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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektronische Last



sparky
15.10.2005, 15:52
Hallo,
ich möchte mir so eine elektronische Last bauen. Aber ich bin mir irgendwie nicht sicher, wie ich das Projekt angehen soll.

Die Endstufe ist schon fertig:
Endstufe 1 (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last1.jpg)
Endstufe 2 (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last2.jpg)
Endstufe 3 (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last4.jpg)

10x IRFP460 auf ELV Kühlprofil LK75. Sourcewiderstände 3,9 Ohm 9W. Max. Verlustleistung ca. 350W. Die Widerstände sind über 1kOhm entkoppelt, um den Strom messen zu können. Gatewiderstände betragen 10 Ohm.

Die Regelschaltung macht mir aber sorgen. Die von Elektor fängt an zu schwingen, die von ELV braucht natürlich mehr Bauteile. Ich habe die Endstufe so Layoutet, dass ich entweder alle 10 FETs parallel regeln kann, oder 2 Gruppen mit 5 FETs.

Hat jemand Tips?

ELV Last:
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/EL9000/EL9000_KM_G_011018.pdf

Elektor Last:
http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/elektor_last.zip (3,6MB!!!)

Rudo
15.10.2005, 16:16
Gatewiderstände betragen 10 Ohm.
hallo Sparky, versuch mal Werte zwischen 100k...1M-Ohm ;)

sparky
15.10.2005, 16:19
Ich denke dass die FETs dann viel zu langsam werden. Ich will ja auch dynamisch testen mit 1-3kHz. Auch wenn FETs Leistungslos schalten, brauchen sie ausreichend Strom zum Umladen der Gate Kapazität.

elmar
15.10.2005, 16:29
Hi,

um eine simple Last zu erzeugen braucht man nur einen einstellbaren Stromregler und den schließt man einfach kurz.

Such mal nach "Stromsenke", die sind leicht aufzubauen und beherschbar. Vielleicht findest Du auch eine Spannungsgesteuerte Stromsenke, dann kannst Du mit dem Shunt und einen OPV regeln.

Gruß
Elmar

Rudo
15.10.2005, 16:30
gute HiFi-Endstufen haben 100k...1MOhm Gatewiderstand an den MosFets, der Frequenzgang ist dann 100kHz -3dB.
Wenn Deine Fets mehr C haben, dann musste mal kurz den Frequenzgang abschecken.

sparky
15.10.2005, 17:15
@Elmar, das ist mir schon klar.;)

Das Problem ist aber die Regelschaltung. Wenn ich die von Elektor aufbaue, geht es bis 0,5A gut. Danach habe ich aber steile Stromspitzen, als ob die Schaltung schwingt.

Ich wollte jetzt aber nicht dutzende verschiedene Schaltungen aufbauen und testen. Ich hatte auf Antwort in der Art gehofft "Nimm die von ELV, die regelt sauber" oder "Die Elektorschaltung sieht gut aus, such den Fehler in deinem Aufbau".

Rudo
15.10.2005, 17:28
@Sparky,
solche Probleme hab ich auch mal in juengeren Jahren gehabt: Massenweise hab ich da Elektor und ELV nachgebaut und meistenteils waren die Schaltungen "Schrott". Dann faengt man an, die Schaltungen zu modifizieren oder zu tunen und irgendwann machst du dann nur noch eigene Schaltungen- es dauert halt ein Weilchen, bis man soweit ist :D.
(Bei mir ist jetzt das Stadium, dass ich praktisch nur noch Fertiggeraete hole, z.B. ueber ebay von HP oder so...)

sparky
15.10.2005, 17:36
Rudo,
da könnte ich dir sogar zustimmen. Aber das ELV Gerät kostet auch nur 619€, und ist mit 200W etwas schlapp auf der Brust. Außerdem bin ich schonmal mit einem Peaktech Netzteil böse reingefallen, in Sachen Qualität und Regelverhalten.

