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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zähler als TTL-Massengrab



Tippfix
06.07.2007, 00:33
Hi @alle

ich habe mich mal wieder in ein Projekt festgebissen. Will mir einen 8-stelligen Zähler als CMOS (bzwTTL) Massengrab bauen. Meine 6000 DDR-Ics müssen ja auch mal alle werden...
Vorrangig kommen 4029, 40511 und 20mm LEAs zum Einsatz.
Ein realisierter Prototyp mit 27 ICs läuft so halbwegs.

Nun treten mir Zweifel auf, was die erreichbare Genauigkeit betrifft. Eingesetzt habe ich einen Quarzoszillator 8Mhz welcher $:1 auf 1MHz runtergeteilt wird und der 1Megatakt dann durch eine V4029- Teilerkette wandert, bis nur noch 1Hz übrigbleibt.
Angegeben ist der Oszillator mit einer Abweichung von 100ppm bedeutet das, das er auf 1Mhz 100Hz Toleranz hat? Verkleinert sich die Toleranz mit fortlaufendem Teilerfaktor der Zeitbasisfrequenz? Normale Quarze haben auch 100ppm..

Oder muß ich hier doch besser einen 1MhZ Quarz einsetzen und diesen mit einen Ziehkondi hinbiegen?

Und was ist die maximale verarbeitbare Frequenz eines V4029 (CD4029) da widersprechen sich Angaben gewaltig, das reicht von 3MHz bis 50 MHz?
Hier würden maximal 20 Mhz (nach Vorteiler) bei mir anliegen. Schaffen die das? Habe momentan als erstes IC ein DL192 drin der ist nicht so optimal.

Muß sowieso noch ein Redesign machen, will noch einen Zwischenspeicher nachrüsten, daher wäre es ganz nett, wenn ich da etwas Aufklärung bekommen würde, damit ich nicht dann noch ne dritte Platine machen müsste.

Mesen soll das Ding mit einen ECL-Vorteiler (K500IE137) bis etwa = > 150 Mhz. Bilder der einseitigen Platine auf wunsch demnächst.

Gruß
Tippfix

guidob
06.07.2007, 01:01
Hallo Tippfix,

die Toleranz des Quarzes verbessert sich durch Runterteilen nicht, bleibt also
so wie du vermutest. Wenn du richtig IC's verballern willst, besorge dir lieber
einen guten TCXO, gibt es billig mit krummen Frequenzen aus der alten
Handyfertigung.

Die maximale Frequenz der CMOS hängt auch von der Betriebsspannung ab, daher die Spanne. Aber 20 oder 30 MHz halte ich damit für unrealistisch, da
sollten es schon HC-TTL sein. Falls du in deinen Vorräten noch F-TTL findest,
die gehen bis knapp 120 MHz, hintendran können es dann ja die langsameren
übernehmen.

Gruß

guidob

Peter Dannegger
06.07.2007, 08:25
Ja, die 4000-er sind schnarchlam, max 1..3MHz, mehr ist bei 5V nicht drin.

Mit LS oder HC/HCT kommst Du schon weiter (20..60MHz) und mit F oder AC/ACT kommst Du auf über 120MHz.

ECL würde ich nicht einsetzen, die muß man ja aus dem Museum klauen. Wenn überhaupt, dann kriegt man sie nur noch zu Mondpreisen.


Peter

Tippfix
10.07.2007, 17:52
habe die überarbeitete Platine fertig und nichts geht. Die vorherige variante mit V4029 / V40511 ( entspricht CD4029 / CD 4511) hat dagegen Problemlos funktioniert, aber was soll es nützen, wenn der maximale Zähltakt 3 Mega ist?
Die neue Variante ist im Aufbau identisch, nur das das Zählerteil mit D192 und die Decodierung mit V40511 erfolgt. Torschaltung und F-Teiler arbeiten einwandfrei.

Problem:
an den Datenausgängen des D192 ( ^ 74192) erscheint absolut nichts, demzufolge zeigt das Ding nur Null an. Komischerweise funktionierte die Sache in der Simulation, nur real will es nicht.

habe folgende Verdrahtung vorgenommen.

D192
Dateneingänge A..D (15,1,10,9), Zählen-Rückwärts (4) auf Masse
Ladeeingang (11) über 1 K an +5V
Reset (14) bekommt von der Torschaltung einen High- Impuls, wie es sich gehört. Keine Rs an Masse oder +5V.
Zählen-Vor (5) vom 74ALS 00 als Torschalter. OK.
Übertrag vor (12) ist klar, hier erscheint auch nichts auf dem Oszillo. Ist konstant H.

Datenausgänge des 192 sind mit dateneingänge des V40511 korrekt verbunden, desweiteren liegen LT und BI (3,4) des Decoders über 1K auf 5V und der Le/STB-Pin (5) geht auf GND.

Wo habe ich hier den Drehwurm drin? sitze schon fast 2 Tage an der Platte. Eventuell hat jemand für mich mal einen Schaltplan mit dieser Kombination 192/40511.

Oder funktioniert es nicht weil TTL Und CMOs?? Ich hau den Mist bald in die Ecke. Leiterplatte ist auch fehlerfrei.

Ics habe ich eine ganze handvoll durchgetestet, alles dasselbe.Stecke ich einen D192 drauf, steht die Anzeige permanent auf Null, ohne ICs wird nur Müll angezeigt (ist klar, wegen offener 40511-Eingänge.

Gruß
Tippfix

Habe das Ding noch mit drangehängt.

guidob
10.07.2007, 19:55
Hallo Tippfix,

nach meinen alten Unterlagen muß der nicht benutzte Zähleingang des 192
auf High liegen (bei dir Pin4, CountDown).

guidob

Gerd K.
11.07.2007, 00:16
das ist genau der Punkt! Sobald beim Zählen clock up (Pin 5) oder clock down (Pin 4) der jeweils andere Pin nicht auf H liegt, wird entweder gelöscht oder geladen (aber nicht gezählt).

(haste auch jedem Zähler einen 100 nF spendiert? Man sieht gar nix auf deiner Platine)

Grüße,
Gerd K.

Tippfix
11.07.2007, 00:48
Hi Gerd K und Guido


habe soeben pin 4 hochgebogen und nen 1K Widerstand gegen +5V gebastelt. geht nicht. Werde wohl doch noch ein Redesign machen und meine bewährte variante mit den schwachen 4029 einsetzen. das hat wenigstens funktioniert.
Muß dann eben noch einen 10:1 externen "Vorteiler" einsetzen, das wäre doch schnuppe ob der einlaufende zu messende takt an der Zählkette oder eben über einen Vorteiler geteilt wird. Etwa so ,150 Mhz (ECL IE137, erprobt, funktioniert) , auf 15 NMhz und weiter 10;1 auf 1,5 MHz für den Zähler. das macht doch auch Sinn oder?

Blödsinnigerweise habe ich ca 500 stück 4029 und etwa 200 40511 aber nur 20mm LEAs mit gemeinsamer Anode (90 Stück) Die 147 er glänzen durch Abwesenheit, deshalb mein Bemühen, die Kombination 192/ 40511. die 146 sind ja etwas daneben mit dem preis. LEAS mit gemeinsamer Katode sind im Endeffekt billiger im Kauf (51 Cent /Stück).

Hättet ihr eventuell noch ein erprobtes Schematic als Denkhilfe oder als Muster zum in-Kupfer-legen?

Gruß
Tippfix

Nachtrag: 100 Nanos habe ich nicht dranhängen, stattdessen in der Leitungsführung 2x 220µ, was früher auch viel gemacht wurde.

Gerd K.
11.07.2007, 03:05
@Tippfix

Also zumindest ein 74LS193 (Binärzähler; hab noch ein paar rumliegen) allein funktioniert wunderbar. Habs gerade mal gesteckt und von Hand getaktet (springt natürlich gerne mal weiter ;)), auf dem Bild mit dem gelben Kabel immer +5V angetippt. (oberen 2 Leds leuchten, leider kaum zu sehen, da nur mir ca. 5 mA versorgt). Bei 15 (alle LEDs an geht Pin 12 auf low - Übertrag.

Schau nochmal genau deine Schaltung nach, wahrscheinlich hast du irgendwie einen Dauer-Reset eingebaut ;)

Grüße,
Gerd K.

neuling
11.07.2007, 03:42
Gerd: wo gibts'n diese schönen Steckwiderstände und LEDs?

Noch nie gesehen, schauen interessant aus!

(Habenwill-Effekt)

heli
11.07.2007, 07:12
Ladeeingang 5V
Takt Rueck 5V(pin 5)
Reset GND
Takt pin 4
A.B.C.D egal
mfg.

guidob
11.07.2007, 12:24
Hallo Tippfix,

hier mal mein letztes Werk in dieser Richtung.

guidob

Edit: Bis 120 MHz getestet.

Winnie
11.07.2007, 14:39
Gerd: wo gibts'n diese schönen Steckwiderstände und LEDs?

Noch nie gesehen, schauen interessant aus!

(Habenwill-Effekt)

Ich denke mal die hat er selbst gemacht. Suuuper Idee und zum Nachmachen geeignet.

Gruß Winnie

Tippfix
11.07.2007, 16:23
@ alle Helfer

danke für die sachdienlichen Hinweise. Die Idee mit dem Steckbrett hat letztendlich licht ins Dunkel gebracht. Hab da auf meinem Stecki einen DL193 nach oben genannten Tips verschaltet und die Verbindungen von und zu den Sockeln auf der Platine realisiert. Leider habe ich keine passenden HC-Chipse.
Ergebnis:
Eim TTL-D192 arbeitet nicht mit einen V40511 direkt zusammen, wieso eigentlich, es erscheint immer Null. Dagegen funzt ein DL193 (^ 74HC193) tadellos. Auch die Teilerkette mit den 4029 läuft 1A, nur hat das Tor irgendwie einen Knack weg, also doch noch redesign mit einer anderen Torschaltung.

Habe heute bei kessler eine handvoll 74HC192 geordert, damit sollte die Sache endlich laufen. (Rund 35 C /Stück).

Mal sehen was wird.

Falls dann Interesse an den Platinen besteht....

@ Gerd K

keine 4000er Cmos mehr oder DL-Typen? ich kann Dir ein ganzes Sortiment zukommen lassen. auch E193 / DL193 en Masse. Auch OPVs oder die Standard-TTLs wie D100 usw habe ich noch etliche Stangen.

