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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leistungstransistor



surf_andre
07.04.2005, 23:30
Hallo,
kann mir jemand erklären warum meine Leistungstransistoren bei schneller Strom abgabe immer durchfeuern?

Habe zwei Leistungstransis typ BD650 über je ein Emitorwiderstand parallel geschaltet.
Die beiden bilden die Leistungstreiber in einem Netzgerät.
Bei schneller oder starker Strom abnahme Schalten die einmal und dann für immer durch.
Beide sind auf einem Großzügigen Kühlkörper plaziert.

An dem 2,2 0hm Widerstand fällt ab 300mA 0,7 volt ab und ab da fließt der Strom >300mA über die beiden transistoren...


http://de.geocities.com/surftier/bilder/LeistungBei langsamen Stromanstieg funktioniert das alles wunderbar.

Die schaltung habe ich aus einem Datenblatt da wird ein BDW52 als leistungstransistor angegeben aber den gibt es scheinbar nicht mehr.

Hat jemand ne idee?

andre

Winne
08.04.2005, 08:11
Was für eine Last verursacht denn die Probleme.

Induktivitäten im Spiel ?

elos-k3
08.04.2005, 08:54
Hallo Andre
ich verstehe Deine Schaltung zwar nicht so recht, aber die eingesetzten Transistoren sind Darlington-Typen. Folglich ist ihre BE-Spannung 2*0.7Volt und die Stromverstärkung um einiges höher als diejenige des BDW52.
Du musst demzufolge Deine Widerstände anpassen. Mehr Informationen von Deiner Schaltung wäre besser.
Gruss Peter

Michael
08.04.2005, 09:21
Was mir so auffällt... die Basen parallel schalten ist nicht so gute Technik.

Michael

Winne
08.04.2005, 10:05
Die Funktion der Schaltung ist recht einfach der, mit dem Strom durch den L200, zunehmende Spannungabfall über R5 läßt die Transitoren öffnen.

Kritisch könnte die Verteilung der Ströme zwischen den parallegeschalteten Transistoren sein. Geringfügige Assymetrien werden verstärkt und führen zum steilen Stromanstieg über den niederomigeren Pfad, über dessen Grenzen hinaus. Siehe Parralleschaltung von Dioden. Wenn dies Bei Darlington's geschieht scheint das Ergebnis folgerichtig. Was bei Simpeltransistoren gerade noch mittels der Emitterwiderstände zu kompensiern ist, dürfte hier das Ende der Transistoren bescheeren. In kurzer Folge wird erst Einer der Beiden überlastet, dann bei dessen Ausfall der Andere.
Eventuell könnte man zusätzlich Basiswiederstände(Spindeltrimmer) für jeden der beiden Transistoren einsetzen, und damit die Ströme beider Transistoren abgleichen, dies sollte zunächst Quasistatisch geschehen. Auf jeden Fall brauchst Du dafür Transistoren mit absolut identischer Kennlinie (ausmessen), wegen der hohen Stromverstärkung der Darlingtons.


Dazu keine Stromesser einfügen sondern jeweils den Spannungsabfall über die Emmiterwiederstände messen, möglichst synchron. Besser die Spannunsdifferenz zwischen beiden Emittern (optimal Null).

Wenn statisch Symmtrie bei mehren Arbeitpunkten im Regelbereich besteht sollte das ganze noch dynamisch überprüft werden. Dazu benötigst du mindestens ein Speicheroszillloskop mit dem du den Stromanstieg für beide Transitoren aufzeichnen kannst möglichst ein echtes Zweistrahl (kein Multiplex). Aber das ist schwer, leichter währe eine symmetrische Messung der Differenz zwischen beiden Emmittern dies auch genauer beim statischen Abgleich. Du must dann auf nahe null µV abgleichen je genauer desto besser. Alles in Allem eine recht heikle Sache.


In Kraftwerken werden Generoren auf diese Weise synchronisiert. Bei Synhronistion von Hand werden mittels Glühlampen zwischen der jeweiligen Netz- und der zugehörigen Generatorphase zur Anzeige der Phasenlage genutzt. verlöschen alle drei Lampen wird der Generator as Netz geschaltet, bevor sie erneut aufleuchten.


modifizierte Schaltung (http://www.deviltronic.de/jpgs/paralleldarlintonregler.JPG)

edgar
08.04.2005, 10:24
Der L200 wurde vor einiger Zeit hier diskutiert und hat nicht sehr gut abgeschnitten.

...ist ausserdem ein uraltes Teil,das sich auch gerne bei normaler Beschaltung zur ''Freude'' des Herstellers Rauch generiert.....
es handelt sich also um ein (sorry: scheissding)

Zum Glueck gibt es HEUTE stabilere ICs.
Ed

ich spreche nicht ueber grobe Fehler,die jeder durch brutales experimentieren erzeugen kann, was hier nicht auszuschliessen ist ...

surf_andre
08.04.2005, 10:55
moin

Also ich bin mit dem L200 bis jetzt ganz gut zufrieden...

Also im endeffekt müßte ich mal nach einem Leistungstransistor schauen der kein Darlington ist...
Die möglichkeit basis Widerstände in die Schaltung einzubauen habe ich, aber in welchem bereich sollten die liegen ohm oder Kohm bereich?


Habe bei der bestellung extra bei den bipolaren leistungstransistoren geschaut und nicht bei den darlington... und da war der bd 650 halt als normaler und nicht als darlington

Ich werde mir dann mal nen BD244A bestellen.... soll ein normaler power transistor...

@winne: jau ne Induktivität war auch mal im spiel... Muß da noch Schutzdiode einplanzen...

andré

leech
08.04.2005, 16:18
Der L200 ist kein Scheissding. Da hat wohl jemand mal wieder die Pufferkondensatoren weggelassen und ist dann zu dieser Beurteilung gekommen.

Winne
08.04.2005, 16:39
Ich würde es mit 1-4,7 kohm Spindeltrimmern versuchen siehe modifizierte Schaltung (http://www.deviltronic.de/jpgs/paralleldarlintonregler.JPG). Achja ich sehe auch in dieser Schaltung keine C's?<!-- / message --><!-- sig -->

surf_andre
08.04.2005, 17:01
Werde ich mal testen muß erst mal wieder bei reichelt bestellen... Die netten BD 244A....

Also das was ich da als schaltplan gezeichnet habe sollte nur zum verständnis sein.... natürlich sind vor und hinter dem stabi die erforderlichen C´s...
Den der L200 Hat ja auch 5 pin´s :p

andré

griffin27
02.05.2005, 11:43
von den emitterwiderständen mit ein paar kOhm würde ich dingenst abraten. da sind nämlich die transistoren für die katze. und auch spindeltrimmer sind überflüssig.

1ohm widerstände wären gerade recht. Man macht sowas auch bei HiFi Leistungsendstufen, um den großen strom auf mehrere transistoren zu verteilen.

würde man 1kohm widerstände nehmen:
bei einem strom von 1A durch den L200 entsteht eine spannung von 2,2V an R5 die für die basen zur vefügung steht. sind da nun vorwiderstände von 1kohm, so können da maximal (2,2V-0,7V)/1kOhm=1,5mA fließen. und mit so nen kleinen basisstrom macht man bei leistungstransistoren nicht viel aus.

die emitterwiderstände sind ja nur zur gleichmäßigen aufteilung des Basisstromes auf die beiden transistoren da.

also zwei mal 1ohm, und das wird dann schon tun...

achte auch auf die therische kopplung der transistoren.

lg, Karl