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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Startprobleme IP-Cam, SMD Elkos defekt?



ElNino
06.10.2006, 19:24
Hallo Leute,

ich muß leider um eure Hilfe bitten, da ich echt am verzwazln bin +*#&!
Zur Sache:

Meine Axis 2100 Webcam hat seit einiger Zeit seltsame Probleme. Die Cam lief lange Zeit problemlos, bis folgendes nun zum wiederholten Male passierte: Nach Trennung vom Netzwerk und Spannungsversorgung und anschliessendem Wiederanschluss ist die Cam nicht mehr erreichbar. Weder übers Netz noch über eine serielle Konsole. Ich kann zu 100% Handlingsfehler und externen Probleme ausschliessen. Alle entsprechenden LED leuchten, auch ein "Reset" scheint zu funktionieren, jedoch zeigt die Ethernet-Status LED keinen Link, weder an der Cam noch am Switchport. Bitte hierzu nicht weiter nachhaken.

Nach Wiederanschluss nach 5 Tagen offline + Spannungstrennung läuft die Cam wieder einwandfrei. (zum 2. oder 3. mal so) Nun zu meiner Vermutung und Frage: Ist es eurer Meinung nach möglich, dass dies auf altersschwachen Elkos hindeutet, die nach einer gewissen Erholungszeit wieder entsprechende Kapazität liefern?

Ich brauch das Ding schnellsten (Wetterbeobachtung am Sa. / So.) und würde zum Test gerne die drei Elkos rausschmeissen. Da ich sicher keinen passenden SMD Ersatz hier habe, stellt sich mir die Frage, ob ich diese durch konventionelle Typen ersetzen kann?

http://www.attg.de/cam.jpg

Leider versteh ich die Bezeichnung(en) nicht:

32
470
25A

33
470
25A

Ist 25A die Spannung?
470 dürfte dann wohl die Kapazität sein,
was ist 32 / 33 ?
Wo ist die Temp?

Für eine Hilfestellung wäre ich sehr dankkbar,
Grüße Thomas

elmar
06.10.2006, 19:46
Hi,

das klingt eher nach Thermischen Problemen. Diese Elkos sind nur zur Spannungspufferung gut. Wenn die hin sind, würden bei Kurzschluß die LEDs nicht leuchten. Sind sie funktionslos geworden, so kannst Du das leicht messen. Einfach ein Multimeter im Wechselspannungsbereich an die internen Versorgungsspannungen halten. Im AC Bereich zeigt es den Brummanteil an. Wie hoch ist dieser?


Da das Ding eine Batterie besitzt um irgendwas zu speichern, vielleicht ist diese leer und der leidet an Gedächtnisschwund. Wenn nach langer Zeit alles vergessen ist, initialisiert die sich veilleicht wieder.
Miss mal die Batteriespannung. Probier auch mal ob das rausnehmen der Batterie die Kamera sofort wieder einsatzbereit macht. Also Kamera ausstecken, Batterie kurz rausnehmen und die Kamera wieder einstecken.
Wenn das hilft neue Batterie probieren, die ist ja nicht ohne Grund in einem Batteriehalter ;)


Gruß
Elmar

ElNino
06.10.2006, 20:39
Hallo Elmar,

erstmal super vielen Dank für deine schnelle Antwort.


Einfach ein Multimeter im Wechselspannungsbereich an die internen Versorgungsspannungen halten. Im AC Bereich zeigt es den Brummanteil an. Wie hoch ist dieser?
puuh, wie soll ich denn die entsprechenden Messpunkte finden? Brummen hör ich da nix ;) Ich hab leider nicht wirklich viel Ahnung von deiner Materie. Kann ich da was am LM2596 messen? (Bild, mitte unten) Schaltbild davon hätte ich.

http://www.attg.de/cam2.jpg


Da das Ding eine Batterie besitzt um irgendwas zu speichern, vielleicht ist diese leer und der leidet an Gedächtnisschwund. Wenn nach langer Zeit alles vergessen ist, initialisiert die sich veilleicht wieder.
Miss mal die Batteriespannung.

Halte ich für nicht relevant, da selbst wenn die flüchtigen CMOS Informationen verloren gingen, (IP, Port, etc) die Cam über ihrer factory default eingestellte Adresse ansprechbar sein müsste und davon abgesehen, der Ethernet-Speed /Link-Status (autonegotiation) unabhängig von CMOS-Informationen vom Ethernetdevice ausgehandelt werden sollte. Ich hatte die Zelle auch schon entnommen -> keine Wirkung.

Habe aber dennoch gerade die Spannung der Zelle gemessen = 3,2 Volt sollten für ein 3Volt Typ ausreichend sein. Sch**** ... schade.

Die Thermiksache hat mich auch bereits beschäftigt. Hatte das Gerät auch schon leicht gekühlt und ein zwei Tage abgeschaltet gelassen - half nichts. Erst ab ~ +5Tagen funktioniert das Ding wieder, bis jetzt noch. Das komische ist auch, dass wenn sie im Dauerbetrieb läuft, läuft sie monatelang was wiederum die Wahrscheinlichkeit eines thermischen Problems stark verringert, oder?

Kannst du mir etwas zu den Typenbezeichnungen der Elkos sagen? Idee, wie ich vorgehen könnt, um den Fehler einzugrenzen?

Danke!
Thomas

elmar
07.10.2006, 11:49
Hi,

also die magischen 5 Tage können auch nicht von den Elkos kommen. Da ist sicher irgend eine Speicherzelle kaputt, die den eingebauten Computer verwirrt. Vermutlich die Firmeware nicht mehr richtig im (Flash)ROM. Wenn die Initialisierung schief geht, dann startet das Ding einfach nicht korrekt.

