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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Digitaluhr in TTL



elmar
06.03.2005, 20:36
Hi,

da mein blöder Funkwecker wiederholt versagt hat, möchte ich mir eine Zuverlässige Uhr selber bauen. Obduktion der Scheinleiche fördert einen µC zu Tage, der anscheinend einen Knacks hat, er gibt manchmal Gleichspannung auf den Piepser statt Rechteck.

Damals als Schüler habe ich in einer Bibliothek ein Buch über Digitaluhren gefunden. Nur leider exisiert diese Bibliothek nicht mehr. Ich weiss leider auch ncicht, wie sich die Buchreihe nennt. Darin waren unzählige Uhren und variationen in TTL-Technik zum Nachbauen drin.

Jetzt bin ich auf der Suche nach Schaltungen zum Selbstbau. Ich denke da an eine Uhr mit 1Hz Taktgeber aus Quarz, BCD Zählern (mit Sekunden) und BCD-7-Segment Decoder. Das Ganze als Anzeige mit LED Anzeige. Wichtig ist die Alarmfunktion, in dem Buch wurde die Alarmzeit durch BCD Codierschalter eingestellt. Das gefällt mir, da man die Alarmzeit sehr schnell verändern kann. Als Student stehe ich an jedem Tag zu einer anderen Zeit auf, das mit den BCD wäre dafür schön, da es schneller geht als per up/dn Tasten.

Natürlich könnte ich mir das Ganze selber planen, aber irgendwie fehlt mir die Lust und die Zeit. Auch sollte es auf Anhieb funktionieren.
Akku-Gangreserve (deswegen Quarz) usw. kann ich immer noch nachrüsten oder selber entwickeln.

Gruß
Elmar

Rudo
06.03.2005, 21:00
ja, mit nem Funkwecker kannste heutzutage kaum noch einen Bastler motivieren, ausser nuggy natuerlich.
Achte mal auf die Fernostangebote von Aldi, Lidl, Norma, Plus, uher, grundig ..., da vergeht dir auch die Lust am Selbermachen ;)

elmar
06.03.2005, 21:07
Hi,


gerade deswegen will ich ja was solides. Etwas, wo man sieht, dass da was nicht stimmt. So ein µC Dingens kann einfach abstürzen oder eben wie bei mir manchmal, aber nicht immer versagen.

Also einen schönen Wecker aus TTL-Technik.

Gruß
Elmar

Peter Dannegger
06.03.2005, 21:29
So ein µC Dingens kann einfach abstürzen oder eben wie bei mir manchmal, aber nicht immer versagen.


Wie kommst Du denn bloß darauf ?

Ich hab über Jahre diverse selbst gebastelte Uhren im Hause, alle laufen wie doll.
Die einzige Absturzmöglichkeit ist, man schmeißt sie runter.

Ist nichts besonderes, ein AT89C2051, 2 Tasten und MAX7219 mit 8 Anzeigen.

Ist dann auch keine Kunst für jeden Wochentag ne andere Weckzeit einzuprogrammieren.


Peter

elmar
06.03.2005, 21:35
Hi,


ja, selbstgebaut. Trotzdem möchte ich ein schönes Bastelprojekt. So richtig mit viel Verdrahtung.

Und für jeden Wochentag einzuprogramieren bringt nix. Ich bin Student und arbeite nebenher. Da ist fast jeder Tag anders. Terminkalendersynchronisierung wäre da schon eher was :D

Aber ich will trotzdem eine TTL-Uhr!

Gruß
Elmar

Joe
06.03.2005, 22:41
Dann nimm wenigstens CMOS-ICs, braucht nicht soviel Strom...
Verstehen kann ich dich allerdings auch nicht, habe das zum letzten Mal vor 25 Jahren gemacht.

Rudo
06.03.2005, 22:52
willste das Funkmodul auch selbst entwickeln? - ich glaube, das war eines der ersten Module, welches man beim C* in hochintegrierter Form (als seine Eigenentwicklung) separat beziehen konnte, nachdem der angefangen hatte, Ingenieure einzustellen.

elmar
06.03.2005, 22:53
Hi,


etwas Nostalgie, etwas Spaß an der Freude.... Kein CMOS. Darf ruhig was saugen. In Diskreter Transistortechnik wäre auch was, aber das wäre dann zu viel Fummelei. Vielleicht mache ich das auch irgendwann ;)

Hat keiner einen konkreten Schaltplan?

Gruß
Elmar

elmar
06.03.2005, 22:54
Hi,




willste das Funkmodul auch selbst entwickeln? - ich glaube, das war eines der ersten Module, welches man beim C* in hochintegrierter Form (als seine Eigenentwicklung) separat beziehen konnte, nachdem der angefangen hatte, Ingenieure einzustellen.

Ich will keine Funkuhr.
Quarz und TTL Technik - sonst nix!

Gruß
Elmar

Rudo
06.03.2005, 23:31
Hat keiner einen konkreten Schaltplan?

Gruß
Elmaro.k., elmar, fuer eine kurze Zeit.
sag Bescheid, wenn du es hast.
http://de.geocities.com/muph2001/uhr-1.gif

elmar
06.03.2005, 23:44
Hi,

das ist doch schon mal was handfestes. Danke!!!

Jetzt nur noch den Quarzantrieb, aber das ist ja kein Problem. Einen Goldcap als Gangreserve und fast fertig.

