Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beratung bei der Leiterplattenherstellung
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29.01.2004, 14:42
Hallo! <BR> <BR>Ich habe eine Frage bezüglich Leiterplattenhersstellung. <BR>Ich habe nämlich als Maturaprojekt für eine Firma etwas Elektronisches entwickelt. Die Firma ist sehr klein (Schlosserei mit ca. 10 Mann), <BR>desshalb bin ich am Überlegen, ob ich neben meinem beforstehenden Studium, diese Leiterplatten herstellen soll. Die Firma hat mir dieses Angebot gemacht, weil sie selber nicht die Leute dazu haben. <BR> <BR>Es handelt sich um einen ca. 100x80mm einseitigen Print. Die Stückzahl <BR>beträgt 500-600 Stück pro Jahr(also 250-300 Europlatinen im Jahr). <BR> <BR>Ich habe mir schon einige Geräte zum Entwickeln und Ätzen angeschaut. <BR>Zum Beispiel die bei Conrad: <BR><a href="http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c3e1f3e6d/~flN0YXRlPTQyNzk1MTcxNjY=?~template=PCAT_AREA_S_BR OWSE&glb_user_js=Y&shop=B2C&p_init_ipc=X&~cookies= 1" target="_blank">http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c3e1f3e6d/~flN0YXRlPTQyNzk1MTcxNjY=?~template=PCAT_AREA_S_BR OWSE&glb_user_js=Y&shop=B2C&p_init_ipc=X&~cookies= 1</a> <BR> <BR> <BR>Ich weiß aber nicht genau welche da am sinnvollsten für mich sind. <BR>Es ist ja nicht so eine große Stückzahl, aber es soll eine gute Qualität haben und einigermaßen gut funktionieren. <BR> <BR>In der Schule hatten wir eine größere Sprühätzanlage von Lemmen. Mit dieser habe ich einiges geätzt und das hat immer gut funktioniert. Von Isel gibt es auch die Sprühätzanlage 1. Sie ist zwar am teuersten, unter denen von Conrad, aber wenn sie gut ist <BR>kann ich sie mir auch vorstellen. <BR> <BR> <BR>Die nächste Frage, die sich für mich stellt ist, ob ich die Platine auch <BR>bestücken kann. Die Firma wäre froh und ich auch, weil es ein guter Nebenverdienst zum Studium wäre. <BR>Die Platine ist ja nicht groß (ca. 70 Löcher). Ich habe in der Schule schon viel gelötet, habe daher schon einige Erfahrung. Aber ist das auch <BR>Industriequalität und kann man das verkaufen? Optisch unterscheiden sich meine Lötstellen nur kaum von gekauften Leiterplatten. <BR> <BR>Ich bräuchte einfach ein paar <BR>Tipps. Ich bin für jede Hilfe dankbar. <BR> <BR> <BR>Gruß
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29.01.2004, 15:28
Hallo Hannes, <BR> <BR>Glückwunsch zu diesem Auftrag. <BR>Die angegebene Menge aufs Jahr verteilt, kannst Du ruhig in der Schale ätzen, warum viel Geld für das überteuertete C-Zeug ausgeben. <BR>70 Bohrlöcher sollten auch nicht das Problem sein, mittels Proxxon und ein paar Hartmetallboher ist dies auch per Hand machbar. <BR>Kritisch wird es mit der "Industriequalität" Wo und unter welchen Bedingungen werden diese Platinen eingesetzt? Schwingungen, hohe Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Staub am Einbauort, und ganz wichtig, die dauerhafte Zuverlässigkeit. <BR>Es kann ins Auge gehen, sollte plötzlich eine hohe Frühausfallquote auftreten.Alles unter harten realen Bedingungen durchgetestet??? <BR>Weiterhin sollten solche Industrieausführungen immer eine Lötstopmaske und leiterseitigen Schutzlack besitzen, das vermindert korrosion und Kriechströme. <BR>Bei Anwendungen im Netzspannungsbereich ist der Berührungsschutz und die minimalen Leiterbahnbreite und absände unbedingt einzuhalten. <BR> <BR>frohes Schaffen
