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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zündspannung in 5V TTL



GUY
09.10.2005, 12:59
hallo,

Wollte mal fragen wie ich eine Zündspannung vom einem Motor in ein 5V TTL Signal umwandeln kann.

Es gibt Drehzahlmesser die man gegen den Zündkabel der Zündkerze hält, und die dann die Drehzahl anzeigen. Nur sind diese Dinger ziemlich teuer , außer den will ich noch zusätzliche Funktionen einbauen.

Den Controller habe ich soweit Programmiert. Nur jetzt weiss ich nicht wie ich das Hochspannungsignal da abgreifen soll um 5V Impulse zu bekommen.

Meinen Idee war eine Spule einzubauen, auf die sich die Hochspannung überträgt. Aber dann weiss ich nicht mehr weiter.

Würde mich auf ein paar Vorschläge oder Schaltplan freuen.



Mit freundlichen Grüßen

Guy

sparky
09.10.2005, 13:12
Hallo,
das hatten wir vor kurzem:

http://www.progforum.com/showthread.php?t=4246

Vieleicht hiflt dir das schon weiter.

elmar
09.10.2005, 13:19
Hi,


bei modernen Fahrzeugen sitzen übrigens 2 HAL Sensoren am Anlasserritzel. Dem Anlasserritzel fehlt ein Zahn, und die HAL Sensoren reagieren darauf. Was hindert Dich daran, dort einen 3. Sensor einzubauen?

Gruß
Elmar

GUY
09.10.2005, 15:43
@Sparky,
Erst mal Danke für den Linke. Habe den mit der Suche nicht gefunden.

@Elmar,
Sicher gibt es viele andre Möglichkeiten, aber weil das Gerät dazu dienen soll viele verschiedene Motoren einzustellen, ist das die einzige optimale Lösung.

Es gibt zum Beispiel so kleine Drehzahlmesser, die man einfach nur gegen den Zündkabel hält, und die dann die Drehzahl anzeigt. Man kann da auch einfach ein normales Kabel am Gehäuse anstecken (ohne Kontakt) und am andren Ende mit einer Krokodilklemme an den Zündkabel. Die werden oft benutzt um die maximale Drehzahl bei Kettensägen einzustellen.

Ich habe auch einen professionellen Datalogger für eine Rennauto. Da ist ein normales Kabel dabei der auf der Zündspule die Impulse abgreift. Dann ist aber auch ein Kabel mit einer Krokodilklemme dabei was man einfach an den Zündkabel klemmen kann, und an stelle des andren Kabel nehmen kann. Zwischen dem Stecker für den Datalogger und der Krokodilklemme ist eine kleine Schaltung so 1x2x0.5 cm groß. Da kann nicht allzuviel von Bauteilen drin sein, und die bereitet das Signal für den Datalogger auf.

Bis jetzt wollte ich das Ding nicht aufschneiden, um zusehen was drin ist, aber wenn ich keine optimale Lösung finde werde ich das wohl machen.

MFG
GUY

GUY
09.10.2005, 20:05
Hallo,

Mal so zur Info.

Habe jetzt mal versucht mit einer Spule und einem 10M Widerstand in reihe das Signal auf den Oszi dar zustellen. Einen Kabel von 50 cm habe ich mit einer Krokodilklemme an dem Zündkabel befestigt, und das andre Ende gegen die Spule gehalten. Selbst bei einem Abstand von einem Zentimeter war das Signal noch deutlich auf dem Oszi zusehen. Das Signal besteht aus einer Wechselspannung mit verschiedenen Amplituden von maximal 1 Volt.

Da brauche ich ja jetzt nur noch die Unterwellen raus zu filtern und eventuell bis auf 5 Volt zu verstärken (wenn es nicht reicht den Eingang vom Controller auszulösen.)

Die andere Schaltungen wie "Zündungsstroboskop" und die mit dem 555er machen ja alle nur einen Timer der Wartet bis das Signal wieder L ist. Da ich ja meinen Drehzahlmesser mit einem Controller baue, kann ich ja bei H eine Verzögerung von x ms einbauen. Es währe ja Unfug dann einen zusätzlichen Timer zu nehmen. Außerdem kann ich ja dann die Wartezeit proportional zu Umlaufgeschwindigkeit ändern.

Mal sehen ob das so hinhaut.

