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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ärger mit Weller-Lötspitzen



Kandidat_Nr_1
13.04.2005, 14:20
Hallo Mädels,
seit ungefaehr 5 Jahren beobachte ich das Phänomen das mir sämtliche Lötspitzen nach einigen Monaten kaputt gehen. Mein Werkzeug:

- Weller WTCP
- Spitze Nr.7 (370 Grad Abschalttemperatur), 0.8mm, meißelförmig
- Standardlot 63/37 1mm
- Lötschwamm

Die Lötspitzen sehen aus als ob es - ähnlich wie bei Kavitation von Schiffsschrauben – Material herausgeschlagen würde. Ausserdem bildet sich im Vorfeld eine Art Schicht die sich im warmen Zustand nicht ohne mechanische Hilfsmittel von der Spitze enfernen lässt (Konsistenz wie Gries).


Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?




Ich habe das gut Ding nun schon seit 20 Jahren und benutze es im Mittel ca. eine Stunde täglich.
Das die Spitzen mittlerweile alle 6 Monate einfach regelrecht abbrennen ärgert mich maßlos. Ein Anruf bei Weller Deutschland konnte das Problem nicht beseitigen, die lapidare Antwort war das dies normal sei und ich es mit einem anderen Weller Produkt versuchen solle - alles in allem also eher ein Verkaufsgespräch anstatt einer zielgeführten Problemlösung...


Ich überlege ob ich mir eine chinesische Billig-Station kaufen soll die diesen Makel nicht hat. Wer weiss, vielleicht steckt hinter dem Lötspitzen-Phänomen ja auch nur amerikanisches Profitdenken und die Selbstzerstörung ist gewollt. Denn nicht immer ist das, das für den Hersteller gut ist auch gut für den Kunden...


Joachim

holgi
13.04.2005, 15:23
Vor 10 Jahren hatte ich mir eine Ersa-Lötstation geholt und löte immer noch mit der selben Dauerlötspitze (0,8mm), In der Woche ist der Lötkolben 3 Std. in Betrieb.

Aber das wollteste jetzt nicht hören, oder?


Wer weiss, vielleicht steckt hinter dem Lötspitzen-Phänomen ja auch nur amerikanisches Profitdenken und die Selbstzerstörung ist gewollt. Denn nicht immer ist das, das für den Hersteller gut ist auch gut für den Kunden...
Dafür gibts ein Wort: Ferengis

Rudo
13.04.2005, 15:59
Hallo Mädels,
seit ungefaehr 5 Jahren beobachte ich das Phänomen das mir sämtliche Lötspitzen nach einigen Monaten kaputt gehen. hi,
das kann doch unzaehlige Gruende haben:

sind die Spitzen vernickelt?

hat sich die Schicktdicke geaendert?

haftet das Nickel nicht mehr so gut auf der Cu-Spitze?

benutzt du ein anderes (agressiveres) Flussmittel?: meine Erfahrung: die "umweltfreundlichen" wasserloeslichen Flussmittel sind viel agressiver.

funktioniert die Temperaturregelung an deinem Loetkolben nicht mehr korrekt?

u.s.w.

edgar
13.04.2005, 16:31
Hi,

frueher hatte ich jahrelang Ersa ...kein Problem.
dann zwischendurch Philips ....lieber sofort vergessen...!!!
hier habe ich gerade ein Weller WHS-40 ...von der Spitze ist kaum noch was
zu sehen.
Benuetze immer Philips Bloedzinn : 60SN /40PB Flux Cored..ganz normal.

Lieber Joachim, mir geht's genauso wie Dir.

Ob geregelt oder ungeregelt....die HEUTIGEN Spitzen sind miserabel.

Wenn ich in meinem Bunker bin, dann ist der Loetkolben IMMER an.
Wer kann etwas Haltbares empfehlen ?
Flussmittel gehoert leider zum loeten....und ist ja im Loetdraht schon drin.

Ed

Die Spitze wird nicht nur kuerzer sondern auch duenner und wackelt dann im Halter....miserabel.:)

Hobbit
13.04.2005, 16:34
Hallo,

ein ähnliches Problem hatte ich mit meiner alten Ersa MS 300. Die Dauerlötspitzen haben im Mittel max 5 Monate gehalten. Die vernickelten noch weniger.
Als ich dann auf eine Temperaturgeregelte MS 6000 umgestiegen bin, gabs keine Probleme mehr. Die Spitzen halten jetzt schon 5 Jahre, bei ca 8 Stunden Betrieb in der Woche.
Ich würde also auch in Richtung der nicht richtig funktionierenden Temperaturreglung tippen.