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29.01.2004, 17:24
Hallo <BR> <BR>Danke für deine Antwort. <BR> <BR>Zu dem Einsatzbereich. Es kommt auf ein landwirtschaftliches Gerät, das auf der Hydraulik des Traktors hängt. Also keine Netzspannung, nur 12V. Vibrationen treten allerdings schon auf, was ich aber dadurch verringern möchte, das man die Platine auf Gummipuffer schraubt. Staubig wird es auch nicht, weil es in ein Kunststoffgehäuse eingegossen wird. Also wenn es einmal kaputt sein sollte, wird das ganze Kasterl ausgetauscht. <BR> <BR>Ich habe den Prototyp jetzt einmal mit normalen Bauteilen gebaut zum testen. Ist es wegen den Vibrationen besser, wenn man alles mit SMD Bauteilen baut, oder geht das löten von SMD nicht gut. <BR> <BR>Das mit dem Schutzlack (ist Lötlack, oder?) ist mir auch klar, aber was ist eine Lötstopmaske? <BR> <BR>Also was meint ihr, ist das mit dem selber löten ratsam, oder nicht. Beim Ätzen glaube ich, komme ich auch auf die Qualität von gekauften. <BR> <BR> <BR>Gruß Hannes
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29.01.2004, 17:30
Hannes <BR> <BR>Bei den 500-600 Stück/Jahr würde ich die Prints herstellen lassen. Du kanst sie immernoch selber bestücken und testen. Selbsthergestellte Prints in dieser Stückzahl wird auf die Dauer nicht lustig sein. Abgesehen davon kriegst Du für so simple (einseitige) Prints bei dieser Stückzahl und Grösse sicher schon attraktive Preise. <BR> <BR>Bestücken & Testen ist was Du gut selber machen kannst. SMD ist sicher weniger Fibrationsanfällig. SMD zu löten ist nicht schwieriger als bedrahtet - nur anders. <BR> <BR>Markus
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29.01.2004, 18:12
@ Hannes, <BR> <BR>jetzt hab ich schon mehr Durchblick.. also Landwitschaft.. da würde ich die Bauteile in normaler ausführung verwenden und die komplette Platine nach bestandenem Test vergießen. <BR>Ein Gummipuffer für die Montage würde sich erübigen, wenn die Baugruppe in elastischem material vergossen ist, so wie Silikon, gibts bei <a href="http://www.peters.de" target=_top>www.peters.de</a> unter Vergussmassen. <BR>Dort bekommst Du auch Ätzschutzlacke für die Anfertigung Deiner Platinen in Siebdrucktechnik, falls Du selber ätzen willst. <BR>Mit Siebdruck ist sowas ratzbatz erledigt, arbeite auch mit Siebdruck. <BR>Lötstopmaske ist das grüne Zeug, was auf den meisten Leiterplatten drauf ist, brauchst Du aber bei Verguß der BG nicht. <BR>Schutzlacke sind nicht identisch mit Lötlacken! Lötlacke enthalten Flussmittel während Schutzlacke keins enthalten, diese also nur die Leiterplatte schützen sollen. <BR>Selber löten ja , warum eigentlich nicht? <BR> <BR>frohes Schaffen
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29.01.2004, 19:24
Hallo <BR> <BR>Danke für die Tips. <BR> <BR>Das mit dem Vergießen finde ich super. Hab zwar schon davon gehört, hab aber jetzt gar nicht dran gedacht. <BR> <BR>Weil Markus Zingg gemeint hat, dass das nicht lustig ist auf dauer. Da stimme ich im auch zu, weil man das sicher sehr günstig herstellenlassen kann, aber eigentlich scheue ich diese Arbeit nicht. Das muss ich mir noch überlegen, aber ich möchte natürlich als Student jede Einkommensquelle nützen. <BR>Aber rein technisch würde nichts, gegen das selberätzen sprechen, oder. <BR> <BR>Bei Siebdruck, fällt da das belichten weg? <BR>Das Siebdruckverfahren kenne ich nicht. Muss ich mal ein wenig googln. <BR> <BR> <BR>Danke für eure Hilfe <BR>Gruß
