass sich Brücken bilden, obwohl das Löffelchen voll Zinn erst mal einige Pins kurzschliesst.
Hallo...
Da ich ja noch nicht geaetzt habe moechte ich damit jetzt anfangen.
Deshalb frage ich hier, die erfahrenen Leute.
Ich wuerde auch gerne die Durchkontaktierungen machen. Nur ich weiss nicht wie es geht.
Ich finde auch, dass es an einer "Anleitung" liegt. Ich habe mir jetzt sehr viele Tips aus diesem Forum (was aetzen usw. angeht) durchgelesen. Nur was hilft mir ein Tip "nimmt 10 % mehr Salz" (nur als beispiel), wenn ich nicht weiss, was fuer ein Salz und mit welcher Mischung.
@Benutzer: ;-)) Ich habe Erfahrungen in der Entwicklung von Schaltungen. Eine Schaltung in Betrieb zu nehmen sehe ich nicht als Problem. das Problem ist, das Aetzen.
Trotdem Danke..
Alex
das Problem ist, das Aetzen. Ein Quicki :
nimme eine Glasschale, Platine rein, Salzsäure rein. Dann tut sich erstma nicht viel. Dann kipp ein paar Schluck Wasserstoffsuperoxyd 30%ig (!) drauf, es zischt u. binnen einer Minute haste geätzt. Die Suppe in eine Glasflasche aufbewahren bis zum nächsten Mal.
Nachtrag zum o.g. Quickie:
die Flaschen niemals fest zuschrauben!!! die Lösung entwickelt noch Gas , da kann die Flasche explodieren. Eine zerknallende Flasche voller Ätzmittel dürfte bestimmt eine Super-Wirkung haben.
Und auch keine Behälter verwenden, die für Getränke etc vorgesehen sind.
Ansonsten viel Erfolg
Tippfix
optimale Ätzmischung : 70 RT wasser. 25 RT Salzsäure und 5 RT Weißen Riesen sprich: Wasserstoffperoxid 30%. Platinchen muss sich nach Eintauchen sofort braun färben und Schlieren bilden.Dauer ca 2..3 Min in Fotoschalenschwenktechnologie.
Hallo...
Da ich ja noch nicht geaetzt habe moechte ich damit jetzt anfangen.
Deshalb frage ich hier, die erfahrenen Leute.
Ich wuerde auch gerne die Durchkontaktierungen machen. Nur ich weiss nicht wie es geht.
Ich finde auch, dass es an einer "Anleitung" liegt. Ich habe mir jetzt sehr viele Tips aus diesem Forum (was aetzen usw. angeht) durchgelesen. Nur was hilft mir ein Tip "nimmt 10 % mehr Salz" (nur als beispiel), wenn ich nicht weiss, was fuer ein Salz und mit welcher Mischung.
@Benutzer: ;-)) Ich habe Erfahrungen in der Entwicklung von Schaltungen. Eine Schaltung in Betrieb zu nehmen sehe ich nicht als Problem. das Problem ist, das Aetzen.
Trotdem Danke..
AlexHallo Alex,
ich glaube ich weiß wo Du das gelesen hast.
es ging dort um die Manganiesierung des Epoxydharzes in den Bohrungen hier also der des Rätsel's lösun NaOH (Nahydroxd) ist eine Base KMnO4 (Kaliumpermanganat) ist ein Salz bei dem das Manganals Metall auf Grund seiner chemichen Eigenschaften zusamen mit dem Sauerstoff als Säurerestion fungiert.
Die Natronlauge soll nun das Epoxydharz anfressen und so eine nichtabwasch und abwischbare Spur Kaliumpermanganates hinterlassen und und so eine möglichst festhaftende Polymerisationsschicht im nachfolgenden Arbeitsgang ermöglichen.
Alklisch anätzen deshalb damit das Kupfer keinen vorzeitigen Schaden nimmt.
Dabei kann Salz (KMnO4) nicht schaden , es ist in der Dosierung(nachschärfen) unkritisch, es kommt im ersten Schritt nur darauf an das Epoxydharz ausreichen anzuätzen damit sich selbiges Salz(KMnO4) gut anlagern kann. Eine Reduktion scheint mir hier noch nicht statt zu finden und wohl auch nicht nötig , da hernach die Mn++ (Mangan-Ionen) ja nicht als Reaktionspartner dienen sondern nur als Kathalysator ein gutes Klima zur spätern Polymerisation (bei Reduktion als Zwischenschritt )ermöglichen soll.
Man könnte den ersten Vermutlich auch in 2 Schritten durschführen.
