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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Regelbares Netzteil mit Schaltregler L296



Tim23
01.10.2005, 17:33
Hallo,

der L296 ist wohl nicht der geeigneste Schaltregler für ein Labornetzteil das von 0-30V regelbar sein soll und außerdem noch über eine Strombegrenzung verfügen soll. Hab die Schaltung mal aufgebaut, zwar verfügt der L296 über eine Strombegrenzung, doch lässt diese den Sanftanlauf immer wieder neu anlaufen so das dass Netzteil pumpt. Hab ihr noch nee Idee oder hab ich was falsch gemacht?

Gruß
Tim

sparky
01.10.2005, 18:11
Schaltplan?

MacSeck
03.10.2005, 16:50
Für ein Labornetzteil würde ich NIE!!! ein Schaltnetzteil benutzen.
Bau Dir ein ganz "normales", Trafo, dicke Elkos, ggf. LM723 und 3055 dahinter und paar Klamotten drum herum, fetten Kühlkörper usw; dann hast Du Ruhe, vor allem in Analogschaltungen.
Das Teil wird halt biss´l warm, aber OK. Dafür gibt es eine saubere Gleichspannung ohne HF-Interferenzen und sonstige Störenfriede; und das biss´l warm kühlst Du halt weg. Sekundär getaktete Schaltregler können zwar Amperes (so zum Akku laden etc.), aber zum "vernünftig" Basteln nicht zu gebrauchen!

meint MacSeck
(analog ist´s doch am Schönsten...)

elmar
03.10.2005, 17:24
Hi,


Schaltnetzteile sind mittlerweile nicht mehr so arg in Schane Schwingen und HF störungen. Beim PC klappt es ja auch gut. Aber Stromstöße vom Verbraucher mögen die überhaupt nicht, dann pendelt die Ausgangsspannung.

Ein linearnetzteil ist hier zu bevorzugen, nur bei starken Strömen lohnt sich ein Schaltnetzteil. Am besten ist ein regelbares doppelnetzteil in lineartechnik und fürs Grobe ein Einzelnetzteil mit Schaltregler.

Gruß
Elmar

Tim23
03.10.2005, 23:16
Ja das ist mir klar, hab auch sehr lange überlegt, die Bauteile hatte ich noch daheim, war auch mehr fürs grobe gedacht, bei dem der Wirkungsgrad nicht so schlecht sein sollte wie bei den liniaren.


Pin 4 in der Schaltung muss dann noch zur Strombegrenzung nach Masse geschaltet werden.

http://666kb.com/i/10tir5kjh0ykg.jpg (http://666kb.com/i/10tir5kjh0ykg.jpg)



Gruß
Tim

edgar
03.10.2005, 23:18
doch lässt diese den Sanftanlauf immer wieder neu anlaufen so das dass Netzteil pumpt.



hast du ein poti von pin 4 nach 0V ? fuer die Strombegrenzung angeschlossen ?

wenn dich das Pumpen stoert kannst du vielleicht den inhibit eingang so steuern
dass abgeschaltet wird.......oder das poti hoeher einstellen.

:)

MacSeck
04.10.2005, 09:58
Hi Tim23...

bei Labornetzteilen ist der Wirkungsgrad und die "Gesamt-Energie-Effizienz" eigentlich schit-egal, genauso wie eine Kosten/Nutzen Kalkulation beim Basteln.
Das damit zu Rande gebrachte know-how wiegt das bei weitem wieder auf, selbst wenn Du 5 Platinen "Edelschrott" fabrizierst; sobald die 6. funktioniert hast Du gewonnen. Lehrgeld nennt man das - und schau in die derzeitige Politik - die predigen auch nichts anderes - Bildung und nochmals Bildung.
Daß man sich (dann irgendwann), wenn man 20 Netzteile gebaut hat, (die mehr oder weniger gut funktionieren -- aber immerhin, von NT5 nach NT6 hat man was dazugelernt...)
Dann!!! kommt einem bei NT21 die Idee, an der Effizienzschraube zu drehen --> vorher linear, dann sekundär getaktet, dann "PRIMÄR" getaktet (und das mit allem drumherum; vernünftiges Layout, kritische Bauelemente usw.)
Anfangs LM317 mal regelbar machen, L200 ist auch ganz nett, hat Strombegrenzung drin, mal ein vernünftiges Volt/Amperemeter dazu, ein chiques Gehäuse, -- so in diese Richtung sollte es gehen.
Danach kann man die "Version 14" z.B. immer noch als Autobatterie-Ladegerät nutzen -- und es ist egal, ob das Ding einen Wirkungsgrad von "0815" hat, solange morgens dann das Auto anspringt.