Rudo
15.10.2005, 17:52
Ja, die ELV Bausaetzte sind extrem auf Gewinn optimiert - d.h. moeglichst billig viel Effekt zu haben, Peaktech ist auch fuer jegliche negative Erfahrung gut ...
Bei datatec gibts z.B.:
Fa. instek: 150W €540,-, 300W €890,-
Fa. Gossen Metrawatt: PEL300 - €1.098,00
Meine (faule) Loesung war:
Dale-Widerstaende 50W/1Ohm auf ein grosses Kuehlkoerperprofil schrauben - irgendwo hatte ich auch mal ein Foto davon hier im Forum
bei ebay kaufste am besten HP, Tektronix, Gossen... da weisste, was du hast ;)

P.S.:
Inzwischen hab ich das schon oefters benutzt, als ich es vorher geahnt haette:

Rudo
15.10.2005, 20:34
hab mal gerade nachgeschaut:
fuer schlappe 800 Euronen haste eine HP-Kiste - ohne extra zu kontrollieren, vermute ich mal, dass die Lichtjahre von einer elv-kiste entfernt ist :D
http://cgi.ebay.de/HP-6060B-300-Watt-DC-Electronic-Load-3-60V-0-60A_W0QQitemZ7553352743QQcategoryZ83654QQssPageNam eZWD1VQQrdZ1QQcmdZViewItem

sparky
15.10.2005, 22:51
@Rudo,
wie sieht es denn mit der Langzeitstabilität der Widerstände aus?;)
Außerdem möchte ich keine Faul sondern eine Komfortlösung.

Aber ich sehe schon, ich muss konkreter werden. Siehe Anhang. Der Teil im roten Kasten ist 10x vorhanden. Wenn ich nun an den Eingang eine konstante Spannung anlege, kann dann der OP schwingen? Wenn ja, warum? Es könnte sein, dass der OP falsch beschaltet ist. Andererseits könnten wirklich die Gate Widerstände zu klein sein...

elmar
15.10.2005, 23:14
Hi,

der Rückkoppelkondensator muss HINTER die beiden Bipolartransistoren. Wegen der Knickspannung der bipolaren zuckt der OPV Ausgang um 1,4V um vom einen Transistor auf den anderen zu schalten. Dieser recht starke Impuls könnte zu viel für die regelung sein.

Gruß
Elmar

sparky
15.10.2005, 23:30
Was sollte denn passieren, wenn ich den Kondensator einfach weglasse?

Ich habe mal die Gate Widerstände auf 4,6k erhöht. Die einstellung eines Konstantstroms geht jetzt besser, aber beim dynamischen Test entsteht wieder ein Schwingchaos.

Elmar, was hällst du denn von der ELV Schaltung? Der Plan ist auf Seite 8.

PS:
Und die nächste Frage währe doch, ob ich die FETs parallel regeln kann, oder ob es einfacher/besser währe, jeden FET getrennt zu regeln.

elmar
16.10.2005, 11:11
Hi,


das spielt keine Rolle. der "empfindlichere" Teil übernimmt die ganze Last, die anderen gucken zu bis der empfindliche zusammenbricht. Kompensieren kannst Du das aber mit Emitterwiderständen, hier also Drainwiderstände. Bei hohen Strömen wäre das also ein ganz niederohmiger Widerstand.

TIP: Für kleinere Basteleien zwischendurch, wenn kein passender Shunt vorhanden ist, verwende ich in dem Fall eine überdimensionierte Sicherung. Wenn 10A max fliessen sollen, verwende ich als Emitterwiderstand eine 50A Kfz Sicherung. Meist haben die einen geeigneten Widerstand. Aber niemals als Messchunt benutzen. Zum einen streuen die Sicherungen etwas und sind nicht genau, zum anderen können die doch mal durchbrennen. Dann liegt die Volle Spannung dort, wo normalerweise nur mV entstehen sollen. Hat mich mal ein Panelmeter gekostet, die 10A Sicherung ist bei 6A max einfach durchgebrannt nach 5 Jahren.
Aber bei Emitterwiderständen hat die Sicherung, sofern ausreichend Überdimensioniert einen Vorteil. Brennt der Transistor durch und macht einen Kurzschluß, wird er automatisch rausgenommen wegen der durchbrennenden Sicherung, die Schaltung läuft (eingeschränkt) auf "3 Töpfen" weiter.