Nur das mit der Weckfunktion beschäftigt mich noch.
Wie vergleiche ich den BCD-Code mit den BCD Leitungen der aktuellen Zeit? Bei der Schaltung, die ich damals gesehen habe war ein Trick dabei, es kam mit sehr wenig aus. Nur leider kann ich micht nicht mehr daran erinnern. :( Wie vergleicht man am geschicktesten mehrere Leitungen? Es gibt zwar spezielle ICs dafür, aber das müsste doch auch so gehen, oder?

Gruß
Elmar

Rudo
07.03.2005, 00:00
so was hab ich auch noch gefunden:
http://de.geocities.com/muph2001/uhr-2.gif

edgar
07.03.2005, 00:24
Mensch ,

was ist denn das? Habe ich vor 30 jahren schon mal gesehen.
Grossartig dass jemand nicht dem wirkungsgrad nachlaeuft tuechtig heizen moechte...es ist wohl dieser kalte winter der dieses beduerfnis fordert...
TTL und einen quarzoszillator mit thermostat bitte. Gluecklicherweise gibt es heute gute IC sockel.Also ueberhaupt kein problem in sicht.

Elmar nimm doch lieber einen alten XT pc der hatte doch ttl schreibe ein vernuenftiges Uhrenprogramm mit allem schnick schnuk.. heizt genausogut und crascht nicht.
wie willst Du studieren,arbeiten im forum erscheinen und eine TTL Zwiebel bauen ?
Zuu vviel!

ed

Peter Dannegger
07.03.2005, 00:38
Jetzt nur noch den Quarzantrieb, aber das ist ja kein Problem. Einen Goldcap als Gangreserve und fast fertig.


Goldcap bei TTL ???

Reicht nicht mal für 1s !

Rechne mal mit 50..100mA pro IC + Strom für die LEDs.

Ein 2A Netzteil sollte reichen.

Was hast Du denn gegen CMOS ?
Dürfte sogar billiger sein, da man für TTL schon Museumsaufschlag zahlen muß.


Wenn Du die Weckzeit oft ändern willst, ist das bequemste ein 10-er Tastenblock, der sich allerdings mit einem µC wesentlich einfacher abfragen läßt.


Peter

elmar
07.03.2005, 00:58
Hi,


das war der Trick. Keine BCD Codireschalter sondern dezimale. Und dazu dann je einen BCD zu Dez Decoder!
Wieso die LEDs mit versorgen? Eine Diode als Rückflussverhinderer und die Anzeige geht bei Stromausfall aus. Soll ja nur wenige Minuten überbrücken. Ich kann den Alarm (Elkogepufferter Summer) ja auslösen, wenn der Goldcap nach einigen Minuten schlapp macht. Hauptsache ich kann nicht verschlafen. Akku möchte ich nicht verwenden, ich will das Ding Solide für die Ewigkeit bauen. Ein Wecker fürs ganze Leben, wenn es geht. Deswegen auch keinen µC. Später kann ich ja immer noch CMOS einbauen, wenn die ausgestorben sind.

Gruß
Elmar

Peter Dannegger
07.03.2005, 10:30
Wieso die LEDs mit versorgen? Eine Diode als Rückflussverhinderer und die Anzeige geht bei Stromausfall aus. Soll ja nur wenige Minuten überbrücken. Ich kann den Alarm (Elkogepufferter Summer) ja auslösen, wenn der Goldcap nach einigen Minuten schlapp macht.


Hä ???

Mit Rechnen hast Du es wohl nicht so:

1A an 1F nach 1s: 5V->4V

Mit Minuten ist da nichts !!!

LEDs abschalten bringt nur wenig, die TTLs sind die Stromfresser

Bei einem µC sind natürlich die LEDs der Stromfresser, da lohnt das Abschalten wirklich und dann reicht ein Goldcap sogar mehrere Tage.


Peter

Rudo
07.03.2005, 10:32
Quarz und TTL Technik - sonst nix!

Gruß
Elmarfaellt mir noch zu ein, dass du den Quarz hoechstens als Gangreserve brauchst. Die Netzfrequenz wird naemlich von freundlichen Heinzelmaennchen immer wieder schoen nachgestellt, das ist auf Dauer genauer als Quarz. ;)

Winnie
07.03.2005, 10:42
Nur das mit der Weckfunktion beschäftigt mich noch.
Wie vergleiche ich den BCD-Code mit den BCD Leitungen der aktuellen Zeit? Bei der Schaltung, die ich damals gesehen habe war ein Trick dabei, es kam mit sehr wenig aus. Nur leider kann ich micht nicht mehr daran erinnern. :( Wie vergleicht man am geschicktesten mehrere Leitungen? Es gibt zwar spezielle ICs dafür, aber das müsste doch auch so gehen, oder?

Gruß
Elmar

Mit einem 7485 z. B. Dies ist ein 4-Bit-Adressvergleicher.

Warum benutzt Du nicht einfach einen Analogwecker, oder versuchst es mit Autosuggestion, da entfällt der Wecker komplett.

Gruß Winnie

Peter Dannegger
07.03.2005, 10:59
faellt mir noch zu ein, dass du den Quarz hoechstens als Gangreserve brauchst. Die Netzfrequenz wird naemlich von freundlichen Heinzelmaennchen immer wieder schoen nachgestellt, das ist auf Dauer genauer als Quarz. ;)

Im Prinzip schon.

Blöd nur, daß alle meine Wandwarzen nur DC liefern.


Peter

Rubi
07.03.2005, 11:35
Hier gibts auch ein schönes TTL Design.
Habe es auch gebaut, kein Quarz, kein Trafo,...

http://www.electricstuff.co.uk/nixclock.html

Übrigends, die Netztfrequenz ist wirklich viel präziser als ein Quarz.
Tagsüber kann es schon mal um eine Minute davonlaufen,
aber am nächsten Tag passt es dann wieder.
Die Freunde vom EWerk dürften die Fehler wieder nachjustieren.

