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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leiterplattenentwicklung/Nachbau



topla
21.09.2005, 12:08
Hallo zusammen,

nachdem mir hier schon mehrfach geholfen wurde, möchte ich mich heute mit einem Anliegen speziell an die Hardwareentwickler wenden.
Ein Hobby von mir ist die Modelleisenbahn, speziell die Digitalsteuerungen haben es mir angetan. Von Anfang an nutze ich eine Steuerung der Firma Lenz für den Betrieb meiner Anlage. Zum Schalten der Weichen und Signale benutze ich das Stellwerk LW100 dieser Firma, welches ich gerne um ein Gleisbildstellwerk erweitern möchte. Dafür gab es von der Firma Lenz spezielle Erweiterungsbausteine für den Anschluß von Tasten (LW120) und von LED oder Glühlämpchen (LW130). Leider sind diese Bausteine aus dem Angebot genommen worden und ebay bietet selten (und wenn dann sehr teure) Restexemplare in meist zweifelhaften Zustand. Die Funktion und die Ausstattung dieser Bausteine ist simpel und weitgehend bekannt. Ich habe zur Veranschaulichung mal ein Bild eines dieser Bausteine (LW120) angehangen. Mit kleinen Hardwareentwicklungen außerhalb meines Amateurbedarfs war ich früher schon beschäftigt, habe aber seit mehr als 10 Jahren nichts mehr damit zu tun – es fehlen also recht heftig Kenntnisse aktueller Bauelemente und der Stand aktueller Werkzeuge für Leiterplattenentwicklung. Da ich dazu noch auswärts arbeiten muss und nicht jede Menge Gerätschaften herumschleppen kann (und darf), stecke ich jetzt in dem Dilemma, entweder meine teuer bezahlten Investitionen in die Lenz-Steuerung abschreiben zu müssen oder mich um die Nachentwicklung dieser Bausteine zu kümmern. Richtig, ich habe vor, den zweiten Weg zu beschreiten und suche nun Unterstützung von einem Profi, Halbprofi oder erfahrenen Amateur bei der Identifikation von Bauteilen auf der vorhandenen Leiterplatte, Konzeption der Schaltung, Auswahl der Bauelemente und Entwicklung einer entsprechenden Leiterplatte bis zur Fertigungsreife, da ich mir teure Fehlschläge auf Grund mangelnden Wissens nicht leisten möchte. Ziel ist eine Platine, die mit Amateurmitteln leicht bestückbar ist; sollte eine preiswerte SMD-Bestückung professionell realisierbar sein, bin ich da auch nicht abgeneigt (die Augen spielen bei SMD nicht mehr richtig mit).
Mal ein paar technische Eckpunkte:

Prozessor: AT89C2051, aber relativ egal, muss eh neu programmiert werden, gesockelt oder ISP
Spannungsversorgung: 12V
Schnittstelle: RS485, max 64 Busteilnehmer, 9600bd
Abmessungen: jetzt 87x65mm² , viel größer sollte es nicht werden
16 Eingänge, damit werden 32 Tasten in Verbindung mit "plus" und "minus" (technische Bezeichnung, hat nichts mit Masse oder Betriebsspannung zu tun) gelesen, ideal wäre eine optionale Aufsatzplatine mit weiteren 16 Eingängen
So, das war jetzt jede Menge Text und ich hoffe, nicht alle verschreckt zu haben. Sollte jemand da Interesse haben, würde ich mich über Meldungen freuen.
Achso: Reichtümer habe ich zwar nicht zu verteilen (leider), kostenlos soll das Ganze aber auch nicht sein. Optimum wäre natürlich ein interessierter Modelleisenbahner..
Danke und viele Grüße

Thomas

Winne
21.09.2005, 20:25
hallöle,


leider ist die Auflösung des Fotos etwas dürftig, könntest Du vielleicht eines mit mehr Details zur Verfügng stellen?