Auch ein kandidat wäre der Quarz aber auch hier sind die 5 Tage ungewöhnlich. Da würde es eher um Stunden gehen, genau wie bei defekten kondensatoren. Ich würde einfach auf das ROM oder RAM tippen.


Auch spricht gegen defekte Kondensatoren, dass das Ding wenn es läuft richtig läuft. Hochgegangene Kondensatoren führen zu instabilem lauf, kennt man ja von PCs, wenn die dicken Board Elkos hochgegangen sind.

Das ist eines dieser Probleme, die nur sehr schwehr einzugrenzen sind und mit aller Wahrscheinlichkeit auch nicht mit Hobbymitteln zu beheben sind.


Gruß
Elmar

elmar
07.10.2006, 11:52
P.S.:

versuch es mal mit "Vorheizen" vor dem einschalten. Ofen auf 50°C heizen und das Ding da 10 Minuten reinlegen und dann rausnehmen und sofort einschalten. Miss die Temperatur mit einem Thermometer, keinesfalls mehr wie 50°C nehmen, vielleicht zunächst mal mit 40°C probieren. Defekte Speicherbausteine können so nochmal zum Leben erweckt werden. FLASH ROMs kann man durch 80°C noch mal regenerieern, die müssen dann aber neu gebrannt werden. Funktioniert mit PIC µCs ganz gut.


Gruß
Elmar

ElNino
08.10.2006, 19:56
Hallo Elmar,

ich glaube mit der Vermutung, dass der Flash-Baustein (2MB/3Volt, AM 29LV1600DT-90EC) seinen Altersruhestand angetreten hat, liegst du richtig. Was mir aufgefallen ist, ist dass wiederum der DRAM-Baustein bei manchen Bootversuchen ziemlich heiss wird.

Die Frage die ich mir stelle ist, woher bekomme ich einen solchen Baustein oder einen entsprechenden Ersatztypen und wie kann ich den flashen? Das Teil ist nicht gesockelt, wie machen die Hersteller das?

Bei Axis habe ich ein Developer-Board gefunden, welches auf der gleichen Basis Etrax 100LX aufgebaut ist. Dort gibt es auch Schaltpläne und (Bestell?)Teilenummern. Das Board hat natürlich keine Videokomponenten onboard, der Kern könnte aber nahezu identisch sein (rein optisch). Vielleicht kann ich da etwas nachbestellen, oder wozu veröffentlichen die sonst die Teileliste.

http://developer.axis.com/products/devboard/index.html



Besten Dank nochmal für deine Mühe und Einbringung deinen analytischen Fähigkeiten,

Grüße Thomas

ElNino
08.10.2006, 19:58
Achso, ein Versuch mit "Vorheizen" hat leider nichts gebracht. Ich werde die Platine nun nochmals ein paar Tage liegen lassen, vielleicht erwacht sie wieder aus ihrem Koma.

Rudo
08.10.2006, 20:43
Hi,
prinzipiell gibts es keinen 'Altersruhestand' fuer Transistoren - ergo auch nicht fuer ein DRAM. Das Silizium verbraucht sich nicht, oxidiert nicht , leiert nicht aus oder was auch immer. Flashen geht nicht beliebig oft. Wenn das RAM heiss wird, dann wird das Ersatz-Ram vermutlich auch heiss werden.
Die Hersteller wuerden - wenn ueberhaupt - die komplette Leiterplatte austauschen - die Suche nach dem tatsaechlichen Fehler wuerde alle Kostenrahmen sprengen - ausserdem wuesstes du dann immer noch nicht, wieviele Bauteile durch den Fehler, wenn es denn nur *einen* ursaechlichen gibt, schon wie lange mit unerlaubten elektrischen Umgebungsbedingungen funktionieren mussten und schon mehr oder weniger 'angeschlagen' sind ...

Winne
08.10.2006, 21:05
Ich habe gelegentlich die Sicherungbatterie entfernt und die Spannungsversorgung des CMOS-Speichers kurzzeitig kurzgeschlossen und somit die Neuinitialisierung des CMOS-Speicherinhaltes-Inhaltes erzwungen, wenn es Bootprobleme mit Cmosspeichern gab. Was ist da für eine Zelle als Sicherungbatteri drinnen? 3.2V klingt nach aufladbar. Eine Litiumzelle kommt so hoch nicht. Eventuell hält sich deren Spannung nur kurzzeitig und ein Brownout wird sicher erkannt.

ElNino
08.10.2006, 21:36
Hi Rudo,
hallo Winne,


prinzipiell gibts es keinen 'Altersruhestand' fuer Transistoren - ergo auch nicht fuer ein DRAM. Elmar hat auch sicher nicht den Arbeitsspeicher gemeint, sondern das nichtflüchtige Flashrom. (oberes Bild direkt unter der Litium Zelle) Ich hab nur Probleme bei der Vorstellung, wann dieser die 100.000 Schreibzyklen gemacht haben soll. Da läuft zwar ein Linux drauf, das /tmp wird aber in den Arbeitsspeicher gemountet.

Um die Verwirrung wieder zu entwirren... Ich wollte nur anmerken, dass sich eben der DRAM (unteres Bild, mitte rechts) erhitzt, was aber nichts mit einem eventuellen Defekt des Flashs (durch limitierten Schreibzyklen) zu tun hat.


