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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fernsehbildröhre defekt?



Brock
24.02.2005, 22:32
Guten Tag zusammen,

ich bin mir nicht sicher, ob ich mit meiner Frage hier an der richtigen Adresse bin. Wenn nicht - 'tschuldigung!

Mein Problem: Seit einigen Tagen beobachte ich an meinem Fernsehgerät, dass plötzlich das Bild immer dunkler wird (so, als ob langsam ein Dimmer gezogen wird). Nach einer Weile kommt das Bild dann langsam wieder . . . und verschwindet irgendwann aufs Neue. Der Ton ist übrigens völlig ungestört.

Und jetzt, nachdem das Phänomen immer häufiger auftritt, tut sich offenbar gar nichts mehr. (Und das ausgerechnet jetzt, wo unser VfB Stuttgart gegen Parma kickt!) Vermutlich hat die Bildröhre ihren Dienst quittiert - oder?

Wenn ja: Lohnt sich da überhaupt noch eine Reparatur?

Wenn Neukauf: Sind die LCD-Geräte schon so ausgereift, dass ein Kauf vertretbar ist? Oder soll man noch beim bewährten Röhrengerät bleiben?

Dank und Gruß von Brock

leech
24.02.2005, 23:26
Tote Bildröhren kündigen sich eher durch Farbstich, Rücklauflinien bzw. Fehlen einer Farbe, oder auch Fahnenbildung an (Wissen von Repdata geschnorrt).
Ändert sich die Bildgröße wenn das Bild dunkler wird merklich? Wenn nein, vermute ich eine kalte Lötstelle oder sonstige Unterbrechung im Heizkreis.
Wenn Du löten kannst, passende Ausstattung und wenigstens ein Grundwissen in Elektronik hast sollte das kein Problem sein.

Erste Verdächtige: Lötstellen der Bildröhrenfassung.

elmar
25.02.2005, 00:24
Hi,


ist das Bild trotzdem einwandfrei? Oder verzerrt es bzw. wird unscharf?

Gruß
Elmar

Brock
25.02.2005, 11:16
Dank an beide!

Ich muss leider gestehen: Ans Innenleben eines Fernsehapparats habe ich mich noch nicht herangewagt, obwohl ich kein unbegabter Bastler bin (und als Pennäler vor vielen Jahren Radios gebaut habe). Vielleicht werde ich mich mal dranwagen!

Nein - das Bild ist nicht verzerrt, wenn es da ist. Und auch, wenn es allmählich schwindet, bleibt es im Prinzip scharf. Es wird nur dunkler. Dieser Vorgang dauert einige Sekunden bis zum kompletten Abbau des Bildes. Anfänglich baute sich nach kurzer Zeit das Bild wieder auf - im gleichen Tempo. Inzwischen aber kommt nach dem Einschalten des Geräts zunächst für höchstens eine Minute ein gutes Bild, dann wird's allmählich wieder dunkel auf dem Bildschirm und bleibt es auch über einen langen Zeitraum. Ganz gelegentlich "meldet" sich für wenige Sekunden wieder ein Bild und verschwindet sofort wieder. Wie gesagt: Der Ton wird in keiner Weise berührt.

Noch ein Hinweis: Als das Phänomen zum ersten Mal auftrat, dachte ich, dass der Kabelbetreiber irgendwo die Energie zurückgefahren hat. Aber daran liegt's nicht, denn das Fernsehgerät im Zimmer meiner Tochter, das an der gleichen Antennendose hängt, strahlt freundlich und störungsfrei vor sich hin.

Ein Fehler, der offenbar ziemlich ungewöhnlich ist. Also: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten . . .

Gruß von Brock

Rudo
25.02.2005, 11:31
Vielleicht werde ich mich mal dranwagen!

wenn du ganz sicher gehen willst, dann warte erstmal ein paar Stunden (Netzstecker rausgezogen !), bevor du an der Bildroehre fummelst. Die Rohre ist auch ein Kondensator, welcher ziemlich lange die Hochspannung (ca. 30.000 V) speichern kann :alertblac

elmar
25.02.2005, 11:34
Hi,


ton ist in Ordnung, also ist der Tuner ok. Bild verzerrt nicht, also ist das Composite-Signal und die Sync ok. Bild behält Sync und Wird nicht größer beim schwächerwerden, somit ist der Zeilentrafo und die Hochspannung ebenfalls OK.

Wenn der Fernseher Videotext und/oder OSD hat, schalt VT ein oder lass irgendwas vom OSD sichtbar werden wie Lautstärkebalken, Sendereinblendung oder sonnstiges. Bleibt das hell, so ist die Röhre ok, der Fehler liegt an der RGB Endstufe oder im FBAS->RGB Wandler.

