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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lötstation selbst bauen



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16.11.2003, 19:17
Hallo, <BR>hab hier noch mehrere Kolben von ersa mit 24V 80W mit temperatursensor und 24V 60W ohne Temperatur sensor. Jetzt möchte ich mir auf basis dieser Kolben eine Lötstaion mit tempregelung bauen. Die hatten auch vorher eine Regelung &#40;MS8000 bzw. MS6000&#41; aber die sind alle weggeworfen wrden. <BR>Ich w&uuml;rde mir dann gleich 3 lötstationen bauen f&uuml;r smd, entlöten, normal löten. <BR> <BR>Hat jemand sowas schon gemacht?? Ich suche ne schaltung dazu!! Die temperatur sollte halt geregelt werden mit so 20- 30C° toleranz. <BR> <BR>Danke f&uuml;r die antworten! <BR> <BR>Gruß <BR>Torsten

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16.11.2003, 20:44
Hi, <BR> <BR>im einfachsten Fall muss man nur die Ist-Temperatur in eine Spannung umwandeln &#40;Sensor ist ja schon da&#41; und von dieser die Sollwertspannung &#40;Poti&#41; abziehen. Die so entstehende Gleichspannung muss dann nur noch in eine PWM umgewandelt werden, die dann den Lötkolben an und ausschaltet. Bei Wechselstrom &#40;nicht zwingend erforderlich&#41; eine Phasenanschnittsteuerrung. <BR>Den Lötkolben ohne Sensor einfach nur mit einer einstellbaren PWM &#40;0,5-1H&#41; ansteuern. <BR> <BR>Mit einem µC kann man den Ist-Wert per A/D einlesen und die PWM dann ausrechnen. So kann man auch eine bessere regelung realisieren. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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16.11.2003, 21:20
Hallo, <BR> <BR>Danke f&uuml;r die Antwort. <BR> <BR>Das problem ist das ich &uuml;ber den sensor garnichts weis, das war vorher &uuml;ber ne phasenanschnittsteuerung mit AC gelöst auch bei dem ohne sensor. Hab auch mal in nem sehr alten elektor heft gesehen das die ne lötstation mit diesem kolben und phasenanschnitt mit wechselstrom realisirt haben. Die haben da als sensor das ptc verhalten des heizelements verwendet. Aber weiß leider nicht wie und das heft hab ich auch nimmer. <BR> <BR>Leider hab ich noch nicht allzuviel erfahrung mit phasenanschnitt und pwm-reglungen &#40;prinziep schon aber hab sowas halt noch nie gebaut&#41; hast jemand da vieleicht ne schaltung zu? <BR> <BR>Es hat bestimmt schon jemand von euch selbst eine Lötstation gebaut, hat jemand nch einen schaltplan, den könnte ich ja dann ein bischen abwandeln bei bedarf. <BR> <BR>Naja mit µC hab ich noch nie was geschafft, kein plan wie man da was programmiert, hab aber hier noch eine C-Controll rum liegen, kann man das nicht dazu benutzen? <BR>Ist ist das ding schnell genug?? <BR>Und wenn ja wie sähe der ablauf des progs ungefähr aus? <BR> <BR>Danke weitere Vorschläge<img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/happy.gif" border=0> <BR> <BR>Gruß <BR>Torsten <BR>

