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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überfüllsicherung am Salzwasseraquarium



DANrulz81
18.03.2010, 17:27
Hallo zusammen,

ich versuche schon seit Tagen, eine geeignete und günstige Methode zu finden, einen Sensor zu bauen, der nicht mechanisch funktioniert. Ich hab dabei an eine konduktive Füllstandsbegrenzung gedacht. Hab ich auch so versucht. Erst mit DC, geht nicht, wegen Elektrolyse. Bei AC hab ich auch eine Reaktion im Wasser, die da nicht sein darf. Es liegen dabei 11,3 VDC an und 300 mA, bevor das Relais schaltet.
Wie bekomm ich das hin, dass ich keine Reaktion im Wasser habe, aber die Messung funktioniert?

eman
18.03.2010, 22:13
Hi,

wenn du nur sicherstellen willst,dass nicht ueberfuellt wird, dann kannst du zB mit einem isolierten temperaturempfindlichen Widerstand arbeiten.
Sobald die Fluessigkeit den (isolierten) Widerstand beruehrt kann ein eindeutiges Signal erzeugt werden.Dieses zu verstaerken ist wohl kein Problem.

ciao

Triti
19.03.2010, 09:49
Rohr ins Wasser, darüber Schwimmer mit Magnet + Reedschalter im Rohr. Baue ich gerade :-)
Oder: schau Dir das mal an:
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=3478008&r=threadview&t=3680957&pg=1

lg
Triti

elmar
19.03.2010, 14:13
Hi,

Da gibt es viele Möglichkeiten.

Per Elektroden muß man nur den Strom sehr gering halten, also wenig Spannung anlegen und einen sehr kleinen Strom fließen lassen. Den Strom kann man leicht mit Transistoren verstärken. Weiterhin kann man den Strom reduzieren in dem man nur sehr kurze Pulse erzeugt. Am besten wechseln die Pulse die Polarität um Korrosion auf den Elektroden auch langfristig zu verhindern.

Wie Ed schon andeutete, einen PTC Widerstand benutzen. Dieses verfahren wird auch für heimische Heizöltanks benutzt. Oben im Tank befindet sich ein PTC Widerstand der mit dem Tankwagen verbunden wird. Legt man eine Spannung an den PTC Widerstand, so heizt er sich auf. Je heißer er wird, desto größer wird der Widerstand und desto weniger Leistung wird gezogen und in Wärme umgesetzt. Der PTC pendelt sich also auf eine feste Temperatur ein.
Taucht der PTC in das Öl, so wird er gekühlt. Die Temperatur sinkt schlagartig und der Widerstand zieht jetzt wieder einen viel höheren Strom, kann sich aber trotzdem nicht mehr aufheizen.
Registriert der Tankwagen den hohen Stromverbrauch, so werden die Pumpen abgeschaltet. Ursprünglich wurde das mit einem simplen Relais gemacht was mit dem PTC in Serie geschaltet wurde. Taucht der PTC ein, so steigt der Strom so weit, dass das Relais anziehen kann und die Pumpen abschaltet. Fehlt der PTC oder ist er kaputt, so wird immer weiter gepumpt. Daher wird das heutzutage elektronisch überwacht, es wird nur gepumpt wenn der Strom weder zu hoch ist (voller Tank) noch zu niedrig ist (kaputte Leitung oder PTC).
Da man beim Aquarium nicht stöpselt oder aus versehen den Anschluß des Nachbarhauses was weder PTC noch Öltank hat erwischen kann, ist die Methode mit dem Relais und PTC in Serie eigentlich gut genug und absolut simpel.

Schwimmerschalter mit Magneten werden oft für Wassertanks z.B. an Wohnwagen benutzt. Der Schwimmer ist ein Ring mit Magnet der auf einer Achse mit Reed-Kontakt sitzt. Schwimmt der Ring auf und schiebt sich auf der Achse nach oben, so wird der Reed-Kontakt aktiviert. Bei vielen Modellen kann man den Ring umdrehen so dass man bestimmen kann ob der Kontakt Ein- oder Ausschaltet wenn der Schwimmer ein Stück (ca. 1cm) hochgeschwommen ist. Der Schwimmer kann zwar klemmen, aber die Wahrscheinlichkeit dass er nicht hochschwimmt ist viel geringer als dass er in der oberen Stellung klemmt und nicht runter rutscht.

Dann gibt es die Kapazitive Methode. Einfach ein Flachbandkabel in das Wasser tauchen. Die ungeraden Adern verbindet man mit Masse, die geraden mit einem Wechselspannungssignal. Da die Adern sich kapazitiv koppeln, fließt ein Blindstrom nach Masse ab. Je mehr Wasser um das Kabel herum ist (Füllstand), desto höher der Blindstrom. Mit einem Vertikal im Wasser angebrachten Band kann man so die Füllhöhe ziemlich gut schätzen. Bringt man es horizontal an der Oberfläche an, so kann man ziemlich sicher messen ob das Band überspült ist oder trocken.

Gruß
Elmar

Triti
19.03.2010, 21:16
Hallo Elmar,
wenn ich da reinfragen darf...
> ....ist die Methode mit dem Relais und PTC in Serie eigentlich gut genug und absolut simpel.
<code>Das muss ich ausprobieren! Wäre viel einfacher als mit Schwimmer.
Gehts damit?: www.conrad.at/ce/de/product/153627/ (http://www.conrad.at/ce/de/product/153627/)
mit Relais:</code><code> </code><code>www.conrad.at/ce/de/product/505196/ (http://www.conrad.at/ce/de/product/505196/)
</code><code>Die hab ich nämlich 2x da.