Werde sowieso irgendwann diese Ics bei Ebay verhökern, oder hier falls jemand haben will. Ich ärger mich damit nicht mehr rum.

Gruß
Tippfix

Gerd K.
11.07.2007, 17:59
@neuling

Winnie hat es erkannt, kann man sich leicht selbst machen. Ist nur ein wenig Fummelei (besonders das Sägen). Idee kam auf, weil ich für Schaltungen in SMD auch SMD Bauteile im Probeaufbau verwenden wollte (SMD Probe löten geht, auch ist aber Aufwand). Wenn TQFP oder feines Zeugs schon Stecksockel (für die Steckbretter) erfordern, warum nicht auch Standard-Bauteile?! Man muss halt ein paar Leersockel bereithalten, um bei Bedarf einfach schnell ein 1206 oder 0805 drauflöten zu können. Vor allem wackelt es nicht so herum, wie bedrahtete Bauteile. Die Stiftleisten sitzen rel. fest (Conrad Steckbrett). Man kann nur nicht zuviel Pins ein einer Reihe anordnen, die Kraft wird sonst zu groß, um so einen Adapter wieder heraus zu bekommen (da könnte man aber auch mit einzelnen Flachband-Steckbrücken was machen, um z.B. einen 68 Pinner auf das Steckbrett zu bekommen, oder man macht sich kleine Schaltungsgruppen, deren Funktion nicht in Frage gestellt ist; man muss halt alle Leitungen möglichst kurz halten wegen Störsicherheit).

@Tippfix
Die Zähler sind empfindlich, sogar meine lahmen LS konnte ich durch Scanner einstecken oder Lichtschalter einschalten resetten. Die Störimpulse kamen übrigens nicht über das Stromnetz, sondern über meine langen Anschlussleitungen zum Netzteil (wirken wie Antennen; typische 4 mm Laborstrippen > 1 m lang). Erst als ich das Steckbrett mit kurzen Kabeln (20 cm) versorgt hatte, blieb die Anzeige des Zählers nahezu stabil beim Schalten von Elektrogeräten. Würde dir daher dringend raten, JEDEM Zähler einen 100nF Kondi zu spendieren. Zähler dieser Art würde ich aber mittlerweile lieber mittels µC realisieren, aber warum nicht auch etwas experimentieren mit den alten ICs. Wenn ich mal was brauche melde ich mich ;)

(anbei Bildchen mit Adapter-Gedöns)

Anatec
11.07.2007, 21:15
Hi Tippfix,
an einen DDR DL192 gehört eigentlich stielecht ein D345 - 48. ;) Allerdings arbeitet ein V40511 sehr wohl auch mit ihm zusammen. Folgender Ablauf >
- Zählkette starten
- nach entsprechender Torzeit Zählkette stoppen
- die Latches der Decoder laden
- Latches sperren
- Zähler löschen
- los geht's neu
somit steht auch für den gesamten Ablauf die Anzeige ruhig. Der Karl Marx Städter G2001.500 arbeitet auch so, nur das der noch einen Haufen Primborium in der Torsteuerung stecken hat. Der schafft immerhin 100 MHz. Sein Quarz steckt in nem kalten Thermostat.

Daumen drück
Gerd H

heli
12.07.2007, 07:03
Da müssen wahrscheinlich 4 Pull Up widerstaende,zb 10k an die Ausgänge des
D192.TTL-Ausgänge sind für Stromaufnahme nach masse optimiert,der H-pegel
lieg so bei >2,4V. und das erkennt der V40511 noch als L.

Tippfix
12.07.2007, 10:17
Hi Heli

genau das war die Ursache, warum ein D192 einen V40511 nicht korrekt ansteuert. 4x 4K7 Pullups dran und es funktioniert bestens. Soeben auf dem Steckbrett nachvollzogen.

Ist das bei einer Mischbauweise TTL auf Cmos immer notwendig, bei Übergang auf CMos den Pegel mit Pullups anzuheben? Und wie siehts umgekehrt aus?

Gruß
Tippfix

heli
12.07.2007, 11:15
1 cmos kann ,glaube ich 1 ttl treiben; oder wars ein lsttl ?
http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/digital/digital.html

Anatec
12.07.2007, 12:01
Ist das bei einer Mischbauweise TTL auf Cmos immer notwendig, bei Übergang auf CMos den Pegel mit Pullups anzuheben? Und wie siehts umgekehrt aus? Normal ist es nicht unbedingt, aber möglich und zulässig. Ansich haben die DDR LS's Gegentaktendstufen. Deren Ua sinkt mit zunehmender Last. Ein CMOS ist nun gerade nicht die Maximallast. Sind die LS getypte Serie? Den Umkehrschluß kann man auch den Daten entnehmen.
>www.ha-electronic.de/V4000.jpg<
>www.ha-electronic.de/TTL.jpg<

habe gerade nochmal nachgelesen, was wird denn nun benutzt D192 oder DL192 ? Da gibt's gewaltige Unterschiede.

73 Gerd H

Tippfix
12.07.2007, 13:05
Hi Gerd H


ich habe noch etwa 30 Stück D192 die ich erst mal verbauen will. Nachfolgende Zählerbaugruppen bekommen dann die inzwischen georderten 74HC192.
Um beide IC-Varianten einsetzen zu können, füge ich einfach ein optional zu bestückendes R-Netzwerk zwischen Zähler und V40511. So kann ich bis zur Lieferung der HC192 schon die Platinen fertigen und bestücken.
Sicherheitshalber werde ich ebenfalls optional an allen Übergängen 4000er CMos und TTL noch Pullups vorsehen. Ausnahme LS oder HC Typen.

Die neue Torschaltung (2x DL090, D110, D172 und einen ALS00 funktioniert auf dem PC wunderbar, mal sehen ob das wieder in der Realität ein Problemkind wird.

Wo bekommt man übrigens tastensätze 8x abhängig her, die Apotheke C hat nur 6x abhängig und keine Knöppe dazu. Übrigens, wollten die für eine 20mm Siebensegment LEA 2,35 abzocken, ein Oszillator kostet über 5 Euronen. Hab abgewunken...

Eventuell werde ich die Umschaltung elektronisch über gatter realisieren. gibt es da vsl.Koppelprobleme? Dachte an ein Programmiertes GAL und die Ausgänge dann über Mini-Reeds oder ALS 00......


@ Gerd K

Platine ist überarbeitet, hat alles 100 Nanos bekommen, plus 2 größere Stützelkos und einen 4700er an der Stromzuführung (ist im Bild schon drauf, die beiden Stützis auch)

Gruß
Tippfix

Anatec
12.07.2007, 13:52
Hi Tippfix,
oje, ich habe auch was für Nostalgie übrig, aber D192 würde ich beim besten Willen nicht mehr verbauen. Da wird der Netzrafo größer wie der ganze Zähler und du mußt noch nen Prozessorlüfter anbauen. Die D100 sind wahre Stromfresser und ihre "schnelleren" 200er Brüderchen genau so. Abgesehen, sie sind langsam. DL's sind da ein ganzes Stück schneller, bei einem Zehntel Stromverbrauch. Also bei sechs Stellen, wenn dir mal kalt in der Werstatt wird, wirfst du deinen Zähler an. LOL D192 bei "vollem Speed" kochen kanz toll.
Bei Farnell bekommst du grüne 20mm 7seg. LED schon ab 1,30€ ohne MS. Schau halt mal bei denen vorbei.

73 Gerd H

elmar
12.07.2007, 18:05
Hi,

die ungenauigkeit teilt sich mit herunter, das ist der Sinn bei Quarzbetriebenen Uhren. Macht der Quarz 8 Impulse zu viel oder zu wenig, so ist das nach :8 Teilen nur noch ein Impuls. Die genauigkeit des 8MHz Quarzes sollte also sehr gut sein. Uhrenquarze arbeiten zwar etwas genauer, haben aber nur 32,irgendwas kHz, damit man dir nur ein paar mal durch 2 teilen muß. DIese gehen dann nur eine halbe Sekunde pro Jahr falsch.

Wirklich genauer ist ein Uhrenquarz nicht, aber der ist besser Temperaturkompensiert. Ein 12MHz Quarz am µC kann bis zu 3 Minuten pro Halbjahr (zwischen den MEZ/MESZ umstellungen) falsch gehen wenn der übermässig Wärme aus der Schaltung bzw. Umgebung ausgesetzt ist.

Gruß
Elmar

Gerd K.
12.07.2007, 18:16
Hi,

hmm .. ich glaube die Genauigkeit vom Quarz ist bei Tippfix' Schaltung momentan eher sekundär. Viel eher ist der Schaltungsaufwand, Geschwindigkeit, Stromverbrauch, Störsicherheit etc. ein Problem.

Grüße,
Gerd K.

elmar
12.07.2007, 18:33
Hi,

32kHz Uhrenquarz benutzen. Ist schön langsam, wenig Aufwand zum teilen (2.b. 16x JK-MS-FF) und relativ genau. Dazu einfach eine €2 Zwiebel im Supermarkt kaufen (derzeit in vielen Supermärkten verfügbar, teilweise auch in den 1€ SHops zum halben Preis)

Gruß
Elmar

Gerd K.
12.07.2007, 19:08
Hi,
32kHz Uhrenquarz benutzen ..
Gruß
Elmar

Die Teile haben doch 32768 Hz, da kommst du dann auf eine krumme Torzeit?! (1,024 s)

Gruß,
Gerd K.

Tippfix
12.07.2007, 20:01
stimmt, die Schaltung ist mit 29 ICs nicht mehr im Sparmodus zu realisieren. Nur habe ich eine Abneigung gegen Zähler, welche aus einen MC und einer LCD bestehen. Sowas lässt mich immer auflachen. Nicht umsonst werden richtige Messgeräte eben mit unmengen an bauteilen hergestellt.

Habe zb im Inet einen 200MHz Zähler mit nur einen CPDL gesehen, mehr nicht, keine Bedienmöglichkeiten oder sonstige Schalterchen zum rumspielen. Wenn ich es einfach haben wollte, hätte ich den von Sprut oder diesen CPDL-Zähler gebaut. Aber was macht man, wenn bergeweise Bauteile und Platinenmaterial vorhanden sind ? Richtig, man baut ein Zähler als IC-Grab.