:) Mac-Seck...

und ganz ehrlich!!! Bis es soweit ist, vergehen Jahre (des Dazulernens), das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

elmar
04.10.2005, 10:49
Hi,

jepp, bei Labornetzteilen kann man eine Menge lernen. Das ein- oder andere wird abrauchen, aber irgendwann hat man mal mehr oder weniger Zufällig ein unverwüstliches Gerät gebaut. Mein "Kraftwerk" (No. 3) lebt immer noch und ist nicht klein zu kriegen. 0..40V, 0..7,5A mit einem Trafo, dass das Licht flackert und das Ding ein sattes "Bong" beim einschalten von sich gibt. Irgendwann hat das eine Art analogrechner nachgerüstet bekommen, das erkennt Kurzschlüsse und stellt den Strom so, dass kein Funken entsteht, wenn sich die Drähte berühren, selbst unter Last. Das habe ich mal erfunden, weil die Lautsprecherklemmen, die eigentlich für kleine Dinge mit Klingeldraht gedacht waren, immer abgebrannt sind. Ich war halt zu faul die Telefonbuchsne zu benutzen.
Auch ist die Ausgangsspannung mittlerweile beinahe "Batteriequalität". Das benutze ich für alles, es ist auch für alles geeignet. Das ist über mehr als 15 Jahre zu dem herangewachsen, was es heute ist. Fettes Gehäuse mit riesigen Kühlkörpern und anfangs eine 0815-LM317/337 Schaltung drin gewesen - das schieh einfach nach Tuning. Der Trafo stammte aus einer 60er Jahre Relaistelefonanlage für mittelgroße Firmen.

Und etwa Nummer 20 oder so lebt auch noch. Ein Kuriosum an sich. 6..12V, 5..300A. Braucht zwar ab und an mal einen neuen Transistor und neue Anschlüsse, aber an sich eine tolle Sache.

Da waren schon diverse Schaltnetzteile dabei, immer sekundärgetaktet, Primärgetaktet gab es nur mal eines, das habe ich nicht mehr, ich war nicht mit dem Verhalten der Ausgangsspannung bei krassen Lastwechseln einverstanden. Irgendwo läuft das noch bei einem Amateurfunker. Ich glaube, der startet seinen Oldtimer nach dem Winterschlaf damit. Das war der Versuch, mein Kraftwerk mit höherem Wirkungsgrad nachzuempfinden.

Basteleien für andere bekommen von anfang an ausschließlich ein Steckernetzteil, bevorzugt Schaltsteckernetzteil. Damit werden die auch gleich entwickelt und erprobt. Denn Schaltungen, die direkt an 230V betrieben werden gebe ich nicht aus der Hand. Wenn da mal was passiert...

Gruß
Elmar

Rubi
04.10.2005, 11:11
L200 ist auch ganz nett, hat Strombegrenzung drin, mal ein vernünftiges Volt/Amperemeter dazu, ein chiques Gehäuse, -- so in diese Richtung sollte es gehen.

:) Mac-Seck...


Hallo Mac-Seck

Interessantes Teil der L200, hab mir gleich auf die schnelle einen bestellt.

Hier mein derzeitiger PS Favorit, nach Guido Socher.
Mit Mikroprozessor , Temperaturüberwachung und vom PC per I2C Steuerbar.Manchmal braucht man auch Wechselspannung von einem Gleichstrom PS.images/icons/icon7.gif
War an einem Wochenende gebaut, obwohl ich die Platine mir selber routen musste , dar der Autor seine nicht rausrücken wollte. Was aber auch irgendwo verständlich ist.

http://www.tuxgraphics.org/electronics/200506/article379.shtml


LG
Rubi

Rubi
04.10.2005, 11:12
Und etwa Nummer 20 oder so lebt auch noch. Ein Kuriosum an sich. 6..12V, 5..300A. Braucht zwar ab und an mal einen neuen Transistor und neue Anschlüsse, aber an sich eine tolle Sache.


Ich nehme an das PS heißt IGOR ?

LG
Rubi

MacSeck
04.10.2005, 18:56
QElmar: Gut gebrüllt, Löwe!!!
Genau das meinte ich: Sich herantasten, Höhen und Tiefen "durch!!!-leben".

@Tim:
Der L200 ist ganz OK, bis auf...
1) Sehr gut kühlen
2.) Abblockkondensatoren pingeligst genau
3.) 30V Eingangsspannung ??? das mag er nicht so recht
Ist jetzt reine Erfahrung, so 0..20V 0..2A, dafür ist der saugut. Im Grenzbereich (>=30V) geht dem gehäusemäßig die Puste aus, der kann garnicht schnell genug reagieren (siehe 1), also die Wärme in Zeit XY abführen. Aufpassen!!!
Ein 3055 ist da toleranter, alleine des Gehäuses wegen.

Sonst gutes Teil, der L200. Nimm 2/3 der angegebenen Spezifikation (Datenblatt Grenzwerte) und dann wirst Du auf Jahre glücklich damit!

Gruß Andreas

elmar
04.10.2005, 19:55
Hi,

die Grenzwerte kann man erreichen, wenn man wirklich, wirklich saugut kühlt. Da gab es mal ein Rohr von ELV, aussen rechteckig, innen voll mit Kühlrippen. Und da einen sehr kräftigen Lüfter vorspannen. Damit kann man die meisten halbleiter sogar etwas außerhalb der Spec betreiben.

Aber bei einem Labornetzteil ist Vorsicht geboten. Soll ja nicht gleich irgendwelche Basteleien gleich mit wegpusten bei Versagen.

Gruß
Elmar