PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mehrere Signale in eine Leitung



Robin Imhof
29.08.2006, 17:18
Hallo,
ich hätte da mal eine frage, ich habe letztens so an DSL und das analoge Telefon gedacht und da kam mir die frage wie machen die das eigentlich das beide signale in einer Leitung "unterwegs" sind und sich nicht stören?

Kann man das auch selbst realisiren und bis wieviele singnale können in einer Leitung verschickt werden?

Felix Weiss
29.08.2006, 17:31
Der Screenshot gibt dir darüber sicherlich etwas Aufschluss:
http://home.arcor.de/weiss__/dsl.gif

Der untere Frequenzbereich ( unter ~32KHz) wird durch den Splitter abgetrennt und an die Telefone weitergeleitet. Mit hohen Frequenzen verhält es sich genau umgekehrt. ISDN ist auch digital, befindet sich aber mit mit beiden Bändern unter den 32KHz.

PS: DSL kann man auch ohne Splitter benutzen, allerdings hört man dann ein deutliches Rauschen und die Telefone stören die HF vom DSL bei abgehobenen Hörer.

Gruß Felix

Robin Imhof
29.08.2006, 18:08
<!-- / message --><!-- controls -->kann man das auch selbst realisiren und bis wieviele singnale können in einer Leitung verschickt werden?

Gruß Robin

Achso habt ihr vielleicht ein paar stich worte für Google für mich weil ich noch nichts gefunden habe

Felix Weiss
29.08.2006, 19:31
Ob nun Funkt oder auf einer Leitung, der unterschied ist marginal. Also alles was Moduliert wird kannst du verwenden.

Eine Möglichkeit wäre einfach eine Aufteilung in Frequenzbänder wie z.B bei UKW, allerdings bei geringeren Frequenzen. Auf jedem Kanal kannst du Daten übertragen. Diese Daten kannst du nun mit verschiedenen Modulationsarten auf deinen Träger (die Frequenz des Kanals) bringen.
Die übertragbare Datenrate hängt eigentlich nur davon ab, welchen Aufwand du treibst und wie gut das Signal am anderen Ende wieder ankommt.
Als bestes Beispiel kann ich dir wohl neben 16MBit DSL (in Japan sind 100MBit symmetrisch geplant :eek: ) auch mittlerweile 10GBits Ethernet geben.
Was ein Signal ist hängt dann schließlich nur von deiner Interpretation ab.

Schau einfach mal bei Wikipedia unter "Modulation (Technik)"

Gruß Felix

Robin Imhof
29.08.2006, 20:04
Es ist zum verrückt werden beim googlen findet man nur müll ich habe keine einzige anleitung gefunden.

ich will doch einfach nur 3 schritmotoren über eine leitung ansteuern die eigentliche schaltung soll dann bei den motoren sein aber die kapelverbindung soll nur aus 2 dräten bestehen. Ich finde aber weiß goot nicht wie ich das machen kann.

könnt ihr mir helfen?

Felix Weiss
29.08.2006, 20:22
Dafür brauchst du nicht mehrere Übertragungskanäle! Würde sich frühestens bei Datenverkehr über 2Mbit lohnen.

Nimm einfach 2µC mit Uart und verwende blos die TX-Leitung in Richtung Schrittmotoren, der andere µC am Empfängt mit RX und steuert dann die Schrittmotoren. Wenn du es als Opencollector-Schaltung aufbaust, dürfte sogar bidirektional möglich sein.
Ansonsten wäre es sogar möglich diese Daten über die Versorgungsleitung zu transportieren

Gruß Felix

Robin Imhof
29.08.2006, 20:29
und das ganze für leihen?

sorry

Robin

Felix Weiss
29.08.2006, 20:49
Mal kurze Frage, wie steuerst du die Motoren jetzt?
Entweder 3 Taster und 2ICs, oder ein µC?
Wenn du einen µC hast und schonmal Daten über die serielle Schnittstelle vom Pc an den µC gesendet hast, hast du deine Miete bereits. Dieses Projekt würde ich durchaus einen beinahe Anfänger zutrauen.