Ich habe gelegentlich die Sicherungbatterie entfernt und die Spannungsversorgung des CMOS-Speichers kurzzeitig kurzgeschlossen und somit die Neuinitialisierung des CMOS-Speicherinhaltes-Inhaltes erzwungen,An der Cam gibt es einen Resetbutton, der genau das machen soll. Habe ich natürlich mehrfach versucht, auch schon die Zelle entnommen -> ohne Wirkung. Nicht "ohne Wirkung" sondern ohne das die CAM wieder in einen regulären Betriebszustand käme. Die erfolgreiche Durchführung des Resets wird wie im Manual beschrieben, durch das Ändern der LED Farbe von grün auf gelb angezeigt
Die Lithiumzelle dürfte aber mit dem Flashspeicher nix zu tun haben, oder? Diese puffert doch nur den Inhalt des EEPROMS, damit benutzerdefinierte Einstellungen erhalten bleiben.

Im Flashspeicher liegt das Betriebssystem, auch Firmware genannt. Wenn ich das falsch sehe, bitte ich um Mitteilung.


wenn es Bootprobleme mit Cmosspeichern gab. Was ist da für eine Zelle als Sicherungbatteri drinnen? 3.2V klingt nach aufladbar. Eine Lithiumzelle kommt so hoch nicht. Ist eine herkömmliche Lithium-Knopfzelle (oberes Bild), drauf steht 3Volt, gemessen hab ich 3,2 Volt. Wird nahezu auf jedem Mainboard verbaut.


Eventuell hält sich deren Spannung nur kurzzeitig und ein Brownout wird sicher erkannt.Versteh ich nicht, kannst du mir das anders erklären?

Danke Euch fürs Gedanken machen!
Gruß Thomas

neuling
08.10.2006, 21:51
prinzipiell gibts es keinen 'Altersruhestand' fuer Transistoren

Chips haben auch ihre Alterung.

zwei Altersprozesse:

-sogenannte Spikes:
bei Halbleitern wird auf Si eine Metallschicht aufgesputtert (diese hat natürlich nur in bestimmten Bereichen Kontakt zum Si und ist in den restlichen durch SiO2 isoliert). Diese Metallschicht kann in das Si eindiffundieren, eine dotierte Schicht durchdringen und so Kurzschlüsse erzeugen.

-[Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein]
durch ständigen Elektronenfluss wird die, oben bereits erwähnte, Metallschicht verschoben, dadurch erhöht sich der Widerstand von manchen "Leiterbahnen" => Kontaktschunterberechungen

nicht zu Verachten sind natürlich ineinanderdiffundierende N- und P-dotierungen durch erhöhte Temperaturen, Ausdehnungsunterschiede zwischen Si und dem Moldcompound (dem schwarzen Zeug da drauf)

Rudo
08.10.2006, 21:56
@ELNino,
1. hast du schopn 100.000 mal deine Firmware neu geflasht?
2. ein EEPROM ist nichtfluechtig, d.h. es braucht keine Batterie und behaelt den Inhalt ohne Versorgungsspannung - hat allerdings auch begrenzt viele Schreibzyklen - typ. 1 Mio.

Rudo
08.10.2006, 22:10
@Neuling,
jo, nichts ist fuer ewig, fragt sich aber, welche Zeiten man fuer solche Prozesse abschaetzt? Spontan faellt mir auch ein, dass der Kunstoff um die Chips eine natuerliche Radioaktivitaet besitzt etc. pp.
Egal, es wird nicht die Ursache fuer den Ausfall einer WEBCAM sein - es sei denn, dass mal wieder die Politik mitmischt und aus "Umweltschonungsgruenden" einen raschen Verfall per Gesetz anordnet :(

Winne
08.10.2006, 22:21
......
Die Lithiumzelle dürfte aber mit dem Flashspeicher nix zu tun haben, oder?

Kaum



Diese puffert doch nur den Inhalt des EEPROMS, damit benutzerdefinierte Einstellungen erhalten bleiben.

EEPROM benötigen keinen Pufferung...

gepuffert wird nur SRAM (CMOS , NVRAM)



.....
Ist eine herkömmliche Lithium-Knopfzelle (oberes Bild), drauf steht 3Volt, gemessen hab ich 3,2 Volt. Wird nahezu auf jedem Mainboard verbaut.


Eine 3V Lithiumzelle kann keine 3,2V haben. Entweder dein Schätzknüppel lügt dich an oder es ist keine! Der TYP klärt diese Frage auf.




Versteh ich nicht, kannst du mir das anders erklären?
.....



Brown out: Im Gegensatz zum Blackout sinkt die Spannung nicht auf Null aber unter einen kritischen Wert. Sram(CMOS,NVRAM) verliert dadurch teilweise Daten. Beim Reset wird geprüft ob ein POWER-ON-Reset oder ein Warmstart nötig ist. Dies wird anhand einzelner Zelleninhalte des SRAM bestimmt. Sind diese korrekt, wird ein verkürzter Reset ausgeführt.

Hier nun liegt der Knackpunkt.

Um nun den Power-ON-Reset zu erzwingen muß nicht nur die Sicherungsbatterie entfernt sondern auch der Sram vollständig gelöscht werden. Dies erreicht man am einfachsten durch ca 20-30 sekündiges Kurzschließen seiner Erhaltungsspannung welche eben aus der Sicherungsbatterie stammt. Das Entfernen der Batterie allein hilft da nicht, da CMOS(SRAM) kapazitiv den Zustand über Tage erhalten kann, allein durch die Gatekapazität.

neuling
08.10.2006, 22:23
Zeiten?
kommt darauf an, deutsche Qualitäts Hersteller (besonders Automobilzulieferer) planen da an Richtung Ewigkeit, die Chinesen halten die Ewigkeit für nen dehnbaren Begriff.

