Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Baustellenverteile" absichern
Hallo,
Ich würde mir gerne einen "Baustellenverteiler" zusammenbauen, nur weiß ich nicht wie ich den absichern muß oder soll.Sinn dieses Baustellenverteilers ist es, 400V und 230V aus einer Starkstromsteckdose zu bekommen. Nur handelt es sich nicht um das kleine Haushaltsexemplar mit 16A und auch nicht die mit 32A, sondern um eine mit 63A. Kann ich da jetzt einfach direkt mit diesem "Schweißkabel" in eine Verteilerdose gehen und einfach auf 16A 230V Steckdosen und 400V 16A Steckdosen verteilen? Das soll keine fixe Installation werden, eher so wie eine Kabeltrommel. Von dem Gesetzt her nehm ich mal an da MUß eine Sicherung dazwischen, aber so hobbymäßig, ist die da auch äußerst anzuraten oder kann man da noch ein Auge zudrücken?
mfg
hannes
könnte ja sein, dass es weniger Stress macht, ein paar 16A-Automaten dazwischen zu schalten als die 63-er durchknallen zu lassen http://progforum.com/images/smilies/rolleyes.gif
Elektrikser
06.12.2004, 23:18
Nee, das Auge würde ich da nicht zudrücken. Da gehört eine ordentliche Absicherung dazu. Also sichere die drei Phasen der CEEKON (oder mehrere...) und die Schuko getrennt ab. Auch sollte der Kasten, falls aus Metall ordentlich geerdet werden.
Bei solchen Leistungen sollte man nicht schludern, sondern etwas Ordentliches bauen.
Gruß Gerd G.
Wenn es ein "Baustellenverteiler" werden soll, FI nicht vergessen. Allerdings darf dann vor der 63A Steckdose keiner sitzen. Bei dieser Leistung sollte man auf entsprechende Kabelquerschnitte, beste Klemmstellen, saubere Absicherung, Adernendhülsen (verzinnen ist nicht gestattet), gute Isolation, Spritzwasser usw. achten. Man benutze, nur flexibles Gummikabel auch im Verteiler wegen der Erschütterungen. Die Bauvorschriften für ortsveränderliche Starkstromanlagen sind recht streng. Kann ja vorkommen, das dein Verteiler mal im Wasser steht oder ein Auto über deine Zu- oder Ableitung rollt bzw. ein blinder Grobian Steine drauf stapelt.
Gruß Gerd H
und ein halbwegs brauchbares schloss an die fronttür kann auch nicht schaden.. *denk
munter bleiben.. :)
Baustelle bedeutet Gefahr genug, da sollte der Elektriker keinen Kompromisse (schon gar keine faulen) machen, sonst lernt er Leute kennen, die er nicht kennelernen mag (Kadi). Außerdem ist es nicht gut fürs Spiegelbild, falls was passiert. Ich persöhnlich könnte bei dem Gedanken wider besseren Wissens, andere die es nicht besser wissen in Gefahr zu bringen nicht nur nicht schlafen, ich würde es mich schlicht nicht trauen. Wer weiß trägt Verantwortung. Willst du zur Frau und den Kindern Deines besten Kumpels gehen und sagen "Ich hätt's verhindern können aber ich war zu faul, und dachte es geht schon"?
Ich nicht, auch nicht wenn's Irgendwen träfe, der nicht mein Kumpel ist. Nicht mal bei Intimfeinden würd ich mein Gewissen aufs Spiel setzen! Auch ohne Kadi nicht!
Also alles was Du schon gelesen hast beachten. Und Niemanden "zuliebe" faule Kompromisse. Wer nicht will muß auf meine Hilfe verzichten. Wer mich bittet verdient meine ehrliche Offenheit in diesem Punkt!
Morgen
Das ging aber wieder schnell. Ich glaube Ihr habt mich überzeugt. Dann werd ich das sauber zusammenbauen. Es ist zwar "nur" für mich, aber passieren kann ja immer was.
Normalerweise mach ich eh immer alles sauber, darum hab ich ja mal nachgefragt.
Ich dachte mir, was wohl passiert wenn man an so eine Steckdose einen Radio anschließt, der intern einen Kurzschluß hat, da wird das Kabel mit 0,75mm^2 wohl in Rauch aufgehen :)
mfg
hannes
Morgen
Das ging aber wieder schnell. Ich glaube Ihr habt mich überzeugt. Dann werd ich das sauber zusammenbauen. Es ist zwar "nur" für mich, aber passieren kann ja immer was.