Gruß
Micha

leech
13.04.2005, 17:31
Das Lötzinn mit kleinem Kupferanteil soll spitzenschonender sein.

LameM
13.04.2005, 17:48
Das Lötzinn mit kleinem Kupferanteil soll spitzenschonender sein.

das halt ich für ein gerücht...

eher andersherum

LameM

Kandidat_Nr_1
13.04.2005, 17:59
Hallo,
danke fuer die zahlreichen mails. Was Ferengis ist wuerde ich gerne wissen (Betrug?), bei google gibt's nur links zu seltsamen Mysteriengeschichten...


@rudo:

>das kann doch unzaehlige Gruende haben:
sind die Spitzen vernickelt?
hat sich die Schicktdicke geaendert?
benutzt du ein anderes (agressiveres) Flussmittel?

Die Spitzen sind vernickelte Standardspitzen, der Hersteller bezeichnet sie als Longlife-Spitzen (kicher).

Ich glaube das es fuer WTCP keine anderen Sorten gibt.

Ueber die Schichtdicke kann nur der Hersteller Auskunft geben. Ich habe kein Kristallabor.

Zusaetzliches Flussmittel benutze ich nicht. Nach Aussage meines 'Beraters' greift jedoch bleifreies Loeten die Spitzen grundsaetzlich ausserordentlich stark an. Ich loete nur bleihaltig.

Ich glaube nicht dass die Regelung nicht mehr funktioniert. Ich habe mir eine LED in die Station eingebaut, die das Heizen ueber den geringfuegigen Spannungsabfall am Trafo mittels Komparator detektiert. Alles normal. Auch wird die Spitze nicht so heiss wie meine 3.2mm-8 mit ueber 400 Grad Abschalttemperatur (... koennte natuerlich auch sein das das kein echter Beweis ist. Alles in allem schaltet die Station aber fleissig ein und aus).

Vielleicht liegt's an der schnellen Abkuehlgeschwindigkeit - ich halte den Loetschwamm immer sehr feucht.

Waere ein Stahlgeflecht eine Alternative?



An Ersa habe ich auch gedacht, vielleicht kaufe ich ja eine. Allerdings gibt mir die Geschichte mit der MS-300 zu denken.





Joachim

Joe
13.04.2005, 18:38
ich habe sowohl eine Ersa als auch eine Weller-Station, ich kann keine Unterschiede erkennen. Normalerweise sind beide ca. 10h/Tag in Betrieb, Spitzen halten etwa 1Jahr.
Ich tippe auf falsches Reinigungsverhalten: Mein Schwamm ist nur etwas feucht, und man sollte nur vor dem Löten reinigen (und auch nur dann, wenn auch was dranhängt). Viel beobachtete Unsitte: nach dem Löten noch mal reinigen, dann ablegen und brutzeln lassen. Das sollte man ausdrücklich nicht machen.

edgar
13.04.2005, 19:20
Welche Temperatur sollte fuer normale Platinenbestueckung eingestellt werden?

Spitze reinigen ? einfach ein leichter Schlag auf die Werkbank ...und die Spritzer haeufen sich :)

Ed

Winne
13.04.2005, 20:00
da ich zum Thema nichts Neues beisteuern kann tu ich es zu den:

"Ferengis"

Eine "Species des Startrek-Universums", welche als Handelsmacht anzusehen ist. Sie haben agressiven Handel zur Doktrin ihres Staatswesens, welches feudale Strukturen aufweist, erklärt. Höchstes Gut dieser Gesellschaft ist die Profitmaximierung. Alle anderen Staatsziele werden Dem untergeordnet. Dabei gehen sie sehr listreich und unverfrohren vor, Riskieren jedoch nur ungern wirklich einen ernsthaften Konflikt. Dies jedoch verbergen sie gekonnt. Wann immer möglich versuchen sie aber zunächst durch einschmeichelndes Verhalten ihre Ziele zu erreichen, welches jedoch bei mangelndem Erfolg schnell in Agression umschlägt.
Gib einem Ferengi einen kleinen Finger und sei froh wen sie Dich nicht gleich (auch ohne Dein Einverständnis) miterwerben um Dich anschießend gleich weiterzuverkaufen.

