Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Drehzahlregler
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11.02.2004, 16:53
Hallo, hat zufällig jemand einen Plan für einen Drehzahlregler ? Möchte einen Wechselstrommotor 230V,mit 0,55kW regeln. Es handelt sich um einen Einphasen-Motor mit Anlaufkondensator. Ist in einer Drehbank eingebaut. <BR>Vielen Dank im voraus. <BR>Gruß Rolf <BR>
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11.02.2004, 19:57
Hallo Rolf, <BR> <BR>Du kanst es mit einer Phansenanschnittsteuerung <BR>versuchen. Aber es wird warscheinlich nicht funktionieren. Da mann bei diesem Motor eigentlich die Frequenz und die Spannung verändern müsste. Regelst du nur die Spannung zurück wird das Drehmoment viel zu schnell abnehmen und der Motor vermag den Drehbank nicht mehr zu drehen. <BR>Die einzige Möglichkeit währe einen Frequenzumformer zu benutzen. Dafür müsste es aber einen Drehstrommotor sein. Wenn es einen <BR>Kondensatormotor mit nur zwei Wicklungen ist, <BR>sehe ich da keine Möglichkeit. <BR>Ventilatoren z.B. kann mann gut mit Phasenanschnitt regeln, da bei einem Venti <BR>das Drehmoment mit der Drehzahl zunimmt. Aber bei Antrieben wo das Drehmoment bei abnehmender Drehzahl zunimmt, funktioniert das schlecht. <BR>Mit grüssen Wisel.
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11.02.2004, 22:19
Hi, <BR> <BR>der Motor versucht der Wechselspannung zu folgen. Eine vernünftige Drehzahlregelung geht nur über Frequenzumformer. <BR>Bei dem Motor handelt es sich um einen Drehstrommotor, der Anlaufkondensator stellt die 3. Phase mit seiner Phasenverschiebung. Man braucht einen Frequenzumformer, den man dann direkt an den Motor ohne Kondensator anschließt. <BR> <BR>Falls Du den Motor wechseln kannst, kannst Du auch den Motor und die Steuerelektronik aus einer älteren AEG-Waschmaschine verwenden. An die Elektronik braucht man dann nur noch einen Schalter für die Drehrichtung un ein Poti für die Drehzahl anschließen. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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12.02.2004, 07:05
Bei Ebay gibts massenweise günstige Frequenzumrichter. Ich hab für einen mit 2,5KW 60 Euros bezahlt. <BR>Ansonsten ist die Idee mit dem Waschmaschinenmotor nicht schlecht.
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13.02.2004, 19:54
@Carsten. Ja, richtig. Aber leider nur für Drehstrommotoren. Oder Dreiphasen-Motoren. Ich habe jedoch einen Einphasen-Motor mit Anlaufkondensator. Da bekommt man nichts bei Ebay. <BR>Schade.
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13.02.2004, 20:02
Hi, <BR> <BR>der Motor ist ein Drehstrommotor. Der Anlaufkondensator macht die 3. Phase. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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15.02.2004, 13:38
Würde das dann doch mit meinem Motor funktionieren ?? <BR>Alle anderen sagen, Nein. <BR>Was denn jetzt ? <BR>Danke. <BR>
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15.02.2004, 14:42
Bau Dir doch einen einfachen Umrichter: 2*300V:220V Trafo (Trenntrafo mit 600VA). Dann richtest Du die Netzspannung gleich (Zwischenkreis) und zerhackst sie mit zwei FETs wieder, die Du mit einem Rechteckgenerator 5..50Hz ansteuerst, so die ganz primitive wie die 12:220 Wandler fürs Auto das auch machen, halt nur mit 300V statt 12V im Zwischenkreis. FETs dazu z.B. IRF 420 (500V 2A) - davon je 2 parallel, dann bist Du auf der sicheren Seite. Der Motor nimmt´s nicht so krumm mit "nicht gerade sinusförmig", und der Trafo bügelt auch einiges weg. Schöne Schaltung hatte auch ELV mal drin, die haben zwischen den Steuerpulsen eine Pause gemacht (siehe Skizze). <BR><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/10731/11293.jpg" alt="PseudoSinus"> <BR>Dazu einfach einen Zähler 0..9 mit der 10fachen Frequenz clocken, und Transistor 1 und 2 entsprechend ansteuern, also Pause Pause, 3mal 1 an, Pause Pause, 3mal 2 an. Passt locker alles in ein kleines GAL 16V8 rein. <BR> <BR>0011100222 0011100222 usw. zyklisch <BR> <BR>
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15.02.2004, 16:19
@Andreas, danke für die Info. Das ist mir leider etwas zu hoch. Fünf Kabel anschließen und einschalten, da währe ich noch dabei. <BR>Danke trotzdem. <BR>
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15.02.2004, 18:18
Hallo Rolf, <BR>Dein Motor nennt sich auch Kondensatormotor (Stichwort für's googlen). Es ist prinzipiell ein Asynchronmotor, d.h. er ist wie ein 3-Phasen Drehstrom Asynchronmotor aufgebaut, jedoch mit nur 2 Strängen (eine Hauptwicklung, eine Hilfswicklung). Wie schon gesagt wurde wird mit dem Kondensator eine Phasenverschiebung in der Hilfwicklung erzeugt. So entsteht ein Drehfeld. Es gibt auch noch die Variante, dass ein weiterer Kondensator beim Anlauf hinzugeschaltet wird (sog. Anlaufkondensator). Dann hat der Motor ein größeres Anlaufdrehmoment. Nach dem Anlaufen wird dieser dann aber wieder getrennt, sonst ist der Strom im Hilfsstrang zu hoch. So ein Kondensatormotor ist praktisch wartungsfrei, sehr robust und preiswert. Er wird typischerweise in Waschmaschinen und Kühlschränken, aber auch als Antrieb in kleineren umlaufenden Maschinen wie man sie in Baumärkten findet eingesetzt, hat aber auch einen Nachteil und das ist die Regelung der Drehzahl. Während man bei Universalmotoren (die man z.B. in Bohrmaschinen findet) die Drehzahl mit Phasenanschnitt steuern kann, braucht man bei Kondensatormotoren eine Veränderung der Frequenz (Frequenzumrichter), genau wie bei Asynchronmotoren (bei mehreren Polpaaren kann man zwar verschiedene Drehzahlen erreichen, aber eben nicht stufenlos). Eine erprobte Schaltung zum Nachbauen habe ich leider nicht parat. Als Orientierung hilft vielleicht dieser Link. <BR> <BR><a href="http://www.fw-systeme.de/Pages/umrichter250.html" target=_top>http://www.fw-systeme.de/Pages/umrichter250.html</a> <BR> <BR>Gruß Gerd
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