Nach einem halben Jahr Betrieb läuft die TTL Uhr um eine Minute vor,
die Quarzgesteuerte Uhr um 10min. nach,...


LG
Rubi

buz11
07.03.2005, 12:35
Hier gibts auch ein schönes TTL Design.
Habe es auch gebaut, kein Quarz, kein Trafo,...

http://www.electricstuff.co.uk/nixclock.html

...

LG
Rubi

Jaaaaa !

DAS ist eine Uhr !

Wenn schon , denn schon . Keine halben Sachen .
Fast haargenau gleich hat es mein Papa vor ca. 31 Jahren gebaut !

Anatec
07.03.2005, 13:51
@Rubi,

Übrigends, die Netztfrequenz ist wirklich viel präziser als ein Quarz

da möchte ich aber widersprechen. Man kann an der Schwingschaltung ne Menge versauen und den Quarz dazu veranlassen unstabil zu werden. Vorausgesetzt er arbeitet sauber und in seinem Arbeitsbereich, dann ist er auch auf Dauer wesentlich genauer als die Netzfrequenz. Wenn auf dem Quarz 1Mhz steht, wird er hinter dem Komma Abweichungen haben. Man muß ihn schon auf die Sollfrequenz ziehen.

MfG Gerd H

Rudo
07.03.2005, 13:57
@Gerd H,
na ja, dann haste immer noch die Temperaturabhaengigkeit des Quarzes.
Beim E-Werk scheinen die einfach nur die Umdrehungen zu zaehlen und korrigieren das dann immer wieder nach.
@ buz11,
die Nixies sind jetzt wohl richtig 'in':
schau mal dort :
http://www.askjanfirst.com/dindex.htm

Rubi
07.03.2005, 14:07
Hallo Anatek

Das was für die Netzfrequenz spricht, ist einfach das diese nachjustiert wird,
die Quarzfrequenz aber nicht. Was ich gehört habe, müßen die ungenauigkeiten durch z.B. hohe Auslastung hervorgerufen, wieder ausgleichen, da die Industrie bei vielen Anlagen die Frequenz als Referenz verwendet.

Auch wenn die Netzfrequenz innnerhalb von 1 Stunde deutlich unpräzieser ist, schlägt Sie auf längere Sicht hin, jeden Quarz.

In einer Nixie Mailingliste, der ich angehöre, wird das so ungefähr jeden Monat mindestens einmal länge mal breite diskutiert.

Seitdem ich es ausprobiert habe, bin ich von der Netzfrequenz als Taktgeber bei Uhren überzeugt. Einfach und genau, was will man mehr.

LG
Michael

Rubi
07.03.2005, 14:11
@Gerd H,
die Nixies sind jetzt wohl richtig 'in':


Na ja, ich muß sagen, meine Nixie Uhr würde ich nicht mehr hergeben.
Gerade im Schlafzimmer, wo sie bei mir steht, ist das warme Licht,
und die Ausstrahlung der Uhr, einach extrem beruhigend und angenehm.

Von der Austrahlung wirkt die Nixi im Vergleich zu einer normalen Uhr ,wie ein offener Kamin zu einer Zentralheizung.

LG
Rubi

holgi
07.03.2005, 15:48
Frag Nugget, der kann Dir bezüglich TTL-Gräber bestimmt helfen... ;)

Anatec
07.03.2005, 18:54
@Rubi,

Auch wenn die Netzfrequenz innnerhalb von 1 Stunde deutlich unpräzieser ist, schlägt Sie auf längere Sicht hin, jeden Quarz
Das liegt aber einfach nur daran, das du im Heimlabor den Quarz nicht präzise einstellen kannst. Dazu fehlen dir die Meßmittel. Die Netzfrequenz ist gegeben und im langen Mittel gleicht die sich aus, das ist richtig.
Ich staune nur, du schreibst, Firmen nehmen die 50 Herz als Referenz??????? wozu soll das gut sein????? Ich gewinne doch meine Eichfrequenzen nicht aus dem Netz. Wer's genau braucht besorgt sich den entsprechenden Meßgenerator und wer's supergenau braucht, holt sich die Referenz zum eichen der Generatoren aus Braunschweig.
Übrigens, ein Trägergenerator in ner TF Anlage (Quarz in nem Thermostaten) weicht im Jahresmittel nicht mal 1Hz ab. Oki sowas kann man natürlich nicht in ne TTL Uhr bauen. Es ging mir nur mal allgemein um deine Feststellung über die Genauigkeit von Quarzen. Wer das so pauschal liest, kann da schnell falsche Schlüsse ziehen.

Gruß Gerd H

Anatec
07.03.2005, 19:02
@Rudo,
und womit zählen sie ihre Umdrehungen? doch auch blos mit nem hochpräzisen Quarznormal........den sie alle halbe Jahre nacheichen lassen :D

Gruß Gerd

elmar
07.03.2005, 19:28
Hi,

Nixiuhr ist was schönes - nur verschleißt die mir zu schnell. Ich will was fürs ganze Leben. Zumindest die ersten 30 Jahre so tun als wenn die ewig läuft. ;)

Die Netzimpulse werden gezählt und mit der Atomuhr verglichen - schlägt wirklich jeden Quarz. Nur dumm, dass die meisten Uhren auf Peaks reagieren und die manchmal mitzählen, daher gehen die ganz leicht vor. Meinen Klappzahlenwecker ließ das kalt, den habe ich nur nach Stromausfall stellen müssen, der ging jahrelang sehr exakt. Die Täfelchen fallen zwar mit einer differenz von +/- 5sek, dafür aber im Mittel immer genau, Peaks lassen den Synchronmotor kalt. Nur leider ist der bei mir verschlissen. Schon klar nach über 30 Jahren dauerbetrieb. Den habe ich gebraucht bekommen, der stand Jahrzehntelang in einer Amtsstube.