Edit: diese Alterungsprozesse werden denk ich nicht der Grund für den Ausfall von dem Teil sein, ich wollte nur mal auf deine Aussage mit den Alterungsprozess eingehen ;-)

ElNino
08.10.2006, 22:26
1. hast du schopn 100.000 mal deine Firmware neu geflasht?nö, genaugenommen habe icherst 2mal ein neues Firmwarerelease aufgespielt.


2. ein EEPROM ist nichtfluechtig, d.h. es braucht keine Batterie und behaelt den Inhalt ohne Versorgungsspannungoh ja, natürlich. Ich hab eigentlich auch BIOS gemeint. Ein BIOS ist aber imho nicht verbaut, wozu ist dann die Lithiumzelle? Ok, vielleicht für die RealtimeClock. Ist aber alles gerade ziemlich weit weg von meinem Problem, das ich nicht mal kenne.

Das mit dem Flashen eines leeren Bausteins ist mir nun auch klar. Habe gerade entdeckt, dass ich über einen Taster ein Boot übers Netzwerk starten kann, um anschliessend eine neue Firmware drauf zu spielen.

http://developer.axis.com/doc/old/software/tools/network_boot.html

Winne
08.10.2006, 22:36
nicht übersehen:
http://www.progforum.com/showpost.php?p=63245&postcount=14


(unechtes)NVRAM, SRAM, CMOS bezeichnen das gleiche Bauteil.

NVRAM steht für nicht flüchtig (wenn gepuffert:) ),

SRAM für Statisches RAM und

CMOS nach der Technologie dahinter.

http://www.batronix.com/elektronik/know-how/eprom-programmierung.shtml

ElNino
08.10.2006, 23:37
nicht übersehen:
http://www.progforum.com/showpost.php?p=63245&postcount=14
habs bereits gelesen, muss es nur noch verstehen und verdauen ;) Danke für den Link zu den Speicherbausteintechnologien.


Um nun den Power-ON-Reset zu erzwingen muß nicht nur die Sicherungsbatterie entfernt sondern auch der Sram vollständig gelöscht werden. Dies erreicht man am einfachsten durch ca 20-30 sekündiges Kurzschließen seiner Erhaltungsspannung welche eben aus der Sicherungsbatterie stammt.Jetzt hab ichs kapiert und genau so getan, allerdings aufgrund eines fehlenden Jumpers die Kontakte der Halterung bei entfernter Zelle gebrückt -> ohne Erfolg.


Eine 3V Lithiumzelle kann keine 3,2V haben. Entweder dein Schätzknüppel lügt dich an oder es ist keine! Der TYP klärt diese Frage auf.Hab ich jetzt zwei Lügner beim lügen ertappt? ;) Bei der Zelle handelt es sich um eine CR2032 von Sony.

http://www.attg.de/luege.jpg

Ich mach Schluss für heut, dann hab ich wenigstens ein Erfolgserlebnis.

Danke an alle Beteiligten,
Thomas

Winne
08.10.2006, 23:46
......
Hab ich jetzt zwei Lügner beim lügen ertappt? ;) Bei der Zelle handelt es sich um eine CR2032 von Sony.


Siehe und staune in ihren aller ersten Stunden kann sie leicht über 3 V liegen , das war mir auch neu. Aber 3,2V wäre absolut jungfräulich Quasie noch unverpackt:confused:

.....


http://sanyo.wslogic.com/pdf/pdfs/CR2032.pdf#search=%22%2BCR2032%20%2Bdata%22

elmar
09.10.2006, 23:19
Hi,

heisses RAM deutet immer auf einen Defekt hin (außer es läuft mit irren Taktraten).

Damals beiim C64 war das allererste was man bei Startkrepieren gemacht hatte handauflegen bei den Ram bausteinen. Wenn da eine oder mehrere Zellen durchgeschlagen ist, dann wurde der RAM heiß, brauchte der C64 den Teil zum booten, so blieb er dann hängen - kein Bild, kein Ton.
Bei so was war auch nicht ungewöhnlich, dass der dann manchmal gestartet hat. Oft half auch den RAM mit Kältespray zu kühlen kurz vor dem einschalten um den C64 einzuschalten, dann lief der oft problemlos bis zum abschalten.
Die magischen 5-Tage habe ich noch nie erlebt oder von gehört, aber RAM ist ziemlich seltsam, wenn defekt.


Dann lass mal das ROM in Ruhe und sieh zu, dass Du iirgendwie kompatibles RAM findest zum austauschen.

Gruß
Elmar

ElNino
10.10.2006, 19:42
Hallo,

neue Idee, wie wahrscheinlich ist es, dass der RJ-45 Connector defekt ist?
Gibt es eine Möglichkeit für mich diesen mit Hausmittel zu prüfen?

Das Teil heisst YCL PTC0001-01 und besitzt einen integrierten Übertrager.

Schaltbild hier: http://forum.zenega-user.de/uploads/post-16-1139638049.jpg
Datenblatt hier (http://uploadfile.org/download.php?id=CEPfKzEUQp5C570TBBuJ)

MfG Thomas

ElNino
15.10.2006, 17:59
Hallo,

nachdem ich heute die Cam mal wieder mal getestet habe, bootete sie ganz normal hoch. Ich konnte die Konfiguration anpassen und auch mehrfach Warmstarts übers Webfrontend durchführen.