Schau durch die Lüftungsschlitze. Glüht der Röhrenhals? Verschwindet das glühen, wenn das Bild weg geht? Wenn ja, so ist die Heizspannung instabil oder gar der Heizfaden der Röhre hin (extrem selten). Schon eher liegt ein Defekt im Schaltnetzteil vor und die Heizspannung wird nicht mehr richtig geliefert. In dem Fall müsste man verfolgen, wo die Heizspannung am Netzteil bereitgestellt wird und dort die Kondensatoren und Dioden tauschen. Wenn das nicht funktioniert und der Fehler eindeutig auf die Heizspannung zurückzufüheren ist, kannst Du immer noch einen Klingeltrafo für die Heizung einbauen und den über ein Relais automatisch ein- und ausschalten.

Am Kabelnetz kann es nicht liegen, sonnst würde der Ton auch fehlen. Denn ohne Bildsignal kann der Tuner aus technischen Gründen kein Tonsignal empfangen. Selbst wenn, würde die Sync spätestens bei ca. 30% Bildhelligkeit abreißen. Bei etwa 50% wird es sogar schon S/W.

Gruß
Elmar

elmar
25.02.2005, 11:45
Hi,

nochmal ich.

Die Hochspannung ist nicht ohne. Wenn man sehr Vorischtig ist, ist die Wahrscheinlichkeit vom ausgesteckten gerät "gebissen" zu werden zwar gering, aber nicht ausgeschlossen. Um richtig Sicher zu gehen sollte das Gerät einen Tag oder Länger (mindestens über Nacht) ausgesteckt bleiben. Oder man weiss, wie man das Gerät entlädt.
Im Schaltnetzteil sitzen mehrere Kondensatoren, die bis 400V gespeichert haben. Die verlieren die recht schnell, aber die Restladung kann einen immer noch "beißen" oder beim Löten einen Kurzschluß machen und Dir das Zinn ins Gesicht spritzen.
Das ist mir mal passiert. 17-Zöller macht gar nichts. In SNT ist eine Leiterbahn gerißen. Etwas Zinn dachte ich und schon knallte und spritzte es heftig. Der 400V Kondensator wurde vom Netz zwar aufgeladen, aber durch die gerissene Leiterbahn überhaupt nicht entladen. Und das reparieren des Rißes entlud ihn über den Rest des Netzteiles. Nur leider war das Zinn dabei gerade flüssig.

Gruß
Elmar

bigfoot
25.02.2005, 15:22
hi brock,

helligkeitspoti defekt?
tick mal dran, evtl. ein tunerspray-besäufniss nötig
gruß

elmar
25.02.2005, 15:32
Hi,


deswegen der OSD / VT Test. Der Helligkeitsregler wirkt nur auf das Luminanzsignal, also im Composite Weg. Das OSD oder Videotext wirkt auf die RGB Leitungen dahinter. Daher ist OSD/VT nicht helligkeitsregelbar.
Kann natürlich noch der Kontrast sein, der bei älteren Geräten ausschließlich mechanisch per Poti gemacht wird. Und das wirkt auf den Elektronenstrahl, also auch auf OSD/VT. Hier hilft wirklich nur drehen/klopfen am Poti (Bedienelement vorne am Gerät)

Gruß
Elmar

DoctorPit2
26.02.2005, 16:10
Hi
Bei diesem Fehler tippe ich direkt auf eine schlechte Lötstelle im Heizkreis der Bildröhre. Also öffne die Rückwand des Gerätes und beobachte die Heizung im Bildröhrenhals! Die Heizspannung wird durch eine wicklung im Zeilentrafo gewonnen. Ich vermute eine kalte Lötstelle in diesem Bereich.

Winne
26.02.2005, 16:40
Das ist ziemlich definitiv in der Heizstrombegrenzung zu suchen .

Die Bildröhre wird zum Turbostart veranlast indem der Heizstom auf voller Leistung zugeschaltet wird , nach kurzer Zeit (erreichen der betriebstemperatur) wird der Heizstrom zurückgeregelt meist ein durch einen Transistor überbrückter Widerstand im Heizkreis (wahrscheinlich auf Kathoden-Platine). Dieser R dürfte entweder taub ode ausgelötet sein.

Wenn du einen Schaltplan besitzt auf den Scanner damit und hochgeladen, das findet sich bestimmt schnell.

Wenn Keine Farbe fehlt und die Bildschärfe in Ordnung bleiben stimmt die Hochspannung und du brauchst nur bei gezogenem Netzstecker die Katodenplatine hinten am Röhrenhals untersuchen. Es müsste der dickste Widerstand darauf sein.

zu zehn Prozent könnte der Kontrast schuldig sein aber dann würden der Fehler sporadisch auftauchen, er tritt aber super präzise auf.Aufgrund Deiner Beobachtung sollte die Fehlersursache zu neunzig % in auf diese Bereich auszumachen sein. Die kurzen Erholungen sind die Momente wo Erschütterungen den Kontakt wieder herstellen dann verdampft die Brücke und das spiel beginnt von vorn das du überhaupt was siehst liegtdaran, das der Anodenstrom hochgenug ist auch ohne Heizung einige Elektronen aus der Kathode zu prügeln.