Mit der Gangreserve per Goldcap wird das schon werden, da ich aus C-Control Steuerungen 20 Stück ausgebaut habe. 10 Stück sollten mal einen kurzen Stromausfall verkraften. Ich hab die ja eh umsonnst, kostet nix. Akku läuft irgendwann aus. Ich werde dann halt alarm auslösen lassen, wenn die Uhr zu lange keinen Strom hatte. Piepser mit dickem Elko oder auch einen Goldcap dran. Hauptsache bei Stromausfall geweckt werden und dann eine Batteriebetriebene Uhr benutzen oder abwarten und die Uhr neu stellen. Müsste ja per PNP gehen, wenn die Goldcaps mehr als 0,7V verloren haben, leitet der PNP und schaltet den Summer ein. Die Goldcaps sollen vor allem vor Netzstörungen schützen und kleine Strompausen (Stecker umstöpseln, ministromausfall, ...) puffern. Mehr nicht.

Das mit dem Quarz nachziehen ist eine Sache. Aber womit vergleichen um den genau einzustellen? Da lieber einige Sekunden Pro Montat verlieren oder zu viel bekommen. Soll ja was nostalgisches werden. Mechanische Wecker hat man ja auch immer regelmäßig nachstellen müssen.

Das Ding soll einfach Spaß machen, möglichst viel können trotz spartanischer Integration und vor allem eines: Zuverlässig wecken!

Gruß
Elmar

elmar
07.03.2005, 19:38
P.S.:


Ich habe mal eine schöne Uhr per µC gebaut. Man stellt die Zeit ein und die Weckzeit. Dann läuft die Uhr abwärts bis zur Weckzeit. Es interessiert ja nachts nicht so sehr wie spät es ist, sondern wie lange man noch schlafen kann ;) Ist der Wecker aus, so zeigt er die Normalzeit. Die letzte Minute zeigt die dann als Sekunden an und knackt dabei Sekündlich (2Hz).
Und wozu das knacken? Das ist so eine Art Bombencountdown. Als verzierung hatte die Spiraldrähte und gefakte Dynamitstangen aus rot angemaltem aufgerolltem Endlospapier. Ich habe das Teil als Geburtstagsgag gebastelt und verschenkt. Leider habe ich das Programm davon nicht mehr. Und der µC ist aus platzgründen direkt eingelötet :( .Der Schaltplan entspricht weitgehend dem von der µC Uhr von André.
Der jetzige Besitzer sagte mir, dass das mit dem Countdownknacken sehr schonend weckt. Falls man zu tief schläft geht ja immer noch der richtige Alarm los. (1,3kHz). man kann die "Bombe" vor dem Alarm entschärfen und aufstehen. Sehr nervenschonend.

Gruß
Elmar

Rudo
07.03.2005, 19:46
@Rudo,
und womit zählen sie ihre Umdrehungen? ehrlich, ich hab keine Ahnung!

doch auch blos mit nem hochpräzisen Quarznormal........den sie alle halbe Jahre nacheichen lassen :D

Gruß GerdFrage an den Amateurfunker:
in meiner Bastelzeit (70-er bis 80-er) Jahre war bei Elektor & Co. immer die Rede von diesem Langwellensender "Droitwich" (England) oder so aehnlich. Da war, glaub ich, die Traegerfrequenz (200.000 Hz?) atomuhr-genau. Es hatte mich damals schon 'in den Fingern gezuckt', sowas (also einen Empfaenger dafuer) mal nachzubauen. (Hatte der Sender nicht auch den Makel, dass er nicht immer gesendet hat??)
Gibts den Sender noch ???

Peter Dannegger
07.03.2005, 21:20
Nixiuhr ist was schönes - nur verschleißt die mir zu schnell.


Da haste volkommen recht, LEDs sind einfach unschlagbar.

Ich will mir mal trotzdem bei Reichelt ne OLED-Anzeige holen, auch wenn die nur 10.000h Halbwertszeit haben.




Nur dumm, dass die meisten Uhren auf Peaks reagieren und die manchmal mitzählen, daher gehen die ganz leicht vor.


Ist nur die Dummheit des Softwareentwicklers. Der Eingang muß natürlich entprellt werden.




10 Stück sollten mal einen kurzen Stromausfall verkraften.


Ich bewundere immer noch Deine Rechenkünste.
10 Stück halten dann eben 10s, ist also immer noch nicht der Rede wert.

Was stört Dich denn bloß an den 74HC390 statt den 7490 Stromfressern ?

Peter

elmar
07.03.2005, 21:32
Hi,


10 Sekunden reichen dicke. Längere Stromausfälle sind selten, öfter habe ich hier Brown-Outs erlebt. Da sollten die Goldcaps reichen.

Die klassischen Radioweckerchips sind nicht programmiert, die sind in Hardware gegossen.