Hab dann nochmals die Firmware über Ftp geflasht


E:\download\treiber\Axis\Firmware>ftp 192.168.58.100
Verbindung mit 192.168.58.100 wurde hergestellt.
220 Axis 2100 Network Camera 2.43 Nov 08 2004 ready.
Benutzer (192.168.58.100:(none)): root
331 User name okay, need password.
Kennwort:
230 User logged in, proceed.
ftp> bin
200 Command okay.
ftp> hash
Hashmarkierungsdruck EIN FTP: (2048 Bytes/Hash).
ftp> put axis2100.bin flash
200 Command okay.
150-Preparing to flash.
Allocating memory.
150 Opening data connection.#...##
226-Transfer complete. Checksum and HWID verified.
Erasing flash...
Erasing /dev/cflash1...
100% erased
Programming /dev/cflash1...
3% written
7% written
11% written
15% written
19% written
22% written
26% written
30% written
34% written
38% written
41% written
45% written
49% written
53% written
57% written
60% written
64% written
68% written
72% written
76% written
80% written
83% written
87% written
91% written
95% written
99% written
100% written
Verifying...
Verifying /dev/cflash1.
226 Transfer complete.
FTP: 2097176 Bytes gesendet in 0,95Sekunden 2200,60KB/s
ftp> bye
221 Goodbye.

Habe sie dann noch einige Zeit laufen lassen und anschliessend einen Kaltstart gemacht. Netzstecker gezogen. Nu geht wiedermal nix. Ich hab nicht mal mehr ansatzweise eine Idee was das sein könnte.

Wenn ich über den seriellen Port eine Terminal-Verbindung herstelle kommt nach kurzer Wartezeit ein
+++ATI
Es ist jedoch keine Eingabe möglich.

any hints?

Gruß Thomas

elmar
15.10.2006, 20:20
Hi,

dazu muß man leider wissen, wie genau das Ding tickt.
Hier irgendwo im Forum gab es eine Bauanleitung für einen Webserver mit USB Webcam Anschluß. Wenn DU das Ding baust, dann weisst Du wie alles funktioniert und dann ist eine eventuelle Reparatur wesentlich leichter. So ohne genaues Wissen über Funktionsweise und verwendeter Teile ist die Fehlersuche nicht wirtschaftlich, ja sogar fast aussichtslos.


Gruß
Elmar

Winne
15.10.2006, 20:51
+++ATI ist ein Modembefehl
+++ leitet den Modembefehl ein
A steht für eine allgemeinen Modembefehl
T für Tonwahl
I für Init

Der Befehl stammt aus der ältesten Modemgeneration und erwartet für gewöhnlich ein OK als Antwort.

elmar
16.10.2006, 11:32
Hi,

einfach die Modem AT&T Befehle aus dem Inet raussuchen und dann mal probieren ein Modem zu simulieren.
Am Terminal (Hyperterm z.B.) unbedingt "lokales Echo" aktivieren, sonnst sieht man nicht was man selber tippt.

Gruß
Elmar

ElNino
15.06.2007, 17:52
Hallo Miteinander,

ich hole diesen Thread nochmals hoch, da das Thema für mich leider nach wie vor aktuell ist. Sollte jemandem etwas einfallen, das mir in der Sache weiterhelfen könnte, bitte ich um Nachricht. Wer sich wundern sollte, warum ich noch an einer möglichen Problemlösung festhalte, der sollte wissen: ich bin ein sturer Bock ;) und bin nicht gewillt eine nicht gerade billige Netzwerkkamera in den Dreck zu werfen und damit den Hersteller auch noch zu unterstützen. Zudem habe ich bereits einen Adapter für ein motorgesteuertes Zoomobjektiv (aus einer defekten Sony TRV PC 100) für den CCD modifiziert. Vielleicht stößt auch mal jemand hinzu dem ein ähnliches Leiden widerfahren ist.

Axis Network Camera 2100 Firmware Ver. 2.43 (neuste)

Hier eine Zusammenfassung, wie sich die Problematik verhält:

1) wenn die Cam einmal funktioniert, tut sie dies über Wochen und Monate, und lässt sich ganz normal benutzen und bedienen. (bis auf eine Ausnahme mit Mehrfachusern... Beschreibung weiter unten)
2) Ein Warmstart über das Webfrontend funktioniert ebenfalls einwandfrei.
3) Muss jedoch die Spannung einmal getrennt und wieder angelegt werden, kann folgend keine Ethernet-Verbindung oder Link hergestellt werden.

Im Fehlerfalle: Die Ethernet-Status/Link-LED müsste bei abgezogenem Kabel rot leuchten, sie blinkt jedoch grün. Bei eingestecktem Kabel erfolgt keinerlei Statusänderung, ebenfalls zeigt der Switchport der Gegenstelle keinen Connect. Auch das Sniffen auf dem entsprechenden Port zeigt keinerlei Aktion. Im Regulärfall funktioniert dies normal. Rot beim Abziehen, grün bei Link und grün blinkend bei Datentransfer.


