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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mikrofon für altes Telefon



Dietmar
06.04.2007, 14:58
Hallo,

ich besitze ein altes Wählscheibentelefon von Siemens und Halske, bei dem der Zahn der Zeit an der Sprachqualität genagt hat... Zumindest meinen das meine Gesprächspartner ;) Das Problem ist sicherlich die Mikrofonkapsel.

Mein Telefon müsste genau dieses sein:
http://cgi.ebay.de/ALTES-TELEFON-SIEMENS-HALSKE-Fgtist-282-T_W0QQitemZ170097031228QQcategoryZ19347QQrdZ1QQcmd ZViewItem
wobei ich mit dem Ebay-Eintrag nichts zu tun habe.

Die Mikrofonkapsel ist ein kegelförmiges Teil, ich möchte sie gern tauschen. Weiß jemand, was man dafür als Ersatz nehmen kann? Vielleicht ein Kristallmikrofon?

Gruß
dietmar

m2theK
06.04.2007, 16:29
ich habe mal so ein altes Telefon früher aus jucks zerlegt der hörer dürfte noch vorhanden sein.
Das ich glaube das Telefon hatte nie ein deratriges problem. So weit ich mich erineren kann.
Wenn du willst kann ich ihn dir für die Versandkosten(Wahrensendung) mal zuschicken.

Holger
06.04.2007, 18:12
In solchen Telefonen waren Kohlemikrofone eingebaut, das ist die kegelförmige Kapsel. Eigentlich kann daran nichts verschleißen, der Fehler wegen Sprachqualität müsste woanders zu suchen sein. Eventuell mal alle Kontakte im Handapparat säubern, auch die der Hörmuschel!

Winne
06.04.2007, 18:40
ad 1 war die Übertragungsqualität der "Kohlemikrofone" nie besonders gut , höchstens berauschend.

ad 2 haben sie doch Alterungserscheinungen besonders wenn sie des längeren nicht benutzt werden.Dabei backen die Kohlekörnchen zusammen, was die Dynymik der Kapsel noch schwächer werden läst...

Manche konnte man vorsichtig öffnen und das ganze mal auflockern....
ältere Modelle hatten auch als Membran eine Graphitplatte diese neigte zum brechen. Gelegentlich bröselte dann Kohlegrieß herraus ...

Dietmar
06.04.2007, 19:19
Ok, also ein Kohlemikrofon.
Ich werde es auf jeden fall mal mit einer Ersatzschaltung versuchen:
http://home.magnet.ch/~sheimers/telemic.html
Ich frage mich nur, ob ein Elektret-Mikrofon mit 2 oder mit 3 Anschlüssen verwendet werden soll, mal sehen was sich im Keller so finden lässt. Was die LED wohl in der Schaltung zu suchen hat?

Holger
06.04.2007, 19:19
Meine ersten Schritte mit der Elektronik waren ein Selbstbau eines Kohlemikrofon. Dazu habe ich alte Batterien ausgeschlachtet, die Kohlestäbe gemahlen (natürlich in Mutters Kaffemühle:D) und in ner leeren Streichholzschachtel rein, Alufolie drüber. Hat aber nie so richtig zufriedenstellend funktioniert. Aber die Sauerei war schön groß!

Winne
06.04.2007, 19:30
Ok, also ein Kohlemikrofon.
Ich werde es auf jeden fall mal mit einer Ersatzschaltung versuchen:
http://home.magnet.ch/~sheimers/telemic.html
Ich frage mich nur, ob ein Elektret-Mikrofon mit 2 oder mit 3 Anschlüssen verwendet werden soll, mal sehen was sich im Keller so finden lässt. Was die LED wohl in der Schaltung zu suchen hat?

diese schaltung ist für einens mit 3 anschlüssen

Bruder_M
06.04.2007, 19:30
Moin,

ich schlage erst mal vor, den Hörer paar mal auf den Tisch zu klopfen, meistens lockern sich die Kohlekörner dann wieder.

Beste Ostergrüße, Marek

Dietmar
06.04.2007, 19:37
Vielen Dank Euch.
Wenns mit dem Klopfen nicht klappt, gibt's hier noch einen Rettungsversuch:
http://formica.nusseis.de/TelephonMic/
Gruß
Dietmar

Anatec
06.04.2007, 21:06
Dietmar schrieb:
Was die LED wohl in der Schaltung zu suchen hat?Die Funktion des Kohlemikrofons wurde ja erklärt. Solch ein Mikrofon ist also ein "Zweipol" der die NF direkt auf die Versorgungsspannung aufmoduliert. Die Elektretkapsel brauch im Gegensatz dazu eine eigenständige Versorgungsspannung. Diese wird durch die als Zenerdiode arbeitende LED bereitgestellt. Etwa 2V, je nach Diodentyp. Es gingen auch drei Si- Dioden in Reihe, aber eine LED ist einfacher.
Ansich ist die Schaltung
http://home.magnet.ch/~sheimers/telemic.html
recht gut durchdacht, bis auf das sie als "Gesamtzweipol" recht hochohmig ausgelegt ist. Das kann zu Problemen mit der Mithörunterdrückung in einem alten Telefon führen. Sollte man sich selber zu laut mithören, müßte man dem Modul noch einen Widerstand von einigen hundert Ohm parallel schalten. Dies gilt wie geschrieben für alte Telefone, die dieses Problem mittels eines bifilaren NF Übertragers lösten. Bei moderenen Geräten funktioniert das "elektronisch".

73 Gerd H

Dietmar
07.04.2007, 11:29
Guten Morgen!

Ich bin gerade dabei, die Schaltung
http://home.magnet.ch/~sheimers/telemic.html (http://home.magnet.ch/%7Esheimers/telemic.html)
aufzubauen. Mein Mikrofon hat 3 Anschlüsse (rot, weiß, Gehäuse). Ich bin mir aber nicht sicher, wie ich es anschließen soll.

Ich würde sagen:
- Mikrofongehäuse an die Katode der LED
- weißen Draht an den 3µ3-Kondensator
- roten Draht an die Anode der LED

Stimmt das?
Gruß
Dietmar

edgar
07.04.2007, 22:15
wuerde ich auch so anschliessen