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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Systeminstallation/-migration mit Windows Backup



Unregistriert/Michael
17.11.2004, 16:37
Hallo,

ist es möglich mit dem ganz normalen Windows-Backup schnell ein Windows-System auf eine andere Platte zu verlegen, also:

1) Windows-Backup erstellen
2) Auf neuer Platte wiederherstellen
3) evtl. noch etwas an den Pfaden in der boot.ini editieren ?

Zusatzfrage: Muß man Windows-Backup für Systemsicherungen immer im aktuellen System laufen lassen oder kann man auch von einer anderen Windowspartition sichern. Registrydaten sind ja schließlich auch nur in Dateien gespeichert.


Mein System:
- Windows XP Pro SP 2
- 4 IDE-Platten, davon 2 im HW-RAID 0
- Eine der HW-Raid-0-Platten verabschiedet sich und damit alle Partitionen im RAID
- Die 4. Platte ist neu und soll die Partitionen aus dem RAID aufnehmen
- Alle betroffenen Partitionen habe ich mittels Windows Backup schon auf eine funktionierende Platte gesichert
- Die Systempartition (boot.ini etc.) ist nicht im RAID !
Das sind einige Daten, wobei das RAID eigentlich keine Rolle spielt, da ich nur auf "normale Platte" migrieren möchte.

Ich habe im Internet schon einiges zum Thema gefunden, aber nichts, was diese Frage ganz genau beantwortet. Vor dem Ausprobieren würde ich gerne Erfolgsaussichten wissen, weil ich etwas Angst habe, daß beim Systemstart ansonsten Zuordnungen oder Registry durcheinander kommen...

Danke schon mal
Michael

Winne
17.11.2004, 18:53
So einfach ist das leider nicht.

aber ich habe mal mit win98 folgendes erfolgreich gemacht.
Fesplatte C: komrimiert dann Laufwerk H: geöffnet (Hostlaufwerk von C:) darin befand sich ein kompriemierter Laufwerk C. Wenn mann dieses auf eine andere kopmrimierte Platte kopiert sind alle Einstellungen wieder vorhanden.

So kann man eine win 98platte kopieren und anschließend Dekomprimieren.

Windows XP hat dafür eine eigenen Funktion "Übertragen von Einstellungen"

Unregistriert
18.11.2004, 06:20
Danke, aber die Funktion "Übertragen von Einstellungen" scheint mir nicht zu Imagezwecken sondern für einzelne Anwendungen gedacht, oder ?

Winne
18.11.2004, 08:04
Nein das wohl eher nicht. Aber die Sache mit dem komprimierten Laufwerk könnte noch immer helfen?
Ich nehme an Du willst mit Deinem Windows auf 'ne größere Platte umziehen?

Geh wie folgt vor:
1. Komriemiere die vorhandene Platte mit dem windows eigenen Kompriemierverfahre (kein NTFS verwenden).
2. Stöpsel die Platte ab und die neue an.
Installiere ein blankes Windows( gleiche version) auf die Neue Platte. Lege dabei eine Startdiskette an.
3. Komprimiere die Platte nach dem gleichen Verfahren.
4. Stöpsele die alte Platte als Slave an.
5. Starte den Rechner mit der zur Dos Version gehörenden Startdiskette.

6. Jetzt solltest du auf den beiden Platten die Hostlaufwerke finden in denen sich je ein Komprimierter Ordner mit der alten Datenträgerbezeichnung befindet.
7. Kopiere den komprimerten Ordner von der alten Platte auf den der neuen mit überschreiben.

8. Rechner runterfahren, alte Platte abstöpseln, Startdikette entfernen. Rechner neu starten und alles sollte sein wie es war.

9. Mit der alten Platte mach was du willst.

ACHTUNG
Auf einen neuen Rechner umziehen hat so keinen Sinn (andere Hardware) hier obengenannte XP Funktion benutzen, wenn das neue Sytem in seinen Grundfunktionen läuft .

Unregistriert
18.11.2004, 08:29
Zusatzfrage: Muß man Windows-Backup für Systemsicherungen immer im aktuellen System laufen lassen oder kann man auch von einer anderen Windowspartition sichern. Registrydaten sind ja schließlich auch nur in Dateien gespeichert.
Michael
Nein, wegen geöffneter Registry-Dateien geht es nur von einem anderen gestarteten Windows-System.

Im Netzwerkumfeld gibt es mit zurückkopierten Systemen schon mal Probleme, wenn sich die Workstation an einer Domaine anmeldet. Der Rechner muß dann wieder neu "eingebucht" werden.

Siegfried

Rudo
18.11.2004, 09:05
man kann das System auch auf der zweiten Platte, also Laufwerk 'D' unterbringen. Danach im BIOS 'booten von Festplatte 2' einstellen, und schon macht M$ aus HD2/1.Partition Laufwerk 'C'. Nicht vergessen : das 'active bit' setzen.

Unregistriert
18.11.2004, 10:22
Danke Euch
@Rudo

Danach im BIOS 'booten von Festplatte 2' einstellen, und schon macht M$ aus HD2/1.Partition Laufwerk 'C'.In Win XP sind die Laufwerksbuchstaben doch unabhängig von BIOS, IDE-Kanal etc. ?