Normalerweise mach ich eh immer alles sauber, darum hab ich ja mal nachgefragt.
Ich dachte mir, was wohl passiert wenn man an so eine Steckdose einen Radio anschließt, der intern einen Kurzschluß hat, da wird das Kabel mit 0,75mm^2 wohl in Rauch aufgehen :)
mfg
hannes
hast du Kinder oder nen Kumpel der Kinder hat,
wenn Du niemand hast der dich vermisst .... naja Russisch Roulett wäre sicherer.:D
@hannes,
normalerweise kann das mit deinem Radiokabel auch nicht passieren. Der Radiohersteller baut nämlich an sein Produkt keine 63A Krafstecker. Das schaffen nur Bastler. Die 230V Steckdosen in nem Baustromer haben 16A Sicherungen und das hällt auch 0,75qmm für wenige s aus. Nicht für umsonst haben die schönen roten Kraftstecker unterschiedliche Größen und es steht eine A Zahl drauf. Das hat nicht nur was mit der Kontaktgröße zum tun, sie passen untereinander nicht. Somit ist sichergestellt, das keine 63A Sicherung hinter einer 35A Sicherung sitzt.
Gruß Gerd H
Hallo
@Anatec
Ist mir schon klar. Ich weiß das hat alles seinen Grund, so wie Paßschrauben für Sicherungen und Steckergrößen und....
War eigentlich eine blöde Frage, aber naja, ist eben so.
mfg
hannes
lieber einmal mehr gefragt. Ich habe da schon die tollsten Eigenkonstruktionen gesehen und leider auch schon von schlimmen Unglücken erfahren. Ich mußte mir das noch nie persönlich mit ansehen und lege auch keinen Wert drauf. So hat deine Familie ne echte Überlebenschance und für den nervigen Nachbarn findest du bestimmt ne bessere Methode, zB Briefkasten zunageln, Auto zubetonieren, Rasen blau lackieren.............LOL
Hallo,
Ich würde mir gerne einen "Baustellenverteiler" zusammenbauen, nur weiß ich nicht wie ich den absichern muß oder soll.Sinn dieses Baustellenverteilers ist es, 400V und 230V aus einer Starkstromsteckdose zu bekommen. Nur handelt es sich nicht um das kleine Haushaltsexemplar mit 16A und auch nicht die mit 32A, sondern um eine mit 63A. Kann ich da jetzt einfach direkt mit diesem "Schweißkabel" in eine Verteilerdose gehen und einfach auf 16A 230V Steckdosen und 400V 16A Steckdosen verteilen? Das soll keine fixe Installation werden, eher so wie eine Kabeltrommel. Von dem Gesetzt her nehm ich mal an da MUß eine Sicherung dazwischen, aber so hobbymäßig, ist die da auch äußerst anzuraten oder kann man da noch ein Auge zudrücken?
mfg
hannes
Hallo,
mal ne frage wie fit bist Du in der Installation mit solchen geräten? Einsatzgebiet hausgebrauch 63A? Gerade bei eigenbau gibt es immer wieder die tollsten Überraschungen. Selbst wenn es nur für den "Hausgebrauch sein sollte würde ich da auf keinen Fall sparen.
zur Frage mit der Dimensionierung. Der CEE Stecker ist für 63A richtig? dann können da auch 63A rüber. im Verteiler sollen dann Steckdosen sein? Diesen haben (bei Schuko 230V) eine Kontaktbelastberkeit von 10/16A. Es müssen Sicherungen dahinter (zwischen Stecker (63A) und den Schukosteckdosen) weiter ist Vorschrift das alle Sockosteckdosen bei Neuinstallation (wie bei Dir) mit einem FI (30mA!!!) abgesichert sein müssen!! das ganze gibt es auch zum nachlesen in der DIN VDE 0100 (für Baustellenverteiler Teil 704)
Gruß Martin
Unregistriert
08.12.2004, 07:52
Mit fremden Drehstromverlängerungen sollte man ebenfalls aufpassen. Einige Kraftmaschinen wie Baukräne, Mischeinrichtungen von Silos (Putz, Fliesestrich) brauchen nur 3x400V d.h. die haben u.U. keinen Nullleiter. Die notwendigen 220V ziehen sich die Geräte per Steuertravo 400V/230V aus 2 Phasen.
Wennste da mit deiner selbstgebauten "Unterverteilung" ran gehst, kommt wegen dem fehlenden Nulleiter nichts raus. Oder es entsteht je nach Beschaltung einen Reihenschaltung von 2 Verbrauchern an 400V. Halogenlampe 500W mit Kofferradio in Reihe an 400V macht ca. 400V fürs Kofferradio.