</code>> Legt man eine Spannung an den PTC Widerstand, so heizt er sich auf.
Gibts wo eine Anleitung wie man das genau macht?
12V----Relaisspule----noch_ein_Widerstand(? ?W)----PTC ----Masse

Das Problem ist nämlich: Ich möchte,
1) wenn Wasser kocht und der Wasserspiegel sinkt mit einem Relais schalten, wenn der Spiegel zu tief wird. Dann wird nachgefüllt.
2) Darum andersrum auch. Abschalten, wenn er zu hoch wird.
Wie kann man sich das mit dem KTY-10 ausrechnen?

lg
Triti


<code>
</code>

Rudo
19.03.2010, 21:32
Nee, KTY10 ist doch kein PTC aber auch brauchbar.
Datenblatt findest mit google unter ... KTY10 Data
Infineon hat die aber schon laengst abgekuendigt - mit solchen Peanuts macht man doch heutzutage keine Geschaefte mehr - aber von Philips gibts noch kompatible...

Triti
19.03.2010, 22:41
Aha, dann so etwas: RS Bestell-Nr. 212-0263
Thermistor PTC 80V 120 Grad C 0R9
Auslösestrom 1.5A, Empfindlichkeit 26K
Gehäuse-Ø 22mm, Hitzebeständigkeit 1.2 Ω @ 130 °C
Temperaturbereich -40 → 125°C

Diese PTC gibts mit 0R2, 0R45, 0R9, 3R7, 2R6, 6R, 10R, 15R, 25R, 55R, 70R, 150R .
Welchen nehmen?
lg
Triti

DANrulz81
20.03.2010, 13:33
Hallo Elmar,
für die Kapazitive Methode brauch ich aber noch eine Auswertelektronik, oder muss den Blindstrom verstärken, oder reicht das? Das Relais, das ich habe braucht nämlich 300 mA zum anziehen.

eman
20.03.2010, 13:44
...was geigst du immer auf den 300 mA herum ? Das ist doch der letzte Punkt bei diesem Spiel.
Wie soll ein Sensor ohne Auswertelektronik genau das machen was du willst.?.
Entscheide dich fuer einen Sensortyp ....Internet hilft dir weiter :D

DANrulz81
20.03.2010, 14:19
Es soll so einfach wie möglich sein. Nen PTC hab ich keinen da. Und die 300 mA lassen nun mal mein Relais anziehen.

eman
20.03.2010, 14:25
Ja, dann geh doch 'einfach' Radfahren. Vielleicht findest du unterwegs einen Laden....

Wenn du etwas willst, dann musst du 'einfach' oder besser 'mehrfach' dein Hinterteil bewegen :D von nix kommt nix.
Du hast (nicht nur hier) genuegend Vorschlaege bekommen.:rolleyes:.

DANrulz81
20.03.2010, 14:58
Ja, hab ich. Und dafür bin ich auch dankbar, nur die meisten sind für mich nicht umsetzbar, da es
1. Zulange her ist, dass ich mit Elektronik zu tun hatte
und
2. Auswertelektronik sich für mich nicht realisieren lässt:(

Außerdem beweg ich mein Hinterteil zu genüge, nur scheinbar in die falschen Richtungen.
In dem Fall werde ich es dabei belassen.:(

elmar
22.03.2010, 10:58
Hi,

der KTY-10 ist ein reiner Sensor. Der braucht eine Auswerteelektronik. Im einfachsten Fall einen Transistor der von einem Spannungsteiler bestehend aus KTY-10 und Widerstand gesteuert wird. Benutzt man ein Poti statt Festwiderstand, kann man den Schaltpunkt einstellen.

Die PTC-Methode benötigt zwei Relais. Ein "leichtes" was vom PTC gesteuert wird und ein "schweres" was den Strom der Last aushält. Das "leichte" steuert dabei das "schwere". Das "leichte" wird ja mit einer Unterspannung gesteuert, kann also nicht hart ein- und ausschalten und bei starker Last würde der Kontakt brennen wenn er langsam und sachte schaltet.
Hier müsste man experimentieren und rechnen. Zunächst mal müsste man rausfinden welche Spannung man braucht damit der PTC schön heizt wenn er "trocken" ist. Das Relais fungiert hier als Vorwiderstand, bekommt ja nur einen Teil der Versorgungsspannung (Spannungsteiler). Auch hat man es mit viel Strom (nass) und wenig Strom (trocken) zu tun, das Relais darf nicht zu empflindlich sein (dauernd an) oder zu unempfindlich (nie an).

Gruß
Elmar

DANrulz81
22.03.2010, 17:06
Hi Elmar,

könntest du mir ein Beispiel aufzeichenen, was die Auswertelektronik für den KTY-10 betrifft?

Rudo
22.03.2010, 19:31
... sowas kannste doch leicht im net finden:

L i n k (http://home.berg.net/opering/projekte/35/index.htm)
:)

DANrulz81
23.03.2010, 08:56
Da hab ich wohl schlecht gesucht.:rolleyes:
Danke dir.