Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wassersensoren für Hauswasserwerk-Alarm
Hallo!
Nachdem mein Vater fast seinen Keller geflutet hätte (etwa 40l von 3000l :eek: Regenwasser machten sich aus seinem Tank breit...) muß nun ein passendes Alarm- und Sicherheitssystem her. Fehler-Quelle war ein defekter Schlauch in der Ableitung, so daß das Hauswasserwerk munter-lustig vor sich hinpumpte...:mad:
Hat jemand eine Idee, welche Sensoren in Frage kämen? Ein prüfen mit Zu- und Ablauf halte ich für zu aufwendig/fragwürdig. Luftfeuchtigkeitsmesser taugen in diesem Fall wohl nichts. Regenwassersensoren (hatte Conrad sowas nicht mal?) weiß ich nicht einzuschätzen/anzusetzen. Beim anspringen von Pegel-Standsmessern ist es wohl auch schon etwas spät... .
Meine Idee soweit:
Folien um das Wasserwerk verhindern ein wildes Umherspritzen, so daß sich austretendes Wasser in einem Becken darunter sammelt. In vier Ecken des Behälters (ggf. an weitern relevanten Stellen) soll ein Wasser-Sensor sitzen.
Sobald ein Sensor Wasser erkennt, kappt die Schaltung dem Wasserwerk die Spannungsversorgung und signalisiert per Lampe eine Störung. Sobald zwei Sensoren (oder mehr) auslösen, schlägt die Schaltung per Signal-Horn zusätzlich Alarm!
Eine passende Schaltung dürfte sich leicht mit ein paar Komperatoren und Kram aufbauen lassen - nur was für Sensoren nehmen? Ich würde ja auf blanke Draht-Enden ausweichen - nur wie steht es um die Leitfähigkeit von Regenwasser? Mit Salz anreichern ist wohl auch keine wirkliche Lösung... .
Hat jemand eine Idee?
Gruß,
Arne
smartronik
08.11.2004, 13:55
wie wärs einfach mit nem Waschmaschinenschlauch mit Wasserstop.
Das ist ein doppelwandiger Schlauch und wenn Wasser zwischen die Schläuche kommt, macht das Ding zu.
Ansonsten gabs das Thema hier schonmal.
Hier gibt's reichlich über das Thema:
http://www.progforum.com/showthread.php?t=3757
Gruß Winnie
@smartronik
doppelwandige Schläuche, Rückschlagventiele und Wasserstop alleine bringen mich leider nicht weiter.
@Winnie
danke für den Link - das Thema habe ich leider übersehen... .
@all
Mir geht es praktisch nur um einen passenden Wasser-Sensor. In meinem Fall geht die Gefahr nur von der Pumpe aus, die (leider) in einem Abstellraum steht. Solange die Pumpe (im Hauswasserwerk) aus bleibt, kann hier auch nichts passieren.
Da werden wohl wieder ein paar Experimente fällig - wenn das mal gut geht... .
Gruß,
Arne
ch.ruder
08.11.2004, 17:12
Kannst ja so etwas auf nen Print äzen (Bild). Kannst somit einzelne Stufen ermitteln. Je nach Leitfähigkeit des Wassers musst du das Signal noch verstärken.
Gruss
Christian
An einen 'abwischbaren' Sensor in der Art wie die Platine hatte ich auch schon gedacht. Irgenwie muß mein alter bastelwütiger Herr damit ja auch klarkommen können.
Ich werde morgen mal das Wasser prüfen, ob es einen brauchbaren elektrischen Widerstand hat. Notfalls behelfe ich mir mit 'Sammelmulden' und nehme doch einen Schwimmer-schalte pro Mulde. Dadurch verzögert sich zwar das Auslösen, hemmt aber Fehlmessungen und den Schaltungsaufwand... .
Danke soweit...
Gruß,
Arne
hallo
für diese Art von Sensoren empfiehlt sich das Vergolden mittels Galvanik Stift
(hat z. B. Conrad im Programm)
Peter
Hi,
Ein Freund hat sich auch ein Hauswasserwerk gebaut. Die Anlage musste feststellen, ob es gerade regnet um das Regenrohrsystem zu steuern. Dazu hat er eine Abzweigdose verwendet, die auf dm Dach liegt. Auf dem Deckel ist ein regensensor von Conrad aufgeklebt. Damit Tau, Schnee und übriggebliebene Feuchtigkeit nicht allzu lange das Signal auslösen hat er im inneren die Auswerteschaltung und ein Relais angebracht. Das relais meldet zum einen die Feuchtigkeit, zum anderen schaltet es Hochleistungs-SMD Widerstände ein, die auf der Unterseite der Sensorkarte geklebt sind ein. Dadurch wird der Sensor geheizt und kann trocknen.
