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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Detailfunktion eines Laserdruckers



wolfi
07.09.2006, 16:42
Hallo,
in einer Diskussionrunde hat sich heute folgendes Problem herausgestellt:

In einem Druckertreiber kann man verschiedene Papiersorten einstellen. Z.B. Normalpapier, Folie, Dickes Papier.
Wir haben die verschiedenen Einstellungen mal ausgetestet. Es wurde immer auf Normalpapier gedruckt, in der Hoffnung einen signifikanten Unterschied festzustellen. Leider Fehlanzeige. Alle Ausdrucke sehen gleich aus. (Nur mit Augen geprüft).
Was sollte eigentlich der Drucker tun, bei unterschiedlichen Materialen?
Hochspannung ändern, Strahlbreite des Laser usw.
Wer weiß es genau ?


Beste Grüße

Wolfi

PS.: Drucker ist ein Minolta Pagepro1300W

guidob
07.09.2006, 18:17
Hallo,

diese Menüeinträge enthalten normalerweise nur vorgefertigte Profile für das, was man
(hoffentlich!) auch manuell einstellen kann: Auflösung, Tonerdichte, Kantenglättung.

Die Unterschiede werden vor allem bei kritischen Materialien sichtbar, also auf Folie.
Neue Testreihe? ;)

Mit einer starken Lupe sieht man aber auch auf normalem Papier Unterschiede
(Strichdicke in Serifen u.ä.).

guidob

Winnie
07.09.2006, 18:57
Druck mal auf klare Folie, da siehst Du Unterschiede. Mein Farblaser Epson C900 druckt nur, wenn bei eingelegter Folie (egal oder glasklar oder milchig) auch wriklich Folie eingestellt ist. Diametral ist es bei Papier. Vermutlich über Lichtschranken erkannt, kommt dann eine Fehlermeldung: falsches Medium eingelegt. Zusätzlich kann auch noch die Tonermenge eingestellt werden wie z. B. Sparmodus (ganz blasser Ausdruck) oder extra tiefschwarz usw. Ob dabei allerdings über die Hochspannung mehr Toner aufgenommen wird oder einfach nur die Auflösung verändert wird weiß ich auch nicht.

Gruß Winnie

Rudo
07.09.2006, 18:57
bei meinem alten Farblaser gibts deutliche Unterschiede:
bei Einstellung 'Folien' druckt er ueberhaupt nichts - ich vermute, dass die Folie transparent sein muss und dass er dann spiegelbildlich drucken will (overhead-Prinzip).
Wenn du bei Stellung Normalpapier mal wirklich dicke Pappe nimmst, dann wird sich die Papierannahme verschlechtern. Mein Drucker transportiert auch deutlich langsamer bei Pappe und das Druckergebnis wird auch besser so (dicke Pappe braucht vielleicht laenger zum 'einbrennen'?)

elmar
07.09.2006, 20:24
Hi,

die guten alten Laserjets (II/III) fressen alles. Der Unterschied ist dabei sehr deutlich, wenn man nichts einstellt. Folien sind zu blass, da muss man am Tonerrädchen drehen für gute Ergebnisse.

Schnelle drucker müssen umgeschaltet werden. Auf Folie eingestellt ist der wesentliche Unterschied die Druckgeschwindigkeit. Auch wird der Toner mit niedrigerer Temperatur fixiert und das braucht Zeit!
Schnelle drucker benutzen größere Hitze, damit es schneller geht und Folien mögen das nicht.

Gruß
Elmar

Winne
07.09.2006, 20:48
elmars

Temperaturerklärung bringt sinn in die voherigen Festestellungen.
Fragt sich, weshalb man wenn man schon Medien unterscheidet und Abweichungen zwischenEeinstellung und Medium erkennt, diese Erkenntniss nicht zur Korrektur verwendet. Alles ließe sich optoelektronisch und mechanisch erfassen.

Reflexion, Transparenz und Faserhomogenität/Reuheit optisch zu erfassen sollten hinreichende Indizien für Typ und Qualität des Mediums darstellen der Rollenabstand sollte die Dicke repräsentieren.