Werde nur eine Platine mit den D192 testweise bestücken, die anderen bekommen dann HC-Typen. Momentan teste ich die Möglichkeit der elektronischen tastatur anstelle eines tastensatzes.

die Genauigkeit des 8Mhz-Quarzes mit einer dranhängenden 7stufigen Teilerkette 1MHz bis auf 1Hz dürfte doch nicht so abweichen, für halbwegs genaue messungen reicht es sicher. Für mich jedenfalls.
Hatte eben nur 8Megaquarze da, hätte ich einen 10er genommen, wären 2 Ics weggefallen und die genauigkeit wäre auch nicht anders gewesen.


Übrigens sind nur die 8x D192 als Stromfresser drauf, der Rest ist in Cmos bzw als TTL-LS Typen, ausnahme ein ALS 00 als Torschalter. Stromaufnahme liegt bei etwa 750mA. incl leuchtender 20mm LEAs.
ich bekomme 20mm LEAs für 53 Cent. bei fundgrube.de.

Gruß
Tippfix

Anatec
12.07.2007, 22:17
Hallo Tippfix
Nimmst du einen V4028. Vor den setzt du einen V4029. Versiehst das Ganze mit zwei Tasten "auf ab" und schon hast du einen 10 stufigen Schalter. Wo das Ding steht, kannst du ja anhand der Kommaumschaltung am Zähler erkennen.
An das Tor legt man die entsprechende Zeitbasis zB. 10s, 1s, 1/10s, usw.
In der Regel benutzt man in Zählern 1MHz Quarze. Die werden für Meßzwecke mit hoher Genauigkeit hergestellt. Die Teilerkette liefert dann eh alle benötigten Zeitbasen gleichzeitig. Braucht man also nur entsprechende NAND oder AND Gatter, die die jeweils erforderliche Zeit zum Tor durchschaltet.

73 Gerd H

elmar
13.07.2007, 14:26
Hi,

wieso krumme Torzeit? Einfach immer binär durch zwei Teilen (z.B. JK-MS-FF mit J & K auf +)


<table x:str="" style="border-collapse: collapse; width: 120pt;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="160"><col style="width: 60pt;" span="2" width="80"> <tbody><tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt; width: 60pt;" x:num="" align="right" height="17" width="80">32768</td> <td style="width: 60pt;" width="80">Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A1/2" align="right" height="17">16384</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A2/2" align="right" height="17">8192</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A3/2" align="right" height="17">4096</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A4/2" align="right" height="17">2048</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A5/2" align="right" height="17">1024</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A6/2" align="right" height="17">512</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A7/2" align="right" height="17">256</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A8/2" align="right" height="17">128</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A9/2" align="right" height="17">64</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A10/2" align="right" height="17">32</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A11/2" align="right" height="17">16</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A12/2" align="right" height="17">8</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A13/2" align="right" height="17">4</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A14/2" align="right" height="17">2</td> <td>Hz</td> </tr> <tr style="height: 12.75pt;" height="17"> <td style="height: 12.75pt;" x:num="" x:fmla="=A15/2" align="right" height="17">1</td> <td>Hz</td> </tr> </tbody></table>

Gruß
Elmar

Tippfix
13.07.2007, 14:41
ja, das funktioniert mit einen 7474 gut. habe es auf meiner Platine so gemacht, 8 Megaherzen durch 1 1/2 7474 gejodelt und am ende kommen genau 1,0000 MHz als Grundlage für die teilerkette raus.

Bei Elmars Schaltungsprojekt werden auch nur 8x 7474 benötigt, ist dasselbe wie 7 oder 8 V4029..
Oder man nimmt einen 16: 1 Teiler, etwa 2x HC192 als aufwärtszähler und beim 2.IC eine Rückführung bei Zählerstand 5. Oder noch besser gleich eine HC193...

Nachteil ist aber bei diesen Uhrenquartzteilerfrequenzen, das die so dringend benötigten anderen Frequenzen fehlen, zb 10K, 1000Hz, 100Hz, 10 Hz usw.

Gruß
Tippfix

Gerd K.
13.07.2007, 17:51
@Elmar

hast natürlich recht (hatte irrtümlicherweise an dezimale Teilung gedacht), aber dennoch bleibt der von Tippfix' geschilderte Nachteil.

Gruß,
Gerd K.

Tippfix
16.07.2007, 19:04
Hi @ alle

die Platine ist im Grundausbau erst mal real funktionsfähig. Probleme gibts noch genau 2.

1. Hatte ich eine Torschaltung aus 2x DL090 und einen 172 verbaut. diese funktioniert zwar, aber bedingt durch das Schaltungsprinzip verlängert diese die Torzeit um den faktor 10 bzw 100. Also nicht das gelbe vom Ei. Außerden flimmert die Anzeige heftig.

Nach intensiver Wühlarbeit bin ich noch in einem alten Electronica heft fündig geworden ( band 192 Elektronische Zähler Teil 2) darin ist eine Schaltung bestehend aus 3ICs , 4013,4528, 4011 bechrieben (S, 96)
Hier habe ich ein massives Problem mit dem 4528 bzw 4538 welcher takt bekommt aber auf den Ausgängen nichts Impulsförmiges rausgibt. Über den 4528 habe ich keinerlei datenmaterial, wie müsste ich den verschalten, das der erste Monoflop vom 4013 gestartet wird und dieser dann den 2. Mono ansteuert und somit ein Speicherübernahmeimpuls rauswirft. Die veröffentlichte Schaltung klappt weder in der Simulation noch real.

2. und hoffentlich letztes Problem

Diverse Experimente, zwischen Zähler und Decoder noch einen Speicher einfügen, schlugen bis jetzt fehl. 192, 195 funktionieren nicht, der 175 funktioniert, aber beim Umschalten auf Speichern erscheinen in allen Ziffernstellen kurz Achten, dann wird der Wert angezeigt. Bei schnellen Speichervorgängen sind eben diese Achten zu sehen.

Gibt es eine einfache brauchbare Torschaltung und welcher IC eignet sich bestens als Zwischenspeicher? Schaltung wie?

Früher gabs dazu fachzeitschriften und Bücher, heute werden solche simplen Informationen als Staatsgeheimnis eingestuft. Beweis: Versucht mal über Google eine brauchbare Info zu meine Fragen zu finden.. Ausser werbung und Spesen, nix gewesen.

Noch das Bild der fertigen und noch verbesserungswürdigen Platine während der Prüfung bei der Inbetriebnahme (Bestückung).

Gruß
Tippfix

guidob
16.07.2007, 21:14
Hallo Tippfix,

schau dir mal meine Schaltung weiter oben an. Die Torzeitschaltung funktioniert
und hat eine gemessene Verzögerung von 55 ns. Bis 20 MHz also voll o.k., wäre
mit LS-TTL vermutlich nur wenig schlechter. An diesem Punkt auf keinen Fall
Standard-CMOS verwenden, Verzögerungen im µs-Bereich machen einfach
keinen Sinn. Du mußt die Teilverhältnisse natürlich auf deinen Takt umstellen,
den 16-Bit-Teiler kannst du ja durch 4 kaskadierte 4-Bit-Teiler ersetzen. Der Gag
meiner Torzeitsch. ist, daß die Zählerkaskade nach Ablauf der Torzeit komplett
gestoppt wird. Dies ist beim 192/193 so nicht möglich, da diesen der Enable-Eingang
fehlt. Da musst du halt vor dem Clock-Eingang noch ein UND-Gatter opfern. Am
Ausgang liegen nur noch unkritische Signale an, bei mir folgt ja ein 51er µC.
Der folgende Messvorgang wird mit dem CLR-Signal gestartet.

Als Zwischenspeicher sollte der 175 auf alle Fälle gehen, die 192er sollten
eigentlich auch gehen, da müssen beim Load nach meinen Unterlagen beide
Count-Eingänge high sein (ist aber in meiner Beschreibung nicht eindeutig!).
Die 8-ter kommen wohl von den Display-Treibern da der 175 flankengetriggert ist.
Das kann man nicht sehen. Könnten Pegelprobleme sein, würde ich erst mal so
lassen, bis der Rest funktioniert.

Gruß

guidob

edgar
16.07.2007, 22:16
Hallo Tippfix

http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/C/D/4/5/CD4528.shtml

reicht dieses datenblatt nicht?
In der ''Wahrheitstabelle'' steht alles drin wie und was laeuft

Bist du dabei die frueheren Elektronikgenerationen nachzuempfinden....war schon etwas
muehsam mit den vielen ICs in Kaskade...

Hoffentlich hast du einen Oszi....der macht alles kinderleicht :D

guidob
16.07.2007, 23:27
@ Edgar: Es ist aber auch nicht ganz blödsinnig, so wie Tippfix, vorhandene
Chipvorräte für ein (vermeintlich) einfaches Projekt zu verballern, da es mit
den 51ern prinzipiell nicht genau geht: da bei diesen die Takteingänge T0 und
T1 nicht wirklich flankengetriggert sind, sondern vom µKernel abgetastet werden,
resultiert eine Latenz von +- 1 Zykluszeit, bei Standardtakt von 12 MHz also
+- 1 µs. Damit kann man natürlich keinen zuverläsigen Frequenzzähler bauen,
außer man umgeht das Problem.

Mit den verfügbaren LSI-Bauteilen geht es natürlich einfach, ist was für
Weicheier :D , wie ELV und Co.

Gruß

guidob

heli
16.07.2007, 23:32
Du könntest ja decoder mit speicher verwenden, (4543)aber du willst ja ein Massengrab...
Dein zähler erinnert immer mehr an den Zähler vom Funkwerk Erfurt.
Schaltplan kannste auf Raupenhaus.de --> DDR , RFT Zähler G-2001.500
runterladen.Dort werden auch d192,
russiche 7475 als zwischenspeicher und d147 als decoder verwendet.
der erste 192 ist durch zwei 74S74 und 74S00 ersetzt wurden um auf
>50 Mhz zu kommen.
Wenndas timing eingehalten wird , düfteten keine achten auftreten.
Reset - tor auf - tor zu -zwischenspeicern - Reset .......
Die D175 sind so lange offen wie der impuls anliegt, also NICHT Flanken getrigget.
Habe selber vor 25 Jahren mal so was gebaut.