MFG
GUY

elmar
09.10.2005, 20:59
Hi,


den Widerstand parallel zur Spule anschließen. Der Spannungsabfall am Widerstand "beweist", dass da Leistung im Spiel ist und nicht der lokale Radiosender. Den Spannungsabfall am Widerstand übergibst Du einem Gatter mit Schmidt-Trigger. Das formt Dir dann prächtige 5V TTL Signale. Damit das Gatter bei extremen einkopplungen oder gar Funkenschlag nicht direkt zerstört wird, schalte eine 5.1V Z-Diode parallel zum Eingang des Gatters. Diese frißt dann überspannung auf. Zusätzlich schließt die die negativen Signalanteile auf, die das Gatter überhaupt nicht verkraftet.

Im µC Programm musst Du nur noch was einbauen, dass eine Signalfolge durch mehrfachtriggerung ausblendet. Du kannst aber auch ein monoflop zwischen µC und Gatter schalten, dass mehrfachtriggerung durch die Verlängerung des Impulses verhindert. Dadurch wird das Signal auch lang genug um es auf jeden Fall per polling vom µC zu erfassen. Die Dauer des Monoflops stellst Du so ein, dass es wieder gerade so wieder "loslässt" bevor der nächste Impuls bei Maximaldrehzahl kommt.

Gruß
Elmar

GUY
10.10.2005, 10:49
Hallo Elmar,

Danke erstmals für die Antwort,

Ich habe jetzt mal zwei Schaltungen gezeichnet. Ich hoffe dass ich die hier rein setzen kann.

Die erste müßte dann so sein wie Du gesagt hast, die zweite so wie ich glaubte. Es währe nett wenn Du mir sagen würdest ob das OK so ist.

Mit dem monoflop werde ich dann sehen, wenn ich das mit dem µC nicht hin bekomme.

Ja, meine Elektronikzeiten liegen schon so 25 Jahre zurück. Da hat man vieles vergessen. Außer dem war ich nie so mit Analog, eher Digital. Aber mit deiner, eurer Hilfe bekomme ich das schon hin.

http://de.geocities.com/postboxelektronik/Zund2.jpg


mfg
Guy


Edit:

Habe da noch ein paar Fragen.

1) Gibt es keinen Schmidt-Trigger der nicht Invertiert ist?? Habe keinen gefunden.

2) Notfalls könnte ich ja auch aus dem einen in den andren fahren um das Signal wieder zu Invertierten.??

3)Besser währe einen Chip mit nur einem Schmidt-Trigger drauf, gibt es das???

4) Und bei welcher Eingangsspannung schaltet der Schmidt-Trigger am Ausgang von L auf H und umgekehrt??
Also die Triggerspannung. Oder kann man das mit einer Referenzspannung einstellen.??

edit2:
Ich habe mir jetzt mal das Datasheet angesehen.

Zu Frage 4, wenn ich das richtig verstanden habe. bei VCC 5.5 Volt VT+ 1.4 und VT- 0.9 . also Ausgang auf L bei 1.4 und H bei 0.9 Volt.

Wenn das so ist, dann müßte ich das Signal noch verstärken weil das bei niedriger Drehzahl keine 1.4 Volt hat.

elmar
10.10.2005, 21:08
Hi,


den Widerstand an der Z-Diode weglassen, der verhindert, dass die Diode ordentlich begrenzen kann.

Und der Parallelwiderstand sollte dann so 100M oder mehr betragen, damit die Spannung hochkommt.

Schmidt-Trigger gibt es nicht in einem Gehäuse. Ist nicht wirtschaftlich. Kannst aber einen OPV in einen Schmidt Trigger verwandeln, dann hast Du einen in eigenen Gehäuse (+ Rs drumherum) und kanst die Empfindlichkeit einstellen.

Gruß
Elmar

sparky
10.10.2005, 23:41
Komperator: http://www.batronix.com/elektronik/know-how/op-amp.shtml#05f

@GUY:
Wie koppelst du das Signal denn an? Zuerst kapazitiv mit Krokoklemme und dann induktiv, mit Spule? Letzteres dürfte nicht funktionieren, da du auf der einen Seite keinen geschlossenen Stromkreis hast. In deinem Fall koppelt die Spule auch kapazitiv, dh. du könntest sie auch durch einen Kondensator ersetzen.

elmar
11.10.2005, 00:20
Hi,

ein 4-fach NAND Gatter als Schmidt Trigger hat den Vorteil, dass man die Gatter direkt als Monoflop schalten kann um mehrfachtriggerung zu vermeiden. Dafür kann man die Empfindlichkeit leider nicht einstellen.

Gruß
Elmar