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29.01.2004, 19:51
Hannes <BR> <BR>Wenn Du die Boards auf das Niveau von hergestellten bringen willst dann musst Du recht viel Zeit investieren. "Grips" bracht das nicht - aber Zeit. Ok, Du bist Student, aber denkst Du nicht dass Du immernoch genau so viel (mit weniger Zeitaufwand) dazuverdienen kanst wenn Du Dich auf's Bestücken & Testen konzentrierst? Wenn mit den Platinen was nicht in Ordnung ist wird's dann (auch haftungsmässig) Happig. Die Qualität konstant zu halten ist bei fremd gefertigten Platinen sicher einfacher da beim Bestücken und Löten - wenn's gut gemacht wird - eigentlich nicht's schiefgehen kann. Aber beim Leiterplatten selberherstellen kann vorallem in Hinblick auf "Langzeit Einsatz" schon das eine oder andere Phänomen auftreten. Ich will Dir keine Angst einjagen, aber für soviele Stück loht sich das wirklich nicht und umgekehrt - stell Dir mal vor was los ist wenn nach 1Jahr alle Geräte aussteigen weil sich am Print was löst, korodiert, etc. pp.? <BR> <BR>Ich bin wirklich der letzte der gegen selbstgemachte Platinen ist (ich stelle selber sogar vierlagige Prints mit Durchkontaktieren und allem Pipapo her). Aber für eine Serie (und bei 500-600 Stück ist das eine) sieht die Sache wirklich anders aus. Für Prototypen - jederzeit. Für eigenbedarf - jederzeit. Für Serienfertigung für dritte? Nee, das wäre mir zu heiss. <BR> <BR>Naja, nur ein gut gemeinter Ratschlag.... <BR> <BR>Markus
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29.01.2004, 20:33
@ Hannes, <BR> <BR>Siebdruck ist einfach, erfordert aber einige Zusatztechnik. Das fängt mit einen Wärmeschrank zum Trocknen und Härten des Lackes an, geht über notwendige Chemikalien ( Entwickler, Entschichter,Schablonenschicht, Lösemittel etc) bis hin zu Siebdruckrahmen mit dem richtigen Gewebe. <BR>Als Siebdrucklack ist fotostruckturierbare Lack verwendbar, es gibt aber auch welchen , der durch eine Negativschablonenschicht durch das Sieb gedruckt wird. hier brauch nicht belichtet werden, der Fotolack muss belichtet und entwickelt werden. <BR>Damit siehst Du, das hier doch eine recht hohe Anfangsinvestition nötig ist, wenn alles da wäre und das Drucken sicher behersscht wird, sollte Dein obiges Problem eigentlich keins sein. <BR>Wegen der Platinenfertigung muss ich Markus allerdings auch recht geben, stell Dir mal vor das mitten in der Ernte eine Reihe derartiger Baugruppen plötzlich und unerwartet ausfällt... dann kann sich Deine Einnahmequelle sehr schnell zu einer ausserplanmäßigen Ausgabenquelle entwickeln. <BR>Gegen mehrere 100 Platinen, die im Hobbybereich friedlich auf den Tisch stehen, gibt es nicht die geringsten Einwände, aber wo mit Technik Geld verdient wird, sieht es ganz anders aus. <BR> <BR>Googel mach nach Leiterplattenhersteller.. <BR>und evtl könntest Du das Layout überarbeiten (verkleinern) spart wiederum Fertigungskosten. <BR> <BR>Gruß <BR>Tippfix
