PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : stoergeraeusche durch lcd



ultra
03.06.2005, 23:18
hallo,

ich hab mir ein electronc assembly oled lcd gekauft... und benutze dies am einem 89c51ed2...
an dem 89c51ed2 haengt ein tda 1543 seriell dac...

nun habe ich das problem das problem sobald ich das ding anschalte... kommen stoergeraeusche ueber den dac... selbst wenn ich den dac nicht mit daten befeuer...

ziehe ich die stromversorgung von lcd ab gehts einwandfrei... komisch...irgendwie scheint das wohl am display zu liegen...mein altes tronico lcd hat das nicht gemacht...

kann man was dagegen tun ?

gruss ultra

husky2
03.06.2005, 23:29
Hallo,

Vielleicht braucht das Ding im Schaltaucgenblick mehr Strom und stört so die Referenzspannung vom DAC. Würde sagen mal die Referenzpannung DAC mit dem Oszi messen. Wenns direkt von der Versorgung kommt, dann einfach Blockkondensator dazu, vielleicht hilfts.

mfg
hannes

ultra
04.06.2005, 03:26
hi,

hmm nen oszi hab ich leider nich...aber wenn du ein blockkondensator beim dac meinst...da is schon einer dran... 100nf...

axo...das ganze hoet sich so an:

http://ultra303.ultrafex.de/piepen.wav

anfangs mit dac ansteuerung... am ende direkt nach einem reset.. wo nix an den dac gesendet wird.... das lcd is nicht mal initialisiert...usw

gruss ultra

elmar
04.06.2005, 08:54
Hi,

ich habe das Signal mal analysiert. Zu beginn da ein Signal drin mit einer Grundfrequenz von 355Hz mit harmonischen Oberwellen (vielfache der Frequenz).

Nach kurzer Zeit ändert sich das Signal. Die Störung ändert sich auf 200Hz mit harmonischen Oberwellen.
Die Backplane des LCDs wird normalerweise mit 100Hz angesteuert. Die verdoppeln sich wahrscheinlich, da bei jedem Umschalten die Spannung zusammenbricht.
Die Oberwellen entstehen dadurch, dass die Backplane mit Rechtecksignalen angesteuert wird, wie es ja auch sein soll.
Eine Rechteckschwingung setzt sich aus unendlich vielen Sinusschwingungen zusammen, die immer ein Vielfaches der Grundwelle sind.
Das Dauerbrummen kommt also höchstwahrscheinlich von der Backplane. Ich vermute, dass sich das über die Versorgungsleitung zum DAC fortpflanzt. Für eine Funkleinstreuung ist das Signal zu niederfrequent. Und für Magnetische Kopplung ist da zu wenig Leistung hinter.

Das ist dieses tiefe Zischen. Die beiden Pieptöne haben eine viel dominantere Grundschwingung auf ca. 200Hz und zusätzlich ist da noch mal auf 600Hz ein hoher Pegel. Dadurch klingt es wie ein kräftiger Sinus, also ein Piepton.
Ab den Pieptönen erscheint auch ein markanter Pegel bei 4,5kHz. (ebenfalls mit Harmonischen). Vermutlich ist das der interne RC Oszillator, der das LCD intern antreibt. Diese Frequenz bleibt ab dem Piepton über die restliche Zeit fast unverändert. Dadurch hat man dieses hohe Zischen am Ende der Wavedatei.

Versuch es mal mit ein paar Kondensatoren, dierekt an den Versorgungszuleitungen zum Display. Ich denke da an 10µF, 100nF und 10pF parallelgeschaltet. Das sollte das Signal weitgehend dämpfen. Ansonnsten bleibt nur noch die berechnung und der Aufbau eines Kerbfilters bei 200Hz und 4,5kHz, der diese Frequenzen einfach kurzschließt. Einen simpel-Tiefpass, der hohe Frequenzen kurzschließt sind Blockkondensatoren, also die drei parallelgeschaltet, die ich vorgeschlagen habe.
Verschiedene deshalb, da Elkos nur gut mit niedrigen Frequenzen klarkommen und kleine Kondensatoren nur mit hohen. Nur mit Kombination von verschiedenen Kondensatoren und Bauformen (Elko/Keramisch/Folie) kann man ein weites Spektrum an Frequenzen abdecken.

Gruß
Elmar

ultra
04.06.2005, 15:40
hi elmar...

thx fuer deine muehe... probier ich mal aus ;)


gruss ultra

ope
04.06.2005, 16:17
ich habe das Signal mal analysiert.

