Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elko-Tausch bei Mainboard
Hallo!
Schon seit längerem habe ich festgestellt, daß bei meinem Mainboard (ABIT KT7-RAID) bestimmte Elkos zu "altern" angefangen haben (Deckel ist gewölbt, Elkos heben sich von der Platine ab). Besonders die in der Nähe des Prozessors.
Die Elko-Probleme allgemein kenne ich. Deshalb wollte ich, bevor es Probleme gibt, bei meinem Board (noch geht es, bzw. scheint zu gehen ;))die betreffenden Elkos austauschen.
Dazu ein paar Fragen - vielleicht hat das schonmal jemand von Euch bei PC-Boards gemacht:
- Die Platinen sind ja mehrschichtig. Und auch wenn ich schon mit 11 einen Lötkolben in der Hand hatte, hab ich vor den Dingern immer REspekt gehabt. Was muß man bei diesen Platinen beim Löten beachten?
- Kann ich ohne Probleme Elkos mit einer höheren Nennspannung einsetzten, z.B. 2200µF 16 V statt 2200 µF 6,3 V, wenn die Kondensatoren von den Abmaßen passen? Oder haben Elkos mit hoher Nennspannung andere elektrische Eigenschaften, wenn sie mit niedrigen Spannungen betrieben werden, als wenn ich gleich einen Elko mit niedriger Nennspannung nehme?
- Werde wohl demnächst (aus anderen Gründen) bei Dönberg in Irland bestellen ;), da werden mir 105-°C-Kondensatoren von "Punsumi" angeboten. Kann man zu denen bezügl. der Qualität etwas sagen oder ist das relativ egal?
Hoffe, ihr habt ein paar Tips auf Lager...
Grüße
Dietmar
sandmannnn
02.03.2005, 23:57
Hallo!
Schon seit längerem habe ich festgestellt, daß bei meinem Mainboard (ABIT KT7-RAID) bestimmte Elkos zu "altern" angefangen haben (Deckel ist gewölbt, Elkos heben sich von der Platine ab). Besonders die in der Nähe des Prozessors.
Die Elko-Probleme allgemein kenne ich. Deshalb wollte ich, bevor es Probleme gibt, bei meinem Board (noch geht es, bzw. scheint zu gehen ;))die betreffenden Elkos austauschen.
Dazu ein paar Fragen - vielleicht hat das schonmal jemand von Euch bei PC-Boards gemacht:
- Die Platinen sind ja mehrschichtig. Und auch wenn ich schon mit 11 einen Lötkolben in der Hand hatte, hab ich vor den Dingern immer REspekt gehabt. Was muß man bei diesen Platinen beim Löten beachten?
- Kann ich ohne Probleme Elkos mit einer höheren Nennspannung einsetzten, z.B. 2200µF 16 V statt 2200 µF 6,3 V, wenn die Kondensatoren von den Abmaßen passen? Oder haben Elkos mit hoher Nennspannung andere elektrische Eigenschaften, wenn sie mit niedrigen Spannungen betrieben werden, als wenn ich gleich einen Elko mit niedriger Nennspannung nehme?
- Werde wohl demnächst (aus anderen Gründen) bei Dönberg in Irland bestellen ;), da werden mir 105-°C-Kondensatoren von "Punsumi" angeboten. Kann man zu denen bezügl. der Qualität etwas sagen oder ist das relativ egal?
Hoffe, ihr habt ein paar Tips auf Lager...
Grüße
Dietmar
also, wenn die geschichte mechanisch passt, gibts meiner bescheidenen meinug nach keine probleme, wenn du elkos mit einer höheren spannungsfestigkeit einsetzt.
das ist sogar besser. denk ich.
bei 105 grad elkos seh ich auch kein prob.
kannst mal adresse posten ??
ich such solche dinger und hab noch keinen gescheiten lieferanten in D gefunden.
diese elkos sind qualitkativ um welten besser als der standart müll
gruss
sandmannnn
Michael Eggert
03.03.2005, 00:47
Hi!
- Die Platinen sind ja mehrschichtig. Und auch wenn ich schon mit 11 einen Lötkolben in der Hand hatte, hab ich vor den Dingern immer REspekt gehabt. Was muß man bei diesen Platinen beim Löten beachten?
Dietmar
Die Platinen haben vor allem auch dicke (und teilweise mehrere) Lagen mit großflächig Masse und Versorgungsspannung, die Dir aufgrund des vielen Kupfers die Wärme abziehen. Darum brauchst Du ordentlich Leistung, um die Lötstelle heiß genug zu bekommen, bevor sich das "Drumherum" zerlegt. 50W min, besser mehr, und am besten temperaturgeregelt.