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29.01.2004, 20:54
Hallo <BR> <BR>Das Layout lässt sich sicher noch ein wenig verkleinern, vor allem wenn man es mit SMD Bauteilen macht (vielleicht 3 auf eine EUROPlatine). <BR> <BR>Eigentlich habe ich mir gedacht, dass das Löten das schwierigere und auch gefährlichere, bezüglich Fehler, sei. Aber ich bin euch dankbar für die Hilfe, weil ich lass mir eh was sagen, von Leuten die was davon verstehen. <BR> <BR>Ich werde mich mal nach Leiterplattenhersteller umschauen. Wenn ihr welche kennt, bitte schreiben. <BR> <BR>Gruß Hannes <BR>
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29.01.2004, 20:59
@Hannes <BR>Wenn es Dir um Kosten geht empfiehlt es sich die Platine <b>so groß wie nötig</b> und <b>so klein wie möglich</b> zu halten. Photobeschichtetes Basismaterial kostet schliesslich und Vergussmasse ist auch nicht billig (kleinere Platine -> kleineres Volumen). SMD ist da die erste Wahl. Preiswerte SMD-Zusammenstellungen findest Du z.B. bei ebay in der Kategorie Elektronik / Bauteile. Alternativ zum Vergiessen bietet sich auch ein Schutzlack wie Plastik 70 von Kontaktchemie an. Nur das mit dem Siebdruck würde ich mir für den Anfang gut überlegen. Da ist für mich die Belichtung eher die Methode der Wahl. Bei allem würde ich aber bedenken 'ratzfatz gute Ergebnisse' gibt's in den Anfängen selten. Da muss man nur mal aufmerksam in den bisherigen Forenbeiträgen stöbern und zu erkennen, dass vielerlei kleine Hürden zu bewältigen sind. <BR> <BR>@alle <BR>Zwar teile ich die Bedenken bez. Ausfall und Haftung. Aber was ist, wenn die prof. gefertigte aber handgelötete Platine versagt. Auch dann wird man an den Hannes herantreten und sich nicht mit dem Satz abspeisen lassen 'da sei der Leiterplatten-Fertiger dran schuld'. Und der Fertiger wird sich möglicherweise mit dem Hannes einen Rechtsstreit liefern, wer jetzt Schuld hat. <BR> <BR>Wie das mit den Bestimmungen beim Einsatz elektronischer Geräte in der Landwirtschaft ausschaut kommt noch hinzu (beim KFZ braucht man ja teilweise spezielle Zertifikate). Wenn es da keine besonderen Bestimmungen gibt, kommt man vielleicht mit einer Haftpflichtversicherung aus (mal nachfragen). Oder es bleibt noch der Weg das Gerät gewissermassen privat zu verkaufen ohne jegliche Haftung (mal juristischen Rat einholen wie man sowas Getalten könnte). <BR> <BR>Gruß Gerd
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29.01.2004, 21:42
<i> @alle <BR>Zwar teile ich die Bedenken bez. Ausfall und Haftung. Aber was ist, wenn die prof. gefertigte aber handgelötete Platine versagt. Auch dann wird man an den Hannes herantreten und sich nicht mit dem Satz abspeisen lassen 'da sei der Leiterplatten-Fertiger dran schuld'. Und der Fertiger wird sich möglicherweise mit dem Hannes einen Rechtsstreit liefern, wer jetzt Schuld hat. <BR></i> <BR>Nun, die Wahrscheinlichkeit dass es zu langzeit Schäden kommt bei professionell gefertigten Platinen ist IMHO viel viel kleiner als bei selbst hergestellten. Ich denke vorallem dass Ausfälle bei der ganzen Serie praktisch ausgechlossen sind. Und sowas wäre ja dann der super GAU. Dass mal die eine oder andere Platine ausfällt wäre ja so ungewöhnlich auch nicht. <BR> <BR>Die Haftungsfrage sollte