Ich habe nichts gegen die Stromsparenden Chips. Ich will aber in diesem Fall nostalgie. Und die "normalen" TTLs sind halt unempfindlicher gegen EMV. Schaltsteckernetzteil statt Eisen und der Primärstromverbrauch dürfte ziemlich ähnlich ausfallen. Wobei wir beim nächsten Punkt sind - Quarz statt Netzzählen. Ich möchte da halt keine Netzspannung drin haben, da ich mir wahrscheinlich ein durchsichtiges Gehäuse aus Acryl selber herstelle. Vielleicht aber auch erst später. Mal sehen. Ok, Wechselspannungsnetzteil ginge auch, aber die Regler möchte ich vermeiden. Also in dem Gehäuse (durchsichtig) soll ausschließlich die Uhr sein. keine Gleichrichter, möglichst keine Elkos, keine Stabis. Nur die TTL Chips und die nötigsten passiven Bauteile.

Ich will ja keine ideale Uhr bauen, sondern einfach Spaß am basteln haben und ich habe meine eigenen Vorstellungen.

Auch noch die Frage b ich Streifenraster verwende oder ein handgemaltes Layout... Mal sehen, wozu ich Lust habe.

Gruß
Elmar

Peter Dannegger
07.03.2005, 21:53
Die klassischen Radioweckerchips sind nicht programmiert, die sind in Hardware gegossen.


Ich würde mal sagen, sowas sind seit mindestens 20 Jahren billige 4-Bit-CPUs mit maskenprogrammiertem ROM.


Peter

Anatec
07.03.2005, 21:54
@Rudo,
Du weist doch, das ich "Quarzfetichist" bin LOL. Ich habe absolut nix gegen die Netzfrequenzmethode. Aufwand - Nutzen, so muß man es auch sehen. In der DDR hätte das allerdings nicht hingehauen. Da stand das Netz oft auf 49Hz. Auch Elmars Vergleich mit der Atomuhr läßt etwas Schmunzeln aufkommen. Jede Tubine hat einen Phasenmesser. Der zeigt an, das sie netzsynchron läuft und Energie abgibt und nicht vom Netz mitgezogen wird. Alle europäischen Generatoren atomuhrgenau zu synchronisieren, das wäre was, besonders bei der ständigen Hin und Herschalterei in den Netzen. Tags wird Strom zugekauft, Nachts verhökert usw. Die Induktivitäten der Netze und Trafos fangen ne Menge Phasensprünge ab. Man muß auch bedenken, wie träge so ein tonnenschwerer Anker auf eine Drehzahlreglung reagiert. Man kann also nicht davon ausgehen, wenn tagsüber "nur" 49,5Hz waren drehen wir nachts auf 50,5. Unterm Strich stimmts dann wieder.

Zur Genauigkeit, Ob Droitwich noch sendet? Keine Ahnung. Der Träger vom DCF77 ist doch hochstabil. Nimmste halt den. Teilt sich blos bischen dümmer wie der 200kHerzer.

Nachtrag, Totgesagte leben länger
http://tx.mb21.co.uk/gallery/droitwich/index.asp

Gruß Gerd H

elmar
07.03.2005, 22:03
Hi,


ne, die halten das nicht tagesgenau! Die korrigieren nur bei starken abweichungen netzweit, indem die was mehr Gas geben oder langsammer laufen lassen. Monatlich ist der Mittelwert genau, nicht tagesgenau.

Gruß
Elmar

Rudo
07.03.2005, 22:35
Zur Genauigkeit, Ob Droitwich noch sendet? Keine Ahnung. Der Träger vom DCF77 ist doch hochstabil. Nimmste halt den. Teilt sich blos bischen dümmer wie der 200kHerzer.

Nachtrag, Totgesagte leben länger
http://tx.mb21.co.uk/gallery/droitwich/index.asp

Gruß Gerd Hdanke!, fuer den Link.
Wenn ich das hier sehe,
http://norma24.de/index_norma24.php?mitte=angebote/05_03_14/index.php&we_objectID=5581
dann hab ich keine Motivation mehr zum Uhren-Basteln.
Damals habe ich das Elektor-Abo geschmissen, weil ich die staendigen Uhren -u. Wuerfelschaltungen nicht mehr ertragen konnte ;)
Ich habe noch einen alten Marconi-Zaehler mit Nixie-Roehren und Quarzheizung - aber das Gelbe vom Ei ist das Dingen auch nicht :rolleyes:

Joe
07.03.2005, 23:14
Thema "Quarzziehen" - die Zeilenfrequenz (15,625kHz) soll zumindest bei den öffentlich-rechtlichen :-) recht genau sein.

elmar
07.03.2005, 23:21
Hi,


das war mal. Heutzutage wird digital aufgezeichnet, geschnitten und gesendet. und analoges Gerät wird halt vor der analogen übertragungsstrecke analog gewandelt. Und da hängt es vom Konverter ab, wie genau die Frequenz sich an die Norm hält.

Wo außer Sat-TV gibt es denn noch analoges Fernsehen - zumindest auch nach 2010?

Gruß
Elmar

buz11
07.03.2005, 23:44
@Elmar

Habe ich das richtig verstanden , Du willst ein Schaltsteckernetzteil verwenden ?

Gibt es etwas elektronisches , das noch unzuverlässiger ist ?

elmar
07.03.2005, 23:58
Hi,


die Stromversorgung sehe ich als notwendiges Übel an. Gehört eben nicht zur eigentlichen Uhr. Wenn sich das nicht bewährt, kann ich immer noch was anderes dranhängen.

Gruß
Elmar

edgar
08.03.2005, 01:22
How to increase the intelligence level of mankind?

Building and rebuilding ttl clocks !

buz11
08.03.2005, 10:28
Nixie - Röhren sind ganz nett , aber , viel reizvoller wäre für mich ein Wecker mit OLED .
Hat ja auch ( noch ) nicht jeder .

