Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Plätinen fräsen
Hallo
Wer hat Erfahrung mit gefrästen Platinen (einseitig und zweiseitig)?
Welche Fräse (zu günstigem Preis) bewährt sich in der Praxis?
Ich habe die Angebote von LPKF (ProtoMat C20), StepWalk (GRV 3000), Haase (CUT 2000) und Bungard (CCD/MTC) analysiert, konnte mich aber bisher noch für keinen Typ entscheiden.
Gruss, Hans
Ne' CNC-Fräse ist was Feines, hätte wohl jeder gern, aber hast Du Dich mal mit dem Ätzen von Platinen beschäftigt? Platinen ätzen und CNC-bohren scheint mir irgendwie sinnvoller. Ist aber nur meine persönliche Meinung.
Gruß Winnie
PS. Hier ein link über die Haase CUT 2000. Wohl von einem Bastler, so ne' Art Testbericht.
http://www.flugmodellbau.de/04_fraese.html
Hallo Hans M,
was möchtest Du wissen?
Bei mir steht eine Bungard CCD/ATC.
Soll ich mal ein paar Fotos machen?
MfG
Didi
Hallo,
wir haben in der Schule eine Fräse. Die heißt meien Ich kosy. Ich kann nur sagen das es sehr stark vom Fräser abhängt und ausserdem von der Genauigkeit der Fräse und wie genau du den Nullpunkt einstellst. (was manchmal recht ätzend sein kann)
Ich denke aber das du mit ätzen genauer und billiger hinkommst.
Gruß
Peter
Mutronic baut auch recht gute Fräsen, die für die Leiterplattenbearbeitung geeignet sind. Ich habe hier eine Diadrive2000. Schöne Sache aber damit bohre und fräße ich die Leiterplatten nur. Ein komplettes Freilegen der kompletten Platine dauert ewig. Also bringt es nur was, wenn nur die Isolationskanäle gefräst werden. Das geht bei kleineren Platinen aber alles was größer ist wie 4cm² wird bei mir nach dem Bohren beschichtet, belichtet, entwickelt und geätzt. Das geht schneller und die Kosten sind wesentlich geringer.
moin..
ätzen ist einfacher und schneller...
(das sagt auch die Fa. BUNGARD und andere hier)
munter bleiben..:)
Das geht bei kleineren Platinen aber alles was größer ist wie 4cm² wird bei mir nach dem Bohren beschichtet, belichtet, entwickelt und geätzt. Das geht schneller und die Kosten sind wesentlich geringer.
Mal ein Rudel blöder Fragen zum CNC-Bohren:
Kann man eigentlich fertig geätzte Platinen auch so bohren, z. B. anhand der Passermarken den Startpunkt festlegen oder so? Ich meine, besteht die Chance da auch die Bohrlöcher zu treffen? Oder kann man beschichtete Platinen damit bohren und danach belichten? Wie bekommt man dann die Lackschicht vor'm Belichten wieder Staubfrei? Oder kann man erst bohren und dann die Schutzschicht abziehen?
Gruß Winnie
Hallo Winnie,
Ja, anhand der Pasermarken könnte man die Maschine ausrichten (Nullpunkt festlegen) und dann die geätzten Platinen bohren. Ist aber recht schwierig das genau hinzubekommen. Einfacher ist es, in die Pasermarken oder in die Ecken der Platine als erstes ein kleines Loch zu bohren (mit Schutzschicht) und dann das Layout nach den Löchern auszurichten. Wenn die Platine nach dem Ätzen wieder genau an die gleiche Position kommt, dann stimmen dann auch die Bohrlöcher. Wichtig ist, dass beim bohren von fertig geätzten Platinen diese vollflächig plan aufliegt. Am besten ein dünnes Alublech darunter. Das verhindert zum einen, dass überhaupt erst ein Grat entsteht und zum zweiten, dass bei kleinen Restringen evtl. die Kupferschicht abreisst. Letzteres hab ich schon fertiggebracht. Platine war 1A geworden und dann hab ich sie beim Bohren versaut. Da war aber auch der Bohrer nicht mehr 100%-ig scharf.