PC -> serielles Kabel (hier TX-Leitung, GND und eine Spannungsversorgung) -> 2Widerstände -> µC -> 3x L293 (H-Brücken Treiber) fertig. Die Ansteuerung gibts z.B. fertig mit AVRCO E-LAB

PS: Alles andere mit einem Kabel ist viel komplizierter!

Gruß Felix

Robin Imhof
29.08.2006, 22:58
Ich habe vor diese schaltung vor die motoren zu setzen und nur die nötigsten signale an die ICs zu senden aber halt über 2 kabel. ist das möglich?

http://www.roboternetz.de/bilder/l298standard.gif

guidob
29.08.2006, 23:10
Hallo,

du hast Felix Frage noch nicht beantwortet, was soll denn die Motoren ansteuern?
Ansonsten hat er die Lösung schon gezeigt: RS232 sendet Befehle, µC nimmt diese
entgegen und setzt seine Ausgangspins so, daß der L297 richtig angesteuert wird.

guidob

Robin Imhof
29.08.2006, 23:45
ansteuern soll ihn der lpt port eines Computers

Gruß Robin

elmar
30.08.2006, 00:02
Hi,

zum verständnis fang mal "klein" an. Radios können über ein einziges Kabel (bzw. Antenne) auch viele, viele verschiedene Sender empfangen.


Das einfachste ist ein Träger. Man hat einfach mehrere Frequenzen, die etwas übertragen. Beim Radio wird die Amplitude des Trägers (AM = Amplitudenmodulation; Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle) oder die Frequenz (FM = Frequenzmodulation; UKW) benutzt. Bei AM ändert sich die stärke des Signals mit der Spannung des Musiksignals, die Signalstärke trägt die Musik. Bei FM wird die Frequenz ganz leicht verstimmt mit der Spannung des Musiksignals, die Frequenzdifferenz "trägt" die Musik.


Beim Fernseher trägt der Träger die Bildinformation mit seiner Amplitude. Je stärker das Signal, desto dunkler das Bild (Auf SCART/Video-in ist es umgekehrt). Der Träger ist der Übertragungskanal. Aber ein Farbfernseher braucht drei Informationen (Rot+Grün+Blau). Geht aber nur mit drei empfängern. Also bedient man sich eines Tricks. Man Moduliert einen Farbhilfsträger auf das Bildsignal auf. Das nennt man doppelmodulation. Ein S/W fernseher ignoriert den Farbträger im demoduliertem Signal, es ist einfach zu hochfrequent. Ein Farbfernseher demoduliert das empfangene Signal ein zweites mal. Der Farbhilfsträger trägt sogar zwei Informationen. Über seine Frequenz wird die Farbart bestimmt, über seine Amplitude die Sättigung. Dadurch hat er drei unabhängige Informationen (Helligkeit, Farbart und Sättigung) aus denen er Rot, Grün und Blau errechnen kann.

Man sieht also, man kann über einen einzigen Kanal viele Informationen übertragen. Beim fernseher kommen über die Antenne viele verschiedene Kanäle rein, und jeder Kanal wiederum trägt drei Bildinformationen. Der Empfänger filtert immer die gewünschte Frequenz heraus (Sender), das demodulierte Signal enthält drei verschiedene Informationen (Doppelmodulation). Dabe sitzen zwei auf einem einzigen Träger drauf (AM/FM)

Das Spielchen AM/FM auf einem Träger nennt man Quadrantenmodulation. Stell Dir einen Graphen vor, bei dem auf der X-Achse AM und auf der Y-Achse FM aufgetragen ist. Jeden beliebigen Punkt im Graphen kann man durch verstellen von Frequenz und Amplitude erreichen - und das mit einem einzigen Kanal als Informationsträger!

Bei GSM, UMTS und modernen Modems (auch und gerade DSL) wird es sogar mehrdimensional. Man kann neben der Frequenz und der Amplitude auch die Phasenlage des Trägers manipulieren.