Du kannst es auch in meine Postbox laden und einen Link dorthin hier ins Forum stellen. Schaust du unten.

topla
22.09.2005, 09:39
Hier aus dem Firmen-LAN ist leider kein Upload möglich ist - hab lange gebastelt, um den Anhang überhaupt klein genug für das Forum zu bekommen. Ich habe es mal als Mail an Dich geschickt.

Thomas

Holger
23.09.2005, 22:07
Hi Topla, würde mich auch mal interessieren, die Grafik. Vielleicht hast du ja auch noch den Schaltplan dazu? Bin selbst Modellbahner und habe (allerdings komplett eigen, also nix Lenz) ne Steuerung für Zubehör etc. entwickelt.

Winne
23.09.2005, 22:53
Hat er mir geschickt. Ich stelle es morgen Nachmittag ein, bin im Streß.

Winne
24.09.2005, 22:15
(http://de.geocities.com/postboxelektronik/box/topla1.jpg)
Noch mal nen versuch

edgar
24.09.2005, 22:55
Spannung muß sein

Winne
25.09.2005, 13:18
Sorry der Link zickt.


ihr kommt ran wenn ihr in die Postbox (http://de.geocities.com/postboxelektronik/) geht, boxinhalt , topla1.jpg<!-- / message --><!-- sig -->

topla
25.09.2005, 19:07
Vielleicht hast du ja auch noch den Schaltplan dazu? Bin selbst Modellbahner und habe (allerdings komplett eigen, also nix Lenz) ne Steuerung für Zubehör etc. entwickelt.

Bin gerade am Schaltplan zeichnen, das Geschäft geht wegen den Augen nicht mehr so flott von der Hand - das SMD-Geraffel ist wirklich das blanke Augenpuder.
Ich habe mich eher auf die Seite der Decoder gewagt, unter anderem ist gerade ein Lichtsignaldecoder für Hl-Signale der DR im Werden.

Thomas

topla
02.10.2005, 22:26
Hallo,
ich habe mich weiter durch die Schaltung gewühlt und habe jetzt zwei Fragen:
1. In den Zuleitungen A und B vom Bus zu dem 485-Bustreiber befinden sich jeweils ein Bauteil, sieht aus wie kleiner Kondensator (Pille, im Bild oben rechts, links neben dem zweipoligen Schraubanschluß), hat aber 13,x Ohm Widerstand. Kann das eine Spule sein? Seit wann kommt sowas in die Zuleitungen?
2. Weiß jemand, was ein SMD-Bauteil im fünfpoligen SOT-363-Gehäuse mit dem Aufdruck "OKFD" oder "0KFD" sein kann?

Danke für alle Hinweise,

Thomas

Winne
02.10.2005, 22:54
Hallo,
ich habe mich weiter durch die Schaltung gewühlt und habe jetzt zwei Fragen:
1. In den Zuleitungen A und B vom Bus zu dem 485-Bustreiber befinden sich jeweils ein Bauteil, sieht aus wie kleiner Kondensator (Pille, im Bild oben rechts, links neben dem zweipoligen Schraubanschluß), hat aber 13,x Ohm Widerstand. Kann das eine Spule sein? Seit wann kommt sowas in die Zuleitungen?





wenn sie von A/B nach Masse liegen eventuell Varistoren zur Eingangsspannungsbegrenzung




2. Weiß jemand, was ein SMD-Bauteil im fünfpoligen SOT-363-Gehäuse mit dem Aufdruck "OKFD" oder "0KFD" sein kann?


Ohne den Aufdruck zu analysieren kommen sowohl Einzelgatter als R- oder Diodenarrays in Frage

Test im Blackboxvervahren:D



Danke für alle Hinweise,

Thomas

topla
03.10.2005, 12:14
wenn sie von A/B nach Masse liegen eventuell Varistoren zur Eingangsspannungsbegrenzung


Zunächst mal danke für die Mühe, aber leider nein, liegen in Serie zu den Eingängen. Es gibt da noch von jedem Eingang (hinter den Pillen) ein Bauelement nach Masse, sieht aus wie eine Diode mit der Bezeichnung PH-7V (mehr kann ich nicht lesen), das würde eher auf einen Varistor hindeuten - habe aber auch hier keine Spur aufnehmen können.



