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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Konstantstrom 1mA



MrNiceGuy
25.08.2005, 14:42
Servus,
hab da mal wieder ein kleines Problem.Ich hab um einen Konstantstrom von 1mA zu erzeugen einen LM317 mit einem 2,5 kOhm Trimmer verschaltet. An Vin liegen +5V. Funktioniert einwandfrei. Jetzt wollte ich aber mit 12V arbeiten (Versorgungsspannung für die Gesamtschaltung). Leider funktioniert das nicht mehr so recht . Ab ungefähr der Hälfte der Trimmerstrecke hab ich immer ca. 1mA. Ist zwar Toll aber kann doch irgendwie nicht sein, oder? Gibt es hiefür vielleicht ein anderes Bauteil welches mir 1mA Konstantstrom erzeugt? Wenn nicht muss ich wahrscheinlich einen Spannungsteiler aufbauen. Die elegantere Lösung wäre da natürlich ein fertiges Bauteil. Wenn jemandem eins einfällt, bitte posten.

THX & CU

elmar
25.08.2005, 18:01
Hi,


nimm einen OPV als Spannungsgesteuerte Stromquelle. Als Eingangsspannung natürlich ein Poti benutzen.
Die Schaltung findest Du hier in dem Know-How/Diverses Teil von Batronix.com

Gruß
Elmar

MrNiceGuy
25.08.2005, 18:08
Danke erst mal für den Tip. Gibt es da denn nicht ein fertiges Bauteil? Mit dem LM317 hat das ja mit Versorgungsspannung von 5V ganz gut geklappt. Leider aber nicht mehr mit 12V. Meine Platine wird nämlich langsam zu voll da ich diese nur mit einem Layer ausstatten kann.

elmar
25.08.2005, 18:20
Hi,


der LM317 ist ein Spannungsregler. Der sorgt für eine Spannung von 1,25V zwischen Ausgang und Masse. Klar kann man da mit Widerständen die Konstantspannung zu Konstantstrom umwandeln, aber da er dafür nicht gedacht ist geht das nicht so einfach. Ein kleiner OPV tut es doch auch. so viel Beschaltung braucht der nicht.
http://www.batronix.com/elektronik/know-how/op-amp.shtml#05e
http://www.batronix.com/elektronik/know-how/images/opv9.gif
Und wie man sieht braucht man sich keine Sorgen zu machen, Widerstände, die als Brücken fungieren hat der ja genug ;)

Gruß
Elmar

Rudo
25.08.2005, 18:31
hi,
natuerlich gibts (gabs?) sowas als fertiges Bauteil:
CR100 von Siliconix heisst das Zauberwort:)

edgar
25.08.2005, 18:48
halloo

genau durchlesen...1mA

http://www.elecdesign.com/Articles/Index.cfm?AD=1&ArticleID=6268

Ed

Rudo
25.08.2005, 19:42
halloo

genau durchlesen...1mA

http://www.elecdesign.com/Articles/Index.cfm?AD=1&ArticleID=6268

Edhab ich doch!-> CR100 heisst jetzt J505-->>
http://www.vishay.com/docs/70196/70196.pdf
:cool:

Peter Dannegger
25.08.2005, 20:51
Klar kann man da mit Widerständen die Konstantspannung zu Konstantstrom umwandeln, aber da er dafür nicht gedacht ist geht das nicht so einfach.

Huch !

Und warum ist dann im Datenblatt sogar eine Schaltung dafür abgebildet ?

Man braucht den LM317L und noch einen Widerstand, was ist daran nicht einfach.

Zum Thema, der LM317L braucht einen gewissen Mindeststrom, damit er arbeiten kann (hat ja keinen extra GND-Anschluß). Also einfach noch einen zusätzlichen Widerstand vom Ausgang nach GND schalten, der genügend Strom frißt. Und den Konstantstrom, wie im Datenblatt angegeben, am REF-Anschluß entnehmen.

Das sind dann also insgesamt 2 Widerstände, hoffentlich ist das nicht zu kompliziert :)


Peter

Dunkelmann
25.08.2005, 20:59
schau dir mal die Bauteile LM134 LM234 LM334 an, das sind einstellbare präzisionsstromquellen im to92 Gehäuse.

dkm

edgar
26.08.2005, 14:07
Rudo,

...genau durchlesen...1mA....

war nicht auf Dich bezogen sondern auf den Artikel.
Ein PNP Transistor und zwei Widerstaende....1 mA

Elmars Vorschlag ist leider nicht Massebezogen.