Modem ist ein Kunstwort aus MOdulation und DEModulation. Das heisst die reinkommenden Daten werden durch modulation auf Träger aufgebracht. Wie bei Radio und Fernsehen kann man mehrere Kanäle benutzen zum aufmodulieren des Signals. Und jede dieser Frequenzen kann drei verschiedene Informationen tragen.

Beispiel: ein kanal könnte 4 verschiedene Frequenzen und 4 verschiedene Amplituden einnehmen. Daraus ergeben sich 4*4=16 möglichkeiten. 16 Möglichkeiten sind bereits ein halbes Byte. Mit zwei Kanälen kann ein ganzes Byte gleichzeitig übertragen werden! Moderne Modems benutzen aber bis zu 128 verschiedene Pegel/frequenzen auf jedem Kanal! Und dabei nicht nur AM/FM, sondern auch Phasenmodulation (PM).

Schwindelig im Kopf? :D

Fangen wir mal leicht an. Ein 300 Baud akkustikkoppler hat genau 2 Frequenzen mit denen er die Daten darstellt. Einen hohen ton und einen niedrigen ton. Ein HIGH ist der hohe ton, ein LOW ist der niedrige ton. Der Empfänger braucht nur festzustellen ob der Ton hoch oder niedrig ist um seine Ausgangsleitung HIGH oder LOW zu setzen. Hier gibt es keine Taktrückgewinnung, da die Daten sehr langsam übertragen werden 300 Bit per Sekunde, der Takt wird vom Sender vorgegeben.
Damit in beide Richtungen gleichzeitig übertragen werden kann, benutzt die Gegenseite zwei andere Töne, es gibt also insgesamt 4 verschiedene Töne.

Moderne Modems übertragen viele, viele Daten gleichzeitig und die Taktrate ist hoch. Damit festgestellt werden kann, wo wann eine Information gültig ist, braucht man einen Takt. bei sehr hohen Takten ist also eine Taktrückgewinnung von nöten, damit eine Information nicht "vergessen" wird bzw. eine Information nicht doppelt ausgewertet werden kann.

Du siehst, das ganze kann man beliebig kompliziert treiben um möglichst viele Daten gleichzeitig übertragen zu können.
Wenn es nicht auf geschwindigkeit ankommt, dann ist das "Zeitmultiplexingverfahren" am einfachsten.
Beim UKW-Radio nimmt man um Stereo über einen einzigen Kanal übertragen zu können dieses verfahren. Die beiden Kanäle werden abwechselnd mit 18kHz hin- und hergeschaltet. Ein Monoradio kann dem nicht folgen, die Kanäle vermischen sich. Ein Stereoradio trennt diese signale abwechselnd nach links und nach rechts um die zwei verschiedenen Informationen wieder zu trennen.

Das gelingt bei langsammen Digitalsignalen mit Schieberegistern. Die vielen Eingangsleitungen werden nacheinander auf eine zweidrahtleitung gelegt. Die Schieberegister am Empfänger sortieren die High/LOWs wieder parallel auf Ausgänge, deren Zustand beibehalten wird, bis eine neue Information vorliegt.
Auf einer Zweidrahtleitung muß man aber aufwändig für eine Taktrückgewinnung achten, damit die Informationen nicht durcheinander geraten. Daher nimmt man im simpelsten Fall einen dritten draht, auf dem der Takt übertragen wird. (Clock, Data, Ground).

Gruß
Elmar

elmar
30.08.2006, 00:17
Hi,


ansteuern soll ihn der lpt port eines Computers

Gruß Robin


nimm doch den COM-Port und einen µC, der daraus die Signale der Schrittmotoren generiert. Der µC kriegt vom PC befohlen, wie er die Motoren zu steuern hat. Z.B. zwei Bytes:
1. Byte: Motor und Richtung
2. Byte: Anzahl Schritte

gruß
Elmar