Ohne den Aufdruck zu analysieren kommen sowohl Einzelgatter als R- oder Diodenarrays in Frage


Kann sein, scheint aber eher ein Resetbaustein für den MC zu sein, hängt mit jeweils einem Bein an + und Masse und der Ausgang liegt über eine Diode und ein Gatter (Inverter) an Pin 1 (Reset) der 2051. Weiß der Geier, von welchem Hersteller das ist.

Nun noch eine Frage, auf der Platine lungern noch drei Transistoren mit dem Aufdruck H3 (quer) und S72 (längs) herum. Sollten nach meiner Recherche BC556 (pnp) sein, die Beschaltung deutet aber eher auf einen npn-Typ hin (E auf Masse). Bin ich jetzt zu blöd oder fehlt wieder mal das nötige Wissen?
Langsam fange ich an, das SMD-Zeugs heftig zu hassen.

Thomas

Winne
03.10.2005, 20:43
Wer viel mißt, mißt viel Mist, aber manchmal macht Versuch kluch.;)

topla
11.11.2005, 11:50
Hallo,
ich habe mich weiter durch die Schaltung gewühlt und habe jetzt zwei Fragen:
1. In den Zuleitungen A und B vom Bus zu dem 485-Bustreiber befindet sich jeweils ein Bauteil, sieht aus wie kleiner Kondensator (Pille, im Bild oben rechts, links neben dem zweipoligen Schraubanschluß), hat aber 13,x Ohm Widerstand. Kann das eine Spule sein? Seit wann kommt sowas in die Zuleitungen?


Ich schiebe das noch mal nach oben in der Hoffnung, daß noch einer der Hardwareentwickler einen Hinweis haben könnte, welche Bauteile in der A- und B-Zuleitung eines RS-485-Bustreibers Sinn machen. Sämtliche Applikationen für RS-485, die ich gefunden habe, weisen da nichts aus.

Danke,

Thomas

Rudo
11.11.2005, 12:17
solche Bauteile dienen zur Leitungsanpassung. RS485 ist bis zu 1200 m spezifiziert, deshalb spielt der -> Wellenwiderstand der Leitung und der komplexe Ausgangswiderstand des Treibers eine Rolle - frag mal einen Funkamateur;)

topla
11.11.2005, 19:23
Danke erst mal, über die Leitungsanpassung habe ich schon gelesen. Für den RS-485 habe ich immer Anpassungen durch einen 120 Ohm-Widerstand *zwischen* A- und B-Signalleitung (bei Zweidrahtbus) jeweils an den Enden des Busses gefunden, aber nie irgendwelche Bauelemente in Serie in der Zuleitung zu den einzelnen Treibereingängen.
Also wenn noch jemand eine Idee hat, immer her damit.

Thomas

Anatec
12.11.2005, 11:48
<TABLE cellSpacing=1 width="90%" align=center border=1><TBODY><TR><TD vAlign=center width="10%">0K



</TD><TD vAlign=center width="20%">MUN5133DW1



</TD><TD vAlign=center width="7%">Mot



</TD><TD vAlign=center width="7%">DO



</TD><TD vAlign=center width="11%">SOT363</TD><TD vAlign=center width="45%">dual pnp dtr 4k7+47k



</TD></TR></TBODY></TABLE>

laus SMD Codebook ist es das einzige Bauteil im SOT363 mit diesen Anfang, vier Buchstaben gibts gar nicht, die restliche Bezeichnung könnte der Herstellercode sein, muß aber nicht stimmen.