Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : War für die DB-Neubaustrecken Versorgung mit 220kV geplant?
Wenn man sich die Freileitungsmasten der Bahnstromleitung für die DB-Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart anschaut, dann fällt auf, daß man an den beiden obersten Traversen Isolatoren für 220kV befestigen könnte. Interessanterweise wäre dies bei allen Masten, die zur Bahnstromleitung, die zur Stromversorgung der Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart dienen, möglich!
Da ist es doch naheliegend anzunehmen, daß im Bahnstromnetz in Deutschland die Einführung einer höheren Spannungsebene als 110kV, wie zum Beispiel 220kV, geplant war.
Gibt es Hinweise, ob wirklich der Bau von 220kV-Bahnstromleitungen geplant war?
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Bahnstrommast zur Versorgung der DB-Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart bei Möglingen
Ruf doch mal bei DB Energie an und frag die.
Nachtrag (aus Wikipedia) KKW Neckarwestheim (http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Neckarwestheim)
Der im GKN erzeugte Strom wird über eine einzige, kombinierte Bahnstrom- und Drehstromleitung zu den östlich von Neckarwestheim gelegenen 220-kV-Drehstrom- und den 110-kV-Bahnstromschaltwerk geleitet. Diese Leitung ist auf Freileitungsmasten ungewöhnlicher Bauart mit fünf Traversen verlegt. Auf der untersten Traverse befinden sich zwei Bahnstromkreise, während die zweite, dritte und vierte Traverse je einen Drehstromkreis tragen. Dieser wird im Fall des GKN 1 mit 220 kV und im Fall des GKN 2 mit 380 kV betrieben. Auf der obersten Traverse sind zwei Erdseile installiert.
Auffallend an dieser Leitung ist, dass die Bahnstromkreise für 220 kV isoliert wurden, obwohl sie nur mit 110 kV betrieben werden. Diese Maßnahme wurde getroffen, da im Fall einer Störung der parallel verlaufenden 380-kV-Leitung Überspannungen auftreten können, denen eine Isolierung für 110kV nicht gewachsen ist. Die Bahnstromleitungen vom GKN zum Bahnstromschaltwerk Neckarwestheim und von diesem zum zentralen Unterwerk in Stuttgart-Zazenhausen sind die einzigen als Viererbündel ausgeführten Bahnstromleitungen.
Der vom Kernkraftwerk GKN 2 wegführende, mit 380 kV betriebene Drehstromkreis läuft am 220-kV-Drehstromschaltwerk Neckarwestheim vorbei zum Umspannwerk Großgartach bei Heilbronn. Zum GKN führt noch eine einkreisige 110-kV-Leitung, die in der Schaltanlage des Kraftwerks Walheim ihren Ursprung nimmt. Sie dient nicht dem Abtransport von im GKN erzeugter Leistung, sondern im Fall des Stillstands des GKN zu seiner Energieversorgung.
Der abgebildete Mast gehört zur Bahnstromleitung Stuttgart/Zazenhausen-Vaihingen/Enz und die läuft nicht paralell zu einer 380kV-Leitung!
Im Übrigen hängen auf den Masten dieser Leitung nur Isolatoren für 110kV, man könnte aber an den beiden obersten Traversen solche für 220kV befestigen.
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