Hannes aber unbedingt mit seinem Auftragsgeber so klären dass Haftungsansprüche gegen Ihn ausgeschlossen werden. Der Auftraggeber verspricht sich ja von Hannes (vermutlich berechtigt) tiefere Kosten und der Preis dafür müsste sicher das <b>alleinige</b> Tragen des Haftungsrisikos sein. <BR> <BR>Dadurch reduziert sich dann das Problem auf den Bereich den Hannes mit seinem gesunden Menschenverstand überblicken kann. Persöhlich würde ich sicher wagen die Bestückung und den Test zu machen, die Platinen selber aber definitiv extern fertigen lassen. Wenn er bzw. der Auftraggeber die Platinen für ein Jahr (also 600 Stück) auf's mal machen lässt, kann man davon ausgehen dass deren Preis auch nicht höher ist als was Hannes sonst dafür verlangen würde. <BR> <BR>Sollten die extern gefertigten Platinen wirklich allesamt kaputt gehen könnte man sicher problemlos den Hersteller in die Pflicht nehmen. <BR> <BR>Markus <BR>
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29.01.2004, 22:33
Hallo Hannes, <BR> <BR>ich will ja nicht schocken, aber ich habe da auch noch ein paar andere Bedenken. Vorab: ich komme selber aus dem Fahrzeugbau und denke, ich habe da ein wenig Ahnung. <BR> <BR>Hier meine Bedenken : <BR> <BR>- Hast du Wert auf eine vernünftige Bauteilauswahl gelegt ? Alle Bauteile in Fahrzeugen müssen einem erweiterten Tempereraturbereich standhalten können. Das sind i.d.r. so -25 bis +125 Grad Celsius. Besonders kritisch bei Halbleitern. <BR> <BR>Alle schwereren Bauteile (Kondensatoren, Transformatoren usw.) aber auch gesockelte Bauelemente müssen besonders gut gegen Vibrationen gesichert sein. <BR> <BR>Die Leiterplatte selber (mindestens FR 4) muß unbedigt gegen Feuchtigkeit und Kriechströme gesichert sein. Wir benutzen nicht nur Lötstopplacke, sondern tauchen nach Fertigstellung die komplette Leiterplatte in einen Isolierlack. <BR> <BR>Die Schaltung muß so ausgelegt werden, dass im Fehlerfall die Anlage in einen definierten, sicheren Zustand kippt. Undefinierte Zustände sind nicht zulässig. <BR> <BR>Um Frühausfälle zu vermeiden, ist ein voraltern der Leiterplatte im Wärmeschrank zu empfehlen. <BR> <BR>Und jetzt der Oberhammer ! <BR>Die Schaltung muß einmalig verschiedensten EMV-Tests standhalten, dh. die Schaltung darf keine Störungen verursachen, und darf selber von el. Feldern nicht gestört werden. Alleine dieser Test kostet einige tausend EUR und wird (zumindest bei uns) i.d.R. erst nach mehreren anläufen(Leiterplatte umdesignen, Schaltung ändern usw.) bestanden. <BR> <BR>Solange alles gut geht wird das keinen interessieren. Aber bei einem ernsthaften Fehler mit Unfall (den du noch nicht mal Schuld sein mußt)und einer entsprechenden folgenden Ermittlung kann das schonmal sehr unangenehm werden. <BR> <BR>Bitte bedenken ! <BR> <BR>Alles das kann man übrigens in diversen VDE- und DIN- Normen nachlesen ! <BR> <BR> <BR>Gruß <BR> <BR>Marco
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29.01.2004, 23:29
Vielleicht kann Hannes uns mal sagen, was die Schaltung bewirken soll.Oder was damit gemacht wird. <BR>Eventuell lässt sich das alles danach einfacher nachvollziehen und diskutieren. <BR>Die von Marco angesprochenen EMV-Richtlinien sind leider harte Realität und im Verkehrswesen gerade besonders streng.