Ed

DiWe
28.08.2005, 10:24
Das Mit dem Spannungsregler und dem Widerstand geht schon, sofern der Eigenstrombedarf des Spannungsregler nicht zu groß ist. D.h. Du legtst den Widerstand zwischen 'GND' und Ausgang des Sspannungsreglers und greifst den Strom an GND ab. Geht, aber der LM317 wird wohl selbst so etwas mehr als 1 mA brauchen. Du Kannst einen Regler nehmen welcher einen kleineren Eigenstrombedarf hat. Z.B Infineon,Micrel etc.

Gruß DiWe

elmar
28.08.2005, 10:46
Hi,


das meinte ich damit, als ich sagte, dass das ein Spannungsregler ist und nicht als Kontantstromquelle gedacht ist. Zum einen will der den Eigenstrom fließen lassen, der sich addiert, zum anderen kann der nicht den gesamten Versorgungsspannungebereich ausnutzen, daher versagt der bei geringen oder großen Lastwiderständen.

Ich habe mal was schönes rausgesucht:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/currop.htm

Diese Konstantstromquelle ist allerdings eine sog. Konstantstromsenke. Konstantstromsenken sind leichter auszubauen, haben aber den Nachteil, dass der Verbraucher einseitig fest auf der Versorgungsspannung liegt und seine Masse angepasst wird, so dass der geforderte Strom fließt. Nicht für alle Anwendungen geeignet, also immer dann nicht geeignet, wenn der Verbraucher auf Masse liegen muß. Für LEDs und die meisten Meßzwecke aber durchaus brauchbar. Notfalls kann man durch eine galvanisch getrennte Eigenversorgung dieser Schaltung den Konstantstrom auf die Masse der Anwendung anpassen. Als eigenständiges Laborgerät mit eigenem Trafo ist es universell einsetzbar.
Mit dieser Schaltung erhält man einen genauen konstantstrom und je nach Transistor kann man auch beachtliche Konstantströme herstellen.

Gruß
Emar

Peter Dannegger
28.08.2005, 12:11
dass das ein Spannungsregler ist und nicht als Kontantstromquelle gedacht ist. Zum einen will der den Eigenstrom fließen lassen, der sich addiert, zum anderen kann der nicht den gesamten Versorgungsspannungebereich ausnutzen, daher versagt der bei geringen oder großen Lastwiderständen.


Das sind nun 3 völlig verschiedene Paar Schuhe.

1.
Ein Festspanungsregler hat einen GND-Anschluß, über den er seinen Strombedarf sicherstellen kann. Daher eignet er sich schlecht als Stromkonstanter.

2.
Ein einstellbarer Spannungsregler hat einen Regeleingang ähnlich einem OPV, über den nur einen vernachlässigbarer Biasstrom fließt. Daher eignet er sich sehr gut als Stromkonstanter.
Seinen Strombedarf muß er daher woanders her decken und das macht er über den Ausgang. Es muß also immer eine Mindestlast anliegen, diese hat jedoch keinerlei Einfluß auf die Funktion als Spannungs- oder als Stromregler.

3.
Ein Stromkonstanter kann immer auf 0 Ohm arbeiten, ein Versagen bei geringem Widerstand geht daher gar nicht.
Ein Stromkonstanter kann natürlich nie mehr als die Betriebsspannung abzüglich des Spannungsbedarfs der Regelstufe liefern, völlig unabhängig von der Schaltung. Jeder Stromregler hat also einen maximalen Lastwiderstand, bis zu dem die Regelung noch arbeitet.


Peter

MrNiceGuy
28.08.2005, 20:21
2.
Ein einstellbarer Spannungsregler hat einen Regeleingang ähnlich einem OPV, über den nur einen vernachlässigbarer Biasstrom fließt. Daher eignet er sich sehr gut als Stromkonstanter.
Seinen Strombedarf muß er daher woanders her decken und das macht er über den Ausgang. Es muß also immer eine Mindestlast anliegen, diese hat jedoch keinerlei Einfluß auf die Funktion als Spannungs- oder als Stromregler.