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16.11.2003, 22:02
Hi, <BR> <BR>ein PTC &#40;Positiver Temperaturkoeffizient&#41; erhöht seinen Widerstand bei steigender Temperatur. Baut man einen Spannungsteiler aus dem PTC und einem festwiderstand, so erhöht sich die Spannung des teilers bei steigender Temperatur. <BR>In der Originalregelung wird die Wechselspannung mit der PTC-Spannung verglichen. Übersteigt die Momentanspannung der Wechselspannung die des Temperatursensors, so wird ein Tyristor gez&uuml;ndet, der den Lötkolben bis zum nächsten Nulldurchgang an den Trafo legt. Je heißer der Lötkolben, desto länger wird gewartet. Dadurch wird der Lötkolben k&uuml;rzere Zeit mit dem Trafo verbunden und setzt weniger Leistung um. Ist der Lötkolben zu heiß, so wird der Einschaltpunkt nicht mehr erreicht und der Lötkolben ist abgeschaltet. <BR> <BR>Mit Deiner C-Controll muss die momentane temperatur &uuml;ber den Widerstand des eingebauten Sensors ermittelt werden. Dieser wird dann mit der Sollspannung verglichen und die nötige Heitzleistung berechnet. Sagen wir mal Prozentual. Eine Sekunde wäre dann beispielsweise das Zeitmaß. Soll 50% geheitzt werden, muss 0,5 Sekunden eingeschaltet werden und danach f&uuml;r 0,5 Sekunden wieder abgeschaltet werden. 80% w&uuml;rden dann bedeuten 0,8 Sekunden einschalten, danach 0,2 Sekunden abschalten. <BR>Das Ganze ist dann in einer Endlosschleife abzuspielen. Die Temperaturerfassung könnte man vor jedem Duchlauf anstellen. Dann w&uuml;rde der Programmalbauf folgendermaßen aussehen: <BR> <BR>Temperatur messen <BR>Sollwert einlesen <BR>Leistung berechnen <BR>Lötkolben einschalten <BR>Einschaltzeit abwarten <BR>Lötkolben ausschalten <BR>Abschaltzeit abwarten <BR>Programm wiederholen <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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16.11.2003, 22:46
Hallo, <BR> <BR>Danke f&uuml;r die erklärung. <BR> <BR>das war vorher mit nem nullspannungsschalter aufgebaut &#40;U106bs&#41;. Der sensor ist ein termoelement, es liefert 51µV/C°. Man m&uuml;sste diese spannung eigentlich nur verstärken und wenn sie mit der voreingestellten &uuml;bereinstimmt abschalten. Hab hier noch eine steuerung liegen wo das besagte ic kaput ist, u106bs, liegt bei 40euro -&#62; zu teuer! Und ist kaum noch zu bekommen. <BR> <BR>Also muss ich da selbst was bauen. <BR>Das mit dem C-controll wird ganz schön aufwendig und lam wenn ich auch noch die temperatur im display anzeigen will?? noch lamer wenn ich auch noch digital eingeben will? <BR> <BR>Gruß <BR>Torsten