Gruß
Elmar

Rudo
16.10.2005, 13:14
@Sparky,
ja, genau das meinte ich mit 'Schrottschaltungen'!
Wenn du nur ein Stueck Luxusgeraet willst, dann brauchste doch auch nicht die gewinnorientierten Ueberlegungen von z.B. elv.
LM358 ist fuer mich Schrott, hab ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr angeruehrt. Die Schaltung mit T2/T3 ist Schwachsinn.
Wenn Du einen Power-OP brauchst, dann nimm doch auch einen: (z.B. L165V) http://www.st.com/stonline/books/ascii/docs/1317.htm
Wenn Du eine super Temperaturstabilitaet brauchst, dann mach noch einen OP07 mit in die Regelschleife, und wie elmar schon sagte: mach ueber die gesamte Regelschleife eine (konservative) Frequenzgangkompensation, damit es niemals zum Schwingen kommt. Die internen Kompensationen sind aber auch wichtig: z.B. die ueberm OP kannste ruhig so lassen, nur 10 Ohm Gatewiderstand sind Schwachsinn, zur Not kannste ja einen Trimmer nehmen, um rauszukriegen, was noch gut funzt...

sparky
16.10.2005, 21:18
Hallo,
um den Fehler etwas einzugrenzen, habe ich mal alle FETs bis auf einen abgelötet. Das schwingen hat aufgehört! Auch mit 2 FETs habe ich keine Probleme. Ich werde sie mal der reihe nach dranlöten um zu sehen, ab wievielen der Fehler auftritt.

Es scheint so als ab Rudo tatsächlich recht hat, mit den Gate Widerständen zwischen 100k und 1M.

Auf jeden Fall muss ich aber die Sourcewiderstände kleiner machen. Die werden zu heiß, was sich auch auf die genauigkeit auswirken dürfte.

Rudo
16.10.2005, 22:15
hi,
wenn dein Fet eine Eingangskapazitaet von 3nF hat, dann kannste ja ungefaehr abschaetzen, wieviel R du dir erlauben kannst...Mit 10 Ohm biste im MHz-Bereich, und da schwingt der manchmal lieber.
Ueber die Rueckfuehrung (die 1K) brauchste die Frequenzgangkompensation 'ueber alles'.

sparky
29.10.2005, 19:41
Hallo,
ich bin endlich ein Stück weiter gekommen. Ich hatte immer noch Probleme mit unsauberem Regelverhalten. Das hat sich durch verwendung einer sym. Versorgungsspannung erledigt.

Des weiteren werde ich nun doch für jeden FET einen eigenen Regelkreis verwenden. Dann kann ich auch die kleine Komplementärstufe weglassen. Als OP werde ich doch den LM358 verwenden. So schlecht kann der auch nicht sein :rolleyes:.

Für später ist noch eine digitale Sollwertvorgabe mit µC sowie eine zweite Endstufe geplant. Dann kann ich immer noch auf OP07 umsteigen.

edgar
29.10.2005, 20:52
Hallo,

ein Chinese wuerde sagen: kontlolliele mal mit ohlmschls Gesaelz....

bei 10Ampere am 3,9ohm Widerstand fallen 39Volt ab!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

:)

sparky
29.10.2005, 21:04
@Ed:
Konfuzius sagt: Wel lesen kann, ist klal im Volteil. Pro FET sind es 3,9 Ohm. Mit 10 FETs parallel sind es nur noch 0,39 Ohm. Also fallen bei 10A nur 3,9V ab.

Aber wie bereits gesagt, gehe ich wegen Thermischen problemen auf ca. 1 Ohm runter.


@Rudo,
wieso hast du eigentlich keine Umlaute?

Rudo
29.10.2005, 23:13
@Rudo,
wieso hast du eigentlich keine Umlaute?doch, ich habe Umlaute äöüÄÖÜ und auch ß :) Tatsaechlich hat mich Ed dazu verleitet- er war sozusagen das Tröpfchen zum Überlaufen-weil ich immer wieder vorher Probleme damit bekommen habe : Linux-Debian hat Probs damit bei utf-formatierten Medien, meine Programmiersprache hat Probs damit - deswegen muss ich schon seit vielen Jahren Umlaute vermeiden- die Rechtschreibreform hat Probs mit - ss oder ß ? - Macintosh-Rechner haben Probs damit- ausgesprochen deutsche Programme haben Probs damit, wenn Umlaute z.B. in Pfadnamen vorkommen (Beispiel: RVS-Com lässt oder läßt? sich nicht installieren, wenn der Pfadname "Geräte" heisst oder heißt?) also was soll der Scheiss - oder doch Scheiß?

edgar
30.10.2005, 08:43
Hi Sparky & Gemeinde,

schoenen Sonntag !