Ich habe auch schon von Leuten gelesen, die die Platine komplett mit der Schutzfolie bohren. Das setzt aber 100%-ig scharfe Bohrer vorraus. Ein kleiner Grat und die Platine ist hinnüber. Gut, könnte man mit einem kleinen Bohrer entgraden aber der Aufwand ist dann nicht zu verachten.
Am Besten geht das mit dem Laminat. Platine bohren, beschichten, ätzen, evtl. noch mit Lötstopp beschichten und anschließend Konturen ausfräsen. Das bringt auch ohne chemisches Durchkontaktieren absolut saubere, reproduzierbare Ergebnisse.
Nur Bohrer,Fraesen hoechster Qualitaet kaufen...das bringt: :)
alles andere bringt : :mad: ...bei diesen kleinen Wackelenten (Maschinchen..sorry)
Dank euch für die Antworten.
Gruß Winnie
Hallo,
ich bohre alle LP mit einer CNC Maschine vor dem Belichten und Ätzen
Es ist völlig unproblematisch durch die Schutzfolie zu bohren.
Der Film wird zum Belichten verstiftet.
Als Vorlage sollten die Lötaugen keine Innenlöcher haben.Wie bei Gerberdaten
üblich.
Zur Ansicht habe ich mal drei Bilder unter http://de.geocities.com/postboxelektronik/
abgelegt. Film, LP1 und LP2
Dort sind die gebohrte LP, die teilbestückte LP und der Film zu sehen.
Oben links und unten rechts sind auf dem Film die Verstiftungen zu erkennen.
Als Nebeneffekt dieser Methode erhält man absolut gratfreihe Bohrungen.
MfG
Dietmar
Hallo Didi,
scheint so als hättest Du da eine Bungard Platine benutzt, was ja wohl auch egal ist. Jedenfalls scheint das ja super zu funktionieren, vermutlich aber auch nur mit neuen Hartmetallbohren, oder? Setzt sich da tatsächlich nichts wie ein Grad, Staub oder ähnliches an den Bohrrändern ab? Einfach die Folie abziehen und belichten klappt dann so gut? Das gefällt mir.
Gruß Winnie
Hallo,
ein bißchen Grat entsteht schon nach dem Bohren.
Den Staub sollte man schon entfernen.
Da der Film keine Bohrlöcher in den Pads hat, wird alles beim Belichten abgedeckt.
Der Restgrad wird einfach abgeätzt.
Das ist der Trick für das gratfreihe Endprodukt.
Wenn Du möchtest, kann ich Dir mal eine LP nach diesem Verfahren herstellen.
Schick mir einfach eine Gerber Datei im extended Format (RS274X) und die Excellon Daten oder
eimen Bohrplan.
Ich habe auch die Möglichkeit aus Gerber Daten Bohrkoordinaten zu erzeugen.
MfG
Dietmar
Hallo Didi,
danke für das Angebot, ich hätte da tatsächlich eine Platine zu ätzen, leider bin ich z. Z. damit beschäftigt meine Daten zu retten und den Rechner dann neu aufzubauen. Wenn es klappt könnte ich bis zum Wochenende die Dateien von den CD's bzw. DVD's suchen und Dir schicken. Allerdings weiß ich nicht ganz genau welche Formate Target alles hat, weil ich's ja noch nicht brauchte, aber ich meine Gerber und einige Andere waren darunter. Dann musst Du mir noch Deine Bankdaten mailen, damit ich das Teil bezahlen kann. Bin schon jetzt gespannt wie so eine Platine aussieht, kenne ja nur die mehr oder eher weniger gerade gebohrten Löcher von der Standbohrmaschine. Gelegentlich auch mal verrutscht und eine Leiterbahn durchgebohrt:o.
Gruß Winnie
Scannt auf jedn Fall das Resultat mal ein und stellt es online.
