Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DAC funktioniert nicht ?!?
Hallo,
ich habe einen DAC wie folgt beschaltet.
Diese Schaltung habe ich aus dem Datenblatt des DAC unter "Typical Application" entnommen. Doch leider funktioniert das so nicht. Wieso? Ich habe immer ca 4V am Ausgang des OP´s stehen, egal welche Signale am Eingang des DAC anliegen.
Die Datenleitungen sind and den Port 0 meines MC (AT89C51AC3) angeschlossen. Da bekomme ich einwandfreie Signale her.
Die Spannungen sind alle vorhanden.
Die beiden "BAL" Eingänge des OP´s habe ich auch beschaltet. --> keine Änderung
Den ADC habe ich auch schon getauscht.
http://de.geocities.com/postboxelektronik/box/DAC.JPG
Was ist falsch?
Danke
Der DAC0808 hat einen Stromausgang, keinen Spannungsausgang. Das bedeutet, er versucht den Strom, der aus seinem Ausgang gegen Masse fließt, auf einem durch die Digitaleingänge vorgegebenen Wert zu halten.
Da ein OP-Eingang furchtbar hochohmig ist, schafft der DAC es nicht, den verlangten Ausgangsstrom zu erzeugen:
Nehmen wir mal an, Du stellst einen Ausgangsstrom von 1mA ein (also Input = 0x80). Bei einem angenommenen Eingangswiderstand von 10MOhm des OPs muß der DAC dann eine Spannung von 1mA * 10MOhm = 10000V aufwenden, damit die 1mA tatsächlich fließen. Bei einer Spannungsversorgung von 5V ist es selbstverständlich, daß er das nicht schafft und einfach die ihm zur Verfügung stehenden 5V abzüglich einiger mV, die er intern verbrät, ausgibt.
Wenn Du wirklich eine variable Spannung sehen möchtest, mußt Du dafür sorgen, daß der aus Iout kommende Strom durch einen Widerstand in Masse fließen kann. Die über dem Widerstand abfallende Spannung kannst Du dann messen oder im OP verwursten.
Etwa so:
Iout o-----+------> OP-Eingang
|
R
|
===
Gnd
R sollte natürlich so gewählt sein, daß der DAC0808 mit seinen von Dir bereits gemessenen 4V Maximalspannung die max. möglichen 2mA schafft =>
R <= 4V / 2mA = 2kOhm
Wenn Du R kleiner wählst, fällt weniger Spannung über R ab, aber die Stromregelung funktioniert weiter. Machst Du R größer, wird der DAC bei höheren Ausgabewerten immer früher in die Sättigung rennen, allerdings ist die Spannung, die über R abfällt, auch bei niedrigen Werten immer höher. Hier mußt Du einfach rechnen, was Du an Ein- und Ausgabewertebereich erwartest/brauchst.
ups... noch was:
Nach gründlichem Vergleich Deiner Schaltung und der im Datenblatt (ich bin drauf gekommen, weil ein 5M-Widerstand im Rückkopplungszweig des OPs hier wenig Sinn macht):
Wenn Angloamerikaner "5.000k" schreiben, sind das mitnichten 5M, sondern weiterhin 5k, denn '.' ist dort das Dezimaltrennzeichen. Wenn sie drei Nullen hinter dem Komma angeben, meinen sie damit, daß das auf 1/1000 genau ist.
"5,000k" wären 5000k, also 5M.
Zum Vergleich (ich hab mir das PDF erst auf 400% vergrößert *g*) schau Dir die Angabe der 10V-Referenzspannung in der "Typical Application" an ("10.000V") -- sie werden wohl kaum erwarten, daß ihr IC 10kV aushält? :cool:
Danke:)
Kaum macht man es richtig und schon funktioniert es
......erzaehle doch mal wie du es geloest hast.
R3 und R5 = 5k ?
......erzaehle doch mal wie du es geloest hast.
R3 und R5 = 5k ?
richtig
und einen widerstand vom ausgang des DAC nach masse (2,7k) gelötet
--> den op durch einen impedanzwandler und einen invertierenden op ersetzt.
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