Peter Dannegger
16.07.2007, 23:42
...da es mit
den 51ern prinzipiell nicht genau geht: da bei diesen die Takteingänge T0 und
T1 nicht wirklich flankengetriggert sind, sondern vom µKernel abgetastet werden,
resultiert eine Latenz von +- 1 Zykluszeit, bei Standardtakt von 12 MHz also
+- 1 µs. Damit kann man natürlich keinen zuverläsigen Frequenzzähler bauen


Ups, da muß ich wohl was falsch gemacht haben, mein AT89C2051 Frequenzmesser ist nämlich zuverlässig.

Was die niedrige Abtastfrequenz reduziert, ist nur die Anzahl der Stellen.

D.h. bei 1s Meßzeit kann man nur 6 Stellen anzeigen, was in der Regel ausreicht.

Daführ kann man aber auch bei 1Hz immer noch 6 Stellen anzeigen, indem man die Periodendauer in die Frequenz umrechnet. Ohne MC ist sowas sehr aufwendig.


Auf die Zuverlässigkeit hat nur Einfluß, wenn man Fehler in der Software macht (richtige Auswertung der Überlaufinterrupts, richtiges Lesen der Timer on the fly).


Peter

guidob
17.07.2007, 00:08
Zugegeben,



Daführ kann man aber auch bei 1Hz immer noch 6 Stellen anzeigen, indem man die Periodendauer in die Frequenz umrechnet. Ohne MC ist sowas sehr aufwendig.
Peter

aber wen interessiert 1 Hz auf 6 Stellen genau (Uhrmacher)?
Ich rede von 120 MHz auf 8 Stellen genau.

guidob

Peter Dannegger
17.07.2007, 00:27
Ich rede von 120 MHz auf 8 Stellen genau.


Da würde mich mal interessieren, wie aufwendig Deine Zeitbasis aufgebaut ist.

Mit nem üblichen Quarz (-oszillator) erreichst Du jedenfalls keine Genauigkeit von 8 Stellen.



Peter

guidob
17.07.2007, 00:28
ohh man, ich kapituliere,



Die D175 sind so lange offen wie der impuls anliegt, also NICHT Flanken getrigget.


wenn der DDR-Schrott noch nicht mal TTL-konform ist (D175 ist nicht 74175)
dann bist du auf dich allein gestellt. Da findest du wohl (außer Heli) keine
Hilfe mehr.

guidob

guidob
17.07.2007, 00:30
Da würde mich mal interessieren, wie aufwendig Deine Zeitbasis aufgebaut ist.

Mit nem üblichen Quarz (-oszillator) erreichst Du jedenfalls keine Genauigkeit von 8 Stellen.



Peter

Kein Problem, siehe oben. :) TCXO, kalibriert.

Gruß

guidob

Tippfix
17.07.2007, 00:46
@ guidob

ich hab mir dein Schaltplan angesehen, irgendwie werde ich nicht schlau draus.
Was ich will. nähmlich meine aus 3 IC s bestehende Torschaltung zum Laufen zu kriegen. oder eben eine andere Variante, welches Rücksetz und Speichersignal ausgibt. Probiere gerade mit JK-FF rum, nicht so erfolgversprechend.

Schaltung ist auf HC -Typen umdesignt worden (max 60 Mhz) meine alten 4000er werde ich verhökern. Noch ne Platine ist sowieso fällig, wenn die Speicherei geht.
Ich will mit meinen Massengrab auf ca 150 Mhz kommen, passende 150er Vorteiler habe ich auch noch eine Stange hier rumsausen.

@ Heli

danke für den Link, sowas war schon immer auf meiner Wunschliste. habe es nach 36 minuten Warten geschafft, den Plan zu kriegen.
Das gibt neue Kraft, wenn ich sehe wie sowas gelöst wird.

@ Edgar

klar habe ich n Oszi, ist auch im beitrag (triacsteuerung ruft mich dauernd an) zu sehen . Den 4528 bzw 4538 habe ich genau nach Appsnote verdrahtet, nix, Ende im Gelände, sobald ein takt anliegt macht der garnichts mehr.


Wünsche Euch noch eine schöne angenehm kühle Nacht ( Hier gewitterts grade heftig) und morgen gehts mit neuen Fleiße wieder an dieselbe Sche...

Gruß
Tippfix

Nochn Nachtrag:

Kessler hat zb SG53 Dip4 Quarze, welche mit 6 Nachkommanullen angegeben sind. Und mal ehrlich, ich will nicht 10Hz auf 8 Stellen genau messen.. das ganze Projekt ist eine Materialverbastelaktion, das zeug wird auch nicht besser wenn es noch 10 Jahre rumliegt. Ob nun 95,945410 oder 95,945415 angezeigt wird, ist mir egal,Toleranzen gibt es überall. Für mich zählt der Lerneffekt und Bastelspassfaktor. Kaufen kann jeder. Notfalls setze ich einen normalen Quarz ein und ziehe den mit n C auf Sollwert. Langzeitstabillität und extrem Genau ist nicht nötig, ich baue ja keine Steuerungen für SS 20-Raketen.

Wenn die Sache fertig ist, setze ich das komplette projekt hier rein, mal sehen wie oft es runtergeladen wird, sind ja jetzt schon über 500 Zugriffe.

guidob
17.07.2007, 12:06
Hallo Tippfix,

meine Torschaltung zählt einfach 0,1 s lang hoch und stoppt dann über den
Q-Ausgang des letzten FlipFlops den Vorteiler (F191) der Zählerkaskade. Das
könnte bei dir genauso gehen, es muß wenn dieses Q=1 ist mit einem folgenden
Takt der Zählerstand gelatcht werden, der nächste Takt (immernoch Q=1)
erzeugt dann das CLR-Signal was auch Q zurücksetzt und dann geht das Zählen
von vorne los.

guidob

P.S.: Der TCXO kostet um ein Eur ist auf 5 ppm spezifiziert und abgleichbar. Die stammen aus der Zeit, als man ein Handy noch zur Selbstverteidigung
einsetzen konnte.

Tippfix
17.07.2007, 12:22
Moin Guidob


habe mir heute in aller Gemütesruhe den Schaltplan vom DDR-Zähler gesichtet. Sind einige technische Hinweise rauszulesen. Zb das Speichern mit dem 175, was jetzt ohne Achtendarstellung klappt. War nur ne simple Sache, aber erst mal drauf kommen...

Der Plan ist echt eine große Hilfe.

Zum Thema quarz habe ich frisch ausgeruht noch n paar test mit meinen Prototyp gefahren. Eine externen 0815 8M-Quarzoszillo auf den Eingang gedrahtet und die Frequenz gemessen. Dabei habe ich wieder folgendes gelernt:
Ein superhochgenauer Oszillo ist nicht nötig, einfacher ist es , die Versorgungsspannung für den Quarzi auf exakt 5,00 zu bringen, dann stimmt auch die Anzeige bei 8 Stellen genau, sah so aus 8,0000001 (über die letzte 1 diskutiere ich nicht) Fiel dagegen +UB auf 4,90 V ab (manuell eingestellt) knallt auch die Anzeige voll daneben ab der 4 Nachkommastelle, genauso ist es bei Spannungsüberhöhung.

Habe dafür noch jede Menge MAA723 die schon drauf warten ins Netzteil zu kommen. So in der Art elektrischer Abgleich ..

Und nötigenfalls könnte man noch eine Polystyrol-Hartschaumkappe (Grünes plattenförmiges Isolierzeug) über den Quarzi basteln, so als Schutz vor äusseren Temperaturschwankungen.

Projekt nimmt also langsam Kontur an, neue Platine ist in Arbeit sobald das Torige Problem keins mehr ist.

Gruß
Tippfix
.

guidob
17.07.2007, 17:54
Hmmh,



habe mir heute in aller Gemütesruhe den Schaltplan vom DDR-Zähler gesichtet. ...

Der Plan ist echt eine große Hilfe.



hab auch gerade mal reingeschaut, wobei mich mehr der AC-Verstärker
interessiert (fehlt ja bei mir noch). Hat jemand eine Ahnung, was ein
K 500 LP 16" ist, soll wohl 3-facher Differenzverstärker sein. Naja, könnte man
ev. durch ein oder zwei NE592 ersetzen.

guidob

elmar
17.07.2007, 18:46
Hi,

das einlesen des Zählers vom programm gibt mindestens +/- 1 Digit, der Zähler selbst wird in Echtzeit vom externen Eingang bedient. Bei MHz kann man viele Messungen hintereinander machen und in aller Ruhe den Durchschnitt errechnen und anzeigen. Das verhindert "Jitter" bei der Abtastung und eliminiert sogar einen eventuellen "Wander" von der Quelle der die Anzeige unlesbar macht weil die Zahlen dauernd springen.

Gruß
Elmar

Tippfix
17.07.2007, 18:47
Hi Guidob


schau mal hier rein:

http://www.embeddedlinks.com/chipdir/soviet/ttl.htm

Nun hat es dich wohl auch mit der Zählerei gepackt? Wenn hier noch die komplette Zählomanie ausbricht, möchte ich gern unschuldig sein.

Sonst gehts langsam in Tippelschritten voran.

Gruß
Tippfix

guidob
17.07.2007, 18:55
Hallo Tippfix,



Nun hat es dich wohl auch mit der Zählerei gepackt? Wenn hier noch die komplette Zählomanie ausbricht, möchte ich gern unschuldig sein.


keine Sorge, mein Zähler liegt, wie manches andere auch, ja schon länger
unvollendet rum, weil mir nichts gescheites für den Vorverstärker eingefallen
ist. Das könnte jetzt aber ein Anlaß sein ....

Gruß

guidob

Edit. Jetzt kapiere ich den K500, der enthält nur 6 NPN-Transistoren, die Außenbeschaltung
ist ja komplett extern. Kann man notfalls diskret nachbauen. Im obigen Link
leider nicht dabei, weil ECL.

Edit2: Nö, sind wohl PNP, Emitter intern über R an Vcc.

Tippfix
17.07.2007, 19:09
Solche Transistor ICs habe ich auch noch in rauhen Mengen, nennen sich B340 ..B34x und haben 4 Transis drin. Falls du sowas willst...