Zum beispiel : http://www.reichelt.de/bilder/web/A500/PLED162.jpg

Alexandre Terentiev
08.03.2005, 11:47
Zum beispiel : http://www.reichelt.de/bilder/web/A500/PLED162.jpg

Versuch mal so was mit reinem TTL zu steuern ohne µC :-)
Und das Ding ist nach 2-3 Jahren 50% dunkler....

topla
08.03.2005, 12:59
@elmar:

Ich habe gerade am Wochenende mal meine Restbestände uralt TTL aus DDR-Zeiten gesichtet und kann Dir da noch schöne D/P192 und 147 in Keramikgehäuse anbieten. Tolle Optik und die hat gleich gar nicht jeder... (hoffe ich mal).

Thomas

elmar
08.03.2005, 13:23
Hi,

Interessant wäre das schon, aber bei einem Defekt in einigen Jahren schwierig zu beschaffen. Selbst bei den klassischen TTLs habe ich schon ein komisches Gefühl mit der beschaffbarkeit in ferner Zukunft. Allerdings dürften die pinnkompatiblen CMOS noch was länger beschaffbar sein, also schon eher was. Und ganz viel Später muß ich dann auf programmierbare Logikbausteile zurückgreifen.

Gruß
Elmar

topla
08.03.2005, 13:59
Ich glaube nicht, daß Du meine Restbestände mit "einer" Uhr in normalem Betrieb in Deinem Leben aufbrauchst (wenn Du die Dinger nicht mit der Spannungsversorgung killst).Thomas

Rubi
08.03.2005, 14:37
Das Problem mit den DDR Teilen ist, das es kein Datenblatt dfür gibt.
Hebe mir bei Ebay schon ein paar gut aussehende Bausteine gekauft,
nur um dann nachher festzustellen,
"Ich weis, das ich nichts über diesen Baustein weis",...

LG
Rubi

elmar
08.03.2005, 14:41
Hi,

da gibt es doch diese Gedultsspiele mit einer Kugel in einem verdeckten Labyrinth.... Das ist halt die Königsklasse :D

Gruß
Elmar

topla
08.03.2005, 14:46
Das Problem mit den DDR Teilen ist, das es kein Datenblatt dafür gibt.

Gibt es schon. Laß mal hören, was Du suchst. Ich habe noch jede Menge Applikationsschriften (die ich letztes Wochende fast entsorgt hätte), und da ist eigentlich immer ein Datenblatt dabei gewesen.

Thomas

holgi
08.03.2005, 16:01
Das Problem mit den DDR Teilen ist, das es kein Datenblatt dfür gibt.
Hebe mir bei Ebay schon ein paar gut aussehende Bausteine gekauft,
nur um dann nachher festzustellen,
"Ich weis, das ich nichts über diesen Baustein weis",...

LG
Rubi

Frag doch einfach uns hier...

Rubi
08.03.2005, 16:06
Hallo


Gibt es schon. Laß mal hören, was Du suchst. Ich habe noch jede Menge Applikationsschriften (die ich letztes Wochende fast entsorgt hätte), und da ist eigentlich immer ein Datenblatt dabei gewesen.

Thomas


Frag doch einfach uns hier...

GUTE IDEE

Im Moment würden mich die Daten von einem Transistor interessieren,
von dem ich mehrere hundert Stück zu Hause herumliegen habe.
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, werde ich den Typ posten.

Vielen Dank schon im voraus

LG
Rubi

Anatec
08.03.2005, 17:47
@Elmar,

bei der heutigen Wirtschaftslage, werden sie wohl irgendwann den Rost von den alten RFT Sendern kratzen. Übrigens, digitale Signalverarbeitung hat wenig mit den TV Modulatoren zu tun. Für die gelten Vorschriften in Bezug Stabilität, Frequenzgenauigkeit usw. Egal wo der Bildinhalt herkommt, der Modulator ist Bestandteil des Senders und dementsprechent autonom. Im Sender wird das Bild an den Modulator angepasst nicht umgedreht.
Wenn du noch schöne alte DDR, Tesla oder russische TTL haben möchtes, ich wollte die schon mal alle wegwerfen. Ich habe auch noch einige originalverpackte russische, stromfressende EPROM's. So'ne Nixiuhr ist bestimmt ne nostalgische Sache und nicht zu verachten. Kommt für mich aber nicht in Betracht. Das einzige was ich nochmal für den Enkel baue ist ein Röhren 1V1. Ich habe mir extra im Antiquariat das alte AFU- Buch von 1956 besorgt, weil, da ist der Schaltplan von dem 1V1 drinn mit dem ich mal als "Stippi" angefangen habe. Ich habe schon alles daliegen, nur die Zeit. Chassisbau macht sich in der Küche auch schlecht und ne Firma finden die ne Schlagschere, Abkante, nen Konusfräser usw. hat und das für zwei Tüten Kaffee, das ist fast unmöglich.

Gruß Gerd H

le loup
08.03.2005, 18:38
...............
Wenn du noch schöne alte DDR, Tesla oder russische TTL haben möchtes, ich wollte die schon mal alle wegwerfen. .......

kreisch
bloss nix wegwerfen.

nachdem mich nun wieder der elektronikbazillus gebissen hat
könnte ich die käfer sicher gut für erste versuche nutzen.

schick mir doch mal ne mail oder PN

gruss
le loup

Peter Dannegger
08.03.2005, 20:43
Interessant wäre das schon, aber bei einem Defekt in einigen Jahren schwierig zu beschaffen.

Keine Angst, die DDR-Typen sind alle nachentwickelt:

D192 = SN74192
D147 = SN7447
DL090 = SN74LS90
usw.