Siegfried
smartronik
08.12.2004, 08:30
Jede Querschnittsverringerung muß abgesichert werden. Also mindestens schonmal 16A Sicherungen rein. Kommt man an die Vorsicherungen der Kraftsteckdose, und kann diese durch 16A ersetzen, kann man sich die zusätzlichen Sicherungen evtl. sparen. So Teile gibt es aber auch fertig im Baumarkt, schon weit unter 100 Euro. Kommt halt immer drauf an was man alles dranhängen möchte.
Das ganze geht vielleicht für eine private Kleinstbaustelle, für eine offizielle Baustelle ist das aber nicht zulässig, da wird früher oder später die Berufsgenossenschaft das Ding stillegen.
Hallo,
@Martin
Also eigentlich sollte ich das selber wissen wie sowas zu machen ist, hab HTL für Leistungselektronik gemacht. Nur leider ist das schon eine ganze Weile (6Jahre) her, und ich hab auch nie mit sowas zu tun gehabt. Aber wie ein sauberer Aufbau auszusehen hat, das ist mir schon klar! Also da braucht keiner Angst haben, daß ich da mal einen Schraubenzieher mit Krokolemee in die Dose und als Verlängerung schnell mal ein Kabel vom Kopfhörer und.....
Es ist so, ich bekomm ein Kämmerchen zur Verfügung gestellt, in dem ich meinen alten Jeep Willys restaurieren kann. Und da steht jetzt ein Kompressor drinnen, eben an den 63A angeschlossen. Der kommt aber raus und dieser Anschluß ist der einzige der in diesem Raum verfügbar ist. Jetzt möchte ich da nicht wilde Installationsarbeiten beginnen wenn ich mich da einfach dranhängen kann und mal schnell Strom für die Flex brauche oder für ein kleines Schweißgerät. Eigentlich könnt ich mir da das Schweißgerät sparen, einfach direkt aus der Dose :), reicht sicher für eine kleine Elektrode.
Wie gesagt im Nachhinein eine blöde Frage.
Aber mir is da schon wieder was eingefallen, was eigentlich nur mehr Schönheitshalber oder Gesetzmäßig wichtig sein könnte.
Muß ich gleich nach der 63A Dose mit einem Kabel weggehen, welches 63A aushält, auch wenn ich anschließend nur 1mal mit 16A absichere?
Es kann ja dann gar nicht mehr Last auftreten, da ja sowieso die 16A Si unterbricht. Wenn das ganze an einen fixen Verteiler geht kann ich mir das schon vorstellen, da kanns ja leicht passieren daß da jemand noch eine Sicherung dranhängt und dann hat man das Kabel auch schon überlastet, aber in meinem Fall wird das ja "fix" mit nur 16A abgesichert.
mfg hannes
Hi,
ich habe mal das Ergebnis gesehen, als eine Kabelleuchte einen kurzschluss hatte und an einem "lustigen" 63A Drehstrom auf 3 Schukokupplungen angeschlossen war. Die Kabellampe (Leuchtstoff) hatte nämlich ein Widerstandskabel und arbeitete als Heizspirale ohne die Sicherung auslösen zu können. Der begnadete Bastler hatte den Adapter gebaut, damit seine Hilti nicht immer die Sicherung auspustet. Auf jeden Fall hatte das Kabel den PCV Boden ziemlich angekokelt und hat sich tief eingeschmolzen. Ist zum Glück rechtzeitig entdeckt worden.
Der Bauverteiler muss also für jeden Anschluss die passende Sicherung haben. bei 32A Drehstromkupplungen 32A Sicherungen (Automat oder NEOZET), bei gewöhnlichen Steckdosen (Schuko) 16A Automaten usw. Natürlich kann man die 16A Sicherung hinter die 32A oder 63A Sicherung hängen, damit die 32/63A Sicherung auslöst, wenn die Gesamtlast zu gross wird.
"Ist ja nur für mich gewesen" zieht nicht, wenn das einer ungefragt ausleiht. Ausserdem ist es immer dumm, wenn einer so was geliehen haben will, man das auch hat aber nicht rausgeben darf, weil nicht sicher aufgebaut.