'' Wel ELVL SCHALTPLANL lesen kann, ist klal im Volteil. "
Du bezeichnest das elv teil mit 200W als schlapp....dort wird 0.1 Ohm eingesetzt.
Selbst 1 Ohm ist zu viel fuer eine erfolgreiche Schaltung zu gross.
Fuer einen 20A Konstantstromgenerator hatte ich vor 25 Jahren 0.025 Ohm
eingesetzt ....mechanische Ausfuehrung wie in Rudos Photo (Gruss!)

Sparky,sei nicht boese sonst schicke ich Dich zum Macdonglao

:)

MacSeck
30.10.2005, 12:45
@Rudo:

Das mit dem MAC kann ich ja so nicht stehen lassen; der macht Umlaute, schreibt von rechts nach links (arabisches Betriebssystem) oder von oben nach unten usw. je nach.
Aus meiner MAC-Service-Zeit (beruflich); das "Institut für Japanologie" - die hatten nur MACs im Einsatz.
Einzig was den älteren (68k ..BS 7.xx) ist das Euro Zeichen; aber das fehlt auch den Druckern; muß also per installiertem Font diesem nachgeladen werden.
Jetzt hat (z.B. einer) eine VAG Schrift (Volkswagen Aktiengesellschaft); älteren Datums; die kann kein Euro-Zeichen. Dann muß man sich eben mit Font-Monger oder Metamorphosis oder einem anderen Produkt hinsetzen und es in die Schriftenliste einbauen; ist halt Aufwand, geht aber.

Was die Rechtschreibreform betrifft:
Trinken Sie Alkohol in Massen!!!
Nehmen sie täglich ein Fussbad!!!
Schreiben sie MAC mit Ä???

das alles wird ja mehr oder weniger wieder verworfen.
Die "Leerer" sollten sich mal lieber um die 4 Millionen Analpha- Analva- Analfabeten in Deutschen Landen kümmern!!!

Rudo
30.10.2005, 13:00
haste recht, von Macs hab ich nicht wirklich Ahnung. Aber manchmal erkenne ich einen Mac an seinen Forums-Beitraegen, wenn statt Umlaute griechische (oder was?) Buchstaben kommen.

sparky
30.10.2005, 14:26
@Ed,
wenn wir für die Endstufe max. 20A annehmen, bei 10 FETs, muss jeder FET und damit jeder Widerstand 2A abkönnen. Nach P=I²*R ergibt das:
2A²*1R=4W. Du meinst also, dass das für einen 9W Widerstand zu viel ist? Der darf ja ruhig etwas warm werden.

Ansonsten können wir uns bei den Widerstandsherstellern bedanken, das es keine 0,25R gibt, oder keine 0,5R. Und von dem Widerstandsdraht halte ich nicht viel.

Währst du denn mit 0,51R zufrieden?;)

edgar
30.10.2005, 21:19
Währst du denn mit 0,51R zufrieden?;)

ja aber nur wenn Du das '' h '' oben nie wieder schreibst....ich schreibe Dir aber absolut nichts vor :)

elmar
31.10.2005, 00:46
Hi,

51R deshalb, weil da ja noch dran gemessen wird und bei einer std OPV Schaltung dann zeimlich genau 50R entstehen durch parallelschaltung. Natürlich muss man da etwas justierender Weise nachhelfen. 51R||OPV auf 50R runterkorrigieren geht halt einfacher als 50R||OPV wieder auf 50R hochzukorrigieren.

Obwohl ich schon Shunts gesehen habe, die wurden mit der Schlüsselfeile hochkorrigiert um die exakt zu justieren.