Warum so kompliziert ?
Warum keinen Standard mit RFID-Kennung auf Verpackung ?
und Verpackung als Papierkartusche... unverwechselbar und teuer:confused:

bei Tinte gehs doch auch? :(

elmar
07.09.2006, 22:57
Hi,

tja, das ist der Preis um ein Printmedium mit maximaler Geschwindigkeit bedrucken zu können. Früher war alles gleich langsam ;)


Gruß
Elmar

guidob
07.09.2006, 23:51
Hallo,

die Papiersortenerkennung ist für Tintenstrahldrucker mittlerweile schon ein "alter Hut".
Mein HPdj980 wurde noch in DM bezahlt und leuchtet das Papier mit einer blauen LED
an. Aus dem Reflexionsverhalten versucht er dann die optimale Strategie zu verwenden.
Das läßt sich aber im Treiber auch überschreiben. :)

guidob

wolfi
08.09.2006, 08:23
hallo,
erstmal vielen Dank für eure Hinweise, Gedanken, etc.

Ich habe mal die Druckgeschwindigkeit gemessen. Diese ist bei allen Papiersorten gleich. Ändern tut sie sich nur bei Änderung der Auflösung.

Die Fixiertemperatur ist in einem großen Bereich unabhängig vom Material, solange dieses Wärme schlecht leitet.( Das ist ja bei Papier wohl der Fall.)
Wird die Fixiertemperatur zu hoch gewählt, wird der Toner wieder "angelöst" und es enstehen Schatten auf dem Papier.

Ich werde jetzt doch mal den Hersteller befragen, was die Treibereinstellungen bewirken sollen und vor allem wie's sich nachweisen, messen lässt.

Winnie
08.09.2006, 10:17
Ich werde jetzt doch mal den Hersteller befragen, was die Treibereinstellungen bewirken sollen und vor allem wie's sich nachweisen, messen lässt.

Die Antwort würde dann wohl alle hier interessieren, wäre nett wenn Du sie hier (auszugsweise?) posten würdest.

Gruß Winnie

wolfi
08.09.2006, 15:03
So Leute ich, ich will euch die Antworten des Herstellers nicht vorenthalten. Die haben sehr schnell folgendes geantwortet:


erste Antwort:
"mit der Einstellung der "Papiersorte" stellen Sie die verwendete Druckmaterial ein. Verwenden Sie bitte immer die richtige Einstellung des verwendeten Druckmaterials. Wenn Sie das nicht machen, verkürzen Sie die Lebenszeit der Fixiereinheit erheblich. Sollten Sie Papier mit mehr als 90g/m² bedrucken, muß im Treiber "Dickes Papier" eingestellt werden."</pre> Da ich mich damit nichtzufrieden gegeben habe, hakte ich nach und erhielt diese Antwort:


"es gibt keinen qualitativen Unterschied, wenn Sie ein anderes Papierformat auswählen. Diese Auswahl ändert nur die Umgangsweise des Druckers mit dem Papier. Bei schwerem Papier wird z.B. das Papier langsamer verarbeitet und durch die Fixiereinheit gezogen.

Sollten Sie Veränderungen an der Druckqualität vornehmen wollen, verwenden Sie bitte den Einstellungspunkt Qualität in Druckertreiber."

Alles Klaro ?

Beste Grüße

Wolfi
</pre>

elmar
08.09.2006, 16:21
Hi,

wenn der schneller zieht, muss er mehr heizen um die gleiche Erwärmung zu erzielen.
Auf der alten Arbeit hatten wir einen neumodischen Laserdrucker, der spuckte das papier schneller bedruckt aus wie ein Deskjet bei einem Form Feed (unbedruckt). Wenn man das Papier sofort in die Finger nahm, war es unangenehm heiß. Auf Folien hat das Ding wesentlich langsammer gedruckt.

Schätze mal, dass es der Fixiereinheit nicht gut tut, wenn der da eine Folie mit maximalgeschwindigkeit durchnudelt. Ob es jetzt an der Temperatur liegt oder nicht ist ja egal.

Gruß
Elmar