Ein FI könnte auch nicht schaden. Der kann auch bequem als Hauptschalter dienen, um den ganzen Kasten sofort Stromlos zu machen. Wenn der FI nicht möglich ist, weil an der Kraftstecksose schon einer sitzt, nimm wenigstens einen normalen Hauptschalter. Bei Kabelbrand oder am Kabel zappelnden Personen muss man nicht nachde3nken welche Sicherung das ist oder zeitraubend alle rausschrauben/auslösen, sondern ein Griff reicht. Ein Schütz mit NOT-Aus Taster ist auch nützlich.
Falls der Kasten kein ordentliches Schloss hat, kann man auch einen NOT-Aus Taster mit Schloss (wiedereinschaltsperre) verwenden.
Gruß
Elmar
@hannes,
das ist ein Trugschluß. Zumindest auf dem Kabel können 63A auftreten. Die sollte es auch kurzzeitig aushalten ohne abzubrennen, zumindest solange bis die 63A Sicherung auslöst. Tabelle schauen, was unter Kurzzeitbelastung steht. Das hängt glaube auch von der Verlegeart ab. Fest, flex, AP, UP habe ich mal was gelesen von. Die Kurzzeitbelastung ist sicher um einige Amperchen höher als die Dauerbelastung. Da muß der Querschnitt dann nicht so hoch sein. Du kannst deinen Verteiler direkt an 63A bauen und dort die 16A nachsetzen. So sparst du das teure dicke Kabel.
Gruß Gerd H
@Elmar,
wenn du den FI öfter als Haupschalter benutzt, bist du auch öfter im Baumarkt einen neuen kaufen, weil, das hält die Mechanik nicht auf Dauer aus. Schau mal in die Analen so eines FI.......Schaltspiele Lebensdauer, das ist nicht doll.
Gruß Gerd H
Hi,
im Notfall ist mir das dann auch egal. Geht drum, dass man alle Geräte normal ausschaltet und dann am Schluss um sicher zu gehen den FI. Ein FI ist ja nur eine Fehlerstromeinrichtung und nicht gedacht, dauernd was abzuschalten oder gar einzuschalten.
Mein Bastel FI knallt oft unter hoher Last raus und ich missbrauche den als Hauptschalter. Der hat locker einige 1000 Schaltspiele drauf und funktioniert immer noch. Der ist ja auch nicht aus dem Baumarkt sondern was ordentliches. :D
Gruß
Elmar
sicher Elmar, ein FI gibt im Notfall nen prima Haupt(Not)schalter ab. Nur sollte man den nicht als Dauerlösung empfehlen.
Hi,
jaaa, macht man nicht. hast Du Recht. Da es als bessere Kabeltrommel herhalten soll, sollte das auch nicht sooo schlimm sein. Aber stimmt schon, dass andere Leser ds missverstehen. Guter Einwand!
Gruß
Elmar
smartronik
09.12.2004, 07:48
Muß ich gleich nach der 63A Dose mit einem Kabel weggehen, welches 63A aushält, auch wenn ich anschließend nur 1mal mit 16A absichere?
Ja
Hi,
Ein FI könnte auch nicht schaden. Der kann auch bequem als Hauptschalter dienen, um den ganzen Kasten sofort Stromlos zu machen. Wenn der FI nicht möglich ist, weil an der Kraftstecksose schon einer sitzt, nimm wenigstens einen normalen Hauptschalter. Bei Kabelbrand oder am Kabel zappelnden Personen muss man nicht nachde3nken welche Sicherung das ist oder zeitraubend alle rausschrauben/auslösen, sondern ein Griff reicht. Ein Schütz mit NOT-Aus Taster ist auch nützlich.
Gruß
Elmar
@Elmar
ein FI MUSS in den Kasten rein!!! da für die die Schukosteckdosen eine Fehlerstromschutzeinrichtung von 30mA vorgeschrieben ist!!! oder kann hier jemand garantieren das jede 63A Steckdose mit einem 30mA FI ausgestattet ist?
Gruß Martin
Gruß Martin
Hi,
das gilt nur für neue Instalationen (Neubau). Und gerade dann hat die 63A Steckdose einen FI.
Da der FI beim Summenstrombilden leider auch selber einen Summenstromfehler macht, kann man die nicht kaskadieren. Der letzte in der Kette pustet den ersten in der Kette aus. Selbst wenn es gut geht, würde das Testen des zweiten FIs den Häuslichen FI gleich mit testen und so das ganze Haus stromlos machen.
Da der Verteiler sozusagen nur eine Verlängerung bzw. Unterverteilung darstellt, braucht der keinen FI. Der FI gehört nämlich in den Zählerkasten des Hauses.