Elektrikser
13.04.2005, 20:42
Besitze seit ca. 15 Jahren eine Weller WTCP. Bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Teil. Ich bastle schubweise, d.h. das ich auch Wochen nicht löte. Aber wenn ich mal wieder Elektronik-Anfälle bekomme, dann kriegt der Lötkolben nicht viel Ruhe.
Die Spitzen, ich verwende, verschleissen nicht so schnell, wie hier beschrieben. Sind auch meistens 0,8mm, 370°C. Ich musste in den 15 Jahren vielleicht 5 Stück kaufen, und finde dass zu der Lötmenge angemessen. Für SMD verwende ich noch eine 0,5mm, 370°C.
Reinigen tue ich auch mit dem angefeuchteten Schwamm. Allerdings nur vor dem Löten.
Was vielleicht ein Grund ist, das ich nicht so hohem Verbrauch habe, ist die Einschaltdauer. Die Station läuft nur bei mir, wenn ich am Basteln bin. Nicht, wie ich bei einem Kumpel gesehen habe, solange wie die Werkstatt besetzt ist. Der hat dann auch Probleme mit den Lötspitzen. Die brennen irgendwann ab und die Beschichtung platzt ab. Er lötet auch nicht mehr als ich, verbraucht aber deutlich mehr Spitzen...

Gruß Gerd G.

sparky
13.04.2005, 22:18
@Winne,
Ferengi = Politiker?:confused:

Winne
13.04.2005, 22:37
@Winne,
Ferengi = Politiker?:confused:

Nicht ganz.

Sie sind erfolgreicher in ihrer Wirtschaftspolitik.

Joe
13.04.2005, 22:51
besonders wenn sie sich grün schimpfen :-(
Hier säuft wegen ein paar Kröten eine ganze Region ab, Bärbel Höhn sei Dank. Aber am 22.Mai wirds vorbei sein mit rot/grün in NRW, dann dauerts auch nicht mehr lange, bis der Alptraum Bundesweit vorbei ist.

Wieder mal letzter in der ganzen EU, dass muss man erst mal schaffen...

Kandidat_Nr_1
13.04.2005, 22:55
Hallo Sparky,
nicht die Politiker sind das Ferengi-Problem - sondern die Politik. Die ist bei allen Parteien gleich und wird von den Villenbewohnern ueber ihnen gesteuert. Der einzelne Poltiker ist nur die Hure, der Bonze aber ist sein Zuhaelter, unter deren Druck die hochgradig arbeitnehmerfeindliche Situation entsteht. Das Krebsgeschwuer der seit dreissig Jahren andauernden Staatsverschuldung, hervorgerufen durch Unterminierung der Steuerpflicht durch Abzocker, Steuervermeider, Arbeitsplatzverlagerer und Absahner bricht Deutschland allmaehlich schmerzvoll und krachend das Genick.


Joachim

Winne
13.04.2005, 23:35
Hallo,

Habe doch, heute, nur mal ein wenig SF Szene erklärt und will keine Glaubenskriege schüren, aber besser als der Threadinitiator kann man den Unterscheid zwischen den Ferengie und der Politk kaum aufklären.
Politiker, alle egal, welcher Coleur gehören in den selben Sack und kräftig vom Leben gebeutelt unbesehen des Geschwätzes welches sie stehts anstimmen wann immer sie in die Pflicht genommen werden.

Rudo
14.04.2005, 00:15
Hallo,

Habe doch, heute, nur mal ein wenig SF Szene erklärt und will keine Glaubenskriege schüren, aber besser als der Threadinitiator kann man den Unterscheid zwischen den Ferengie und der Politk kaum aufklären.
Politiker, alle egal, welcher Coleur gehören in den selben Sack und kräftig vom Leben gebeutelt unbesehen des Geschwätzes welches sie stehts anstimmen wann immer sie in die Pflicht genommen werden.
eben, sich was ausgucken und danach dann blind daran zu GLAUBEN ist immer der bequemste Weg -
gilt fuer arbeitende Politiker genau so
wie fuer politisierende Arbeiter :D

Gerd K.
14.04.2005, 00:33
Hallo,
was ich hier lese nimmt einem ja jede Hoffnung auf Alternativen (ich meine nicht die Äusserungen zur Politik. Verwässert doch nicht den schönen Thread mit Politik oder sogar noch mit Partei-Politik, dafür gibt's doch den Bereich 'Fun & Kurioses').

