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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : CarHiFi Endstufe startet nicht korrekt?



hellraiser
17.03.2005, 21:31
Hi!

Mal so am Rande, habe vor ner woche eine "defekte" endstufe zum recycling angenommen.
Es ist folgendes Phänomen:
Saft dran (4A max vom Netzteil) --> Spannung geht auf ca 6V runter und der lüfter in der endstufe dreht 2-3 mal und geht aus.
Soweit sogut. Dass so nen verstärker im leerlauf >=4A fressen soll war mir neu, also ein anderes NT angeschlossen.
Diesmal eines mit 10A max.

Eingeschaltet, Lüfter läuft, Spannung bleibt stabil auf 13.5V (so wie bei ausgeschaltetem Amp).

An dem Teil gibts noch eine PWR LED, die bleibt allerdings aus!
Wenn ich nu Signalquelle und Lautsprecher anschliesse passiert nichts. Ausser dass eben der Lüfter fröhlich weiter lüftet.

Folgendes ist mir beim ersten Versuch aufgefallen:
Es gibt 4 Stück IRFZ44N (FET mit ner Diode drin deren Funktion ich nicht so ganz verstehe.
Diese wurden ziemlich warm (leerlauf) als die Spannung zusammen gebrochen ist.
Mit dem zweiten NT allerdings nicht.
Das sind aber nicht die Verstärkerstufen nehme ich an, denn es gibt noch 8 dickere Dreibeiner auf der Platine (4Kanal Verstärker).

Falls es hier jemanden gibt der eine Vermutung hat, was kaputt sein könnte oder mir Tips geben kann wie ich da mit Messgeräten weiter komme wäre ich sehr dankbar.
Falls nicht ist auch nicht schlimm, dann schlachte ich die Teile aus (wird ja nicht alles D-Fekt sein).

Merci & Gruss,

Malte

Michael Eggert
17.03.2005, 23:27
Moin!




Mal so am Rande, habe vor ner woche eine "defekte" endstufe zum recycling angenommen.



Sowas läuft in meinem Auto seit 10 Jahren :-)





An dem Teil gibts noch eine PWR LED, die bleibt allerdings aus!
Wenn ich nu Signalquelle und Lautsprecher anschliesse passiert nichts. Ausser dass eben der Lüfter fröhlich weiter lüftet.



Schaltspannung vergessen? Üblicherweise sagt das Radio damit dem Verstärker, daß er jetzt Krach machen soll. :-)





Folgendes ist mir beim ersten Versuch aufgefallen:
Es gibt 4 Stück IRFZ44N (FET mit ner Diode drin deren Funktion ich nicht so ganz verstehe.



Wahrscheinlich Step-up-converter. 12V in Vollbrücke gibt poplige 18W Sinus an 2 Ohm, also wird erstmal hochtransformiert.





Diese wurden ziemlich warm (leerlauf) als die Spannung zusammen gebrochen ist.



Wenn die Spannung soweit zusammenbricht, daß die Schaltung die IRFZ nicht mehr voll aufsteuert, sie also nicht mehr abwechselnd voll aufgesteuert (Strom, aber keine Spannung) oder komplett zu (Spannung, aber kein Strom) sind, sondern halt irgendwo dazwischen (halbe Spannung, halber Strom), macht das halt warm. Genau dieser Effekt hat meinen Zeigefinger mal zwei Wochen lang mit einem schönen Abdruck "TO220 von oben" geschmückt. :-(





Falls es hier jemanden gibt der eine Vermutung hat, was kaputt sein könnte oder mir Tips geben kann wie ich da mit Messgeräten weiter komme wäre ich sehr dankbar.



Erstmal wegen der Schaltspannung schauen und dann zwischen Step-up und Verstärker trennen und sehen, ob der Step-up je nach Leistung vielleicht so +/- 24V (symmetrisch!) erzeugt. Dann hast Du den Fehler schonmal auf die Hälfte des Geräts eingekreist :-))

Gruß,
Michael.

hellraiser
18.03.2005, 00:02
Ne, Schaltspannung nicht vergessen (sonst würde der lüfter nicht drehen).
Hab so nen schrott schliesslich auch seit 6 jahren im auto. dachte nur - zweite endstufe... mehr power... hr hr hr... car improvement :D

Werde morgen mal nachschauen ob ich da irgendwo was um die 20V messen kann.

hellraiser
18.03.2005, 11:49
Soderle. Dann scheine ich nun den Fehler eingegrenzt zu haben:
ich messe ausser der Eingangsspannung keine andere Spannung an dem Teil (ausser +/- 0,2v an diversen Teilen...)