Es ist übrigens nicht vorgeschrieben, dass das ganze Haus auf FI läuft. Steckdosen für Kühlgeräte werden nämlich vor dem FI angeschlossen. Ist schlecht, wenn man 3 Wochen in den Urlaub fährt und bei der Rückkehr feststellt, dass der FI wenige Tage nach der Abreise ausgelöst hat und einen der Kühlschrank mittlerweile mit Namen ansprechen kann.
Gruß
Elmar
Hallo,
@Elmar
Also testen kann man den schon ohne daß der vorherige anspricht. Der Vorhergehende kriegt ja den Summenstrom, da beim Test ja nicht gegen Erde ein Strom fließt, sondern nur ein Strang des FIs mit einem Widerstand überbrückt wird. Aber im echten Fehlerfall is es Glückssache welcher fliegt, so meine Meinung.
mfg
hannes
Hallo,
@Elmar
Also testen kann man den schon ohne daß der vorherige anspricht. Der Vorhergehende kriegt ja den Summenstrom, da beim Test ja nicht gegen Erde ein Strom fließt, sondern nur ein Strang des FIs mit einem Widerstand überbrückt wird. Aber im echten Fehlerfall is es Glückssache welcher fliegt, so meine Meinung.
mfg
hannes
Hallo,
es kommt natürlich darauf an was es für FI´s sind die da in Reihe geschaltet werden! Dann gibt es ja noch welche die Selektiv auslösen. Es ist Möglich FI´s in Reihe zu schalten und nur der FI auslöst welcher dem Fehler am nähesten ist. Selektive FI´s gibt es im Bereich von 300mA und 500mA
gruß Martin
Hi,
die mA Zahl hat was mit der Schutzklasse zu tun. Also ob Personenschutz (20mA oder kleiner) oder einfach nur als Brandschutz (50mA oder Grösser). 500mA gehört sicherlich als Bandschutz irgendwo rein. 20mA eine Sekunde lang ist nämlich schon tödlich. Das juckt den 500mA FI wenig. Wenn Du 500mA durch anfassen zusammenbekommst, so dass der FI "fliegt" bist Du laut VDE Norm schon tot. Die Zeit, die ein Gesunder Mensch bei 500mA aushalten "darf" ist nach dieser Norm nämlich 0ms. Bei 20mA sind es immerhin 5ms, was jeder normale Personenschutz FI erfüllt.
Der Testknopf verbindet eine der Phasen über einen Widerstand (je nach FI etwa 4kOhm) mit Erde. Haushalts-FIs mit eingebautem Testtaster machen das mit 0 vor dem FI. In dem Fall hast Du recht. Aber was nützen zwei FIs hintereinander, wenn garantiert beide fliegen im echtem Fehlerfall? Und somit ist der Summenstrom für beide FIs ungleich 0, da der FI den Strom nicht korrigieren kann (Kein FI ist an Erde angeschlossen. Es gibt Fehlerstromschutzeinrichtungen, die das sind, dabe handelt es sich aber um die uralten FUs). Ergo fliegen beide FIs.
Gruß
Elmar
Unregistriert
13.12.2004, 17:20
Äh der FI hat keine Erde, sondern nur L1, (und ggf. L2, L3) sowie N. Der Testknopf mit dem Widerstand liegt irgentwo zwischen diesen Anschlüssen und wird einmal vor und einmal nach dem Summenstromwandler abgegriffen.
Siegfried
Jaja,
die jungen Dachse haben den unterschied zwischen FI und FU nicht gerafft, kein wunder kennt ja kaum einer noch den "Vorkriegskrempel".:p
Aber bisher war ich's müßig.
2 FI hintereinander funktionieren nicht. Der erste bekommt mit das noch einer im Stromkreis sitzt und löst aus.
Die 30mA Version ist die "Personenschutzvariante". Die größeren gehören in Anschlußkästen für Baukräne oä. Ein mittlerer Turndrehkrahn kann durch Eigeninduktion kurzzeitig mehr wie 30mA Fehlerstrom verursachen. Kommen beide Varianten auf ner Baustelle vor, sind die Verteiler parallel zu schalten, nie in Reihe. Es gibt auch Baustromer in denen beide FI Varianten eingebaut sind, 200mA vor der 63A Kransteckdose und 30mA vor dem "Rest". Wers nicht glaubt, der kann ja mal auf die 63A einen zweiten Baustromer stecken. Mal sehen wie lange der 200mA FI drinn bleibt, dem nachfolgenden 30mA FI ist das egal.
