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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : GAL anschließen



Saul
24.06.2008, 19:39
Hallo Community,
ich bin gerade dabei einen GAL auf meinem Steckboard zu installieren.
Doch komme ich gerade ins grübeln, wie ich ihn anklemmen muss.
Ich nutze einen GAL16V8. Daraus folgt, das ich 20 Pin's zur Verfügung habe.
Pin 1-4 sind bei mir die Eingänge und Pin 13-16 sollen meine Ausgänge sein.
Was mache ich nun mit dem GND und dem Vcc? Wo schließe ich sie an?
ich bin der Meinung, das ich Vcc an meine +5V Spannung (plus) und GND an das minus angelegen muss oder?
Bitte berichtigt mich, wenn diese aussage falsch ist.
Gruß Saul

Winne
24.06.2008, 20:08
so wärwe das zumindest vorgesehen;)

Saul
24.06.2008, 20:35
Ok danke dir.
War mir nicht mehr ganz sicher.

Saul
26.06.2008, 17:37
So ... die anderen Eingänge die ich nicht nutze muss ich auf LOW setzten (also GND anlegen) oder? Was mache ich mit den nicht genutzten Ausgängen? Die brauche ich meines Wissens nicht belegen?!

Und meine letzte Frage: Ich möchte vor den vier ausgewählten Eingängen
Schalter zu "Steuerung" anschließen. Muss ich PullDown-Widerstände anlegen?

Ist es generell Pflicht bei jedem Taster/Schalter, der mit einem Gatter verbunden wird, einen PullDown (Eingangspin HIGH)/PullUp (Eingangspin LOW)-Widerstand einzubauen?
Was genau bewirken die PullDown/PullUp-Widerstände nun genau?
Freue mich über jede Antwort.
Gruß Saul

elmar
26.06.2008, 18:20
Hi,

GND ist der Bezugspunkt auf den sich alle Spannungsangaben beziehen (sofern nicht anders angegeben). VCC ist der Versorgungsspannungseingang. Hast Du es mit nur einer Versorgungsspannung zu tun, so gehört Minus auf GND und Plus auf VCC.

Eine digitale Leitung kann entweder "HIGH" oder "LOW" sein - zumindest theoretisch! Ist ein Eingang offen, so kann der Pegel dazwischen liegen. Das Gatter entscheidet sich zwar für einen der beiden möglichen Zustände, nur können kleinste Spannungsschwankungen auf der Leitung (Einstreuungen durch Netzfrequenz, Statische Elektrizität, schwankende Versorgungsspannung) dazu führen, dass der Eingang ständig umschaltet. Dieses umschalten erzeugtr seinerseits störungen und kann weitere unbeschaltete Eingänge beeinflussen. Zwar ist das eigentlich nicht schlimm, aber jeder Schaltvorgang braucht etwas strom und wenn "Millionenfach pro Sekunde" geschaltet wird, hat man einen höheren Strom und somit Verlustleistung im Chip. Außderdem können die Schaltsignale im Gatter auch abstrahlen und andere Schaltungsteile beeinflussen.

Ein Pull-up oder Pull-down Widerstand legt eine offene Leitung auf einen definierten Pegel. Also entweder Masse (Minus) oder Versorgungsspannung (Plus). Dadurch können sich keine Spannungen auf- und abbauen und das Gatter wird nicht mehr schalten.

Ein N-Kanal FET (Transistor wie er in Digitalgattern benutzt wird) kann bei gleicher Baugröße erheblich höhere Ströme schalten als ein P-Kanal FET. Dadurch kann ein Gatter was nach Masse (LOW) schaltet höhere Ströme verkraften als wenn es nach Plus (HIGH) schaltet.
TTL-Gatter haben oft einen eingebauten Widerstand im Eingang um bei offener Leitung relativ sauber einen Zustand einnehmen zu können. Da ein Ausgang wie gesagt mehr nach masse schalten kann als nach Plus, ist es ein pullup um möglichst viele Eingänge mit einem einzigen Ausgang schalten zu können.

Die meisten Gatter interpretieren eine offene leitung also als HIGH. Aber der interne Pullup kann zu schwach sein je nach Äußeren Umständen oder in einer Alternativversion auch gar nicht vorhanden sein! Daher benutzt man stets einen externen Pullup, besonders wenn die Leitung "lang" ist (also nicht nur der Pin selber ohne alles). Schalter und Taster werden nach Masse geschaltet, das nennt sich "active LOW". Fällt der eigene Pullup aus, so hat man noch eine gute chance, dass der interne Pullup die Schaltung am Laufen hält. Auch LEDs schaltet man Zwischen plus und Ausgang, da der FET im Gatter nach Masse am kräftigsten ist. Schalter und Taster sollten also stets als "low-active" geschaltet werden.

Völlig unbenutzte Eingänge verschaltet man auf ein definiertes potential. Es heißt immer, dass man die auf Masse schalten MUSS, aber ich persönlich schalte die lieber auf ein Potential, dass zufällig in der Nähe ist. Also "PLus", "Masse" oder Nachbarpin, wenn der ein definiertes Potential hat. Warum sollte ein unbenutztes Gatter nicht mit einem anderen benutzten mitschalten? Das kann eine Brücke im layout sparen!

Gruß
Elmar