Noch n Link für Russisches gibt es hier (klickmich suchen)
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=1663923&t=2960779&pg=2&a=1&r=threadview

Gruß
Tippfix

Rudo
17.07.2007, 20:56
Hallo guidob,
wegen VV: kannst auch ACxx linear betreiben, wenn du mit einhalb Ub vorspannst ;)

Anatec
17.07.2007, 21:32
Hi Tippfix,
Ich beobachte deine Aktivitäten schon ne Weile mit Schmunzeln. (das ist bitte nicht negativ zu verstehen)
Es gibt natürlich jede Menge Schaltungen für Zähler mit DDR IC's. Ich habe zB. fast alle Funkbummis seit 68 da. Das wäher schon mal ne Grundlage. Die Eljabus' sind auch fast alle greifbar, da ist der Rest drinn. :)
Da du gerade am selbst erfinden bist hatte ich mich da natürlich zurückgehalten. Solltest du dein Projekt noch in irgend einer Form an die damals gängige DDR Konstruktionstechnik anpassen wollen, würde ich natürlich in den sauren Apfel beißen und 200 Hefte durchwühlen LOL, oder du kommst her und holst dir alle Hefte ab. Ich schmeiße sie eh mal alle weg. Da sind Mengen Schaltungen drinn, bei denen du deine IC's verballern kannst.

Viele Grüße aus LE Gerd H

guidob
17.07.2007, 21:38
@ Tippfix: Danke für den Link, der ist mal erschöpfend (in beiderlei Sinn ;) )


Hallo guidob,
wegen VV: kannst auch ACxx linear betreiben, wenn du mit einhalb Ub vorspannst ;)

Danke für den Tip, habe gerade noch eine Schaltung auf der Elrad-DVD
gefunden, die machen das sogar mit einem 74S08, geht angeblich bis knapp
unter 100 MHz.

An der RFT-Schaltung gefällt mir aber, daß sowohl Verstärkung, als auch die
Triggerschwelle eingestellt werden können. Damit kriegt man auch gestörte
Signale gut in den Griff. Murks ist aber, daß zur Verstärkungseinstellung das
Meßsignal über ein Poti geführt wird. Wenn ich aber die Differenzverstärker
diskret aufbaue, kann ich über den Querstrom ja die Verstärkung einstellbar
machen ... Das werde ich glaub ich mal probieren.

Gruß

guidob

Gerd K.
17.07.2007, 22:32
macht Spass hier mitzulesen und Tippfix' ehrgeizigen Kampf mit der alten Technik mit zu verfolgen

@Anatec
stell deine Hefte doch bei ebay ein, ist doch zu schade zum wegschmeißen

@guidob
hab dir gerade mal ne PM geschickt

Gruß,
Gerd K.

edgar
17.07.2007, 23:06
----Nun hat es dich wohl auch mit der Zählerei gepackt?----

ist doch verstaendlich,

fast jeder hat in der Vergangenheit mal einen

Roehrenverstaerker
Frequenzmesser
Netzteil
Sender
Empfaenger
...............
...gebaut.(oder davon getraeumt??)

Das gehoert einfach zum Gepaeck eines Bastlers.
Heute schmunzle ich wie Gerd-Anatec :D

Loetdaempfe tief einatmen
und geniessen :) verboten?

Tippfix
17.07.2007, 23:17
Moin,

Warum ist mein Projekt IC-Grab etwas zum schmunzeln? Ich hatte in der vergangenheit genug messgeräte made in Billigheim-Germany, welche ich schnellstmöglich wieder wegegeben habe.
Mein DDR- Digitalmultimeter von FWE hat noch nicht eine Reparatur durchund läuft noch 100%ig.

Sicher haben viele noch kistenweise Material über und wissen nicht wohin, also bauen, aber wo findet man im Internet wirklich brauchbare Anregungen, ausser solchen Schnulli wie Summer oder würfel etc um Restposten zu verbauen.
Aber was solls, wenn es antiquiriert ist, brauch ich dieses Projekt dann hier garnicht mehr reinzusetzen.

Leider habe ich weder FA noch Eljabu (war mir zu rot eingefärbt) einzig hatte ich RFE, als das dann aber ein Werbeprospekt wurde, habe ichs abbestellt, und dummerweise die alten hefte verschenkt.Sonst habe ich nichts an brauchbarer Literatur.

Das letzte Problem schaffe ich auch noch.dann gehts an den 150Mhz Vorteiler und Verstärker.( mit steinalten ECLs!)

Jetzt werde ich mich mal hier etwas bremsen.

Tippfix

Gerd K.
17.07.2007, 23:35
@Tippfix
ich meinte meinen Satz ohne jegliche Polemik (ich meinte Spass im Sinne von Freude und nicht etwa Schadenfreude)

@edgar
falls dein Text mir galt, soviel Zähler wie Tippfix hab ich nicht mehr rumliegen (kenn mich auch mit ostdeutschen Bezeichnungen nicht aus). Wenn dann Zähler realisieren mit µC und in SMD (mit schön engen Leiterbahnen, damit die Lötung unter der Lupe bei heißem, grellen Halogenlicht richtig Spass macht :D.

Gruß,
Gerd K.

guidob
17.07.2007, 23:37
Also gut, ich schmunzele auch mal. :)

Nachdem ich bald mal wieder etwas mehr Zeit habe, wird dann das
Basteln gleich losgehen. Nur daß der Frequenzzähler vorne auf der Liste landet,
da hätte ich vor kurzem noch laut gelacht (liegen auch noch 100 UV-LEDs rum
für den neuen Belichter und .................................................. ..........................).

Seis drum, gute Ideen muß man gleich probieren,

guidob

Tippfix
18.07.2007, 17:24
Moin

hat vielleichtjemand einen Schaltplan für eine simple Steuerung, welches die Signale für Speichern (7475) und resetten (192) abgibt. Ich habe eine Schaltung , aber je kleiner die Frequenz vom teiler ist desto länger ist die Messzeit, also bei 1Hz beträgt die messzeit 100s. Das kann doch nicht die Norm sein? Ausserdem wird der Messwert nur kurz gespeichert und dann erscheinen wieder Nullen auf dem Display.

Ich könnte die beiden Schematics mal scannen.

Die andere Schaltung mit dem 4528 funktioniert generell nicht, was bei manchen DDR-Autoren ja eine berühmte Eigenschaft war, ich erinnere da nur mal an das Elektronikbastelbuch... Auch Ersatztypen wie LS123 oder 4538 funktionieren nicht mal auf dem Steckbrett oder in der PC-Simulation.

Habe heute schon 8 Stunden mit der Sache vertrödelt, langsam habe ich die Faxen dicke, ansonsten schredder ich das projekt bevor ich noch ne 3. Woche damit vermurkse.

Ich habe keine entsprechenden Nachschlagwerke und die Bibliothek hier hat nur steinalte Bücher und sinnlosen Schrott.

@ Guidob

einen Plan für ein 150er Eingangsteil habe ich (enthält u a einen ECL-Vorteiler und n Mosfet KP350 sowie HF Transis welche dem BF90 entsprechen) Den ECL kannste von mir kriegen..

Tippfix

Winne
18.07.2007, 18:05
...
aber je kleiner die Frequenz vom teiler ist desto länger ist die Messzeit, also bei 1Hz beträgt die messzeit 100s. Das kann doch nicht die Norm sein?.....


...doch!
Wenn du etwas zählen willst und das genau, dann sollte die Torzeit schon 100 * T0, sein denn damit kommst du gerade auf eine genauigkeit 1%+1digit
also 2 % was einer Genauigkeit eines Waldundwiesen Schätzknüppels entspricht.
(z.B. Betriebzustandanzeigeinstrumente für Strom und Spannung wie sie in Schalttafeln Verwendung finden)

allerdings sollte die Anzeige schon bis zum Eintreffen des nächsten Schätz(äh Mess)wertes stabil bleiben( digitale Sample and Hold Schaltung).;)

guidob
18.07.2007, 19:00
Hallo Tippfix,




hat vielleichtjemand einen Schaltplan für eine simple Steuerung, welches die Signale für Speichern (7475) und resetten (192) abgibt.

@ Guidob

einen Plan für ein 150er Eingangsteil habe ich (enthält u a einen ECL-Vorteiler und n Mosfet KP350 sowie HF Transis welche dem BF90 entsprechen) Den ECL kannste von mir kriegen..

Tippfix

das macht man meist mit einem Dezimalzähler (z.B. 4017), der von Reset erlöst
wird wenn die Torschaltung sperrt. Dessen Q0 -> Latch, Q1 -> Reset (Zähler),
Q3 -> Reset (Torschaltung) und damit ist er selbst wieder über sein Reset
schlafengelegt.

Danke für das Angebot, ich glaube ich probiere erstmal die Elradschaltung, da muß ich
nur eine Platine entwerfen. Vorteiler brauche ich hoffentlich nicht, die Schaltung
geht ja bis ca. 120 MHz direkt.

Gruß

guidob

Tippfix
18.07.2007, 19:23
@ Winne
@ Guidob

danke für die letzten beiden Antworten. dann war ja die Schaltung doch korrekt und ich hab sie in die Ecke gefeuert. Denkfehler von mir, dachte immer das Tor ist offen wie ein Impuls aus der Teilerfrequenz lang ist. Wieder was gelernt,habe früher massig Zähler mit 2x U125 (8-stellig) gebautsowas ist also was ganz anderes als ein Haufen Ics.
ich werde es mal in Kupfer legen und mich überraschen lassen, denn Realität ist ja immer noch was anderes als eine PC-Simuli. obwohl hier kleine Macken angezeigt werden.

Hoffe, das ich bis zum Wochenende diese Massenansammlung von ICs funktionsfähig präsentieren kann, jetzt gehts an 4. Redesign.:rolleyes:

Gruß
Tippfix

jetzt endlich einen starken Kaffee verdient.

Nachtrag 21.37°°

Schaltung läuft endlich bis auf die macke mit der erscheinenden Null im Display.
habe das Oszillo mal drangebastelt. Oben ist der Lade (übernahme) Impuls zu sehen, darunter das Resetsignal. Jetzt erscheint aber oben noch ein Nadelimpuls nach dem Ladesignal,welcher dann sich beim Resetten vermutlich die Nullen holt. Wie krieg ich das gebacken. Untere Signal noch durch ein paar Gatter verzögern?

