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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bräuchte infos zum thema optokoppler



neuling
14.03.2005, 18:41
tag leute,
ich möchte eine line-signal (1Vpp) vom laptop oda was auch immer, entkoppeln.
hab mir überlegt des ganze mit optokopplern zu realisiern, und mir dazu natürlich schon n paar gedanken gemacht. ich hab hier einen kleinen Schaltplan. ich habe die optokoppler einfach mal nach dem prinzip der gegentakt endstufe angeschlossen. jetz bräuchte ich ein paar tipps

-haut des prinzipiell so hin? verbesserungsvorschläge?
-wie berechne ich die vorwiderstände der optokoppler? genauso wie bei LED's??? weil bei einer LED geh ich ja von einer spannung von ca. 1,2V pro LED aus, die ich bei 1Vpp ja net hab??
-hat vielleicht jemand eine komplett andere alternative?

Danke
mfg
matze


PS: ich bräuchte noch tipps zu sowas wie den Wald-Wiesen-Bastler transistoren, hat wer einen tipp?

edgar
14.03.2005, 19:27
Hallo Matze,

leider kann man mit 1 Vpp keine LED (im OK) zum leuchten zwingen.

Frage wo liegt bei Deinem Signal die Information? in der Frequenz oder in der Amplitude des Signals?

Im ersten fall geht's mit normalen kopplern und simplen schaltern (gate oder Transistor.
Im zweiten Fall musst Du nach einer Analogkopplerschaltung mit OPVerstaerkern Googlen.

Ed

neuling
14.03.2005, 20:02
ich würd mal sagen im beiden... isn audio signal...

Pöpli
15.03.2005, 00:55
Tach Neuling ;)


Die Berechnung der Vorwiderstände ist ziemlich trivial; hier in der pdf steht alles drin was man so erstmal braucht, um mit Optokopplern zu basteln

http://www.web-ee.com/primers/files/opto-couplers.pdf

Pöpli
15.03.2005, 00:58
Eine Sache die Du unbedingt beachten solltest, ist die Tatsache dass die meisten Opto-Koppler ekelhaft langsam ist. Für hohe Frequenzen muss man da auf spezielle Typen zurückgreifen (z.B. 6N137). Schau also unbedingt im Datenblatt nach, wie die Rise und Fall time sind, sonst kommt am anderen Ende nur Schrott an :)

Rudo
15.03.2005, 01:42
nee, so einfach ist das gar nicht, wenn man Tonsignale (Sprache/Musik) mit Optokoppler galvanisch trennen will. Die 137er sind glaub ich nur noch fuer digitale Signale (Saettigung) gut. Um die Nichtlinearitaet der Optokoppler (Klirrfaktor) in den Griff zu kriegen, brauchste eine Regelschleife mit Operationsverstaerker. Vielleicht suchste dir lieber ein Beispiel mit einem Uebertrager, wenn es unbedigt galvanische Trennung haben muss.

Pöpli
15.03.2005, 01:54
Stimmt, die 137 sind für digitale Signale bis 10MBit/s.

elmar
15.03.2005, 13:52
Hi,


wie eine Gegentaktendstufe müsste man den optokoppler elektrisch vorspannen um in den Linearen Bereich zu kommen. Das Problem ist nur, dass zwar die Sendediode einen Linearen bereich hat, der Endtransistor bei den meisten Typen da aber schon in Sättigung gegangen ist. Da hilft eigentlich nur der Selbstbau des Optokopplers. Such Dir eine Schaltung um Musik per Lichtwellenleiter zu übertragen. Den Lichtwellenleiter an sich kannst Du auch weglassen und Sende- und Empfangsdiode in ein lichtdichtes Gehäuse setzen.
Falls es nicht unbedingt Hi-Fi sein soll, kannst Du auch einen Übertrager aus einem alten Modem verwenden. Der überträgt aber hohe Frequenzen nicht so gut. Geht es um hochwertige Verbindung und Du möchstest nur Brummschleifen eliminieren, so kaufst Du Dir am besten einen sog. "Mantelstromfilter".

Gruß
Elmar

Winnie
16.03.2005, 14:46
Muss es absolut galvanisch getrennt sein? Ansonsten reicht doch auch ein ca. 1µF kleiner Kondensator in Reihe zum Signal, Plus zum Line out, Minus zur folgenden Schaltung wie z. B. Verstärker. Masse wird durchverbunden.

oder

Ein kleiner Übertrager wäre in einem solchen Fall auch sehr hilfreich und auch billig, dann hast Du auch eine galvanische Trennung der Masse.

Gruß Winnie

elmar
16.03.2005, 16:25
Hi,

den Trick mit den Kondensatoren nennt man auch "Mantelstromfilter". Die gibt es fertig zu kaufen, sind zwar teuer aber dafür garantiert Hi-Fi.

Gruß
Elmar