Gruß
Elmar

sparky
13.11.2005, 19:03
Hallo,
ich bin jetzt sogar auf die von ELV angegebenen 0,1R runtergegangen. Das regelverhalten hat sich nochmals verbessert.:)

Jetzt muss ich noch die Schaltung zur erzeugung der Sollspannungen überarbeiten. Die erzeugt statt einem Rechteck nur ein Trapez. Und das bei nur 2kHz.

sparky
27.11.2005, 15:30
Hallo,
leider geht es immer noch nicht richtig.:(
Die Vorgabe der Sollwerts geht nun einigermaßen, aber die eigentliche Regelung nicht.

Hinweise: Zur Zeit mache ich das ganze mit einem einzigen FET! Ich weiß, dass die Bildröhre im Oszi leicht schief ist, muss ich mal nachstellen. Das Rechtecksignal hat 2kHz. Gemessen habe ich da, wo Strom Messung dransteht. Die Nulllinie auf dem Oszi Schirm ist absichtlich verschoben! Der TL082 liegt an +/- 12V.



Zuerst der Schaltplan (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-00.gif). Sieht dem von ELV recht ähnlich. Cx=1,5nF; Cy=1nF

Bild1 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-01.jpg): Reiner Rechteckimpuls, eigentlich OK, bis auf die fallende Flanke.

Deshalb stelle ich P1 etwas nach.

Bild2 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-02.jpg): Flanke OK, aber jetzt überschwingen an der steigenden Flanke.

Ich stelle einen Offset von 1A ein, und stelle mit P1 ein möglichst gute Signal ein.

Bild3 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-03.jpg): Sieht doch sehr gut aus.

Dann nehme ich den Offset wieder weg.

Bild4 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-04.jpg): Scheiße.

Wie kann ich das Problem lösen? Ich habe auch schon alle möglichen Werte für Cx und Cy probiert. Langsam vergeht mir der Spass an der Schaltung.:mad:

Rudo
27.11.2005, 16:30
hi,
wenn du die Zeitbasis nicht angibts...
Haste mal angesehen, wie sehr sich der Regler beim Rechteck verbiegen muss (direkt am Ausgangspin vom TL082)?
Mach mal ein kleines C (100pF oder so) ueber den P1-Trimmer.

edgar
27.11.2005, 20:57
Sparky,

weisst Du sicher was Du willst ?
Was stoert Dich an den Signalen ? die sind doch superschoen.
Wahrscheinlich steht Dein Oszitastkopf auf 10:1....da rate ich Dir mal am Drehkondensator so lange zu drehen bis die signale ''gerade'' sind.

Was ich an der Schaltung mies finde sind die 0-0.2V . Warum nicht 0-5V?
Ich frage mich ob Du nur 1Kohm Widerstaende hast.
Warum ein Pot. am Gate Du willst doch dass das Ding schaltet....nix analog.Da genuegen 22 Ohm.

Nie verzweifeln
have fun
:)

sparky
27.11.2005, 23:16
Sparky,

weisst Du sicher was Du willst ? ...


Ich weiß was ich will, aber weißt du es auch?;)

Ich will etweder einen konstanten Strom bzw. Widerstand einstellen können, um z.B. Batterien zu entladen oder unbekannte Trafos auf ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen.

Um aber die Regelschaltungen von Netzteilen zu testen, muss der Strom auch schnell änderbar sein. Dafür die Modulation mit dem Rechtecksignal. Deshalb kann ich nichts mit einem Sinus anfangen, auch wenn er noch so schön ist. Gleiches gillt für krumme Flanken oder dicke Spikes (oder gliches?) die das Signal verzieren.

Der Tastkopf steht auch 1:1. Selbst wenn nicht, währe er abgeglichen.
Die Ablenkungen stehen auf 50mV/Div und 1ms/Div

Das Poti am Gate dient dazu, den besten Gatewiderstand herauszufinden. Wenn der R zu klein ist, gibt es ein leichtes Überschwingen, ist er zu groß gibt das den besagten Sinus. Mit dem Poti lässt sich der Kompromiss halt schneller finden.

Und die 0-0,2V dürften doch klar sein? Nämlich damit über den 0,1Ohm Widerstand höchstens 2A fließen.

