Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektromotor Drehzahl ?????
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24.01.2004, 13:17
Hallo, hat zufällig jemand einen Plan, von einem digitalen Drehzahlmesser ??? Habe verschiedene Elektromotoren und möchte die Drehzahlen ermitteln. Alles Gleichstrom im Bereich 6 bis 24 Volt. <BR>Danke im voraus.
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24.01.2004, 14:39
Hi, <BR> <BR>da gibt es mehrere Möglichkeiten. <BR> <BR>Wenn der über PWM angesteuert wird, kann man in den Pulspausen die Gegenspannung messen, die der Motor aufbringt. (Fast) Jeder sich drehende Motor ist nämlich ein generator. <BR> <BR>Der andere Weg ist über einen tachogenerator. Auch hier gibt es mehrere Wege. Entweder durch einen Magneten, der an der Welle angebracht ist und einen HAL-Sensor oder über eine Lochscheibe mit gabellichtschranke. Im Kfz wird das am Anlasseritzel gemacht. Ein fehlender Zahn im Ritzel stört den Magnetischen Fluss, der von einem HAL-Sensor erfasst wird. <BR>Die vom Tachogenerator entstandenen Impulse kann man dann entweder analog auswerten, was aber viel Aufwand macht und eine Justierung erfordert, oder digital per µC auswerten. Der µC misst die Pulslänge und vergleicht sie mit der internen Uhr oder bei hohen Drehzahlen kann man die Anzahl der Impulse in einem festgelegten zeitfenster zählen. Da der µC quarzstabil läuft ist keine justierung notwendig. <BR>Rein analog geht es auch. Ein zweiter motor fungiert als Tachogenerator und erzeugt eine zur Drehzahl proportionale Spannung, die man dann auf ein Drehspulmeßinstrument mit passender Skala gibt. <BR> <BR>Eine interessante Alternative ist, einen Fahrradtacho zu verwenden. Die impulse, die z.B. von einer Gabellichtschranke kommen teilt man auf ein für den Tacho erträgliches maß runter und stellt die "virtuelle" reifengröße (Umfang) so ein, dass der statt Km/h die Drehzahl x100 oder x1000 anzeigt. Fahrradtachos sind spottbillig und erwarten Signale von einem REED-Kontakt, den man z.B. mit einem 4066 simulieren kann. Fehlt nur noch der Geber und ein Digitalteiler. Bei Funk-Tachos kann man als Ausgabe auch eine Spule nehmen, die dann am Tachogeber angebracht wird. <BR> <BR>Statt einer Gabellichtschranke kann man auch eine Reflexlichtschranke verwenden und positioniert die so, dass die ein metallisches Teil erfasst. Darauf macht man mit einem Edding einen dicken, kräftigen, schwarzen Strich, der dann die Lichtschranke jede umdrehung unterbricht. bei langsamen Drehzahlen verwendet man dann besser mehrere Striche um die Frequenz zu erhöhen, falls ein Strich für die gewählte Auswerteschaltung zu gering ist. <BR> <BR>Auch kann man einen Schrittmotor als Tachogenerator verwenden. Jeden Schritt macht der nämlich kräftige Impulse. Die sind so kräftig, dass man die mit Vorwiderstand und Z-Diode begrenzen sollte. Die ebiden Wicklungen sind 90° Phasenversetzt. Damit kann man sogar die Drehrichtung per µC auswerten. Allerdings sorgen die Schritte des Schrittmotros zu vibrationen bei hohen Drehzahlen. Auch kann die Ausgangsspannung des Schrittmotors bei hohen Drehzahlen schnell auf Werte jenseits von 100V ansteigen. <BR>Mit zwei Gabellichtschranken kann man die Drehrichtungübrigens aucgh erfassen. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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24.01.2004, 17:31
Das Teil habe ich vor kurzem mal für einen Kollegen nachgebaut. Er meint das funktioniert gut. <BR> <BR><!--attachment: Drehzahlmesser-10828.pdf*mime_pdf.gif*application/pdf*17.3**Drehzahlmesser%2epdf --><center><table border=1><tr><td><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/icons/mime_pdf.gif" align=left alt="application/pdf"><br><a href="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/10731/Drehzahlmesser-10828.pdf" target="_blank"><b>Drehzahlmesser.pdf</b></a> (17.3 k)</td></tr></table></center><!--/attachment--> <BR> <BR>Gruß Winnie
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25.01.2004, 08:57
hi <BR> <BR>ich bin gerade selbst an so einem problem am arbeiten. <BR>jeder dc-motor hat ja (eine meist ungerade) anzahl an spulen, die jeweils umgeschaltet werden. bei den meisten kleinmotoren sind das 5 spulen. <BR>dadurch ist die stromaufnahme des motors nicht gleichförmig, sondern mit einem wechselsignal überlagert, das vom umschalten der spulen kommt. <BR>zum ausprobieren: motor über einen shuntwiderstand betreiben, dann kann man das mit einem oszi wunderbar erkennen. <BR>die frequenz dieses wechselanteils ist (2*spulenzahl*drehzahl), also meist 10mal höher als die drehzahl. der 2er kommt daher, weil die jede spule bei jeder umdrehung einmal in eine, und einmal in die andere richtung vom strom durchflossen wird. <BR> <BR>meine ersten versuche, daraus die drehzahl zu messen waren sehr vielversprechend. <BR> <BR>nides
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25.01.2004, 11:39
Hi, <BR> <BR>diesen Effekt kannst Du noch verstärken, in dem Du noch eine Spule und eine Diode in Reihe davorschaltest. Die Spule macht Selbstinduktion durch die Motorunterbrechungen, der Induktionsstrom kann wegen der Diode aber nicht in die Stromquelle "abhauen". An der kleinen Spule kann man dann diese Spannung abnehmen. Zwei Dioden antiparallel zur Spule und man hat 0,7V-Impulse. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar
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