Der Restgrad wird einfach abgeätzt.
Das ist der Trick für das gratfreihe Endprodukt.
Klingt plausiebel, machbar und interessant.
Da der Film keine Bohrlöcher in den Pads hat, wird alles beim Belichten abgedeckt.
Mit welchen Restringen arbeitest Du da?
Ich sehe immer zu, dass ich mindestens 0,25mm (bei 0,2 hab ich ca. 5% Ausschuss und bei 0,15 ca. 30%) hab. Ein kleiner Grat könnte da schon zur Unterlichtung führen (denk ich mir mal, hab ich noch nicht probiert).
PS: Ist wie immer schön, sich hier zu unterhalten. Ich glaube so viel Wissen wie aus diesem Forum hab ich bisher nirgendwo geschöpft!
Die Restringe sind abhängig von der Toleranz des Films.
Und der Genauigkeit der gestanzten Löcher im Film
Beim CNC Bohren besteht immer das Problem die Bohrungen paßgenau
zum Film zu bekommen.
Die 0.25mm sollten machbar sein
Eine Unterbelichtung durch Grat hatte ich noch nicht.
Der Film wird von oben in einem Vakuumbelichter (Bungard Hellas) belichtet
Das Vakuum preßt den Film auf die LP.
Ich habe drei Bilder eingestellt.
Dort ist das Prinzip hoffentlich zu sehen.Wenn nicht, kann ich noch weitere
Bilder machen
Siehe Mitteilung 11 weiter oben.
MfG
Dietmar
Hi Bohrgemeinde
ich bohre auch das Rohmaterial vor dem Laminieren und ätzen.
Das Problem mit Bohrgrat oben und unten lässt sich lösen, indem oben irgendein dünnes Material zb Perinax,PVC, alte HP-Platinen etc mit aufgelegt (befestigt) wird und der Bohrer unten dann in die Unterlage zb Spanplatte bohren kann.Somit entsteht kein Anbohrgrat, welcher sonst mühselig entfernt werden muß.
noch ein Befestigungstrick:
die Platine sollte im Rohmaß etwas größer sein und diese kann dann einfach mit doppelklebetesa winklig auf die Bohrunterlage gepappt werden.
die Platine darf aber nirgengs nachgeben oder verrutschen, sonst werden die Bohrer gekillt.
viel erfolg
Tippfix
smartronik
22.04.2005, 11:17
Ich habe eine Fräse von LPKF in der Firma. Ist so eine Promat wo man von Hand die Werkzeuge wechseln muß. Ist ziemlich lästig, bis alle Löcher gebohrt sind.
Für ne einzelne Platine geht das mal (und für Privatsachen :-D ) aber das meiste geben wir auch zu PCB-Pool. ALU-Fräsen geht mit dem Ding nicht, für den Umbau wollte LPKF eine 5-Stellige Summe haben, das war uns doch zu viel. Die Werkzeuge kosten bei LPKF das 3-5-fache wie bei Bungard oder sonstwo. Problem ist, daß die Fräser eine andere Länge haben als die Bohrer (Maschine hat keine 3. Achse und macht den Unterschied zwischen durchbohren und fräsen mittels Werkzeuglänge) und man zunmindest die teuren Fräser bei LPKF kaufen muß, bzw. die Bungard-Fräser irgendwie kürzer machen muß.
Für den Preis einer Fräse kann man sehr viele Platinen bei PCB-Pool fertigen lassen. Dazu kommt noch, daß man ein ganz anderes Layout machen muß, da die Durchkontaktiererei nicht so funktioniert wie bei professionell herestellten Platinen. LPKF hat jetzt aber auch eine echte 3-Achsen Fräse im Angebot.
Ansonsten ist das Fräsergebnis gut. Auch TSOPs sind kein Problem. Komplett Freilegen geht auch, da wird ein breiter Fräser genommen. Die Fräser werden bei uns benutzt, bis sie abbrechen.
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