Tippfix
24.07.2007, 11:49
so, habe nun nach fast 3 1/2 Wochen geschafft, beide Versionen der Zähler fertig zu kriegen. Leider stammt der alles entscheidende Hinweis nicht aus diesem Forum, das wundert mich echt, da es hier Experten en masse gibt. Hat eben keiner hier was von nen Monoflop erzählt, damit geht es endlich!

Die platine ist 135 x22ß mm groß und enthält 37 ICs (4029, 175, 192, 7447) die Cmosvariante anstelle 7447 dann eben die V40511. Das momentane Zählerdings ist in "Hochtemperaturabgebender Technologie " also 50 % noch standard TTL aufgebaut, sobald ich die HC75 kriege gehts dann an Version 2 in H-Cmos.

Auf dem Bild liegt eine 1MHZ Frequenz an, die letzte stelle der Anzeige schwankt gelegentlich zwischen 0 und 1, scheint aber so normal zu sein. Unnormal ist, das die Acht in der ersten Stelle erscheint, hier habe ich einen 7447 vermutlich in den Halbleiterhimmel geschossen..

Platine ist übrigens wie es sich gehört mit Lötstoppi ausgerüsten. alles in Selfmade.

Mal sehen ob einer den Zähler nachbauen will..

Gruß
Tippfix

Tippfix
24.07.2007, 12:18
und jetzt noch die Draufsicht.

an der 20mm-Displayplatine befinden sich Lötösen für die Dezimalpunktverdrahtung.
Recht auf der großen Platine eine Stiftleiste für die Abnahme und weiterverarbeitung der teilerfrequenzen von 1 MHz bis 1 Hz. Paar Elkos und Kondis sind klar, der Quartz dürfte auch klar sein.

Die paar diskreten Bauteile in der untersten IC-Reihe waren das entscheidende dür die Ansteuerung der Speicher und der Rücksetzung, welches genau hinhauen muß, sonst 3 Wochen Probleme...

ICs wurden verbaut von oben nach unten, nämlich
8x 7447 Decoder ( 2, Version dann v40511)
8x 175 als Speicher ( später dann HC75)
8x D192 ( die HC version arbeitet nicht korrekt ohne Pullup-Rs mit nachfolgenden ICs zusammen, also dann für Cmos version)
7x V4029 als abwärts -Frequenzteiler, links der 8M-Quartzi.
2x 74LS74 als Teiler 8:1 , dann 74ALS73. 2x D4-200 (Steuerung) und 1x ALS 00 als Torschalter

das wars.

Gruß
Tippfix

Nachtrag: Die angegebenen ICs der Standard-TTL Baureihe lassen sich problemlos durch pinkompatible LS-Typen ersetzen, zb D192 durch DL192 oder LS192 usw. Diese arbeiten dann auch irgendwie besser mit HCMOS zusammen. werde das in variante 2 mal verbauen.

Die Platine, welche das netzteil , 150MHz Vorverstärker bzw Vorteiler und die tastaturelekronik enthält, folgt noch, Die ist momentan in Arbeit.

Eventuell könnte mit mal jemand 2 Stück U664B verkaufen??


Edi2t: Ich hoffe das hier mal etwas für den bessern Upload genmacht wird, das 39k ist ja ein Lacher..
Zum Beispiel:
Zähler4.jpg:
Die Datei, die Sie anhängen möchten, ist zu groß. Die maximale Dateigröße für diesen Dateityp beträgt 39,1 KB Bytes. Ihre Datei ist 39,8 KB Bytes groß.

heli
24.07.2007, 17:53
Nicht schlecht!
Eine kurze bemerkung:
Die V40511 Brauchen Anzeigen mit gemeinsamer Kathode,haben aber den
Zwischenspeicher schon drin! (Anscluß LE (Latch Enable)).
Viel spaß!
Eine frage in die runde:
Wie kann man Heutzutage so ein Ding eichen? (Langwellensender; GPS ???
Mit der Zeilenfrequenz vom ZDF gehts wohl nicht mehr, seit die analogen
abgeschaltet haben? Oder TCXO aus nem Händi einbauen?

elmar
24.07.2007, 18:54
Hi,

Mit Radiosendungen natürlich. Wenn es niedrige Frequenzen sein sollen, dann kann man die DCF-77 verwenden, sowohl den Träger als auch im Hz Bereich (demoduliert). Am genausten sind Fernsehsender, die sind in einem festen Kanalraster und äußerst präziese, gerade im Kabelnetz. Bei UKW-Sendern schwankt die Frequenz leider etwas, nicht wegen der FM als solche, sondern weil der Sender ja durch das Nutzsignal in der Frequenz verstimmt wird und leichte Offsets im Nutzsignal sind normal.

Am besten vergleicht man den Zähler mit einem kalibriertem Gerät, vielleicht kennst Du jemanden der so was besitzt oder hast Zugang zu Einrichtungen wo so was zu finden ist.


Gruß
Elmar

Tippfix
24.07.2007, 18:55
@ Heli

Eichen kann man das irgendwie doch recht einfach:
- einen höheren Quarzoszillo nehmen mit möglichst vielen Nachkommazahlen (zb 33,33 MHz oder noch blödere Werte)
den am Eingang basteln und die Frequenz auf die Anzeige bringen. ich habe die elektrische Abgleichmöglichkeit vorgesehen. dazu bekommt der Quarzoszillo eine eigene hochkonstante und gering regelbare 5V Spannung.

Oder für Funkuhrfreunde ließe sich mittels paar Bauteile die Funkuhrfrequenz ausfiltern und danach abgleichen. Soll ja auch sehr genau sein.

Zu den Decodern.
Ich habe 2 versionen entwickelt, weil ich noch ca 90 Stück 20mm LEAs mit gemeinsamer Anode und dazu noch ca 250 V40511 habe (für LEAs mit gemeinsamer KAtode) was dummerweise nicht zusammenpasst. Werde erst mal meine Anodenanzeigen verbauen, dann folgt die CMOS-Variante V40511.
Das dieser einen internen Speicher hat habe ich völlig übersehen, habe da noch D175 davorgebastelt, nun darf ich da noch ne neue Platine machen. Argh !!

Ich will diese Zählerbaugruppen weiterverwenden zb mit einen ordentlichen AD Wandler oder anderen Wandlervorsätzen und schon gibt es eine ganze Reihe kostengünstiger neuer Messtechnik.

Gruß
Tippfix

elmar
24.07.2007, 21:02
Hi,

selber eichen ist gar nicht einfach, dazu muß man erst mal Beamter vom Eichamt werden um das tun zu können.

Justieren = Einstellen
Kallibrieren = Vergleichen mit Kalibriernormal zweckls feststellen ob zulässige Abweichungen eingehalten werden.

Eichen ist wie Kallibrieren, nur wird statt Kallibriernormal ein Eichnormal (Göttliche Genauigkeit, ständig Amtlich geprüft und bestätigt) verwendet. Justiert wird beim eichen keinesfalls, da erlischt nur die Zulassung beio unzulässigen Abweichungen.

Kalibrieren != Eichen != Justieren


Gruß
Elmar

Tippfix
24.07.2007, 21:31
@ Elmar

der Unterschied zwischen Abgleich und Eichen (Kalibrieren mittels Normale) ist mir bekannt, habe selbst sowas lange bei Robotron gemacht (Endmontage/Abgleich von EGS-Baugruppeneinschüben)

Wenn oben Eichen steht, bezog sich das auf Abgleichen oder Vergleichen mittels privat und schnell erreichbaren Methoden.

Tippfix

elmar
24.07.2007, 21:40
Hi,
aber genau das ist das Problem, denn

Abgleichen oder Vergleichen mittels privat und schnell erreichbaren Methoden.


ist das absolute Gegenteil von "eichen", und diese Landläufige Fehlmeinuing sollte nicht gefördert werden.
Ich kenne das von der Arbeit. Da behaupten Monteure, dass die das ganze "geeicht" hätten. Das macht einen schon stutzig, also direkt mal kalibrieren und siehe da, mit eichen meinen die "Wir haben einen knopf gedrückt und da ist was passiert" mit dem Ergebnis, dass die zulässigen Tolleranzen um sage und schreibe 400% unterschritten wurden!

P.S.:
Der Begriff "Eichhörnchen" ist auch falsch. Da diese Tiere niemals Beamtenstatus haben können, kann es sich dabei höchstens um "Kallibrierhörnchen" handeln!

Gruß
Elmar

Anatec
24.07.2007, 22:36
1. TV Sender übers Kabelnet sind zum eichen unbrauchbar. Sie werden in der Kopfstation aufbereitet und sind von deren Oszillatoren abhängig.
2. Anders die DCF77 Uhr. Nicht nur die Sekundenimpulse, auch der Träger des Senders 77,5 kHz wird direkt von den Atomuhren überwacht. Diese Frequenz ist direkt (ohne ummischen) mit einem schmalbandigen Geradeausempfänger (OPV) zu empfangen und kann dem Zähler als Eichnormal dienen. In einem anderen Board wurde der Vorschlag gemacht die 77,5kHz über eine PLL mit einer Regelzeitkonstante von größer einigen Hz zu schicken, um jeglichen Phasenjitter des Senders auszublenden. Man muß dann die Eichzeit auf einige Minuten legen und darauf schauen, das die letzte 0 um ihren Nullpunkt gleichmäßig pendelt.

73 Gerd H

guidob
24.07.2007, 23:42
Also Gerd H.,

lies erst mal durch, was Elmar geschrieben hat, er hat völlig recht: Eichen ist ein
hoheitlicher Akt, den Hinz und Kunz nicht ausführen dürfen. ;)

Ansonsten gibt es noch den DLF auf 153,000000000000000 kHz (Atomreferenz).
Da habe ich schon vor vielen Jahren eine Referenz zum Kalibrieren nachgebaut,
die funktioniert noch perfekt (lang lebe die Lange Welle!).
die Teilverhältnisse sind damit etwas günstiger als beim DCF77, der natürlich
genauso genau ist.