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30.01.2004, 05:21
Hallo <BR> <BR>Danke für euer Interesse <BR> <BR>Die Schaltung ist nur die Auswärtung einer Füllstandsmessung. <BR>Es wird Kapazitiv in der Pflanzenschutzspritze (1000l Fass) gemessen und dann über 20 Led der Füllstand angezeigt. <BR>Es ist also nichts großartiges. Wenn es ausfallen sollte passiert nicht viel, es läuchtet halt nichts mehr und das ist ärgerlich für den Bauern. <BR> <BR>Die Schaltung hat nur drei IC (2xLM3914 und NE556), Widerstände und Kondensatoren und läuft mit 9VDC. <BR> <BR>Ein ehemaliger Schulkollege von mir, bestückt für seinen Onkel, der eine Firma hat, auch Platinen. Sie erzeugen aber irgenwelche Teile für Seilbahnen, wo es also um was geht. Da wird, glaube ich jede Platine nachher geprüft. Bei ihm funktioniert das wunderbar. <BR> <BR>Ich habe auch mit der Firma noch nicht viel darüber geredet, wie sie sich das vorstellen, bezüglich Haftung. das müsste man natürlich alles klären. <BR> <BR> <BR>Ich würde gerne noch andere Meinungen hören. <BR>Gruß Hannes
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30.01.2004, 15:40
Hallo Hannes ! <BR> <BR>Ich denke, an so was kann man sich problemlos auch als Privatperson wagen. Da ist ja keinerlei Sicherheitsrelevanz hinter. <BR> <BR>Aber trotzdem noch ein paar Tipps gegen „böse Überraschungen“, wenn du diese nicht sowieso schon beherzigt hast : <BR> <BR>Die Schaltung braucht auf jeden Fall einen ordentlichen Eingangsfilter (der Spannungseinbrüche und Peaks verdauen kann) vor der eigentlichen Spannungsstabilisierung. Der Grund ist folgender: Beim starten eines Motors kommt es zunächst zu einen sehr starken Spannungseinbruch, wenn der Anlasser den Motor ankurbeln muss. Startet der Motor dann, gibt’s eine heftige Induktion (wenn die Leistung des Starters plötzlich abnimmt), die nicht zu unterschätzen ist. Das hat schon so mancher Schaltung (wenn auch nicht sofort) das Leben gekostet. <BR>Wir haben beim Start einer Diesellok (das ist natürlich ein mächtiges Kaliber) mit 110V Bodnetz Spannungseinbrüche um bis zu 40 Volt und Peaks von etwa 400Vss messen können. Bei einer 12V oder 24V Anlage wird das wohl nicht ganz so schlimm sein, aber bitte nicht unterschätzen. <BR>Wir machen deswegen Langzeittests mit einer Netzsimulation, die solche Spannungsverhältnisse nachfahren kann. Da du wahrscheinlich auf so was keinen Zugriff hast, empfehle ich auf jeden Fall einen Langzeit- Feldversuch mit einem Prototyp. <BR> <BR>Bei Elektrolytkondensatoren musst du Wert auf einen unteren Temperaturbereich von mindestens <BR> -25 Grad legen. Bei billigeren Kondensatoren besteht im Winter die Gefahr des Einfrierens. Die haben nämlich stark Wasserhaltige Elektrolyte. Das geht auf die Lebensdauer, und zwar auch wenn die Schaltung gar nicht betrieben wird. Nach spätestens zwei ordentlichen Wintern gäbe es dann eine böse Überraschung. <BR> <BR>So, das war jetzt aber genug Senf ;-) <BR> <BR>Gruß <BR> <BR>Marco <BR>
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30.01.2004, 16:59
@ Hannes , <BR>Eine Füllstandsanzeige also! Da sehe ich auch so wie Marco, da keine Rückwirkungen auf das Fahrzeug enstehen, können wir also etwas gelassener rangehen. <BR>ich würde grundsätzlich keine Elkos oder Keramikkondis verbauen, nimm lieber Tantal-Cs und /oder MKTs. <BR>Nach erfolgreichem Test würde ich die Baugruppe zwecks Rüttelfestigkeit und Temperaturstabilität in einen Thixotropen Tauchlack komplett tauchen. Optional dann noch der Verguss in Silicon. <BR> <BR>Hab mal gegooglt: Stückpreis der Herstellung Deiner Platinen bei der Menge ca 2,50.. 2,80 /Eurocard. <BR>Übrigens , als Eingangsfilter könntest Du eventuell eine gegensinnig bewickelte Ringkerndrossel mit einen MKT-C parallel zun Eingang mit einplanen, die dürfte das Gröbste rausfischen. <BR>frohes Schaffen