4) Beim fehlerhaften Kaltstart bootet das OS der Cam offensichtlich normal durch, jedoch bleibt wie in 3) bescheiben ein Connect des Ethernetdevice aus.
5) Dass die Cam regulär bootet, mache ich an folgenden Eigenschaften fest:

a) Eine interne Fokusierungsfunktion der Optik, welche über einen Taster gestartet werden kann, signalisiert an einer RGB-LED über wechselnde Farben den Zustand der Fokusierung. (wie im Manual beschrieben)
b) Die Resetfunktion über Taster scheint ebenfalls wie im Manual beschrieben zu funktionieren. Beim Schreibvorgang, sieht man an der Status RGB-LED für einen gewissen Zeitraum ein schnelles unregelmässiges Flackern, ähnlich wie bei Schreib-/Lesevorgängen der HDD-Controller-LED an Computern.
c) Verbinde ich mit einem Terminal-Programm zum seriellen Port, liefert die CAM den Status "ATI" aus, ohne dass jedoch eine Eingabe von Befehlen möglich wäre. (Was irgendwie auch Sinn machen könnte, da per default Einstellung ein optionales angeschlossenes Modem erst über das Webinterface aktiviert werden muss)


Der Verdacht, dass die Fehlfunktion mit dem Ethernet- Device / oder -Controller zu tun haben könnte erhärtet sich, da überdies einmal bei Verbindung mehreren gleichzeitigen Usern, die CAM ebenfalls in diesen verbindungslosen Zustand gefallen ist.


### Bemerkungen: ###

Aufgefallen ist mir, über Ebay tauchen hin und wieder defekte Geräte gleichen Typs mit gleichen Fehlersymptomen auf. Einschalten ja/ Connect nein. [4]

Anscheinend tritt in Verbindung mit dem Ethernettreiber BCM5201 auch in anderen Geräten / Computer vermehrt ein Problem beim Booten auf. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, bei der Googlesuche nach "BCM5201 Aux_stat" [1][2] und bei der Suche nach "bcm5201 5221" [3].
Ein zugängliches Datasheet des BCM5201 war für mich nicht zu finden, lediglich des Pinout kompatiblen Nachfolgers BCM5221 [5].

Unterhalb diverser Suchergebnisse, war zu lesen, dass das Ethernetdevice bcm5201 während der auto-negonation in eine Schleife fällt. -> meine Vermutung, hiedurch die im Fehlerfalle auftretenden höheren Temperaturen des Arbeitsspeichers?

Bei einer Sache bin ich mir nicht mehr sicher, ich meine jedoch, dass dieses Problem erst seit der letzten Firmwareaktualisierung auf 2.43 aufgetreten ist. Ich werde beim nächst möglichen Durchstarten wieder die Vorgäbgerversion aufspielen, welche ich heute unter [6] gefunden hab. Es wäre zu schön, läge nur eine Kernel-/DeviceTreiber-Inkompatibilität vor, die mit der letzten Firmware Revision Einzug gehalten hat.


Ich möchte mich nochmals herzlich für eure bisherige Unterstützung bedanken.

Viele Grüße,
Tom




### Links ###
[1] http://www.google.de/search?hl=de&q=BCM5201+Aux_stat+&btnG=Suche&meta=
[2] http://www.lk.etc.tu-bs.de/lists/archiv/lug-bs/2001/msg03523.html
[3] http://lists.debian.org/debian-powerpc/2002/05/msg00217.html
[4] http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=001&sspagename=STRK%3AMEWA%3AIT&viewitem=&item=110134393032&rd=1&rd=1
[5] http://www.physics.umd.edu/hep/HTR/sandwichRev2/Rev2Files/BCM5221.pdf
[6] ftp://ftp.axis.com/pub_soft/cam_srv/cam_2110/

sinus
14.08.2007, 05:53
@ elnino

Ich stieß per Zufall auf die üble Geschichte mit Deiner Axis, weil ich selbst ein kleines Problem mit meiner identischen Axis 2100 habe.
Aufgeben würde ich in Deinem Fall auch nicht, obwohl die Fehlersituation wegen fehlender technischer Unterlagen natürlich außerordentlich problematisch ist. Hier sind daher Nasenfaktor und Raten angesagt.

Mir fällt bei meiner Axis auf, dass die Erwärmung in dem hermetisch geschlossenen Gehäuse sehr hoch ist. Diese für eine hochwertige Elektronik miserable Umgebung mit unangenehmen Alterungsfolgen resultiert aus der Hersteller-Idee, den für Staub empfindlichen CCD-Photosensor zu schützen. Axis und andere Kamerahersteller nehmen die Folgen in Kauf. Macht ja nichts, wenn die Kamera dadurch eine verkürzte Lebensdauer hat und der Kunde dadurch etwas schneller nachordert.
Die Bauteile mit dem höchsten Stromverbrauch werden logischerweise besonders warm und heizen andere mit auf, die Wärme nicht mögen. Dazu gehören die Kondensatoren in der Stromversorgung, deren Alterung deutlich beschleunigt wird.

Für schlappe Kondensatoren ist es typisch, dass sie erst einige Zeit nach dem Anlegen der Spannung so weit formiert sind, dass sie "gerade mal" wieder funktionieren. Messbar ist die Qualität einer geglätteten Gleichspannung im Bereich der Spannungsversorgung mit einem Oszilloscope, weniger mit einem Multimeter. Nur damit lassen sich Überlagerungen und andere ungewünschte Spitzen vernünftig lokalisieren.
Ob nun Kondensatoren zu dem sehr eigenwilligen Fehlverhalten führen, ist die Frage.
Die Lithium-Batterie ist es sicher nicht, da deren gemessene Spannung total normal ist. Nur bei unter 3 V wäre sie erschöpft, hätte aber nicht die gemeldete Auswirkung.

Dass der network tansceiver BCM5201 eine Macke hat, könnte ich mir durchaus vorstellen. Wäre der Austausch einfach zu bewerkstelligen und das Ersatzteil stünde zur Verfügung, würde ich dieses Teil ersetzen.
Wie ist der letzte Status zur Kamera? Was brachte das Einsetzen des vorletzten Softwarestandes?
Was sagt der Support von Axis? Schon mal damit Verbindung aufgenommen?