@ Tippfix: schönes klassisches Layout (einseitig mit nicht zu vielen Brücken).
Wie hoch ist jetzt die Strommaufnahme? Mit den Ratschlägen ist halt schon das
Problem, dass jeder froh war, diesen "Mist" nicht mehr machen zu müssen, da
man Fehler in der Software viel einfacher beheben kann. Da ist daher viel in
Vergessenheit geraten.

guidob

Anatec
25.07.2007, 10:24
@guidob
lach, ach herje, du hast recht, wir sind hier in D. Da muß man natürlich aufpassen welche Worte man wählt. Klar doch, ich bin nicht das EichAMT. Ich hoffe trotzdem für Tippfix das er ne praktikable Methode findet seinen Zähler zu kalibrieren. Hoffentlich sind die Atomuhren der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt mit nem Prüfsiegel versehen, damit man denen auch glauben kann. Ohne amtliches Prüfsiegel laufen die nämlich ungenau, zumindest in D. LOL
Womit eicht das Eichamt eigentlich die Atomuhren? Woher wissen die das die Dinger stimmen? Achja klebt ein Bapperl drauf...........

fröhliche 73 Gerd H

guidob
25.07.2007, 23:10
Hihi,



Womit eicht das Eichamt eigentlich die Atomuhren? Woher wissen die das die Dinger stimmen?

du stellst dir das zu kompliziert vor. Die PTB definiert einfach was eine Sekunde
ist entsprechend der Präzision ihrer Atomuhren. So einfach ist das, wenn man
Chef (im Regierungsauftrag) ist. Freundlicherweise nehmen die aber ihren Job
ernst und stellen dem Steuerzahler ihre Referenz auch in Form von präzisen
Trägern bei DCF77 und DLF (und vermutlich noch anderen Sendern) zur Verfügung.

Gruß

guidob

edgar
25.07.2007, 23:36
zuerst war das ATOM
dann kam die UHR
? :D ?

ciao
Eichamt hin oder her...die Bahn kommt eh mit Verspaetung

elmar
26.07.2007, 21:51
Hi,

Stimmt zwar, dass Kabelnetzsender zwischendurch aufbereitet werden (Decoder nach analog TV), aber da die auf dem Kabelnetz sehr nahe aneinander liegen und auch heftig durch die Gegend sauen müssen die Frequenzen sehr genau eingehalten werden. Einige Sonderkanäle hocken im Flugfunkbereich, die dürfen keinesfalls um ein paar Hz abweichen! Zwar nicht Atomgenau, sollte aber für den Hausgebrauch reichen. Auf jeden Fall werden diese Frequenzen sehr streng überwacht und eingehalten.


Das Maß aller (Zeit-)Dinge ist heutzutage die Atomuhr, da die die Zeit über die Resonanzfrequenz von Atomen ermittelt. Diese Resonanzfrequenz ist abhängig vom Atomgewicht und das ist eine Konstante. Allerdings spielt das Universum nicht ganz mit, die Erde wird jedes Jahr durch die Wirkung des Mondes langsammer (1/100 pro Jahr oder so was) und die Drehzahl schwankt je nach Anordnung der Biomasse (kreiselprinziep, Biomasse kriecht im Sommer mehr zu den Polen). Daher wird jedes Jahr (GMT 23:59:59, neujahr) die Zeit korrigiert. Das langsammerwerden der Erde wird durch die sog. "Schaltsekunde" kompensiert, die alle paar Jahre hinzukommt.

Übel sieht es mit dem "Urmeter" aus, die 1m lange Stange verliert ständig Atome und schrumpft. Wissenschaftler sind dabei eine andere Definition zu finden, die sich vom Atomgewicht ableitet (wie die Zeit es bereits schon ist)

Gruß
Elmar

Tippfix
29.07.2007, 01:11
So, habe nun beide Versionen lauffähig.

Die Stromaufnahme ist garnichtmal so extrem,ich brauche also keinen eigen Reaktor im Keller. Bei der TTL-Variante habe ich alles in pinkompatible LS- bzw HC Typen getauscht, ausser eben die Decoder 7447. mit 1,1 A bin ich hier im Rennen, muß noch die LED-Vorwiderstände etwas erhöhen, sind etwas knapp mit 120 Ohm. Dann sinkt der Strom nochwas.

Die Cmos-version brauch nur 700mA, allerdings sind dort typisch westdeutsche "Qualitätsanzeigen" verbaut, ob die Leuchten muß ich erst mal mit ner Taschenlampe nachsehen. (vermutlich um die 500mcd) trotz 100 R Vorwiderstand.
ganz im Gegensatz zu unserer RFT-Produktion, die einen kräftig entgegenstrahlt...(VQB 18) Ist eben auch nicht alles Gold , was im Westen glänzt.


So, nun noch ne Frage:

Welchen Vorwiderstand brauchen die Kingston SC08-11 -Displays. Nirgends ist da ein Hinweis zu finden.Gilt hier auch max 20mA Ifluss?

Wenn jemand das Layout als PS haben will ( vorerst noch ohne Vorverstärker ) PN , ich arbeite momentan an den Rest.

Gruß und gute Nacht
Tippfix

guidob
29.07.2007, 13:12
Hallo Tippfix,

Gurgel hat ein Datenblatt gefunden:

http://www.scharnefski.de/drehzahl/10_Datenblaetter/SC08-11.pdf

Danach sollten 10 mA reichen, 30 mA maximal. Du hast doch jeweils einen
Rv in den Kathodenzuleitungen?

Falls du eine neue Herausforderung brauchst: Habe gerade das Manual vom
Multimeter PM2524 (Philips) hier liegen. A/D-Wandler aufgebaut aus CMOS-
Zählern, Augabe über 7447. :D

Gruß

guidob

Tippfix
29.07.2007, 18:00
Hi Guidob


Danke für den Anzeigen-Link. Ich hab da momentan 100 Ohm dranhängen, sind in der tat sehr leuchtschwach die Dinger.

Das Multimeterschemata könntest du mir mal zukommen lassen, damit ich wieder Inspirationen (Anregungen) für neue IC-Massengräber bekomme. habe ja noch einige Hundert CD4029 hier...
Brauchst du welche?

Bohre gerade mit der CNC die Anzeigeplatinen... dann folgen die 2 großen leiterplatten nochmals nach.

Gruß
Tippfix

guidob
31.07.2007, 00:14
Hallo Tippfix,

1,1 A sind für ein netzbetriebenes Gerät ja ganz o.k., da braucht manches
Konsumgerät im StandBy mehr.

Falls das Manual für den PM2545 nicht im web zu finden ist, kann ich es mal
scannen. Aber Vorsicht, der Nachbau ist viel Arbeit (ich habe für 20 Eur bei
ibä Gerät und Manual ersteigert). Das Maß der Dinge ist LM741 und LM301.
Der Rest ist diskret mit vielen JFets, gerne auch doppelten (BFQ16). Die
Schaltungstechnik ist genial, die Jungs hatten damals richtig was auf dem
Kasten. Allein das Netzteil begeistert mich: stabilisierte 5 V und dann ein
Wandler auf +- 10 V mit einem astabilen Multivibrator aus zwei Transistoren
+ Verstärker und Übertrager. Das war wohl eine der ersten Schaltungen, die
ich als Kind nachgebaut habe: die Blinkschaltung mit den gekreuzten
Verbindungen von Kollektor zu Basis. Hier aber geregelt und der ganze
Aufwand nur, damit das Gerät auch mit Akku betrieben werden kann. Toll!
Schwer nachzubauen: ein Steuerteil (OQ054) mit 10 Eingängen und 11 Ausgängen,
das das gesamte Timing erledigt. passt nicht in ein GAL, mit 2 sollte es aber
problemlos gehen, die Wahrheitstabellen sind Manual verewigt.

Gruß

guidob

Tippfix
01.08.2007, 20:57
Hi Guidob

Habe mal rumgesurft, das Maual ist nirgends zu laden. Ich würde mich dafür Interessieren, aber erst mach ich das Zählerprojekt fertig. Stecke momentan in den mechanischen gehäusekonstruktionen. Höchstwahrscheinlich werde ich es als EGS ausführen und dazu diverse Einschübe konstruieren. Material davon ist bis zum Abwinken da.

Falls du HF Transis SF245 oder Mosfets KP303 oder SMYs brauchst, melde dich. Auch ECL-Teiler habe ich noch ne Latte voll.

Gruß
Tippfix

guidob
01.08.2007, 22:25
Hallo Tippfix,

ich scan mal demnächst die Schaltpläne, Rest folgt später. Auf dein Angebot
werde ich vielleicht noch zurückkommen, die Sachen sind ja nicht mehr so
einfach zu bekommen.

Hab da noch was gefunden, wieder ein neues Projekt ohne die alten abgeschlossen
zu haben. Obwohl, ist eigentlich auch aufgewärmt: der beliebte Spektrumanalyser.
Sieht aber mal erfolgversprechend aus.

Gruß

guidob

guidob
03.08.2007, 21:10
Hallo Tippfix,

Schaltpläne sind gescannt. Schick mal ne PN wohin sie gehen sollen
(ca. 450 kB gezipptes PNG).

Gruß

guidob

Tippfix
03.08.2007, 22:04
Hi Guidob

PN geht gleich raus.
habe noch was gefunden, könnte dich sicher interessieren....
http://www.amateurfunkbasteln.de/pcla/pcla.html

Vielleicht nehme ich das in meiner Projektliste auch auf.

Ich habe hier noch 2 dünnere Kataloge über DDR Bauteile (Messekatalog aus den 80ern mit daten und Anschlussbildern)

bei Interesse oder falls das jemand hier haben will, jage ich das auch mal durch den Scanner. Sind ca 100 Seiten.

Gruß
Tippfix

guidob
04.08.2007, 13:29
Hallo Tippfix,

sind die Pläne angekommen oder habe ich was vermurkst.

Mit dem Logicanalyzer weiß ich nicht. Seit ich µC verwende habe ich eigentlich
keinen mehr vermisst (kleine Debug-Routine reicht). Hmmh, 40 MHz, mit den
Xilinx XC95xx und Cacheram aus einem alten MoBo sollte eigentlich das
doppelte drin sein.

Gruß

guidob

Tippfix
04.08.2007, 19:35
Hi Guidob

Danke für die Dokus, sind angekommen und bereits gesichtet.
bastel momentan noch an dem Projekt VV und Spannungsteiler. mal sehen wann das Ding endlich vollständig wird.

Meine beiden Zähler laufen nun endgültig, aber:
Nur zeigt die letzte Stelle fast immer eine 1 an, unabhängig von der Steuerfrequenz und des Messignals.Ausser , der messwert geht über die ganzen 8 Stellen, (höchste Auflösung) dann ist das letzte Zahl auch ne Null. Komisch.
Drehe noch dran rum.. (Torsteuerung vermutlich nicht ganz exakt mit der Impulsfolge)Oder ist sowas normal?