Bei meinem Keller mache ich das demnächst genau so.
Jetzt muss ich nur noch die Telefonanlage umbauen. Die Melder werde ich mit unterschiedlichen Spannungen auslösen. 5V für "schwachen" alarm und ca. 12V für vollen Alarm. Die LEDs werden über einen FET Konstantstromversorgt, leuchten also sobald Spannung (>3V) anliegt. Vor dem 5V Piepser sitzt eine Z-Diode (5,1V). Der Piepser bekommt also nur genügend Saft, wenn auf 12V geschaltet wird. Unterhalb von 5,1V blockiert die Z-Diode den Piepser. Erst ab 8V oder so bekommt der genügend Saft um zu arbeiten.
Gruß
Elmar
hallo
für diese Art von Sensoren empfiehlt sich das Vergolden mittels Galvanik Stift
(hat z. B. Conrad im Programm)
Peter
Das interessiert mich schon länger. Hast Du mal ausprobiert ob das Galvanisieren wirklich so toll funktioniert wie es beschrieben wird?
Gruß Winnie
Unkastriert
09.11.2004, 13:59
Es funktioniert schon ganz toll, leider ist das Fläschchen mit dem Goldzeug so verdammt klein :-(
Muß das mit dem galvanisieren unbedingt sein? Da hab ich keinen blassen Schimmer von! Reicht es nicht, wenn ich da etwas Lot drüberziehe? Ich meine, der Sensor kommt ja nur im Alarm-Fall mit dem Wasser in berührung und für alle Ewigkeiten muß er auch nicht halten. Man sollte eh öfters mal nach dem rechten sehen... .
@Elmar
Immer wieder bin ich beeindruckt, wie einfach es gehen kann. Da in meinem Fall das Wasser direkt von der Regenrinne in den Tank läuft, rechne ich mit einer sehr gringen und schwankenden Leitfähigkeit. Ich werde die Sensoren per OP auswerten und die Ausgänge mit Relais versehen. Für den Fall der Fälle wird zusätzlich ein Schwimmerschalter mit verbaut. So kann Vater bei Bedarf ggf. Anpassungen vornehmen. Dann bleibt nur noch zu hoffen, das nicht eine relevante Stelle übersehen wurde... .
Gruß,
Arne
@Winnie
dieses galvanisieren funzt 100%ig, sieht toll aus, man kann damit auch Ringe,
Uhren und dergl. veredlen.
dein Sensor wird damit sicher 100 Jahre alt ;)
wenn du schon mal verzinnte Leiterplatten gesehen hast, die lange (1 Jahr reicht) Feuchtigkeit ausgesetzt waren, siehst du, dass es kein unnötiger Luxus ist
Peter
Unregistriert
10.11.2004, 13:31
Hi,
Statt der Sensoren, die auf die Leitfähigkeit des Wassers reagieren, könnte man auch einen PTC verwenden. Der PTC wird so bemessen und versorgt, dass er "ungeflutet" eine Eigentemperatur von 30-40° bekommt. Wird der PTC von Wasser umgeben, kühlt er auf ca. 20° ab und ändert seinen Widerstand. Die Auswerteschaltung sollte mit 1-2 OpAmps zu bewerkstelligen sein. Optional könnte man noch überwachen, ob der PTC überhaupt Strom zieht, d.h. die Schaltung könnte auch testen, ob der Sensor noch OK ist.
PS. so ähnlich funktionieren wohl auch die Grenzwertgeber der Öltanks, die beim Befüllen mit dem Tankwagen verbunden werden (Das Thema gabs hier glaub ich auch schon mal).
Siegfried
Frank-de
12.11.2004, 17:20
Hallo.
Das mit dem PTC habe ich auch mal für eine gute Idee gehalten- bei einer Pegelsteuerung für Aquarien.
Leider sind die meisten dieser Dinger in Ihren Toleranzbereichen so ungenau......
Und die schwankende Temperatur im Aquarium tut dann den Rest.
Wir haben dann zum Schluss einen Controller eingesetzt, der immer 2 thermisch gekoppelte PTC abgefragt und entsprechend geheizt hat.
Ist trotzdem in der Tonne gelandet nachdem ein Kunde sein Wohnzimmer damit geflutet hatte :-))
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