Und natürlich habe ich auch andere Widerstände als 1k, die liegen aber alle im Regal.:p

edgar
27.11.2005, 23:58
Ich weiß was ich will, aber weißt du es auch?;)


hallo Sparky,


So wie ich die Schaltung sehe macht die nichts anderes als einen Fet ein und ausschalten. Also theoretisch 12V an 0.1 Ohm schalten.

Was Du Dir aber wuenschst ist,dass der Fet als Widerstand arbeitet.
Habe ich das richtig verstanden.? Wenn ja warum dann die 2 kHz ?

Zu den Spikes....die koennen sogar in der Induktivitaet Deines Last/Messwiderstandes entstehen.

Ciao

sparky
28.11.2005, 00:25
Die 0-2kHz gefallen mir halt.

Ich hatte bis jetzt gedacht, das währe ein Spannungsfolger mit etwas Zubehör dran.:confused:

Aber ich sage jetzt einfach mal gute Nacht, und hoffe bis morgen auf ein paar weitere Meinungen.:)

edgar
28.11.2005, 00:38
sei mir nicht boese...

http://www.siliconchip.com.au/cms/A_30506/article.html

schenk ich Dir als Betthupferl

:)

noch was:
wenn Du ueber Google ...build an electronic load.....eingibst,dann siehst Du den kompletten Artikel.....und Du darfst das Ding auch modulieren....das hat der Autor aber nicht getestet.

Rudo
28.11.2005, 00:58
hi sparky,
ich kaeme niemals auf die Idee, einen Rechteckpuls mit e. 1:1 Tastkopf messen zu wollen.
Am Ausgang deiner Endstufe kann man auch noch e. Kompensation anbringen:
ein Widerstand (z.B. 10 Ohm) mit e. C (100 nF ? ) in Reihe gegen Masse.
Vielleicht bringt auch der TL082 nicht genug Saft auf oder wird zumindest nervoes: Probier mal 100 Ohm in Reihe zum Ausgang des OP oder nimm einen anderen OP mit ner starken Ausgangsstufe. Ed und ich kenne da z.B. das Urviech CA3130 von (ehemals) RCA...

edgar
28.11.2005, 01:09
hallo Rudo,

schon wieder eine Woche rum....Rhum....Ruhm...:)
Habe die deutsche saukaelte importiert...und jetzt sitze ich auf Eis.
Heute 450 km zum naechsten Job zum Glueck mit 4WD.
Wie sieht's bei Dir aus?
Sehen Deine LNBs wieder?

lass Dir's gut gehen
Ed

Rudo
28.11.2005, 01:38
Hi Ed,
die LNBs koennen wieder sehen - hab bis grad nen Film gesehen.
Bei uns schneits heftig - muss morgen frueh wieder Schnee schaufeln - mein Fruehsport neuerdings :eek:

sparky
29.11.2005, 00:27
Hallo,
auch wenn ich den Tastkopf auf 10:1 umschalte, ändert sich das Signal nicht.

Die 100Ohm am OP Ausgang änderten genau so wenig wie die 10Ohm - 100nF Kombination über dem FET.

Nachtrag:
Auch ein Widerstand in Reihe zu Cy brachte keine Besserung. Entweder ist die fallende Flanke unten krumm, oder die steigende schwingt über.

Rudo
29.11.2005, 11:40
Hallo,
die zusaetzlichen Kompensationen bewirken eher, dass der Regler (OP) nicht so leicht zum Schwingen angeregt wird. Dann kann man die Gesamtzeitkonstante etwas schaerfer einstellen. Zum anderen muesstest du eigentlich beim ein- bzw. ausschalten gleiche Verhaeltnisse/Bedingungen schaffen (z.B. Innenwiderstand-max. Strom). Ideal funzt das auch nur bei rein ohmschen Lasten.
Gut ausgewogene Endstufen findet man eher selten! Ein gutes Beispiel-> die 74HC/HCTxxx Serie macht beide Flanken ungefaehr gleich gut/schlecht.
(Um Unterschiede bei verschiedenen Kompensationen sehen zu koennen, muesstest du das -> vollstaendige Bodediagramm aufnehmen) ;)

sparky
29.11.2005, 15:13
Hallo,
jetzt habe ich das ganze mal mit einem TIP142 anstelle des FET probiert. Das Signal sieht erheblich besser aus. Das wirklich minimale überschwingen könnte durch die (noch) zu langen Leitungen verursacht werden.