@Siegfried

Nein, wegen geöffneter Registry-Dateien geht es nur von einem anderen gestarteten Windows-SystemAuch noch in XP? Ich dachte die werden als Datei irgendwo unterhalb des Windows-Verzeichnisses mitgespeichert ??
Wenn sich die Registry gar in dem Punkt "System State" verbergen, dann müßte es geradezu das aktuelle Windows-System sein, oder nicht ?

@Winne

Ich nehme an Du willst mit Deinem Windows auf 'ne größere Platte umziehen?Das riecht jedoch wieder nach dem Aufwand, den ich eigentlich vermeiden wollte.
Wenn ich ohnehin ein rudimentäres Windows auf der neuen Platte installiere, dann kann ich gleich mein Windows-Backup dorthin restoren inkl. entsprechender Plattenabklemmnung

Michael

Rudo
18.11.2004, 11:30
Danke Euch
@Rudo
In Win XP sind die Laufwerksbuchstaben doch unabhängig von BIOS, IDE-Kanal etc. ? richtig, an XP hab ich jetzt gar nicht mehr gedacht - aber auch da stellt sich beispielsweise in meinem Fall ein Chaos ein - nämlich dann, wenn man e. IDE u. eine S-ATA Platte im PC hat - zeitweise hatte ich Windows auf Laufwerk "L" (= 1. Part. IDE-HD), weil XP die S-ATA als Lw-'C' vorgezogen hatte.

Winne
18.11.2004, 11:52
sorry,

besseren Rat weiß ich nicht. winbackup war mir immer schon zu heikel.

Unregistriert
18.11.2004, 14:50
@Michael
Die Dateien der Registry liegen immer unterhalb des in "windir" eingetragenen Verzeichnisses. Das ist ja auch das Problem! Die Dateien sind zur gesamten Systemlaufzeit geöffnet und können deshalb nicht so einfach kopiert werden.

Daher muss man das System aus einem anderen Win-Verzeichnis bzw. Laufwerk starten um Copy-Aktion durchzuführen. Ist mir allerdings unerklärlich, wie das manche Backupprogramme hinbekommen.

Jedenfalls kann man in einer Partition mehrere XP oder 2000er Versionen installieren. Man muss nur bei der Installation ein anderes WINNT-Verzeichnis angeben. Der Bootmanager richtet sich darauf ein.
Vorteil: man hat noch ein lauffähiges System auf der Kiste, falls man mal seine "Produktionsumgebung" abgeschossen hat. Die Sache mit dem Kopieren des WINNT-Verzeichnisses klappt dann auch.

Siegfried

Unregistriert
18.11.2004, 16:12
Daher muss man das System aus einem anderen Win-Verzeichnis bzw. Laufwerk starten um Copy-Aktion durchzuführen. Ist mir allerdings unerklärlich, wie das manche Backupprogramme hinbekommen.Windows Backup bekommt das übrigens auch hin.


Jedenfalls kann man in einer Partition mehrere XP oder 2000er Versionen installieren. Man muss nur bei der Installation ein anderes WINNT-Verzeichnis angeben. Der Bootmanager richtet sich darauf ein.
Vorteil: man hat noch ein lauffähiges System auf der Kiste, falls man mal seine "Produktionsumgebung" abgeschossen hat. Die Sache mit dem Kopieren des WINNT-Verzeichnisses klappt dann auch.Habe ohnehin noch eine andere lauffähige Win-Partition auf dem Rechner. Allerdings kann ich aus irgendwelchen Gründen auch von der aus einige Systemdateien der anderen Partition per Explorer nicht kopieren.

Wie läuft das dann eigentlich mit den Programm- und Dokument-Verzeichnissen, wenn mehrere Windows auf einer Partition sind ?

Unregistriert
19.11.2004, 09:41
Mit gemeinsam genutzten Programmverzeichnissen ist das ein Problem. Grundsätzliches kann man da auch nicht zu sagen, da jedes Programm anders installiert wird und sich im Betrieb anders verhält. Daher sollte man für jede Windowsversion ein anderes Standardverzeichnis für die Programme einstellen (Registry).

Mit hiberfile.sys und pagefile.sys, die meist im Rootverzeichnis von C: liegen muss man auch aufpassen. hiberfile.sys kann man auch abschalten, lohnt sich beim Desktop nicht, ist eher was für den Akkubetriebenen Laptop. pagefile.sys kann alternativ von verschiedenen Windows-installationen benutzt werden. Keine Erfahrung, wie das mit unterschiedlichen Betriebssystemversionen und pagefile.sys aussieht. Das könnte aber zum Problem werden. Aufpassen sollte man mit einer NTFS-Partition, die unter einer aktuellen XP-Version erstellt wurde und gleichzeitig von W2k oder NT4.0 benutzt werden soll. Die könnte korrupt werden.

Dokumentenverzeichnisse innerhalb einer Partition ist eigentlich egal, wenn es von den Benutzerrechten nicht eingeschränkt wurde.

Tipp: alles mögliche auf ein System zu packen, hab ich auch mal versucht. Man bleibt beim Konfigurieren. Heute eher so: Produktionssystem mit wenig Software, allen Daten, nur zum Arbeiten, nicht zum Testen, keine Softwareänderungen, System jederzeit verfügbar. Testsystem für alles andere. Ggf. noch eine dedizierte Kiste fürs Internet.

Siegfried

Unregistriert
19.11.2004, 13:05
Danke, gute Strategie.

Michael