Hallo,
@Winnie
Mußte das jetzt sein? FI ist mir ja ganz klar, aber was bitte ist ein FU? Hab ich da jetzt irgendetwas versäumt?
Übrigens hab ich meinen Verteiler schon fertig gebaut, und mit FI und jede Dose extra abgesichert. Da geht nix mehr schief.
mfg
hannes
Die Fehlerspannungsschutzschaltung ist eine Schutzeinrichtung im Stromnetz, die heute nicht mehr angewendet wird. Sie wurde abgelöst durch die Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter).
In einem TT Netz mit geerdeten Sternpunkt des Trafo und separater Erde am Verbrauchsnetz ist es oft sehr schwer die niedrigen Erdungswiderstände zu erreichen die notwendig sind, um im Fehlerfall die vorgeschalteten Sicherungen zum Auslösen zu bringen. Der Fehlerspannungsschalter misst die Spannung am Erdungspunkt der Anlage und verwendet als Reverenz einen Hilfserder. Bei Spannungen über 60 V wurde abgeschaltet.
MFG
Soweit ich weiß ist FU noch Bestandteil der DIN und VDE wird jedoch bei Neuanlagen aus den vom Vorgänger genannten Gründen kaum noch eingesetzt. Vorgeschrieben Sind jedoch nur "wirksame Maßnahmen gegen zu hohe Berührungsspannungen auch im Fehlerfall". Wie schon gesagt ist bei der FU-Schaltung das Hauptproblem der Erdwiderstand und der ist von vielen Faktoren abhängig ein Prüfprotokol soll die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme nachweisen. Da in alten Drehstromnetzen mit Außenleiterspannungen von 3*220V oft kein Nullleiter mitgeführt wurde (in Ostberlin bis mitte der 70er Jahre waren Sicherungen als Schutzmaßnahme unwirksam deshalb wurde die Spannung zwischen Schutzleiter und einem Erder (oft Wasserleitungen) gemessen. Deshalb wurde es Vorschrift Wasseruhren zu überbrücken(siehe auch potentialausgleich), ist technologich seit PE Rohre verwand werden hinfällig allerdings noch immer Vorschrift. Stieg diese Fehlerspannung über 60VSS lößte eine Fehelerspannungsspule den Schalter aus. Dazu benötigte sie einen Erdstrom der vom Erdwiderstand abhängig war. Das Problem: War der Erdwiederstand zu Hoch (sandige Böden) muste man tiefe großflächige Hilfserder einbringen um die Auslösebedingungen zu erfüllen und das mit einer aufwändigen Erdwiederstandsmessung mittels Hilfserder belegen. FI-Schalter sind da, dank mitgeführter Nulleiter welche vor dem FI als PE genutzt werden und mit diesem in der Trafostation verbunden sind, erheblich anwendungsfreundlicher.
Zulässig ist es gleich wohl noch. Aber kenne ich niemanden der eine solche Anlage heute noch in Deutschland abnähme. Aber wo sie bestehen und noch alte Netze in Betrieb sind gibt es kaum eine Alternative dazu. Also nur die frage wer den Erhöhten Aufwand trägt. Im Rahmen der allgemeinen tecnischen Entwicklung ist da ein Teil der Verantwortung für die Betriebssicherheit an die technisch dazu befähigten Energiversorger übergegangen.
Hi,
ich habe einen FU im Keller rumliegen. Im Prinzip nichts anderes als ein Hauptschalter, der über eine Spule ausgelöst werden kann. Und durch diese Spule leitet man die Erdleitung. Bei einem Erdschluss fliesst Strom durch die Spule und löst den Schalter aus. Der hat keinerlei Personenschutzwirkung, sofern das Opfer nicht am Schutzleiter angeschlossen ist.
Gruß
Elmar
Hi,
ich habe einen FU im Keller rumliegen. Im Prinzip nichts anderes als ein Hauptschalter, der über eine Spule ausgelöst werden kann. Und durch diese Spule leitet man die Erdleitung. Bei einem Erdschluss fliesst Strom durch die Spule und löst den Schalter aus. Der hat keinerlei Personenschutzwirkung, sofern das Opfer nicht am Schutzleiter angeschlossen ist.
Gruß
Elmar
Darum ging es aber das der Schutzleiter am metallisch Gehäuse des Gerätes angeschlossen ein ansteigen der Berührungsspannung über den Kritischen wert von 60VSS verhinden sollte.
