Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reparaturtipp Bosch Akku Ladegerät AL 60DV
Hallo,
nach fast 10 Jahren treuer Dienste hatte das Ladegerät von Heute auf Morgen den Dienst quittiert. Normalerweise Zeigt die LED Dauerlicht, wenn kein Akku angesteckt ist, oder der Akku voll ist. Die LED blinkt, wenn der Akku geladen wird.
Bei mir blinkte die LED ständig mit ca. der doppelten Frequenz, wie üblich.
Auf der Leiterplatte ist nicht viel, Herzstück ist ein Kundenspezifischer Mikrocontroller dessen Aufdruck in kein Typenschema passt.
Die ganze Leiterplatte ist von vorne und hinten mit Lack eingekleistert. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für eine Fehlersuche also :(
Ich habe den einzigen vorhandenen Elko (47µF/35V) mal vorsichtshalber getauscht und siehe da, alles wieder in bester Ordnung :D
Ich habe gleich einen mit erweitertem Temperaturbereich von 105°C genommen, denn im Ladegerät ist es recht eng und Trafo und 2 Leistungshalbleiter entwickeln ordentlich Wärme.
Ich vermute mal, das der Elko die Versorgungsspannung vom Controller puffert (als Ladeelko ist er ja zu mickrig). Durch Kapazitätsverlust wurde die Spannung instabil, der Controller resettete sich in kurzen Abständen und konnte den Code nicht abarbeiten, wodurch er nur noch schnell blinkte.
Neues Ladegerät von Bosch 50 Eusen - Neuteil als Restposten aus der Bucht 25 Äste - neuer Elko 21 Cent :p
Wenn der auch wieder 10 Jahre durchhält, kann ich gut damit leben :cool:
Gruß Gerald
Hi,
ich kann bestätigen, dass die Bosch Ladegeräte oft verrecken, wenn dieser Kondensator altert. Bei kleinen Kapazitätsverlusten blinkt das Ladegerät, es fließt aber kein Ladestrom. Manchmal hören die irgendwann auf zu blinken als wäre der Akku voll, dieser wurde aber nicht geladen!
Bei Totalausfall ändert sich die Blinkfrequenz, auch hier wird nicht geladen.
Man kann es eigentlich daran erkennen, dass die LED leicht flimmert und etwas dunkler wird - aber das sieht man fast nur, wenn man ein gesundes Ladegerät danehält zum Vergleich.
Ich glaube nicht, dass es sich um einen µC handelt, da die Kiste komplett mit 100 Hz brummt da keinerlei Ladeelko vorhanden ist. Ich vermute eher, dass der Kondensator eine stabile Referenzspannung ermöglicht um den Akku zu messen. Vermutlich haldelt es sich um einen analogen Laderegler.
Gruß
Elmar
Hi Elmar,
weißt du sonst noch was über die Schaltung? Die beiden 2 Beiner, was sind das? XX217 - der Vorgänger vom 317 - einem einstellbaren Spannungsregler, der hier als Stromquelle missbraucht wird? Einer zum Auf- und einer zum Entladen? Für jede Halbwelle Einer?
Fragen über Fragen... :questionm
Hast du schon mal nen Akku aufbekommen? Mich interessiert, wie der Akku überwacht wird. Wenn er nicht mehr will, würde ich die Zellen tauschen, nur habe ich keine Möglichkeit gefunden, den Akku so zu öffnen, das man ihn hinterher wieder irgendwie sinnvoll verschließen und verwenden könnte...
Gruß Gerald
hi,
vermutlich ist ein 217er nur die Industrievariante (erweiterter Temperaturbereich) eines 317er - und damit Stromquellen zu machen (braucht nur einen Widerstand) ist das normalste der Welt.
hi,
nach 10 Jahren wird aber auch der Akku keine Rekordwerte mehr aufweisen was effektive Kapazitaet anbetrifft. Es ist ueberhaupt ein Wunder dass ein Akku eine derartige Lebensdauer aufweist. Habe ich aber auch schon bei Pufferbatterien (Nicad) erlebt....wobei 95 % der Teile nach 5 Jahren schon 'platt' ist.
Na ja, wie oft braucht man im Privathaushalt nen Akkuschrauber? ;)
Hi das ist allerdings richtig.
Komischerweise hat das Zeugs gute Lager / Langzeitstabilitaet.
Ist ja auch kein Chinaprodukt ....das haettest du wahrscheinlich nach 15 x Schrauben in den Muelleimer befoerdert :D
Schoen ... deine Stadt !
Hi,
so genau habe ich die Dinger nie untersucht. Wenn man da was ratend tauschen will, dann kriegt man schnell probleme mit den Kennlinien und ruiniert die Akkus. Aber fast immer ist der Elko schuld und das zu tauschen ist einfach. Wenn was anderes kaputt ist, kauft man sich lieber ein billiges Komplettset, da ist das selbe Ladegerät drin und man kriegt zum Halben Aufpreis einen Ersatzakku und einen billigen Schrauber (Ersatzteilspender) gratis dabei! Der Motor aus dem billigen Schrauber ist auch der gleiche und lässt sich tauschen. Nur Getriebe und Gehäuse des Schraubers sind Schrott!
Im Akku ist nur ein Temperatursensor und Industrierundzellen mit Lötfahne. Ersatzakkus kosten nur unwesentlich mehr als Ersatzzellen und billigere Komplettakus sind gut erhältlich.
Es lohnt sich nur, wenn man eine größere Kapazität haben will. Dann hat man einen Akku zum doppelten preis mit max 50% mehr Saft. Hier lohnt sich dann eher die Anschaffung von zwei Ersatzakkus, da kann man einen laden während man den anderen benutzt und hat auch doppelte Kapazität bei geringem Aufpreis.
Gruß
Elmar
Richtig, Bosch ist preiswert - aber nicht billig :p
Ich habe auch noch ne Bosch Stichsäge, nachdem sich ne Bullcraft, irgendein NoName Produkt aus dem Katalog, inzwischen die Tonne von innen anguckt.
Wobei, meine erste Bosch Stichsäge habe ich sofort wieder in den Baumarkt geschafft, weil der Verriegelungsmechanismus fürs Sägeblatt gleich defekt war. Das passt mal wieder wie die Faust aufs Auge. Die ante Säge hat Öl gespuckt, nachdem ich mit der Einbauküche fast fertig war und mit der Neuen konnte ich nicht anfangen :o
Ja, Dresden ist immer eine Reise, bzw. einen Spaziergang wert :)
Gruß Gerald
Powered by vBulletin® Version 4.1.12 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.