Notfalls nimmste eben LS- oder HC-Typen als Ersatz.


Bei Fragen wegen DDR-Bezeichnungen, ich habe noch das 1988 Datenbuch von RFT "Aktive elektronische Bauelemente" Teil 1 +2


Peter

edgar
08.03.2005, 21:23
Elmar,

wie waere es mit DTL Logikbausteinen...

Gruss
Edgar

Anatec
08.03.2005, 21:25
ich habe noch fast die komplette Serie "mikroelektronik - Information - Applikation" da. Außerdem die große RFT Bauelemente Vergleichsliste von 1990 (mit Originalstempel Nur für den Dienstgebrauch, LOL). Da ist auch Tesla und UdSSR drinn. Zumindest alle die in der DDR verbaut wurden.

Das gute alte "Grüne" von 1956. Die folgenden waren alle blau. Man beachte, der Verlag war noch nicht VEB. Wer es kennt und Informationen daraus benötigt....da sind allerdings nur Röhrenschaltungen drinn. Transis werden nur am Rande erwähnt.

http://www.people.freenet.de/anatec/Afubuch.jpg

Rudo
08.03.2005, 23:00
@anatech,
uii, dann musste ja so rund 20 Jahre aelter sein als ich :D

holgi
08.03.2005, 23:12
Wenne mal ins Profil guckst ist Anatec ein Jahr jünger als Du.

Rudo
08.03.2005, 23:15
Mist, man sollte doch nicht so freizuegig mit seinen persoenlichen Daten umgehen :mad:
P.S.:
@holgi,
jetzt hab ich bei dir mal reingeschaut :
was ist denn Tf ? :confused:

elmar
08.03.2005, 23:19
Hi,

Traktorfahrer? :D

Gruß
Elmar

Rudo
08.03.2005, 23:23
oder Transistorfanatiker :D

holgi
08.03.2005, 23:26
Macht euch nur lustig ;)

elmar
08.03.2005, 23:27
Hi,


laut www.abkuerzungen.de (http://www.abkuerzungen.de)

Abkürzung Langform
TF Teltow-Fläming-Kreis
deutsches Kfz.-Kennzeichen
TF Territories of France (englisch)
ISO-3166 Ländercode
TF Test Facility (englisch)
Testumgebung
TF Thin Film (englisch)
Elektronik-Herstellungsprozess

Gruß
Elmar

holgi
08.03.2005, 23:32
Ist aber kein Beruf dabei. Und mein Autokennzeichen fängt mit SBK an. Weiter ím heiteren Berufe raten...

Rudo
08.03.2005, 23:36
na gut, einen mach ich noch :
Telefonfermittler :questionm

holgi
08.03.2005, 23:39
Hast Du in der Schule eine Ehrenrunde gedreht?:cool:

Na gut, Triebfahrzeugführer (http://de.wikipedia.org/wiki/Triebfahrzeugführer)

Rudo
08.03.2005, 23:45
Hast Du in der Schule eine Ehrenrunde gedreht?:cool:
nee, auf einem Bein kann man doch nicht stehen :o

Anatec
09.03.2005, 02:15
@Rudo


uii, dann musste ja so rund 20 Jahre aelter sein als ich

????? was rechnest denn du da zusammen????? Wenn das Buch von 56 ist, bedeutet das doch nicht, das ich 56 gebaut habe. ;) Ich habe mit 12e angefangen, also 63. Da gabs die GST und die hatten ne Arbeitsgemeinschaft "junge Amateurfunker". War übrigens garnicht so verkehrt. Tastfunkausbildung, Technikausbildung und praktisch hat dann jeder solch einen 1V1 gebaut. Richtig schon mit Chassis anreißen, bohren, abkanten, löten nach Schaltbild usw. Alles unter Anleitung eines alten Meisters, Abends in ner riesigen Werkhalle. Da war der Erfolg garantiert und das lernen wurde zum Spiel. Material (Alublech, Röhren, Trafos eben alles) wurde gestellt und das Ding durftest du dann mit nach Hause nehmen. Einziger Obulus, ich glaube 30Pf. Mitgliedsbeitrag im Monat. Wer sich dann für einen Beruf in diese Richtung interessierte, bekam (Noten vorausgesetzt) auch eine Lehrstelle und einen Job. Noch ein Vorteil, Amateurfunker kamen bei der Armee zielsicher zur Nachrichtentruppe und die mußten kaum im Sand rumbuddeln.

Joe
09.03.2005, 09:59
Jaja, die Nazis haben auch Autobahnen gebaut, die Arbeitslosen von der Strasse geholt und den perspektivlosen armutsgeschädigten Jugend eine "Zukunft" gegeben - das macht sie keinen Deut besser, alles nur Mittel zum Zweck.
Will die DDR nicht mit den Nazis vergleichen - Ähnlichkeiten sind aber durchaus vorhanden. Die GST war in erster Linie militärisch interessiert und sollte den Nachwuchs sichern. FDJ-Mitgliedschaft war dafür Pflicht, und zum 1.Mai durfte man mit Uniform und KK-Gewehr durch die Ortschaften spazieren, und viele taten das mit stolzgeschwellter Brust...
Lass mal gut sein.

le loup
09.03.2005, 10:07
.........
Bei Fragen wegen DDR-Bezeichnungen, ich habe noch das 1988 Datenbuch von RFT "Aktive elektronische Bauelemente" Teil 1 +2

Peter

oder zuvor schnell mal online nachsehen:

http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/ddr/index.htm

le loup

Peter Dannegger
09.03.2005, 11:26
Will die DDR nicht mit den Nazis vergleichen - Ähnlichkeiten sind aber durchaus vorhanden. Die GST war in erster Linie militärisch interessiert und sollte den Nachwuchs sichern. FDJ-Mitgliedschaft war dafür Pflicht, und zum 1.Mai durfte man mit Uniform und KK-Gewehr durch die Ortschaften spazieren, und viele taten das mit stolzgeschwellter Brust...


