Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bootmanager-partition zerschossen?
Hallo,
ich habe ein Dual-Boot-System (Windows 98 SE, Debian-Linux) mit LILO als Bootmanager.
Vor ein paar Tagen habe ich Windows neu installiert. Leider setzt das Setup-Programm immer die Windows-Partition als aktive Partition. Das heißt: LILO startet nicht mehr. Jetzt habe ich mit FDISK die LILO-Partition als aktive Partition eingestellt.
Jetzt funktioniert gar nichts mehr: LILO "versucht" zu starten: Die Buchstaben "LI" erscheinen, dann bleibt das System hängen.
Wie kann ich die Bootpartition wieder "reparieren"? Da gab es eine Möglichkeit, ohne komplett neu zu partitionieren. Ich hatte das schon mal und ein Freund hat es wieder hinbekommen. Evtl. muß ich die Bootpartition neu anlegen.
Weiß jemand genaueres? Schonmal vielen Dank...
Dietmar
nimm e. Linux Live CD, werde root, mounte die betreffende Linux-Part. auf der HD und dann als root:
chroot /mnt/hdax
lilo mit hdax = deine Linux-Part.
mal eine kleine Verständnisfrage...
ist Linux kein Unix?
ist LILO kein Bootmanager?
erst zum zweiten Punkt: LILO oder wer auch immer muß sich meines Wissens im Bootsektor verankern; unter DOS z.B. FDISK /MBR (da seine Startsequenz verankern, dann startet LILO und dann geht´s weiter). Ist doch Sinn der Sache, oder???
zum ersten Punkt:
man nehme ein Unix-kompatibles Betriebssystem, soweit OK,
boote dieses und melde sich als "root" an. Auch OK,
(dann kann man als "root" alles machen / dürfen), auch OK,
danach mounte (montiert) man ein Device (Gerät) - (also z.B. HDA1 (Harddiskadapter Nr.1) auf die Datei bzw. den Verweis /mnt (Mountpoint); könnte auch "/Schnuller" heißen, auch OK,
aber was bitte hat das mit LILO zu tun?
Change root vom Mountpoint der Festplatte, wo man sie eingeklinkt hat (HDA1 --> /Schnuller) an LILO ???
Das macht doch keinen Sinn. Der Master-Boot-Record (mal einfach gesagt, Spur Null, Sektor Null der Platte), den das BIOS des Rechners ansteuert, weil mehr weiß es ja nicht; der wird geladen und zur Ausführung gebracht. Da stehen 256Byte, die sagen, wie es weitergeht. Da weiß doch ein Linux oder sonstwer noch nix von allem, außer LILO, eben der sich darum kümmern sollte.
???...???...??? -> Bitte mal um Aufklärung
hi,
etwas vereinfacht dargestellt:
es gibt nur eine aktive Partition, normalerweise Laufwerk "C", dort ist auch die Boot-Partition, von welcher das aktive BS gestartet wird. LiLo (Linux Loader) startet Linux, kann aber auch ohne Probleme M$-BSse auf anderen Partitionen starten (es kommt ein Menuetaefelchen beim Start).
Durch die Installation von Windows ist 'LiLo' mit dem Windows-Loader auf der Boot-Partition ueberschrieben worden und es steht dann wieder nur noch Win zur Auswahl. Da Linux andere Formate fuer die Platte benutzt (statt Fat z.B. reiserfs oder ext3 ...), werden die Partitionen von Win ignoriert.
Wenn du eine Linux-Live-CD startest, dann wird die Festplatte ueberhaupt nicht angeruehrt. Das ganze Linux-System wird im RAM als RAM-Disk aufgebaut, dort befindet sich dann auch das aktuelle und fluechtige root-Verzeichnis. Um trotzdem auf die Platte zugreifen zu duerfen, muss man sich root (=Admin.) Rechte besorgen (z.B. temporaer mit Kommando su = superuser). Natuerlich muss die Festplatten-Part. mit dem (alten) Linux drauf auch gemountet werden. Die Rootrechte beziehen sich aber noch auf das root-Verzeichnis auf der Ram-Disk von der Live-CD.
Mit 'changeroot' klinkt man sich in das bestehende Linux-System auf der echten Festplatte ein.
Der Aufruf "lilo" nagelt dann wieder den LinuxLoader auf die Bottpartition.
Wenn man wieder den Windows-Loader will, dann geht das unter Win mit fdisk /mbr ;)
Hi,
Spur 0 ist viel zu klein für einen Bootmanager. Daher sitzt da nur der "bootstrap loader", also sozusagen nur das Schnürsenkelchen, dass den eigentlichen Stiefel nachlädt. Und das hat Windows kaput tgemacht. Nicht nur das Schnürsenkelchen überschrieben, sondern den Lilo, der ja woanders sitzt noch beschädigt.
"Bootstrap Loader" ist eine anspielung auf das Münchhausenmärchen. Da hatte der sich ja an seinen eigenen Schnürsenkeln aus dem Sumpf des vergessens gezogen.
Gruß
Elmar
der mbr (master boot record) steht in dem ersten Sektor (512 byte) der betreffenden Partition und ist nur 446 byte lang, der Rest ist die Partitionstabelle. Windows kann nicht Linux-Partitionen schreiben oder Programme da drauf zerstoeren, es sei denn, man veraendert die Partitionstabelle (mit fdisk) und zerstoert damit eine Linux-Part.
Der Befehl lilo stellt den alten Zustand waehrend der Linux-Festplatten-Installation wieder her, wo lilo noch im mbr wohnte.
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