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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : CPLD oder FPGA



Elektronik-Bastler
05.01.2006, 16:25
Hallo zusammen,

ich möchte mit Hilfe einer Schaltung Daten aus einer Quelle auslesen und diese in einen Speicher ablegen. Die Daten kommen sehr schnell (40Msaples 16Bit je Sample) an. Nach dem die Speicher voll sind möchte ich die Daten zu einem PC senden. ich bekomme Daten aus 4-Kanälen. Pro Kanal sollen Daten von 200kByte gespeichert werden, also 4 Speicherbausteine verwenden.
Einfachste Variante wäre die Daten in ein CPLD/FPGA zu schicken, und diese erst dann zu den Speicherbausteinen weiterzuleiten wenn dies gewünscht ist.

Was eurer Meinung nach ist wichtig bei der Auswahl des CPLD/FPGA?
Welchen Baustein sollte ich verwenden?


Bedanke mich im Voraus für eure Hilfe.

ope
13.01.2006, 11:01
der Baustein ist eine Frage der Verfügbarkeit und Kosten sowie des Aufwandes. In CPLDs kannst Du verhältnissmäßig kleine Dinge umsetzten und benötigst externen RAM, FPGA sind teuerer und haben internen RAM (manche auch eigene CPU cores) sowie mehr Platz auch für komplexe Probleme.

Sicher ist es ein guter Anfang mit der Software anzufangen, zB VHDL (je nach Vorliebe auch Verilog, wobei in Europa VHDL bevorzugt wird), da kommen bereits genug Hürden und Du kannst auch abschätzen, ob Dein Entwurf jemals in einen CPLD passen würde. Dies ist somit ein Kriterium für die Wahl.

Ein anderes ist Speed, da musst Du die Datenblätter studieren, FPGA können i.A. mehr ab. Sicher gibt's noch mehr ;)

Viele Grüße
Olaf

MacSeck
04.02.2006, 22:14
nimm irgendeine schnelle CPU, PentiumxxxGHZ, oder einen Hitachi SH4 (da brauchst Du leider paar tausend Mark für die EW-Umgebung --> VX-Works tut´s da...)

kannst Du leider nicht bezahlen...

prob dich mal bei "BECK" (IPC.COM); da kannst Du eher etwas brauchbares finden...

mfg. Andreas (ex-Hardwareentwickler) - also auch "DOS-Seck" - nicht nur "MAC"

MacSeck
05.02.2006, 09:20
Nachtrag...

war gestern schon ein bisschen spät, aber zwei, drei Statements noch dazu:

VX-Works gibt es bei "Wind River" -- googeln; aber wie gesagt sehr teuer!!!
Vorteil: offen für alles und jenes (CPUs) von Abba bis Zappa...

andere Idee; billig, super Support hier im Forum:
8052 und Artwerwandte 8952, xx52, und alles was der Batronix-Assembler bearbeitet; ohne Ende... da mußt Du dir nur den passenden Chip aussuchen.
Dazu noch: "DALLAS" bietet einen DSxx52 an, der fast mit einem RISC gleichzieht; also echt MIPS hat!!! um die 30 Euro (leider in Einzelstückzahlen), aber Power ohne Ende und mit Batronix-ProgStudio bearbeitbar -- also bastler-erschwinglich.

Für FPGAs gibt es auch gute Entwicklungskits (ca. ab 300 Euro) mit Xilinx-Spartan 200; also 200 kiloGatter!!! -- da kann man in Verilog etc. schon mal ordentlich reinhauen.

CPLDs a´la ISP-1016 /1024 /1032 0der 20xx von Lattice machen mit einer Hochsprache (VHDL) wenig Sinn. Das sind aufgebohrte GALs, also auch per GAL-Assembler zu handhaben. Schön ist da Design-Expert (ehemals SYNARIO), gibt´s kostenlos von Lattice. Die haben halt den Vorteil, weil programmierbare Hardware!!! bis gut und gerne 120MHz!!! !!!MEGAHERTZ!!! 1:1 zu können.
Praktisch sieht das leider nicht so aus, weil man doch mal zwei..drei Gatter-Laufzeiten verbaut, (ist bei den Xilinxen auch nicht anders), aber realistisch komme ich mit meinen 1032ern auf etwa 30 MHz; mit den 20xxern dürften gut und gerne 60..80 MHz zu erreichen sein; also etwa immer die Hälfte, die draufsteht (das sind "getürkte" 1:1 Werte, Gatterlaufzeiten von 1 und die hat man eigentlich nie in der Praxis) -- jetzt nix gegen Türken!!!, sagen wir "gebenchmarkte Werte. Etwa 1/3 bis 1/2 von dem was draufsteht können die, hängt halt an den Fähigkeiten des Programmierers.

Dazu noch ein Nachsatz: Eine GHz Pentium-CPU oder eine Power-CPU (MAC Seck grüßt) kommt dem gut nahe, wenn man sie PROGRAMMIERT !!! und nicht ein schussel UNIX, MAC-OS, Windows usw. drauf losläßt;
Rede ist von Hirnschmalz und Assembler.

Wer sich allerdings in die Tiefen der CPLD-, FPGA-, Assembler-Programmierung hineinbegibt, der hat sehr gute Karten (nicht nur mental, sondern auch auf physischen, sprich "Platinen"); auch mit derzeit handelsüblichen CPUen.

Jiffy Space
04.04.2006, 19:11
Moin moin!
Vielleicht ein bischen Spät dieser Kommentar, aber mittlerweile gibt es das Xilinx-Starter Board mit dem Spartan3 200kGatter für 99$. Mit allen Unkosten landet man bei etwa 120€. Das ist durchaus bezahlbar und das Ding macht einfach Spaß zum Basteln.
Sinnvoll einsetzen kann man es natürlich auch.