Bliebe nur noch zu klären, warum es mit dem FET nicht geht?

Rudo
29.11.2005, 19:45
hi,
wenn der FET eine hoehere Eingangskapazitaet hat, dann muss der OP an seinem Ausgang mehr Amplitude liefern - > Oszillogramm vom Ausgangspin des OP?

Elektropeter
29.11.2005, 20:16
Hallo,

kann es sein, dass am ausgang des OPV noch ein widerstand gehört? Sonst regelt der nur um die masse rum...um die transistoren aufzusteuern, muss der opv 0,6V ausgeben. ab da fliesst aber plötzlich ein ordentlicher basisstrom und der opv muss voll gegensteuern, was er aber net so gut kann. das führt zum schwingen. ausserdem kann man die transistortreiber sowieso weglassen, wenn da ein grosser gatewiderstand dran ist, weil ja sowieso kein grosser strom in den fet fliessen kann.
mfg Peet

sparky
29.11.2005, 22:28
@Peet,
einen 100Ohm Widerstand hatte ich schon auf Rudos vorschlag hin eingebaut. Das brachte leider garnichts.

Aber ehrlich gesagt, habe ich im Moment keine Lust und keine Zeit mehr, mich mit dem FET rumzuärgern. Deshalb habe ich mal den TIP142 in die richtige Endstufe reingesetzt. Die Flanken sind wirklich sehr sauber. Das leichte überschwingen an beiden Flanken konnte ich durch kürzen der Feedbackleitung noch weiter reduzieren. Allerdings ist der aufbau immer noch eher "fliegend".

Wenn das ganze auf auf eine vernünftige Platine setze, und im Notfall noch ein paar kleine Kondis dazupacke, dürften sie Probleme auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Außerdem hat sich der Schaltplan etwas vereinfacht: Neuer Plan (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-01.gif)


Nachtrag:
Ich habe die Signalleitungen noch etwas gekürzt, eine Leitung zur Batterie auch. Dann habe ich noch einen zweiten Transistor mit eigener Ansteuerung dazugeschaltet. Das Ergebnis sieht man auf den nächsten zwei Bildern:

Bild1 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-05.jpg) und Bild2 (http://kurts-werkstatt.de/batronix/last-06.jpg)

Das Rechteck Signal hat 2kHz. Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann aber immer noch die Kabel kürzer machen, und die Kondenstoren noch feiner anpassen.

sparky
03.12.2005, 18:07
Hallo,
ich habe jetzt die Schaltung auf 4 Transistoren erweitert.

Lastsprung 0A-8A: Bild1 (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last-07.jpg)

Lastsprung 3A-8A: Bild2 (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last-08.jpg)

Cy liegt jetzt bei 3nF.

Kann man das noch verbessern? Wenn ich Cy auf 3,3nF erhöhe, sieht man beim 2. Bild gar kein überschwingen mehr. Allerding sind beim ersten Bild die Flanken noch etwas krummer.

sparky
04.02.2006, 16:03
Hallo,
es wird immer besser. Es hat sich herausgestellt, dass es besser ist, den Strom über einen guten Messwiderstand z.B. 0,02Ohm zu messen, als das Signal der Summenstromleitung zu nehmen.

Dann habe ich den Widerstand R2 im Letzten Plan auf 10k erhöht. Dadurch kann ich Cy viel kleiner machen. Der Basiswiderstand R3 ist auch zu groß, 100Ohm reichen. R4 entfällt vorerst.

Da ich noch etwas optimieren muss, spare ich mir jetzt den neuen Plan. Aber die Schaltung für die Sollwertvorgabe ist fertig: IC1 erzeugt ein Rechtecksignal mit ca. 2kHz. Das wird dann per Poti P2 heruntergeteilt, und über die Dioden mit dem von P1 eingestellten Offset gemischt. R2 und C2 sind eventuell für ein sauberes Signal notwendig. Mit P3 wird das Signal dann auf die entgültigen 200mV heruntergeteilt.

Schaltplan Sollwertvorgabe (http://www.kurts-werkstatt.de/batronix/last-12.gif)