Was hast Du dafür genommen, falls mal ein ähnliches Problem auftritt. Eine FFT ist ja nur die eine Sache.

Viele Grüße
Olaf

husky2
04.06.2005, 22:49
Hallo,

Daß die Kondensatoren so dicht wie möglich an das entsprechende Bauteil ohne lange Kabel zu verlöten sind versteht sich hoffentlich.

Ich würde sagen Matlab ist sicher dafür geeignet.

mfg
hannes

ultra
05.06.2005, 01:24
jo....@dicht dran... ich hab nun verschiedene kondensatoren am display ausprobiert... hat ueberhaupt nichts gebracht...

was mir aufgefallen ist...wenn ich am kontrastregler fuers lcd drehe... veraendert sich die frequenz des tones...sehr merkwuerdig...

gruss ultra

husky2
05.06.2005, 11:04
Hallo,

Ich weiß nicht wie ein LCD den Kontrast verstellt, aber dieses Verhalten deudet eindeutig darauf hin, daß der Fehler wirklich vom LCD kommt. Man könnte Probehalber ja mal probieren das LCD getrennt mit einer eigenen Spannungsversorgung zu betreiben, GND natürlich verbinden.
Also einfach mal ein Labornetzgerät verwenden. Wenns dann weg ist ist alles klar, dann muß ein zusätzlicher Filter für die Versorgung her.
So würde ich das probieren

mfg hannes

elmar
05.06.2005, 11:43
Hi,

das beweist, dass es die Backplane ist.
Die eine Seite wird z.B. mit einem TTL Rechteck gefüttert. Die andere Seite hängt am Poti auf eienr Spannung von 0-5V. Steht es in der Mitte, also bei 2,5V, dann das Ergebnis eine symetrische Rechteckspannung von +/-2,5V, die an der Backplane, die wie ein kleiner Kondensator wirkt, anliegt.
verstellt man das Poti, so verschiebt sich der Offset. Und nach Fourie ergibt das dann andere Frequenzanteile. Und das hört sich dann anders an.

Steck einfach mal eine Spule in Reihe zum LCD. Einen E-Magneten, Lautsprecher, meinetwegen auch eine Leuchtstofflampendrossel.

Wenn das auch nicht hilft, dann braucht man ein Scope um die Art und Stelle der Kopplung zu finden. Es kann immer noch ein E-Feld sein, dass vom Display ausgestrahlt wird. Verändere mal die Position des Displays, kippe es in mehrere Richtungen usw. Ändert sich der Pegel der Störung?

Ich habe ein kleines selbstgeschriebenes Programm genutzt, dass ich mal für ein Forschungsprojekt geschrieben habe. Die aufbereiteten Daten habe ich in Open Office (man kann auch Excel sagen) als Diagramm angeguckt.
Generell kann man das auch mit Mathlap, sicherlich auch Wavelab und auch mit Winamp machen.
Beim Winamp braucht man ein Plugin, dass den Frequenzgang anzeigt. Man bastelt sich eine Endlosschleife aus dem zu untersuchenden Bereich und guckt sich das dann auf dem Visualisierungsplugin an. Da gibt es einige, die den Frequenzband als viele, viele Balken anzeigen oder als Kurve. Wenn das dann auch die Frequenzen anzeigt, kann man das wunderbar ablesen.
Für ganz einfache Sachen reicht auch die eingebaute Balkenanzeige, die Frequenzen der Balken stimmen mit den Equalizerreglern überein, die sind beschriftet.

Gruß
Elmar

ultra
05.06.2005, 22:46
husky2...

mit ner eignen spannungsversorgung und masse verbinden war das geraeusch weg...

elmar...
beim bewegen des displays hat sich ueberhaupt nichts geaendert...

ich hab nu einfach mal ausprobiert nen simples rc-glied zu nehmen mit 10 ohm 1000uf... und ? siehe da es ist weg...

muss ich nochma mit ner spektrumanalyse nochma genauer schauen...
aber cool... funzt nu ;) ich hatte mal bei soundforge geguckt mit der analyse aber hm die sah irgendwie ziemlich komisch aus...muss ich noch mal bisschen suchen...

aber thx nochma fuer die tips und muehe... wieder was gelernt ;)

gruss ultra

griffin27
05.06.2005, 23:23
ich wollte nur mal anmerken, dass es auch so sein hätte können, dass das brummen über die masse kam. also keine strenförmige masse verwendet. aber da das problem nun eh schon behoben wurde, und es sich eindeutig um die positive versorgungsleitung handelte, ist's ja schon egal.

lg, Karl