1. anätzen des Epoxyharzes,
2. Anlagern des KMnO4
Manchmal wird Salz aber auch synonym für Salzsäure verwendet , das sollte sich dann aber aus dem Zusammenhang ergeben.
die Flaschen niemals fest zuschrauben!!! die Lösung entwickelt noch Gas , da kann die Flasche explodieren. Eine zerknallende Flasche voller Ätzmittel dürfte bestimmt eine Super-Wirkung haben.Na da ist mir ja was entgangen, hat bei mir nie geklappt mit der Explosion.
Aber etwas ähnliches hatte ich als Anfänger : (1978) da gabs auf der Arbeit einen selbstgebastelten Holzkasten mit e. Rohr mit Löchern drin. Das Rohr war direkt an der Pressluftleitung angeschlossen. Da wird dem Anfänger gesagt : und jetzt drehste noch die Pressluft etwas auf - zong, und dann klebt die Suppe auch schon an der Decke und tropft herab - aber da war 'nur' Eisendreiclorid drin. ;)
Also als Anfänger würde ich auch erst mal mit einseitigen Platinen beginnen. Ätzverfahren entweder mit der HCL-Säure und Wasserstoffsuperoxyd (geht schnell) oder mit Eisen-3-Chlorid (dauert etwas länger, aber ungefährlicher). Als Material kommt da eigentlich nur fertig beschichtetes Basismateriel (möglichst Bungard) in Frage. Leicht zu handhaben (im Vergleich zu anderen Produkten). Außerdem im Fotopositiv- Verfahren zu händeln (im Gegensatz zu Laminat). Und nur Übung macht den Meister!
Ach ja, als Vorlage würde ich bedruckbare Transparentfolie benutzen (wie weiter oben schon beschreieben). Der Aufwand sollte am Anfang nun nicht gleich die "Profiausrüstung" sein, allerdings kommt man um eine gewisse Grundaustattung nicht herum, will man hinterher was verwertbares herausbekommen! :cool:
Hallo zusammen...
In manchen Beitraegen habe ich gelesen, dass die Ergebnisse (die fertigen Platienen) viel besser mit einem Laminat waeren.
Sind den die von Bungard beschichteten Platienen kein Laminat?
Mein Kollege kauft seine Platinen bei Reichelt (Bungard, photo positiv).
Warum sind die Ergebnisse mit dem Laminat besser, als die fertig beschichteten sachen?
Oder macht den Unterschied das "negativ beschichtete"?
Danke
Alex
@alex1
die fertig beschichteten Platten sind mit flüssigresist beschichtet. ähnlich dem Positiv20. Der kleine Nachteil solcher Platinen: Bei Fehlbelichtung und oder Entwicklung ist die Beschichtung futsch.Außerdem kam es in letzter Zeit gehäuft zu Beschichtungsfehler, wie Fehlstellen in Lack, Staubeinschlüsse etc. dies betraf einige Hersteller.
negatives Laminat brauchst Du nur zwingend beim Durchkontaktieren, da hierbei die Bohrlöcher mit dem Laminat überspannt werden müssen. Das geht mit Flüssigen Lacken nicht.
Laminat ist auch wesentlich toleranter was Belichtungsspielraum und Entwicklungszeit betrifft. und vor allem nicht so empfindlich gegen Kratzer , staub etc.
Selberbeschichten ist a) preisgünstiger und b) im Falle eines Falles kann dann die vermurkste Ätzresistschicht gestrippt und einfach neu beschichtet werden.
Für die Verarbeitung von neg. Laminat ist ein Laminator erforderlich, es eignen sich nicht alle Geräte. die MBO-Typen sind recht brauchbar.
gruß
Tippfix
Hallo...
Also scheint es ja guenstiger und besser zu sein, wenn man unbeschichtetes Basismaterial nimmt und das Laminat. Nur wo bekomme ich das Laminat her? Bei Bungard gibt es ja nur 152m/Rolle. So viel brauch ich nicht.
Ach und noch eine Frage: Verkauft Bungard auch an private Leute?
Danke.
Alex
Hi Alex1
das Laminat ist unempfindlicher in der Handhabung als die hochenpfindliche Lackschicht.
Aber: Flüssiglackbeschichtete Platinen arbeiten POSITIV , während Laminierte Platten dagegen NEGATIV arbeiten. Das mus bei der Vorlagenerstellung beachtet werden , also hier Leiterbahnen und alles was auf die Platine draufsoll: durchscheinend den Rest tiefschwarz.
noch ein Vorteil von Lami:
Falls was schiefläuft beim belichten oder ähnliches, kann die Platine einfach neu belegt werden, bei fertig beschichten Platinen hast du nur 1 bzw zwei Versuche... Und es ist billiger, da sogar "Restmaterial" selbst beschichtet werden kann.
Fa Bungard verkauft eigentlich nicht an private Endkunden. Stell deinen Beschaffungswunsch mal hier ins forum. Sicher hat der eine oder andere mal was für dich übrig.
siehe auch Thread: ich bräuchte und hätte....
gruß
Tippfix
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