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17.11.2003, 10:38
Hi, <BR> <BR>das ist völlig egel, ob die Lötstation lam ist. Vorrausgesetzt die Heizleistung ist nicht zu hoch. Aber die kann man notfalls in Stufen drosseln. Meine erste Ersa-Station arbeitete in Sekundentakt - das sollte die C-Controll hinkriegen. Das schwierigste an der Sache d&uuml;rfte die Regelung sein. Je nach dem wie stark die Temperatur schwanken darf. <BR> <BR>Wenn es rein analog sein soll, muss zunächst die Termoelementspannung mit einem OPV verstärkt bzw. aufbereitet werden. Dann wie schon gesagt mit der Sollspannung verglichen werden und daraus eine PWM erzeugt werden. <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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17.11.2003, 12:04
P.S.: <BR> <BR>bei der analogen Lösung machst Du Dich am besten mit Regelschaltungen vertraut. <BR> <BR>Da gibt es drei unterschiedliche Reglerarten, die Kombiniert werden können. <BR> <BR>P-Regler: <BR>Ist der Ist wert zu klein, wird die Heizung eingeschaltet, ist sie zu groß wird abgeschaltet. Dabei ist auf eine Hysterese zu achten. Die Hysterese sorgt daf&uuml;r, das das System nicht wild schwingt, wenn Soll und Ist annähernd gleich sind. <BR> <BR>I-Regler: <BR>Hier wird die Heizleistung stufenlos aus der Differenz zwischen Soll und Ist gebildet. Je stärker die Abweichung, desto stärker wird geheizt. Das sorgt f&uuml;r ein starkes heizen bei zu kaltem lötkolben und eine bessere Annäherung bei erreichen der gew&uuml;nschten temperatur <BR> <BR>D-Regler: <BR>Wenn Die Temperatur abfällt wird sofort kurz eingeschaltet um schnelles Absacken der Temperatur zu verhindern. Diese reglerart wird normalerweise nur in Kombination mit einer oder beiden anderen Reglerarten verwendet. <BR> <BR>Als Kombination funktioniert der PID-Regler folgendermaßen: <BR>Wenn die temperatur abweicht, wird durch den P-Regler eine bestimmte Mindestheizleistung erzeugt bis die gew&uuml;nschte Temperatur fast erreicht wird. <BR>Der I-regler addiert zum P-Regler weitere Leistung in Abhängigkeit der Differenz. Bei kaltem lötkolben wird so besonders stark geheizt. Wenn der P-regler bei fast heißen Lötkolben aussetzt heizt der I-Regler langsam weiter bis zum erreichen der Soll-Temperatur. <BR>Der D-Regler ist bei einer einfachen Lötkolbensteuerung nicht von Nöten, w&uuml;rde aber bei starkem Wärmeenergieverlust &#40;Flächenlöten&#41; den Lötkolben kurz kräftig einschalten und so das fallen der Temperatur begrenzen bis die anderen Regler ansprechen. So kommt es dann nicht zu einem Plötzlichen Temperaturverlust. <BR> <BR>Da das ganze System träge ist, wollen die Regler wohl Dimensioniert sein, sonnst kommt es zu Überschwingern. Der P-regler w&uuml;rde z.B. wie bescheuert heizen und der Lötkolben wird viel zu heiß. Dann w&uuml;rden alle regler abschalten und der Lötkolben erkaltet viel zu stark bevor die Regler wieder einschalten können. Die Temperatur wäre zwar im Mittel optimal, schwankt aber kräftig um den Sollwert. <BR> <BR>Damit kaum verluste bei der Ansteuerung entstehen sollte das Ausgangssignal der Regler in ein PWM-Signal umgewandelt werden. Diese Steuert dann einen Transistor/FET an, der dann nur voll aufgesteuert wird oder ganz geschlossen wird. Dadurch ist entweder der Strom durch den Transistor maximal, die Spannung sehr gering oder die Spannung maximal bei null Strom. Dadurch entsteht &#40;fast&#41; keine Verlustleistung, die sich ja durch Strom durch den Transistor multipliziert mit der Spannung &uuml;ber den Transistor zusammensetzt. <BR> <BR> <BR>Gruß <BR>Elmar

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18.11.2003, 10:27
Hallo, <BR> <BR>nur mal so am Rande. <BR>Die Lötkolben haben meist ein Thermoelement. Also diese Dinger, mit 2 verschiedenen kalt aufeinander gepressten Metallen. Die erzeugen mit steigender Temperatur eine sehr kleine Spannung &#40;wenige mV&#41;. Meist sind dort keine Elemente mit NTC, PTC-ähnlichem Verhalten drin&#41;. <BR> <BR>Schaltpläne gibt es auch bei Conrad zum Download <BR> <BR>Siegfried <BR> <BR>Elektor hatte mal so ein Teil als Bausatz. <BR>

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18.11.2003, 17:49
Hallo, <BR>genau so einer ist das! Mit PTC-Verhalten meine ich das das Heizelement selbst bei höherer temp. auch einen höheren widerstand hat der proportional zur temp. ist. Wenn man den &uuml;ber den strom ermitteln könnte wäre das auch eine regelmöglichkeit f&uuml;r die 60W dinger mit nur 2 Anschl&uuml;ssen. <BR>Ja ich weis das mit dem bausatz, mein Vater hatte mal ein ein abo von elektor da war die schltung f&uuml;r genau diesen kolben mit 60W drinn. Haben wir aber glaube ich weggeworfen. <BR> <BR>Ich schau mal bei conrad, danke f&uuml;r den tip. <BR> <BR>Gruß <BR>Torsten