ed, Deine Aussage 'früher waren Spitzen besser' kann ich nur bestätigen, allerdings bezogen auf Lötspitzen für meine alte Engel-Lötpistole (35 Watt, Mikroschalter geschaltet; Spitzen sind beispielsweise im Katalog vom großen C abgebildet; mein Löter hat ein Netzkabel, also nix mit blödem Akku). Früher (vor vielen Jahren) sind die Spitzen zuerst an der hinteren Keramik mit der Zeit zunehmend zerbröselt. Sie sind praktisch von hinten her kaputtgegangen, während die Spitze fast heil blieb. Heutzutage lösen sich nach einiger Zeit des Lötens Teile aus der Spitze heraus. Hat das erst mal begonnen, dann wird suksessive die Spitze sowohl kürzer als auch dünner (also nicht anders wie ich das hier und woanders über Ersa- und Weller-Lötkolben lesen konnte). Das Aufheizen geschieht natürlich prinzip bedingt sehr häufig, die Temperaturregelung übernimmt der Zeigefinger :p - etwas Gefühl ist also gefragt. Wie lange so eine Spitze genau hält, kann ich nicht sagen - zu viele unbekannte Faktoren (Lötdauer, Häufigkeit, Temperatur etc.). Seit einiger Zeit verwende ich einen Lötspitzenverzinner (Tippy von Stannol; wohl ein Zinnpulver mit Flussmittel). Das ist eine wesentlich bessere Methode als erstmal Zinn auf die Spitze und dann wegschleudern. Mein Eindruck ist, dass auf diese Weise die Spitze länger durchhält (vielleicht auch ein Tipp für andere, mal probieren?!).

Mehrfach gelesen habe ich, dass der Kupferanteil im Lötzinn die Spitzen angreift. Meistens wird ja sowas wie SN 60 PB 38 CU 2 verwendet (z.B. das günstige Reichelt-Lötzinn). Ob Kupferfreihes Lot (z.B. SN 60 PB 40) was bringt, weiss ich nicht, werde aber mal eine Spitze ausschließlich damit "verbraten". Gibt ja auch noch Lot mit reduziertem Kupferanteil (Cu 0.7) oder auch bleifreihes Zinn komplett ohne Cu (z.B. SN 95 Ag 5). Für SMD hab ich letzteres mal probiert. Flußeigenschaften eher kläglich, Lötstellen matt, aber es geht - gibt aber bestimmt geeignetere Legierungen (schweineteures Zeug!). Welche davon der Lötspitze gut tut oder auch nicht gibt dann ein nettes Ratespiel. :rolleyes:

Wer's noch nicht gelesen hat, hier wurde auch was dazu geschrieben h t t p://w w w.mikrocontroller.net/forum/read-6-173800.html

Gruß
Gerd K.

Spok
14.04.2005, 03:33
Vor ca. 20 Jahren gab es bei mir mal ein Verschleißproblem mit Weller-Lötspitzen. Nach Rücksprache mit der Firma Weller wurde auf Lötzinn mit Kupferanteil umgestellt. Damit trat das Problem nicht mehr auf. Nassen Schwamm benutze ich nicht, da ich mir nicht vorstellen kann, daß diese Schockbehandlung auf Dauer den Lötspitzen gut tut.
MfG

Kandidat_Nr_1
14.04.2005, 08:19
Hallo,
ich habe mich meinem Problem mal naeher gewidmet... durch die Grifform des WTCP halte ich den Loetkolben immer in einer Position. Die Loetspitze ist sozusagen von der Unterseite erodiert. Ich koennte mir vorstellen das die hohe Abkuehlgeschwindigkeit die Ursache ist. Das Material bekommt Haarisse und zerfaellt. Ich werde es in Zukunft mit einer schonenderen Methode probieren.
Leider loete ich in der Wohnung und mit den Zinnspritzern beim Abklopfen ist das so eine Sache... Ich habe schon als Siebenjaehriger Loecher in den Teppich gebrannt, das soll sich durch umherfliegendes Zinn nicht wiederholen :-) Ich werde mal das gelbliche Stahlgeflecht ausprobieren.