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30.01.2004, 17:35
Hallo Markus. <BR> <BR>Du kannst mir ruhig noch mehr Senf erzählen. <BR> <BR>Das mit den Spannungsspitzen habe ich garnicht so beachtet. Meine spannungsstabilisierung besteht aus einem 7809 damit ich auf 9V komme mit ein paar Kondensatoren. <BR>Wäre super, wenn mir da jemand helfen könnte, wenn das zuwenig ist. <BR> <BR>Ich bin jetzt nicht zu Hause, aber wenn ich zu Hause bin, werde ich meine Schaltung als Anlage einfügen, damit ihr sie betrachten könnt. <BR> <BR>Was meinst du eigentlich mit Sicherheitsrelevanz. <BR>Ich glaube, wenn sich die Firma bereiterklärt, dafür dass ich ihnen einen sehr billigen Preis machen kann, dass sie keinerlei Haftungsanspruch stellen, könnte man sich darüberwagen. <BR>Ich weiß nicht, was denkt ihr darüber. <BR>Darum habe ich auch gemeit, dass ich mir ein Gerät dazu kaufe, damit es professionell wird. Auch wenn es ein paar 100Eur kostet, würde man das Geld bald herinnen haben. <BR> <BR> <BR> <BR>Gruß
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30.01.2004, 18:06
Hallo hier ist noch meine Schaltung <BR> <BR><!--attachment: Schaltung-10952.zip*mime_zip.gif*application/x-zip-compressed*38.0*Schaltung*Schaltung%2ezip --><center><table border=1><tr><td><img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/icons/mime_zip.gif" align=left alt="application/x-zip-compressed">Schaltung<br><a href="http://progshop.com/elektronik/diskussion/messages/4281/Schaltung-10952.zip" target="_blank"><b>Schaltung.zip</b></a> (38.0 k)</td></tr></table></center><!--/attachment--> <BR> <BR>Ich weiß aber nicht ob das Anlage übertragen heute geht. Mach ich da irgendetwas falsch, oder funktioniert das generell nicht mehr. Wenn nicht könnte ich es jeden interessierten per E-Mail schicken. <BR> <BR> <BR> <BR>Gruß
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30.01.2004, 21:01
Tipp: <BR>Top Tec PCB Ltd <BR>Unit 5 Ringwood Trading Estate, Christchurch Road <BR>Ringwood <BR>BH24 3BB (Road Map) <BR>Hampshire <BR>Tel: 0044 - 1425 489111 <BR>Fax: 0044 - 1425 471715 <BR>Internet: <a href="http://www.top-tec-info.co.uk" target=_top>www.top-tec-info.co.uk</a> <BR>Managing Director - Frank Horstmann <BR> <BR>nach Corinna fragen. Die sprechen Deutsch!!! <img src="http://progshop.com/elektronik/diskussion/clipart/smile.gif" border=0> <BR>
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30.01.2004, 23:14
Hallo! <BR> <BR>Du hast leider nur eine halbe Schaltung eingefügt (oder mein Rechner zeigt nur ne halbe an), nicht wirklich aussagekräftig! <BR> <BR>Aber, trotzdem noch ein wenig „Senf“ : <BR> <BR>Neben dem schon angesprochenen Eingangsfilter (kann ich dir leider nicht mehr zu erzählen oder was berechnen, wir beziehen da fertige Baugruppen) gehört auf jeden Fall vorne noch ne Sicherung rein. Das muss nicht unbedingt eine Schmelzsicherung sein, ein ordentlich dimensionierter Kaltleiter geht auch. Wer es ganz luxuriös haben will, der kann auch eine Polyswitch einbauen. Autobatterien sind sehr niederohmige Spannungsquellen, da fließen im Fehlerfall mal schnell einige 10 Ampere – und das auch bei 12V!!! Daher immer gut absichern! <BR>Außerdem können ein paar kräftige Dioden wahre Wunder gegen verpolen der Versorgungsspannung bewirken ;-)) Ganz nebenbei würden die dann auch negative Peaks recht gut abfangen. <BR> <BR>Das Thema ELKOS hatten wir ja schon zu genüge. <BR> <BR>Du musst dir auf jeden Fall mal das Datenblatt eines Spannungsreglers ansehen. 