Auch beim FI ist nicht der Mensch oder das Tier als "Erdstromableiter" vorgesehen, da diese "Geräte" ;) schon bei weit geringeren Strömen den Dienst versagen können , sondern der Schutzleiter.
Alternativ ist (doppelte) "Schutzisolierung" vorgeschrieben.
Hi,
ein richtiger Personenschutz FI knallt aber schon durch blosses Anfassen der Phase raus. Bei den Typen mit Fehlerstrom = 20mA und reaktionszeit <<5ms (zwei oder drei Halbwellen), ist die Überlebenschance eines gesunden Menschen extrem hoch.
Einen FU interessiert das gar nicht, der kriegt das gar nicht erst mit, solange das "Opfer" nicht auch noch den Schutzleiter in der anderen Hand hat ;)
Gruß
Elmar
Hallo elmar
das funktioniert zwar läuft aber dem Prinzip der vorsorglichen Abschaltung zuwieder und ist nur der letzte Rettungsanker.
für Kammerflimmern reicht weit weniger. Das verhindert kein FI, weshalb ohne Schutzisolierung nach wie vor Schutzleiter vorgeschrieben sind. Mein Schutzmaßnahmenlehremeister hätte mich für Deine Aussagen gesteinigt und aus dem Kurs ausgeschlossen.
Hi,
natürlich reagi8ert der auch bei Kriechströmen nach Erde (Brandschutz) und auch auf Spannung auf dem Gehäuse (Über Schutzleiter). Der Personenschutz FI (20mA oder weniger Fehlerstrom) schützt darüberhinaus auch bei Geräten ohne Schutzleiter. Also bei Leuten, die sich in der Badewanne elektrisch rasieren ;)
Gruß
Elmar
@Winni @Martin
Ich muß leider euer denken über den FU leider etwas zurecht biegen. Ich habe vor etwa 2 Monaten an einen VDE Kurs teilgenommen.
Ich hatte bis dahin die gleiche ansicht bezüglich des FU gehabt.
Der FU wird aus der VDE nicht verschwinden, weil auch in Neuanlagen, die eine höhere Betriebssicherheit haben muss z.B. in Industriebetrieben, Verbraucher im Krankenhaus über 3,15 kVA eingebaut. Da ein FI oder auch RCD genannt bei einem Fehler Sofort abschaltet und somit die Versorgung abgeschaltet wird. Damit durch den Ausfall der Versorgung keine Gefahr für Mensch und Maschine entstehen kann.
Der FU schaltet nicht sofort ab, sondern gibt beim Ersten Fehlerfall eine Störmeldung heraus. Damit mann z.B. einen bestehenden Prozess in der Industrie oder eine Operation noch fertig machen kann. Tritt aber ein 2. Fehler auf ,wird die Anlage innerhalb von 5 sekunden abgeschaltet.
@Elmar
Fi bis 30mA werden in der VDE als Personenschutz eingestuft.
Die FI's bis 300mA Normal oder Selektiv darf als Brandschutz eingesetzt werden.
@Husky2
Hallo Hannes ich will dir keine Angst machen aber ich hoffe du hast von dem 63A Stecker bis zu deiner Verteilung mindestens ein 5x10 qmm Gummischlauchleitung verwendet. Alles was darunter ist verstößt in allen maßen der VDE. Ich denke daß die Steckdose entweder mit NH00 oder mit Diazet abgesichert ist. da kann mal grob gerechnet ein Dauerstrom von ca 100,8 A drüber Fließen ohne dass die Sicherung auslößt. Und nachdem Du dies aufgebaut hast bist Du errichter somit zu 100% haftbar, bei einem Schaden.
Wird dieser Verteiler zum beispiel auf einem Festle (öffentliche Veranstaltung) verwendet, darf dieser Verteiler ohne Prüfprotokoll der VDE 0702 nicht eingesetzt werden.
Wird dieser verteiler an verschienen Steckdosen angeschlossen, forher messen ob der N vorhanden ist. (Kenne da einen Fall wo eine Band durch eine Falsch angeschlossene Steckdose elektronik Schrott ist. Der Elektriker der vor über 25 Jahren diese angeschlossen hatte und aus Spargründen nur eine 4 Adrige Leitung verlegt hat und dadurch den N nicht angeschlossen hatte. Ist jetzt Banktrott!!
@Anatec
Hallo Gerd, der FI darf laut VDE als Hauptschalter mit Notaus Funktion eingesetzt werden, und die Schaltspiele ist auch problem, da in ortsveränderlichen Anlagen wie z.B. Baustromverteiler eine Arbeitstägliche Probe durchgeführt werden muß, und dieser FI mindestens 8 Jahre dies aushalten soll. Da werden auch keine aus dem Baumarkt eingebaut.