- Kann ich ohne Probleme Elkos mit einer höheren Nennspannung einsetzten, z.B. 2200µF 16 V statt 2200 µF 6,3 V, wenn die Kondensatoren von den Abmaßen passen? Oder haben Elkos mit hoher Nennspannung andere elektrische Eigenschaften, wenn sie mit niedrigen Spannungen betrieben werden, als wenn ich gleich einen Elko mit niedriger Nennspannung nehme?
Dietmar
Vor allem brauchst Du Kondensatoren mit niedrigen Innenwiderstand, low-ESR genannt. Gegen höhere Spannung ist nichts zu sagen, aber wenn die Kondensatoren bei gleicher Kapazität, gleichen Abmessungen und gleichem Temperaturbereich mehr als die doppelte Spannung abkönnen sollen, würde ich zumindest zweimal hinschauen, ob da auch wirklich low-ESR drin ist. So alt sind die alten ja noch nicht, daß Kondensatoren allgemein seitdem viel kleiner geworden wären...
low-ESR bekommst Du zum Beispiel bei www.segor.de
Gruß,
Michael.
Hi,
ich habe schon Boards gesehen, die liefen noch halbwegs obwohl die Elkos heftig abgeblasen haben. So kritisch scheint der Wert und damit das Verhalten nicht zu sein.
Sollange das Board noch läuft ist die Chance es durch austausch der Elkos zu retten extrem hoch. Bisher hatte ich nur Mißerfolge wenn das Board vorher schon den Geist aufgegeben hat.
Ich habe das bisher immer so gemacht, dass ich die Elkos rausgerupft habe und die Pins einzelnd erhitzt herausgezogen habe. So muß man nicht braten um den Elko herauszubekommen. Entlötlitze und Pumpe kriegen bei den dicken Multilayerboards das Zinn kaum raus.
Wenn sich die Löcher wieder verschlossen haben, so bedient man sich eines einfachen Tricks. Die Lötstelle erhitzen und das Zinn flüssig machen. Dazu ein bischen Lötzinn hinzugeben. Durch die flüssige Lötstelle steckt man jetzt eine Druckbleistiftmine, das Graphit verdrängt das Zinn. Erst den Lötkolben wegziehen und auf die Lötstelle pustend die Bleistiftmine vorscihtig herausziehen. Man erhält ein wunderschönes Loch, in das man den neuen Elko stecken kann. Nach dem reinstecken die Beinchen kürzen, die Lötstelle nochmals flüssig machen und mit einer Entlötpumpe das überschüssige Zinn absaugen um die Grafitreste zu entfernen. Anschließend normal festlöten.
Gruß
Elmar
Kamayaka
03.03.2005, 01:31
Moin,
in Mangel meines wissens um die niederohmigen Elkos die ja allgemein bei Schaltreglern von nöten sind habe ich nem Spezl vor nem Jahr mal ganz gewöhnliche Reichelt Dinger verbaut. Die haben leider aufgrund der Abmessungen ned ganz reingepasst sprich die Elkos heben sich vom Aussehen und der Dimension vom Board ab aber es läuft tadellos und ohne zu Murren.
Nichtsdestotrotz habe ich tierische Probleme gehabt Elkos mit genau den gleichen Daten (Abmessungen, Spannung, Kapazität) zu finden.
Bei Segor hab ich damals aber nicht geschaut. Glaube im Bürklin hab ich was halbwegs brauchbares gefunden...
Jan
So dicht wie die Elkos auf dem Board angeordnet sind wird ein direktes Auflöten mit Platinenkontakt mit nicht passenden Ersatztypen und größerem Umfang nicht möglich sein. Man müßte sie dann mit Abstand auflöten, was die eh schon schlechteren Eigenschaften (ESR) von "Wald und Wiesen"-Elkos ggü. den Originaltypen noch verschlechtert. Ersatz-Elkos mit identischen Abmessungen und Kapaz. sind teuer (mit viel Glück 1 EUR pro Stück + Versand, mal bei Segor schauen). Das ist gut zu überlegen bei einem Board mit KT133A Chipsatz, das noch mit alten SDR-DIMMs läuft. Auslöten der Elkos ist auch alles andere als einfach, ich hab das vor kurzem bei einem MSI-K7T (gleicher Chipsatz) gemacht. Ging zwar, aber die Dukos leiden sichtlich. Preiswerte passende Ersatz-Elkos habe ich bis jetzt nicht auftreiben können (brauche das Board aber auch derzeit nicht. Die Sache ruht).
Gruß
Gerd K.
Ich hab das auch schon mal gemacht. Das entloeten ist ziemlich unlustig (viel Leistung notwendig, mein 45Watt Selktra war zuwenig). Wichtig bei den Elkos ist das Low-ESR und die Abmessungen, etwas mehr Spannungsfestigkeit und mehr Kapazitaet schaden nicht (zb 10v statt 6.4). Ich habe mir die Elkos bei www.motherboardrepair.com gekauft.
Reversi
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