Meine Axis hat übrigens folgende Probleme:

Der Focus reagiert auf Erwärmung der Kamera relativ stark. Ein Standort mit wechselnden Temperaturen bringt Unschärfen.

Bei der Bildwiedergabe zeigt sich ein breites Band, das leicht grisselig ist und das seine Position ständig vertikal verändert. Dieser Fehler ist nicht gravierend, eher lästig, und fällt erst bei genauerem Hinsehen auf.

elmar
14.08.2007, 21:26
Hi,

ein horizontales Band, dass langsam wandert deutet bei analogen systemen auf Brummschleifen auf dem Signalweg hin. Dort hat man dann einen hellen und einen dunklen Balken. bei digitalsystemen deutet das auf Netzbrumm auf der Versorgungsspannung hin, hier gibt es meist kein heller bzw. dunkel sondern ein Farb- und Luminanzrauschen wenn die polarität des Brumms wechselt.

Scheint also alles ein Netzteilproblem zu sein!

Gruß
Elmar

Elektrikser
15.08.2007, 11:30
Auch bei meinem Webserver mit einer MCA-25 war es so, dass es helle und dunkle Streifen im Bild gab, wenn die Versorgungsspannung unsauber war oder die Ausgänge der Cam zu stark belastet wurde.
Also mal die Versorgung ansehen.

Gruß Gerd G.

sinus
15.08.2007, 17:45
dass es helle und dunkle Streifen im Bild gab, wenn die Versorgungsspannung unsauber war

Es zeigt sich, dass die beschriebenen Störungsbänder nur dann auftreten, wenn die Helligkeit unter einen bestimmten Wert gefallen ist. Bei einer satten Ausleuchtung ist dieser Fehler nicht zu sehen. Trotzdem werde ich diese Erscheinung weiter untersuchen.

Das Problem mit dem temperaturabhängigen Auswandern des Focus scheint zwar erkannt, aber nicht gelöst. Obwohl die Axis damals ein Schweinegeld kostete, ist das Plastikgehäuse unangebracht billig. Es führt nicht nur zur unnötigen Erwärmung der hochwertigen Elektronik, sondern ist auch mechanisch alles andere als stabil. Die Befestigug des Linsenhalters und des CCD-Sensors sind äußerst primitiv.
Als ich das Gehäuse mit dem benötigten Torx-Werkzeug vorsichtig öffnete, fand ich ein weiteres Problem. 2 von den 3 Gehäuseschrauben, die die Plastikhalbschalen zusammenhalten, finden in den zerbröselten Gewindeaufnahmebuchsen keinen Halt mehr. Der Kunststoff ist völlig zersetzt. Ich kann mir jetzt überlegen, wo ich eine neue oder gebrauchte obere Plastikhalbschale für die Axis 2100 bekommen kann. Vielleicht hat jemand in diesem Forum ein Gehäuse herumliegen, das er nicht mehr braucht.

Inzwischen habe ich die Axis an eine sauber geglättete Gleichstrom-Spannungsversorgung angeschlossen. An einem Brumm oder unsauberer Spannungsversorgung liegt der Bildfehler nicht.

Als Anhang 2 Fotos:

1. durch Alterung des Kunststoffs defektes Axisgehäuse.
2. Fehlerbild des Störungsbandes.

Elektrikser
15.08.2007, 20:08
Hallo,

sehe leider keinen Anhang...

elmar
15.08.2007, 20:23
Hi,

das Phänomen entsteht im CCD Chip selber, genauer durch dessen "Hochspannung", die schwankt und die Empfindlichkeit stark beeinflußt. Gibt es eine Gegenlichtkompensation, so werden nur die Stellen wo die Brummspannung sich drastisch ändert (um die Nullstellen des AC-Anteils) deutlich sichtbar.
Bei zu wenig Licht, sind die Ladungen im CCD-Chip klein und die Elektronik der Kamera verstärkt das Signal mehr als wenn viel Licht vorhanden ist. Dadurch werden natürlich auch die Störungen wesentlich mehr mitverstärkt. Das ist ja auch der Grund, wartum ein CCD bei Dunkelheit rauscht - der rauscht immer, nur das Signal zu Rauschverhältnis wird im dunklen ungünstiger weil das Rauschen konstant bleibt und daws Signal schwächer wird.

Gruß
Elmar

sinus
20.08.2007, 07:10
sehe leider keinen Anhang.

Obwohl das Upload anscheinend wunderbar funktionierte, sind die Anhänge nicht als solche sichtbar oder nicht zu finden. Vielleicht ist jemand im Forum, der mir die Tücken bei Anhängen erklären kann. Gibt es Restriktionen?


das Phänomen entsteht im CCD Chip selber

Bei elmar möchte ich mich für die gute Grundlagenarbeit bedanken. Es scheint wirklich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Bildrauschen und dem Streifenmuster zu geben. Wenn ich endlich die Anhänge beifügen kann, wird das Fehlerbild zeigen, was gemeint ist.

Inzwischen gelang es mir, mit dem Support von Axis Verbindung aufzunehmen. Man versprach mir Hilfe, wenn diese möglich ist, wobei ich besonders an das lädierte Gehäuse denke.
Das Auswandern des Focus bei Temperaturschwankungen habe ich per Zufall lösen können, als ich innerhalb des Kameragehäuses den Thermofühler eines Digitalthermometers zu Kontrollzwecken installierte. Das Teil sitzt wegen Platzmangels auf Spannung und fixiert damit die Hauptplatine mit dem Kamerasensor. Siehe da, das Focussierproblem war von Sekund´an verschwunden.

elmar
20.08.2007, 21:04
Hi,

Du kriegst eine unscheinbare Fehlermeldung, wenn es schief geht. Entweder stimmt das Dateiformat nicht, oder die Datei ist zu groß. Das sagt die Seite aber erst nach dem Upload ;) also noch mal probieren und genauer hingucken, das ist nur eine kleine unscheinbare Zeile in der Mitte des Fensters. Das sind so um die 14kB.

