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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie würdet ihr das machen?



wolfi
30.08.2009, 11:40
hallo Leute,

ich habe heute mal eine frage zum mechanischen Aufbau ff. Sache:

Ich habe einen Wärmepuffer gebaut und möchte natürlich jetzt auch die Temperatur im Inneren wissen. Die Temperaturfühler mit Elektronik und pipapo sind schon vorhanden (ad 592).
Der Sensor wird an einen abgeschirmten 2-adrigen NF-Kabel betrieben. ( früher hieß das Diodenkabel) und wird in einer Messinghülse wasserdicht gekapselt.
Kann man es sich erlauben, das NF- Kabel im Wasser zu verlegen?
Der Behälter ist 3m tief. Es sollen verschiedene Wassertiefen gemessen werden, deshalb muß die Zuführung flexibel sein.
Wo kriegt man Infos über Wasserbeständigkeit (-verlegung) her?
Hat da jemand schon Erfahrungen gesammelt?
oder ist meine Sorge, dass das kabel eventuell nicht hält, einfach nur übertrieben?

Gruß

Wolfi

Winne
30.08.2009, 11:55
Mediendichtes Kabel vorrausgesetz und wasserdicht eingegossener Sensor----> Kein Problem

guidob
30.08.2009, 13:25
Hallo,

mit dem Kabel hätte ich keine Bedenken, billiges Kabel ist meist
mit PVC isoliert und das sollte gut geeignet sein.

Die Verbindung zum Rohr würde ich nicht starr verkleben, sonst
wird es durch die unterschiedliche Wärmeausdehnung undicht.
Besser elastisch, z.B. mit Silikon.

Gruß,

Guido

wolfi
31.08.2009, 08:23
da werde ich es erstmal so probieren,

@guido

ja den Sensor wollte ich auch mit Silikon einkleben.

@Winne

wo gibts Infos über Mediendichtheit der Kabel?

Schöne Woche

Wolfi

Winne
31.08.2009, 22:07
@Winne

wo gibts Infos über Mediendichtheit der Kabel?


Datenblatt des Kabelherstellers.

Rudo
31.08.2009, 22:38
Datenblatt des Kabelherstellers.
So ist es:)
Beispiel: ein Liebling vieler Entwickler (wegen der gut aufbereiteten Infos) -
www.lappkabel.de
--> Gummileitungen
--> Ölflex Aqua RN8

elmar
01.09.2009, 13:55
Hi,

ein flüssiges Medium wirkt vor allem Kapazitiv auf ein kabel. Bei gleichspannungen kein problem, bei Wechselspannungen ein erhebliches Problem wenn die frequenz sehr hoch ist!

Ist das Signal galvanisch vom Wasser getrennt, so kann man leicht eine Elektrode in das Wasser einbringen die bezogen auf die Masse des Messstromkreises eine Spannung anlegt und der Strom gemessen wird. Sobald Wasser irgendwo eindringt und das Meßsignal verfälscht, wird das erkannt so dass man genau weiss ob die Messung OK ist oder nicht.

Ich würde ein 50-Ohm Koaxialkabel verwenden! Die Seele ist absolut wasserdicht und es dauert extrem lange bis sich da was durchscheuern kann. Eher bricht die Seele durch mechanische Belastungen (andauerndes biegen) was aber auch leicht erkannt werden kann. Zusätzlich kann man noch den trick mit der Elektrode verwenden. Liegt der Schirm frei, so bekommt man das angezeigt. Ein freiliegender Schirm würde die Messung noch nicht mal stören. Nur kann man nicht sicher sein, ob an der Verbindungsstelle Wasser eingedrungen ist.


Für die Detektion von Wassereinbruch braucht man nur eine schön hohe Spannung (12..40V) an die Elektrode im Wasser anlegen und ein Multimeter oder anderes Anzeigegerät (200mV Panelmeter) parallel zu einem hochohmigen Widerstand (100k) anschließen. Der Widerstand dient als Shunt im Strompfad zur Elektrode. Sobald da ein Strom fließt, bekommt man eine Spannung zu messen. Statt shunt kann man auch ein 100mA Drehspulmeßinstrument verwenden.


Gruß
Elmar

elmar
01.09.2009, 13:59
P.S.:

Alternativ kann man digitale Sensoren verwenden. Ist der Temperaturbereich "harmlos", so kann man digitale Sensoren prima einsetzen. Hier gibt es zwei verschiedene Systeme:

PWM/Frequenz
Die Frequenz oder das Puls/Pausenverhältnis entspricht der gemessenen Temperatur

Datentelegram
Die Temperaturwerte werden direkt binär übertragen, funktioniert entweder per I²C oder RS232-ähnlich.


Digitale Sensoren haben den Vorteil dass ein Wassereinbruch die Meßdaten nicht verfälschen kann. Solange Daten kommen ist alles in ordnung. Nur wenn der Chip kaputt geht oder der Wassereinbruch das Signal zu stark dämpft bleiben die Daten aus. Solange Daten kommen, kann man davon ausgehen, dass die genau und richtig sind.

Gruß
Elmar