Meinst du damit einen Widerstand von Vout nach Masse? Wenn ja wie kann ich diesen dimensioniren (berechnen).

THX & CU

Peter Dannegger
29.08.2005, 21:08
Meinst du damit einen Widerstand von Vout nach Masse? Wenn ja wie kann ich diesen dimensioniren (berechnen).

THX & CU

Kommt drauf an, ob es für Dich ist oder für ein kommerzielles Projekt.

Für Dich könnte es schon reichen den LM317 durch einen LM317L zu ersetzen.

Für ein kommerzielles Projekt mußt Du im Datenblatt den Mindeststrom nachschlagen und dann für die minimale Spannung am Lastwiderstand + die 1,25V Referenzspannung den Widerstand für den zusätzlich nötigen Strom berechnen.


Peter

leech
29.08.2005, 22:11
Es gibt auch noch den TL431.

MacSeck
30.08.2005, 13:09
Es gibt sog. Stromdioden; kleine billige Teile, Größe einer 1N4148, hergestellt in der Schweiz, Frage wo? --> googeln...

Im Prinzip sind das im Inneren FETs mit gebrücktem Gate-Drain (geht auch mit BF245 FET-Transistor, der liefert halt so um die 20mA). Diese Dioden sind halt herstellungsmäßig auf 1mA..5mA eingestellt, je nach Typ.
Frag jetzt nicht nach der genauen Bezeichnung, aber die Dinger gibt´s.

MrNiceGuy
31.08.2005, 12:00
Servus,
bei so viel Resonanz mich ich mich auch mal wieder melden.

@MacSeck
für 1mA J505

Mal ne andere Frage hab mir den LM334 bestellt,nur leider kann ich dem Datenblatt nicht entnehmen welchen Widerstandswert ich nehmen muss um den auf 1mA einzustellen.

MrNiceGuy
01.09.2005, 20:44
Servus muss schon wieder was fragen. Hab die schaltung mit dem lm334 aufgebaut, wie es im datenblatt vorgesehen ist. Jetzt ist mir aber aufgefallen das sich der Strom (I set) ändert wenn ich z.B. Eis auf den LM334 tue. Also ist der eingestellte Strom doch stark von der Temperatur abhängig, oder? Oder hab ich die schaltung falsch aufgebaut? Hab die mit dem einen Widerstand genommen (Basic Current Source). Muss ich etwa die mit den 2 Widerständen nehmen (Zero Temperature Coefficient Current
Source)? Klingt eigentlich logischer denn da ist ubersetzt die rede von "kein Temperatur Koeffizient). Vieleicht sollte ich doch besser den BF245B verwenden.

Stellt sich ja als richtig knifflig raus ohne gute Englischkenntnisse.

Rudo
01.09.2005, 21:31
vielleicht belegste erstma e. Englisch-Kurs, bevor du dich an die temperaturkompensierte Elektronik ranwagst :rolleyes:

MrNiceGuy
02.09.2005, 13:02
:D

Englisch geht ja noch. Aber sobald der Txt fast nur noch aus Fachbegriffen besteht wird's halt doch n'bissi schwierig.

Ich denk aber ma drüber nach!!;)

so long... (ist englisch)

elmar
02.09.2005, 18:41
Hi,


auch diejenigen, die gut technisches Englisch sprechen müssen das ein oder andere Mal nachgucken.

Linuxuser können auf das bei vielen Distris beiliegende "steak" zurückgreifen. Einfach in der shell "steak" gefolgt vom unbekannten Wort eingeben. Für Deutsch nach Englisch schaltet man mit -d um.

Der Rest und wenn steak mal versagt kann immer noch das Google Sprachtool benutzen.

Wenn auch nicht immer das komplette Wort gefunden wird, so gibt einem das meist schon einen guten Hinweis.

Gruß
Elmar

sparky
02.09.2005, 19:22
Kennt ihr www.babylon.com ?

Einfach die Software runterladen und installieren. Dann auf das unbekannte Wort klicken und die übersetzung erscheint ein einem kleinen Fenster. Babylon kann auch Währungen und Maßeinheiten umrechnen.