Ansonnsten melde Dich einfach bei igend einer Webseite zum Fotoupload an. Z.B. www.photobucket.com und verlinke das Bild hier rein. Das erlaubt sehr hoche Auflösungen und Dateigrößen bei Fotos. Der Photobucket erlaubt auch videos ;)

Gruß
Elmar

sinus
20.08.2007, 23:03
Na ja, manchmal ist wenig eben mehr. Nach einer weiteren Verkleinerung mit Photoshop hat das Hochladen schießlich geklappt.

Zu den angehängten Bildern, die jetzt "da" sind:




axis_pixelprob.. = markiertes Störfeld, das wandert. Das Symptom zeigt sich erst bei nachlassendem Licht.
axis_test3.. = der bei Zimmertemperatur scharfe Focus hat sich nach Kühlung der Kamera auf ca. 10-13 Grad C. verändert. Das Bild ist sehr unscharf. Es liegt nicht an Kondensat! In Verdacht ist das miserable Kameragehäuse aus zerbröselndem Billigplastik.


Viel Spaß beim Anschauen.

elmar
20.08.2007, 23:20
Hi,

Außenkameras werden für gewöhnlich beheizt um Kondensatbildung und verschiebung von Arbeitspunkten zu verhindern. Einfach ein Lastwiderstand, ein Thermoschalter und ein Klingeltrafo.

Das unscharfwerden ist ein altes, leidiges Problem, da sich das Ding mechanisch verzieht. Simpeloptik im Plastikhalter ist anfälliger als eine gute Spiegelreflexkameraähnliche Optik!

Gruß
Elmar

sinus
31.08.2007, 08:04
Abschlussbericht zur Axis und Dank an das Forum:

Die mehr als entgegenkommende Firma Axis hat meine Probleme unkonventionell gelöst. Dort hatte ich mich vor mehr als 6 Jahren beim Neukauf der Kamera registriert. Man nahm sich meines Falles an und versorgte mich kostenlos (!) mit mit dem benötigten Ersatzmaterial in Form eines gebrauchten Gehäuses.

Damit konnten die 2 Probleme beseitigt werden, die ausgeplatzten Gewindebohrungen des Kunststoffgehäuses und das Auswandern des Focus, das vorwiegend an der mangelnden Stabilität der Optik-Halterung lag.

Der Fehler des wandernden Störungsbandes bei ungünstigem Licht ist wohl keiner, sondern wohl typbedingt. Dieser Sache gehe ich nicht weiter nach, da zu verschmerzen.

Loblieder haben im Forum sicher nichts zu suchen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle die vorbildliche Reaktion des nordisch wortkargen Kundenservice von Axis erwähnen, der gezeigt hat, dass er die Belange seiner alten Kunden ernst nimmt und entsprechend der qualitativ hochwertigen und teuren Produkte angemessen reagiert. Volle Punktzahl!

elmar
31.08.2007, 15:01
Hi,

einen kleinen Dämpfer habe ich zu Axis:

Wenn man nicht aufpasst, so sind die Kamerabilder unverschlüsselt im Internet verfügbar. Unter google braucht man nur einen bestimmten Suchstring eingeben und findet tausende Axis-Systeme weltweit auf die man dann Zugriff hat.
Also aupassen bei den Einstellungen und am besten noch den Router die IP der Kamera sperren lassen!

Gruß
Elmar

sinus
31.08.2007, 19:01
sind die Kamerabilder unverschlüsselt im Internet verfügbar

@ elmar

Danke für den guten Tipp! Damit hast Du mir einen wunderbaren Nachmittag mit schönen Ausblicken beschert. :)

Allerdings bin ich um die Durchsichtigkeit meiner Webcams nicht in Panik. Diese dienen weniger zur Liveübertragung aus dem Schlafzimmer, sondern mehr zu Überwachungszwecken. Eigentlich ist es sehr einfach, eine Axis vor ungewollten Nutznießern "abzuschotten". Der Punkt dafür ist bereits im Standardmenü enthalten. Für gewollte Benutzer ist ein Paßwort zu vergeben und das war´s.
Trotzdem ist Dein Hinweis nützlich, weil ich künftig nicht mehr zu faul sein werde, bei sensiblen Überwachungssektoren das besagte Paßwort zu vergeben.

Winne
31.08.2007, 19:26
Trotzdem ist Dein Hinweis nützlich, weil ich künftig nicht mehr zu faul sein werde, bei sensiblen Überwachungssektoren das besagte Paßwort zu vergeben.
Das gerade genügt nicht immer :alertred:
http://www.tecchannel.de/sicherheit/bedrohungen/423414/index.html

elmar
31.08.2007, 21:56
Hi,


@ elmar
Danke für den guten Tipp! Damit hast Du mir einen wunderbaren Nachmittag mit schönen Ausblicken beschert. :)



Nett sind ja die Schwenk- und Zoomkameras. Ich hatte mal eine in einem Meetingraum voll mit Schlipsies. Die guckten alle so komisch als ich mit der Kamera rumwedelte :D

Das Forschungslabor war auch klasse! Der Zoom reichte so weit, dass man die Akten auf den Tischen lesen konnte und da war auch noch ein schönes Whiteboard im Schwenkbereich.

Gruß
Elmar