Jetzt folgendes: es befinden sich zwei gegenpolige Elkos (positiv/negativ spannung) auf der Platine.
Diese sind für 35V ausgelegt bei 4700uF.
Die beiden Elkos sind Spannungslos, demnach vermute ich dass die Spannungsversorgung im Eimer ist und der Verstärker selbst noch funktioniert.

Neben den besagten FETs gibt es noch zwei Bausteine vor den dicken Elkos:
C25M-02N und C25M-02C
Dort sind Symbole drauf: jeweils zwei Dioden, beim 02N zeigen Kathoden nach aussen und Anoden sind verbunden, beim 02C genau anders herum.

An keinem der drei Pins der beiden Bausteine kann ich eine Spannung messen. Spontane Idee?

Achja:

--|<|---o---|>|-- = C25M-02N

--|>|---o---|<|-- = C25M-02C

Michael Eggert
18.03.2005, 13:37
Hi!




Jetzt folgendes: es befinden sich zwei gegenpolige Elkos (positiv/negativ spannung) auf der Platine.
Diese sind für 35V ausgelegt bei 4700uF.



Das bestätigt schonmal die Vermutung mit dem Schaltwandler. FETs -> dicker Trafo -> Gleichrichtung -> Elkos? Gibts ein Steuer-IC, oder ist das diskret aufgebaut? Kannst nen Schaltplan von dem Ding zeichnen?

Ansonsten kannst nur auf gut Glück alle Leistungshalbleiter oder vielleicht zuerst mal die Elkos tauschen, wird ja warm inner Kiste, da altern die schnell. Also jetzt nicht die dicken Sieb-Elkos, sondern so Kleinkram, den der Regler zum (an)schwingen braucht.

Viel Erfolg!
Michael.

hellraiser
18.03.2005, 19:03
Anschwingen... Regler... Schaltnetzteil - ja da gibts ne übertragerspule mit ca 50mm durchmesser.
Das hatte ich schonmal mit nem netzteil vonner Euracom und da wurde mir perfekt geholfen hier.

Wunderbar, danke für den Tip - werde dieses wochenende mal weiter suchen und berichten.

Einen schaltplan werde ich nicht zeichnen, dafür brauch ich stunden und soviel zeit wollte ich in das ding dann doch nicht investieren (für 10 stunden arbeit kann ich mir 4 endstufen kaufen ;)

Aber für "mal eben hin und wieder dransitzen und ein wenig rumprobieren" investiere ich ein wenig zeit...

Aber ein Bild werde ich mal machen, vielleicht hilft das dann beim überblick.
ich finde es nur bedenklich dass die hersteller es nichtmal für notwendig erachten die leistungsteile mit dem gehäuse (welches ja ein riesiger kühlkörper ist) zu verschrauben - stattdessen liegen die teile nur leicht angedrückt mit nem wärmeleitgummi an. :(

elmar
18.03.2005, 20:31
Hi,

wieso ist das schlecht? Ist doch gut für Dich. So kommt man billig an Verstärker. Ein bischen "pimp up my amp" später hat man einen ganz tollen, sogar teiweise unkaputtbaren verstärker.

Und wenn man dann irgendwann zu viele davon hat, kann man die sogar verkaufen :D

"Es lebe billig!"

Gruß
Elmar

Michael Eggert
18.03.2005, 21:39
Hi!



ich finde es nur bedenklich dass die hersteller es nichtmal für notwendig erachten die leistungsteile mit dem gehäuse (welches ja ein riesiger kühlkörper ist) zu verschrauben - stattdessen liegen die teile nur leicht angedrückt mit nem wärmeleitgummi an. :(

Nunja, auf der Platine sind ja einige recht schwere Teile wie der Trafo, die könnte sich also schonmal ein wenig durchbiegen. Wenn die Leistungsteile nun mit dem Gehäuse verschraubt und mit der Platine verlötet werden, sind die Lötaugen nach dem nächsten Bahnübergang ab. :-)

Gruß,
Michael.

hellraiser
18.03.2005, 21:54
Ja. Aber ne Fahrt zur CeBit (600 KM?!) mit voll aufgedudelter Mucke quer über Autobahn mit vielen schlaglöchern überleben dann zwar die lötstifte aber die Power FETs heizen weg - womöglich schneller als die karre in der sie verbaut sind ;)

elmar
18.03.2005, 21:58
Hi,


dann bau Dir einen "Car-Shaker" ein. Der rüttelt auf Dauer garantiert jede Schraubverbindung ausenander und auch einige Schweißnähte. Dann passt de Lebensdauer des Fahrzeugs wieder zur Endstufe ;)

Gruß
Elmar

hellraiser
19.03.2005, 19:18
Gröhl. ja, so ein lowrider corsa wär noch was... :)
bin übrigens noch nicht dazu gekommen die spannungsversorgung zu überprüfen, bin gerade wieder voll bei heizungsgerümpel (teile sind da) ;)