Die Vermutung das Cu im Zinn die Eigenschaften der Spitze veraendert ist sehr interessant. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere faelllt mir folgendes ein:
In einer Legierung (Legierung =! Verbindung) liegen die Metallatome ungeordnet und koennen chemische Reaktionen hervorrufen, in einer Verbindung ist die Reaktion abgeschlossen und hat bereits den energieaermsten Zustand angenommen (z.B. ein Oxid).
Vielleicht entsteht sozusagen eine interkristalline Oxidation des Cu die auch das Material der Loetspitze beeintraechtigt.
Oder aber das Cu wirkt katalytisch auf Reaktionen die das Flussmittel verursacht...
Stoff fuer so manche Doktorarbeit.




Joachim

griffin27
16.06.2005, 15:30
also ich verwende seit 21 monaten einen lötkolben von ersa. den Multi-Pro (20W ungeregelt; Tmax=450°C) mit einer dauerlötspitze 832CD. ich kann das eher schwer schätzen, wie oft und wie lange ich ihn benutze, aber ich vermute mal so 2-3h in der woche. ich bin damit echt zufrieden. die spitze ist noch immer nicht kaputt.

zuvor hatte ich so einen billig lötkolben von weller mit 20 oder 25W. das problem bei dem war, dass ich keine ersatzspitzen dafür bekam.

dadurch versuchte ich, mir selbst lötspitzen zu bauen. dabei entdeckte ich folgende eigentschaften:


Eisen (geschliffener und bearbeiteter nagel) ist zum löten sehr gut geeignet, da das zinn gut haftet und verläuft, und die spitze sehr beständig ist. leider ist die wärmeleitfähigkeit sehr schlecht von eisen.
Kupfer (bearbeiteter 4mm² kupferdraht) ist auch nicht sooo schlecht. das zinn verläuft aus sehr gut und die wärmeleitfähigkeit ist natürlich bestens. leider bildet sich hierbei relativ schnell eine schwarze oxidschicht um das kupfer, worauf das zinn nicht mehr haftet. auch schindet das material relativ schnell.
ich glaube, dass eine verbindung von kupfer als kern und ein dünne außenschicht aus eisen ideal wäre. selber zu machen ist das aber sehr schwierig oder eigentlich unmöglich. chemische kenntnisse habe ich so gut wie keine.

lg, Karl

edgar
16.06.2005, 16:22
loesung ? kupfer feuer verzinken lassen...irgend einen galvanoladen wirst du schon finden.

ansonsten beim kauf eines loetkolbens SOFORT auch loetspitzen mitkaufen.

ed

Desinfector
19.06.2005, 16:22
Die Weller-Spitzen haben doch bereits eine Nickelhülse und innen Kupfer.
Das Problem besteht bei mir aber auch.
Nun bin ich in der glücklichen Lage, dass ich immer von meinem Arbeitgeber legal Lötspitzen für lau mitnehmen kann. Daso interessiert mich das ganze nicht allzusehr.
Aber nervig ist das gernze schon.
Was sich aber als Praktikabel erwiesen hat, ist es eine Komplett erodierte Lötspitze füe Entlötarbeiten zu nehmen. Also wenn ich mir zwecks Bauteilbeschaffung Altgeräte vornehme. dafür reichen die Nickelhülsen noch lange aus. Das Cu aus der Spitze dann schon lange weg. Innen hält sich dann durch Kapillarwirkung flüssiges Lötzinn.

Neue Spitzen mit Wasserschwamm zu reinigen habe ich auch aufgegeben.
Dazu eignet sich genausogut ein Kleenex-Tuch. Abwischen und fertig.
Gibt dann auch keine Algenrasen Im Schwamm.http://www.progforum.com/images/icons/icon10.gif

elmar
21.06.2005, 01:13
Hi,


ich selber habe die Conrad/ELV/Voltcraft Prozessorlötstation und löte immer noch auf der Bleistiftspitze rum, die ich gleichzeitig bei Conrad erworben habe. Allerdings noch ausschließlich mit verbleitem Lötzinn.
Ich bi´n mit dem Ding hochzufrieden, auch wenn das Gehäuse der Station etwas schrottig ist und die Klamemrn, die das Gehäuse halten weggebröselt sind. Ist immer noch zu :).

Auf der Arbeit haben wir besagte Weller Lötkolben. Die habe ich im Elektronikladen meines Vertrauens nachgekauft. Die Spitzen haben nicht nur das Loch für die Feder, sondern noch andere Kerben und haken für andere Lötgeräte. Offensichtlich Drittanbieter. Die Dinger sind ständig im gebrauch von unterschiedlichen Personen und nach Jahren immer noch Sauber und Makellos.

Gruß
Elmar