Ich weiß jetzt nicht, wo Du diese "Fakten" herhast, können eigentlich nur von Gerhard Löwenqual (Schnitzler des Westens) sein, aber bestimmt nicht aus persönlichem Erleben.

Ich bin jedenfalls zeitweilig in der GST gewesen, weil ich mich für Amateurfunk interessiert habe. Irgendwelche Ressortiments sind mir nicht in Erinnerung.
Es war mehr ein Bastelklub, wo man von älteren Kameraden lernen konnte und auch die Werkzeuge und Materialien benutzen konnte (OBI gabs damals noch nicht).
Spaziert bin ich nirgends, eine Uniform hatte ich auch nicht.

In den älteren Jahrgängen sind auch viele in die GST eingetreten, um kostenlos die Fahrerlaubnis zu machen und dann wieder ausgetreten.
Da war natürlich etwas vormilitärische Ausbildung mit dabei, getreu dem Motto: Wer was haben will, muß auch was dafür tun.


Für Waffenarren war die GST auch der erste Anlaufpunkt.


Aber gezwungen wurde man zu nichts, man konnte jederzeit austreten.

In Polen gab es damals die Pfadfinder, die waren wesentlich staffer militärisch ausgerichtet und musten sogar Uniform tragen.


Peter

Joe
09.03.2005, 11:34
Da täuschst du dich gewaltig - ich habe mehr persönliche üble Erfahrungen mit dem Mist gehabt, als die meisten sich hier vorstellen können.
Nein, ich will es auch nicht rundherum verurteilen, gerade die kleinen Stationen haben sich viel Mühe gegeben und da waren auch viele engagierte Leute mit dabei.

Rudo
09.03.2005, 11:45
@Rudo



????? was rechnest denn du da zusammen????? Wenn das Buch von 56 ist, bedeutet das doch nicht, das ich 56 gebaut habe. ;) Ich habe mit 12e angefangen, also 63. ...moin,
bei mir gings erst 1973 los, aber dann gleich mit IC's (741er fuer Mess & Regeltechn.). Davor muessen ja noch diskrete Transistoren dran gewesen sein und davor dann Roehren, deshalb grob geschaetzt 20J. :D

Anatec
09.03.2005, 12:20
@Joe,
Du hast sicher in ner anderen "viel schlimmeren DDR" als ich gelebt. Wenn du das so schreibst, wird mir ja heute noch bange, was mir hätte passieren können.

zum 1.Mai durfte man mit Uniform und KK-Gewehr durch die Ortschaften spazieren, und viele taten das mit stolzgeschwellter Brust...
Das verstehe ich nun gar nicht, wo dies schon auf dem abgeschlossenem GST Schießplatz sehr genau mit der "Waffe" nahmen. Ich habe meine GST Uniform übrigens noch und die hat schon so manchen Fieldday schadlos überstanden, so sich die Anderen hoffnungslos die Sachen zerrissen haben. Mit einer "Outdooruniform" vom Trödelmarkt ala Schwarzenegger mag ich nicht zum Bergfunken fahren. Nagut, nichts ist unmöglich und das hier ist kein Politikforum. Ich hatte das mit der Funkausbildung in der GST nur am Rande erwähnt um aufzuzeigen, das solche Aktivitäten die heutzutage sicher ne Menge Geld kosten, genau aus diesem Grund an der Jugend vorbeigehen. Für mich war das einfach ne tolle Freizeitbeschäftigung, die dann zum Beruf wurde.
Ende der Abschweifung meinerseits,

Gruß Gerd H

topla
09.03.2005, 16:41
In den älteren Jahrgängen sind auch viele in die GST eingetreten, um kostenlos die Fahrerlaubnis zu machen und dann wieder ausgetreten.


Kostenlos war es bei uns nicht, Motorradfahrerlaubnis für 30 Mark (der DDR) und Lkw-Fahrerlaubnis für 70 Mark (der DDR). Und anschließend im Grundwehrdienst Kraftfahrer, wobei diese Ausbildung später mit etwas Theorie in der Berufsschule zum Facharbeiter "Berufskraftfahrer" ausgebaut werden konnte - war eine feine Sache.

Thomas

Winne
09.03.2005, 23:20
back to topic

@elmar
hier gibts die Uhr mit allem drum und dran:D

http://www.progforum.com/showthread.php?p=43430#post43430

Holger
12.03.2005, 00:27
Sowas habe ich mal vor gut 25 Jahren mit guter alter DDR- TTL- Technik zusammengebaut, mehr so aus dem Kopf. Aber frag lieber nicht, wieviel ich dafür Strom bringen musste, war ne gute Heizung. Leider lief der Quarz (100KHz) nicht genau, lies sich auch nicht gut "ziehen", so dass das Teil pro Tag gute 5 Min. zu schnell war!:D
Aber ich wollt eh immer etwas früher aufstehen. Leider kann ich dir nicht mit nem Plan dienen und @Nuggie ist ja nicht mehr hier, das war doch sein Spezialgebiet. Aber noch nen Tipp, nimm doch 7485, um die Weckzeit mit der Uhrzeit zu vergleichen, lassen sich auch kaskadieren.
Das einer nochmal sowas bauen will.....tstttsssss