Gruß
Tippfix

guidob
04.08.2007, 20:24
Hallo Tippfix,



Nur zeigt die letzte Stelle fast immer eine 1 an, unabhängig von der Steuerfrequenz und des Messignals

wenn du mit der letzten Stelle die niedrigstwertige meinst, liegt es wohl an der
Anzeige, denn der Zähler funktioniert ja, sonst bekämen die nachgeordneten
Zähler keine Impulse mehr. Ist es die höchstwertige Stelle, dann würde ich auf
den Reset des Zählers tippen.

Gruß

guidob

Edit: Den ELRAD-Vorverstärker habe ich jetzt bis 50 MHz gebracht, ist aber
noch mehr drin. Platinenmaße 70 mm X 40 mm.

Anatec
04.08.2007, 21:08
Nur zeigt die letzte Stelle fast immer eine 1 an, unabhängig von der Steuerfrequenz und des Messignals.Ausser , der messwert geht über die ganzen 8 Stellen, (höchste Auflösung) dann ist das letzte Zahl auch ne Null. Komisch.
Drehe noch dran rum.. (Torsteuerung vermutlich nicht ganz exakt mit der Impulsfolge)Oder ist sowas normal? Nein, normal ist das nicht. Nach jedem Zählvorgang werden alle Dekaden gelöscht, demzufolge muß der Zähler wenn er keine Impuls bekommt absolut auf 0 stehen. Ein Zähler ist kein Digivolt, das bedingt durch geringste Fehlströme um die 0 pendeln kann. Ich vermute er zählt sein Tor mit. Abklemmen des Tores kann sofort Aufschluß geben, dann muß er auf 0 stehen bleiben, auch wenn er zählt. Das Tor selbst, darf bei Freigabe keinen Impuls erzeugen.

73 Gerd H

edgar
04.08.2007, 22:20
Keiner wird es mir abnehmen...aber bei digital bin ich +/- 1 tolerant :binary:

Tippfix
04.08.2007, 23:07
@ Guidob
@ Gerd H

Soweit arbeitet der Zähler , oder besser beide Zähler, denn das Problem tritt bei beiden Versionen auf. Diese haben die gleiche Torsteuerung aus 2 Monoflops, wobei die cmos-version ein NAND mehr hat( Inverses Speichersignal).
Nullstellen erfolgt ordnungsgemäß, alle Nullen werden korrekt angezeigt. Auch das Messwertspeichern funktioniert korrekt, stehender Wert in der Anzeige.
Ich lege jetzt beispielsweise (mangels fertigem Eingangskanal) 1 MHz direkt aufs Tor. Nach Ablauf des einzählens wird das auch korrekt angezeigt, ohne zwischendurch Nullen einzublenden.
Bleiben wir bei den 1MHZ, es ist egal , welche Messzeit ich wähle 1ms, oder 100ms, es ist fast immer in der letzten Stelle (einer) eine Eins zu sehen, außer ich wähle die lange Messzeit von 1 s , da taucht die Eins nur gelegentlich auf.
Experimente , die Cs an den Monoflops zu variieren waren bis jetzt erfolglos. ich denke auch das hier das Tor noch seinen Senf dazugibt, der dann mitgezählt wird.

Die Anregungen dazu habe ich mir hier ausgeborgt,
http://home.arcor.de/tubemaster/thomas_wi_frequenz.html
wobei die angegebenen Bauteilwerte weder in der Simulation noch real funktionieren (C mit 470n geht absolut nicht, habe alle auf 22n bzw 33n gesetzt; Rs 1k2. 1N4148, BC337 und 2x 390R)

Mal sehen, bis jetzt haben wir ja alles hingekriegt. Morgen gehts mit neuer Energie da weiter.


@ Edgar

falsch:
10
01
10
----
101

ergibt Fünf. Nicht + - 1

Gruß
Tippfix

edgar
04.08.2007, 23:34
Hey Tippfix,

sei doch nicht immer soo ernst :)
ist doch klar,dass das +/-1 sich nur auf A/D Wandlung bezieht....
Frequenz ist eine pure digitale Angelegenheit und eine Null muss auch Null sein.

Aber... ist die Frequenz,die du misst so genau,dass die Anzeige genau 1.000.000 sein muss? Wer gibt dir diese Sicherheit ?

Also dann morgen mit neuer Energie !
Viel Erfolg

Anatec
05.08.2007, 00:13
aja, ich hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, was in einem Zähler Monoflops zu suchen haben. Viele Wege führen nach Rom. Ich hatte mir vor Jahren auch mal so eine Zähler gebaut, allerdings mit einer "integrierten Ablaufsteuerung", damit solche Probleme von vornherein nicht auftreten können. Ich hatte mir den ersten noch nicht benutzten Dekadenteiler angezapft und mit einem BCD zu Dezimaldecoder bestückt. Dieser wurde vom Low Signal das dem H Tor entgegenstand gesteuert und konnte also sicher in der Torpause die Steuerung für Laden, Reset usw. bewirken. Somit standen max 5 Takte (mit Pause dazwischen) zur Steuerung zur Verfügung. Das ergab einen zeitlich absolut sauberen Ablauf.

Nachtrag, es gab, gibt ihn noch :-) http://www.ledsales.com.au/pdf/74141.pdf Tippfix, du müßtest ihn noch unter K155ID1 kennen.

73 Gerd H

guidob
05.08.2007, 00:29
Hallo Tippfix,

habe jetzt Gerd H.s Link nicht verfolgt, aber ich teile seine Verwunderung.
Monoflops in reinen Digitalschaltungen sind Murks, weil ihr Verhalten nicht
vorhersagbar ist (abgleichen o.ä., klappt nur gelegentlich). Scheint als ob der
Überlauf des 1. Zählers auf das GateSignal durchschlägt. Häng doch mal ein
Oszi an den Ausgang des 1. Zählers und an das Gate-Signal. Wenn du dann
mit einem Funktionsgenerator verschiedene Eingangsfrequenzen durchdrehst,
solltest du sehen, ob ob zwischen beiden ein Zusammenhang besteht.

Vergiss die Gatezeiten von 1 ms oder 10 ms, wer will so schnell das Display
ablesen?

Gruß

guidob

Anatec
05.08.2007, 00:54
Hi guidob,
Muß man das nich so sehen? Die Umsteuerzeiten für > Anzeige laden, Reset usw. müssen schneller wie die schnellste Torzeit sein. Hier geht es nicht um flackernde Anzeigen, ich setze mal voraus, das die Anzeige im Decoder gepuffert ist (Stichwort Latch, hatte da nicht mal einer gefragt LOL). Somit ist sichergestellt das da auch bei 10s Meßzeit nix flackert. Die Angaben in Tippfix's Schaltung sind die Torzeiten des Zählers. Die sollte er schon bringen, um bis 50MHz zu zählen. Man könnte lediglich darüber nachdenken, bei schnellen Torzeiten nur jeden 10ten Wert anzuzeigen. Das würde bei "glibbrigen" Frequenzen die Anzeige beruhigen. Aaaaber erst muß das Ding mal so zuverlässig funktionieren, dann kan man es verschlimbessern.

73 Gerd H

Tippfix
05.08.2007, 10:31
Moin @ allerseits

Hab mir Eure Hinweise durchgelesen. Eine voll digitale Abklaufsteuerung hatte ich mal auf einer Platine draufgezaubert, diese funktionierte aber hatte eine utopisch lange Messdauer von bis zu 100 Sekunden.

Teste jetzt mal weiter, dann baue ich den Eingangskanal fertig.

Laut Aussage hier:
http://gwoestenkuehler.hs-harz.de/v/v_mt04.pdf

(Seite 10, Quantisierungsfehler)
ist diese Erscheinung aber völlig normal, zumal ich den Zähler mit seiner eigenen Frequenz getestet habe.
Eventuell werde ich das Problem als kein Problem ansehen und das eben so lassen, denn einen Anzeige von 1 MHZ auf 7 Stellen mit Schluß-Eins würde eine Abweichung von 1Hz bei 100ms bedeuten, da haben MC-basierende Zähler bereits bis 32 HZ Abweichung drin.

So, jetzt nochn Kaffee zum Munterwerden und dann geht der hauptschalter auf ON für weitere Tests.

@ Gerd H
Sendung ist fertig, soll ich noch irgendwelche bauteile TTL-CMOS ICs , OPVs,SF127, 137 , SC237, 308,Mosfets oder anderes mit beifügen?

Den K155ID1 kenne ich, da gibt es Austauschtypen zb V4028 oder entsprechende LS Typen LS42 oder so ähnlich.
Werde da mal was auf dem pc testen, Zeittakt auf den Eingang, ersten und letzten Ausgang über evtl JKs oder FFs zur Steuerung verwenden, so das im Endeffekt der messzyklus 10 takte lang ist. könnte hinhauen.

Gruß
Tippfix

Anatec
05.08.2007, 11:13
Morgen Tippfix,
Kaffee gelungen? :-) Wenn du den BCD Decoder auf einen der "schnellen" Decadenteiler klemmst, ist der logische Ablauf ein Bruchteil der Torzeit. Das kann man dann in der Gesamtmeßzeit vernachlässigen. Wenn man "runde" Quarze mißt, kan es durchaus zu Abweichungen von wenigen Hz kommen. So genau sind die Baumarktquarze auch nicht. Stichwort Ziehkondensator. Allerdings, wenn die Zehner und Einer nicht mitgemessen werden sollte als letztes schon eine 0 erscheinen.
Vielen Dank für das Bauteilangebot. Ich habe selbst noch nen Haufen DDR Zeugs zu liegen und überlege schon, wann und wo ich den TTL Kram verschrotte. Ich hebe mir nur noch Ersatzteile für meine Stern Radio Rekordersammlung auf, der Rest ......... >>>>>

Schönen Bastelsonntag Gerd H

guidob
05.08.2007, 21:48
Hi Tippfix,

der Quantisierungsfehler bedeutet nur, daß in der letzten Stelle immer ein Fehler
von +-1 auftritt, letztendlich vorstellbar als falsches Runden. Wenn aber nur 0
oder 1 erscheint, dann liegt ein Fehler vor, den man aber finden oder halt
ignorieren kann.

Gruß

guidob