PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Röhrenvorverstärker mit der ECF80



Beam-Power
14.10.2010, 14:13
Salü,
In diesem Threat stelle ich einen kleinen Vorverstärker, evtl. auch als Kopfhöreramp oder Vollamp zu benutzen, vor. Er verwendet die Verbundröhre ECF80. Als Vorstufe kommt die F-Sektion, also die Kleinsignalpentode zum Einsatz, als 2. Vorstufe oder Endstufe die C-Sektion, also die Triodensektion, zum Einsatz. Im Schaltplan sieht man den Aufbau als Vorverstärker. Als Vollverstärker muss der Rk der Triode verringert werden, um genügend Anodenstrom zu erreichen. Dort, wo das Poti ist, muss ein AÜ mit ca. 3W ran, der den gleichen Primär-R hat.
Als Kopfhöreramp muss ein 3:1 AÜ ran, der einen ungefähren sec. R von 32R hat.
Grüße

MacSeck
18.10.2010, 14:13
Koppel das Signal per Poti am Emitterwiderstand ab, Kondensator noch dazu; hochohmig reicht; 1V/20k und papp noch eine RIAA Entzerrung mit rein in die Gegenkopplung für Anpassung an Plattenspieler mit Magnetsystem.

Danke...:)

Beam-Power
18.10.2010, 17:39
Salü,
Welchen Emitterwiderstand (Rk, oder?) meinst du? & Könntest du mir das bitte genauer erläutern?
Grüße

Anatec
19.10.2010, 00:09
schade das ich nicht zu Hause bin und mal meine alten Röhrenbücher rauskramen kann. Die Anodenwiderstände sind viel zu klein. Hier mal ein Ausschnitt einer Industrieschaltung. Die Schirmgitterspannung darf auf keinen Fall die Grösse der Anodenspannung erreichen, sonst wird das Gitter selbst zur Anode und brennt ab! Man sieht schön, wie das mit einem Spannungsteiler gelöst wurde. Die Kathodenkombination ist etwas aufwändig aber gut. Der Gitterableitwiderstand Rg1 ist nicht zu sehen und beträgt mindestens 330k. Man kann das aber recht gut ausrechnen. Wenn über der Röhre in Ruhe 70V stehen muss an der Kathode etwa -2V vorhanden sein.

Beam-Power
19.10.2010, 14:56
Salü,
Ich denke, die Schaltung in deinem Anhhang ist für eine Spannung von 170-230V ausgelegt. Meine Schaltung soll ja nur mit 115-120V arbeiten. Höher wollte ich wegen Widerstandsmangel nicht gehen. Wenn ich dem Schirmgitter einen zu großen R vorschalte, sinkt der Anodenstrom & die Steilheit & Verstärkung der Pentode nimmt damit ab. Ich dachte am Anfang auch, dass es Probleme wegen Sekundärelektronen gibt, aber das erwies sich als falsch.
Grüße

MacSeck
19.10.2010, 18:53
ja, der schöne Emitterwiderstand... Da merkt man die Transistorjahre.
Nun gut, zu Röhrenzeiten hieß das Kathodenwiderstand. Der dient zwar wie Gerd sehr richtig bemerkte zur Arbeitspunktstabilisierung, aber er ist Masse-bezogen. Für Kleinsignal reicht es völlig da auszukoppeln.
In den meisten Bipolar-Emitterschaltungen ise dieser Widerstand mit einem fetten Elko überbrückt, der die Gegenkopplung für Wechselspannung eliminiert und somit die Verstärkung hochtreibt (nur AC).

Jetzt wird die Röhre zusehends durch FET ersetzt; da heißt das Ding dann Sourcewiderstand - und da scheiden sich auch wieder die Geister zwischen Theoretiker und Praktiker. Der Source ist die Elektronenquelle, also Masse und die fließen am Source (Quelle) rein und am Drain (Abfluss) raus.
Dem FET ist es meist egal, weil es ein unipolarer Transistor ist, aber wenn man als (Praktiker) die Schaltung so vor sich sieht ist der Ausguss natürlich unten zur Masse hin; bildhaft hat dann auch der BF245 z.B. an der (Basis) den Pfeil nach rechts und Strom fließt von Plus nach Minus (Technische Stromrichtung).
Vom Prinzip kann man also die Dinger 1:1 austauschen.
Jetzt aber Vorsicht: Bei den Röhren ist die Masse eigentlich negativer als Null.
Deswegen hebt der Widerstand sozusagen künstlich das Emitter- / Source / Kathodenpotential an, sodass die Basis / Gate / Gitter gegenüber dem Emitter / Source / Kathode eigentlich negativ ist und damit das Ding sperrt. Das tut es allerdings nur bis zum Arbeitspunkt. Dort stellt sich dann ein Gleichgewicht ein. 0,7V beim SI-Transistor, Gittervorspannung /Abschürspannung bei Röhre und FET.

Anatec
19.10.2010, 19:39
richtig Andreas
das habe ich tatsächlich falsch geschrieben. Natürlich muss an der Kathode eine positive Spannung gegen Masse stehen (bei der ECF80 ca 1,5 - 2,5V) und damit am g1 also eine negative Spannung gegen Masse. Je negativer desto sperr. :D :D

MacSeck
19.10.2010, 20:57
und wenn wir schon bei der Röhre sind und bei Verstärkern, die Röhrensound erzeugen sollen, dann bitteschön mit Eingangs und Ausgangsübertrager; im Kleinleistungsbereich gibt es fertige (Ferrit 1:10 oder so für Lichtorgeln) usw., größere im Wattbereich (..50W noch ganz schnuckelig in Ferrit) - auch mit Luftspalt!!! bitte...
:rolleyes::rolleyes::rolleyes:mmhhmm.. immer der mit seinem Luftspalt

Ja doch, sonst kommen die durch die Gleichstrombeaufschlagung in die Sättigung und verzerren. Sollen sie nicht. Also im linearen Teil der magnetischen Kennlinie betreiben!!! - dazu dient der Luftspalt.:)

Große Kerne gibt es beim großen "C" mit Spulenkörper etc. und auch fertige Kernsätze a) mit Spalt für solche Sachen, b) ohne für SNTs.
Der große "C" hat da einen Sonderkatalog für.

Und dann gut wickel!!! - oder wirklich welche irgendwo schlachten und nach Bedarf neu bewickeln. Die alten E-I Kerne waren idR. verschraubt, nicht verschweißt.