Grüssle Peter
"da kann mal grob gerechnet ein Dauerstrom von ca 100,8 A drüber Fließen ohne dass die Sicherung auslößt. "
was passiert denn, wenn du _genau_ rechnest?
Michael
@Kuerby
Ich glaube das Winni und ich von der "alten FU" in der Hausinstallation Sprachen. Genau genommen ist das was Du mit FU meinst als Isolationsüberwachung bezeichnet. Diese funkioniert auch nur bei einem speziellen Netzsystem
(IT- Netz). Angewandt wird dies z.B. im OP-Saal.
mal ne Frage wie kommst Du auf 100,8A? wie rechnest Du da? oder ist das nur aus Kennlinie ausgelesen?
Gruß
Martin
@kuerby
martin mich anschließe
was Du da andeutetest, kenne ich aus dem Kraftwerk wo unsere Hochspannungsleitungen mit einer solchen Erdschlußüberwachung ausgerüstet waren, was nicht bedutet das es so etwas nicht auch in anderen sensiblen Bereichen gibt. Auch hatte ich festgestellt das der FU-Schutzschalter wenn auch, in der von mir beschriebenen Weise, gleichwohl unüblich und ungern verwendet, so doch noch immer mindestens als Bestand zulässig ist, solange er nachgewiesen seine Aufgabe erfüllt.
@Martin
Es git da umrechnungs faktoren die in der VDE stehen wie starkt eine Sicherung Überlastet werden kann, bevor diese nach 1 Stunde Überlast endlich abschalten, und da steht der Faktor bei schmelzsicherungen von 1,6 drin. Da ich bei dieser 63A Steckdose von einer Schmelzsicherung ausgehe, weil es unüblich ist einen Automat dort einzubauen.
Dass heißt 63A * 1,6 = 100,8 A.
Der wert ist errechnet.
Hi,
Dieser Wert ist nicht für lange Zeit gedacht. Daher auch das "komische" Verhalten der Sicherung. Die Leitung braucht nur für 63A berechnet werden. Die Sicherung sorgt schon dafür, dass die Leitung nicht wegen überlast überhitzt. So wie sichd er Schmelzdraht langsam aufheizt, so heizt sich auch das Kabel nur langsam auf. D.h. bei einer 63A Sicherung und einem für 63A ausgelegtem Kabel kann man zwar eine Stunde lang 50% Überlast fahren, aber normal ist das halt nicht. Das Kabel braucht nicht übertrieben dimensioniert werden, die Sicherung schützt vor zu grosser oder zu dauerhaften Überlast.
Davon abgesehen ist bei den Grössenordnungen jede Nachkommastelle Erbsenzählerei. Da sowiso eine gewisse Tolleranz mit einkalkuliert ist, reicht das Auslegen auf 3 genaue Wertigkeiten. Bevor es Taschenrechner gab machte man das übrigens immer so, da ein Rechenschieber nur drei Wertigkeiten erlaubt.
Gruß
Elmar
@Martin
Es git da umrechnungs faktoren die in der VDE stehen wie starkt eine Sicherung Überlastet werden kann, bevor diese nach 1 Stunde Überlast endlich abschalten, und da steht der Faktor bei schmelzsicherungen von 1,6 drin. Da ich bei dieser 63A Steckdose von einer Schmelzsicherung ausgehe, weil es unüblich ist einen Automat dort einzubauen.
Dass heißt 63A * 1,6 = 100,8 A.
Der wert ist errechnet.
@kuerby
Ist also aus Auslösekennlinie 1h ist aber wirklich kein Dauerstrom!! sonst wäre es ja ne 100A Sicherung. weiter spielt ja die Umgebungstemeratur der Sicherung ne Rolle...
Gruß Martin
Hallo,
Ich weiß nicht ob ichs schon geschrieben hab, aber ich hab das Ganze jetzt doch auf eine 32A Dose ausgelegt. Im Nebenraum ist nämlich eine 16A vorhanden. Und mit Adapter von 16 auf 32 und dann wieder runter. So kompliziert kann man das machen. Grund: Ich wollte gleich was starkes bauen, damit man da auch ein etwas größeres Schweißgerät dranhängen kann.
@kuerby
Hauptzuleitung für 32A mit 4mm^2 ausgelegt.
mfg hannes
Powered by vBulletin® Version 4.1.12 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.