12V Bordspannung heißen bei laufender Batterieladung normalerweise eine Spannung von etwa 13,8V. (Das muss sein, damit man überhaupt Strom in die Batterie kriegt) Packt der Regler diese Verlustleistung von etwa 4,8V bei deinem benötigten Strom? Ein kleiner Kühlkörper wäre wohl so oder so sinnvoll. Du sprachst davon, die Schaltung evt. eingießen zu wollen. Ein in Silikon eingegossener Kühlkörper bringt natürlich gar nichts. Bei dieser Variante würde ich die Schaltung in ein Metallgehäuse packen und vor dem vergießen den Regler von innen an das Gehäuse schrauben. Metallgehäuse ist übrigens auch gut für (äh, gegen) EMV-Einflüsse. <BR> <BR>An die gerade noch erkennbaren NE556 gehören Stützkondensatoren (MKT oder so) von 10….100nF. Die müssen in unmittelbarer nähe des IC sitzen, möglicht kurze Leiterbahnwege nutzen! Alternativ gibt’s auch IC-Sockel mit eingebauten Kondensatoren – bequem zum Nachrüsten aber schlecht für Vibrationsfestigkeit. (Man soll es nicht glauben, aber ich habe schon erlebt, dass sich IC´s aus ihren Fassungen gerappelt haben!) Die Schaltung wird es dir mit höherer Zuverlässigkeit danken. Gilt übrigens für alle IC – besonders für die digitalen! <BR> <BR>Mehr kann ich von der Schaltung leider nicht erkennen……. <BR> <BR>Bei drei oder mehrpoligen Leistungshalbleitern (dazu zählt auch der Spannungsregler) immer eine Ausdehnungsmöglichkeit für die Anschlusspins schaffen. Am einfachsten mit einer kleinen Rundzange einen Bogen in die Pins biegen. Damit kann man (bei Verlustwärme) entstehenden mechanischen Spannungen im Bauteil entgegenwirken. Diese zeigen sich übrigens nach einiger Zeit meistens durch kalte Lötstellen oder abgerissene Lötaugen auf der Leiterplatte. Kleiner Tipp am Rande: Bei nicht funktionierenden Fernsehern ist das eine beliebte Fehlerquelle ;-) <BR> <BR>Noch was zu den Anschlussklemmen: Nur Flachsteckhülsen (passende Gegenstücke zum einlöten kann man fast überall kaufen) oder Käfigzugfederklemmen (Wago oder ähnlich, gibt’s auch zum einlöten) verwenden! Alles andere (Schraubtechnik, direktes anlöten usw.) ist auf Dauer nicht geeignet. <BR> <BR>Und jetzt noch was zur Rechtssicherheit: <BR>Du als Urheber der Schaltung trägst die volle Verantwortung für Fehler und daraus resultierenden Ereignisse. Diese Verantwortung kann dir keiner abnehmen oder daran mit z.B. einem Vertrag etwas ändern. Passiert was Ernsthaftes und strafrechtlich Relevantes (kann man bei einer Füllstandsanzeige aber nicht von Ausgehen, der zu messende Inhalt ist ja hoffentlich nicht explosiv), so wird der Staatsanwalt zumindest einige Fragen haben. <BR>Ich bin aber kein „Rechtsexperte“, da müsste man mal einen Anwalt fragen…. <BR> <BR>Gruß <BR> <BR>Marco <BR>
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02.02.2004, 13:56
Warum England, wenn's gute auch hier gibt:500 Stück (100 x 80 mm) kosten hier: <a href="http://www.artz-elektronik.de" target=_top>http://www.artz-elektronik.de</a> genau 1,50 EUR, 250Stk. 1,75 (alles + MwSt)! Habe vor kurzem diese Menge halbe Eurokarten dort bestellt, daher kenn ich den Preis. <BR>Bie der Top-Tec (Corina, Gundula, Frank usw. ) hab ich auch schon bestellt. Alles OK, brauchst aber eine USt-ID. Und(!) solltest Du reklamieren müssen, vergiss es, die stellen sich meistens Taub!
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